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Tinnitus... Wer kennt das?

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Kopf hoch! Das wird schon wieder!
Bin auch Vater von 2 Kids.

Beim letzten mal hatte ich auch verschiedenste Sachen versucht, bis Akkupunktur etc. Schlussendlich bin ich aber erst darüber hinweggekommen, als ich einfach keine Gedanken mehr daran verschwendete. Ich habe mir gesagt, es ist nun mal da und wird nicht mehr wieder weggehen, egal was ich versuche. Ich lebe nun mit der Einstellung das es mir völlig egal ist. Seit diesem Punkt, filtert mein Hirn diese überflüssigen Töne wieder aus.

Natürlich gibt es auch bei mir gute und weniger gute Tage diesbezüglich und wenn ich mal wieder einen weniger guten erwische, ist er mir einfach egal und der nächste gute kommt bestimmt.

Wenn Du sagst, Du hast viele Monate gebraucht, bis Du wieder klargekommen bist, was hast Du in der Zwischenzeit gemacht? Wie konntest Du trotzdem immer arbeiten gehen? Heute ist wieder so ein Tag, an dem nichts geht, auch nicht arbeiten. Die Woche war OK, heute leider nicht.
Konntest Du für Deine Kids da sein? Mich haut das alles komplett raus und macht mich einfach fertig.
 
Wenn Du sagst, Du hast viele Monate gebraucht, bis Du wieder klargekommen bist, was hast Du in der Zwischenzeit gemacht? Wie konntest Du trotzdem immer arbeiten gehen? Heute ist wieder so ein Tag, an dem nichts geht, auch nicht arbeiten. Die Woche war OK, heute leider nicht.
Konntest Du für Deine Kids da sein? Mich haut das alles komplett raus und macht mich einfach fertig.

Ich habe viele Monate gebraucht, mich nicht mehr damit zu befassen. Nicht immer daran denken zu müssen. Es einfach so zu nehmen wie es ist. Erst dies half mir er es zu vergessen.
Eingeschränkt war ich aber nie, weder mit der Arbeit noch Familie. Einzig meine Frau hat teils gemerkt, dass ich etwas schneller reizbar war.

Ich habe auch heute Tage wo es sehr stark ist und dann wieder bessere Tage. Aber ich bemerke dies bewusst fast gar nicht mehr und wenn doch dann sage ich innerlich einfach "fi** dich" zu meinem Tinnintus und vergesse ihn wieder.
 
Ich habe viele Monate gebraucht, mich nicht mehr damit zu befassen. Nicht immer daran denken zu müssen. Es einfach so zu nehmen wie es ist. Erst dies half mir er es zu vergessen.
Eingeschränkt war ich aber nie, weder mit der Arbeit noch Familie. Einzig meine Frau hat teils gemerkt, dass ich etwas schneller reizbar war.

Ich habe auch heute Tage wo es sehr stark ist und dann wieder bessere Tage. Aber ich bemerke dies bewusst fast gar nicht mehr und wenn doch dann sage ich innerlich einfach "fi** dich" zu meinem Tinnintus und vergesse ihn wieder.

Du hast meinen allergrößten Respekt, wenn Deine Frau das nur ab und an in verstärkter Reizbarkeit gemerkt hat und es sonst keine "Einbußen" (Kinder/Beruf) gab. Ich finde das sauschwierig. Es geht langsam schon etwas besser, aber es bleibt schwierig.
Hast Du denn auch Lärmempfindlichkeit dabei (ggfs gehabt)? Ich hab manchmal total Probleme mit der Lautstärke meiner Kinder. Besonders an lauten Tinnitus-Tagen. Insgesamt habe ich schon den Eindruck, dass es ein klein wenig besser geworden ist, aber noch am Sonntag sah das ganze ganz anders aus. Ständiges Auf und Ab...

Beste Grüße
 
@crawltochina
Lärmempfindlichkeit hatte ich nie. Ich nehme es einfach hin, dass wenn es mal richtig laut ist das Pfeifen ebenfalls umso lauter wird. Aber dies setzt sich dann ja wieder. Wobei ich hier eher von der Lautstärke Club/Disko oder Konzert spreche.

Auch Stress lässt den Tinnitus ziemlich schnell ansteigen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Durch den vorherigen Beitrag merke ich gerade, wurde ich erst drauf aufmerksam gemacht, dass ich heute eigentlich einen "schlechten" Tag habe. Der Tinnitus ist relativ laut. Trotzdem wurde dieser bestens von meinem Hirn herausgefiltert. Jetzt ist er gerade ziemlich präsent, wird aber bald wieder verschwinden.

Du wirst auch noch dort hin kommen. Versuche einfach dich nicht auf deinen Tinnitus einzulassen. Wenns laut pfeift, dann pfeifts halt. Erst mit dieser Gelassenheit merkt das Hirn wie unwichtig dieser Ton ist und filtert ihn heraus.
Schenke dem Tinnitus keinerlei Aufmerksamkeit. Am Anfang sicher etwas schwer, ist aber zu erlernen.
 
Insgesamt bin ich wieder deutlich besser dran als noch im Mai. Ich gehe wieder Vollzeit arbeiten, was auch gut klappt. Allerdings habe ich immer noch den 2-Tages-Rhythmus, der mich beeinträchtigt. Gestern hatte ich einen sehr sehr schlechten Tag, wie schon lange nicht mehr. Das rechte Ohr hat sich total verkrampft angefühlt und sehr geschmerzt. Dazu ein lauter Zisch-Ton auf dem Ohr. Heute ist wieder alles soweit gut. Fast normal. Ich verstehe diese Rhythmen nicht.
Kennt das noch jemand? So eine Art Muster/Rhythmus? Ein Tag gut, einer schlecht? Oder so ähnlich?
 
Die ersten ca 15 Jahre waren eigentlich ohne erkennbaren Rhythmus bei mir.
Dann als es mich vor ein paar Jahren wieder etwas aus der Bahn geworfen hat (da ich mich plötzlich wieder drauf fixiert hatte, ob das Geräusch wohl lauter geworden ist oder nicht), habe ich diese Rhythmen mit guten und schlechten Tagen ebenfalls festgestellt. Der Rhythmus war dabei jeweils immer sehr ähnlich.

Mittlerweilen weiss ich nicht mehr ob es noch Rhythmen gibt, da ich das Geräusch wieder komplett ausblende und gar nicht mehr gross warnehme (obwohl es immer und jederzeit da ist).
 
Die ersten ca 15 Jahre waren eigentlich ohne erkennbaren Rhythmus bei mir.
Dann als es mich vor ein paar Jahren wieder etwas aus der Bahn geworfen hat (da ich mich plötzlich wieder drauf fixiert hatte, ob das Geräusch wohl lauter geworden ist oder nicht), habe ich diese Rhythmen mit guten und schlechten Tagen ebenfalls festgestellt. Der Rhythmus war dabei jeweils immer sehr ähnlich.

Mittlerweilen weiss ich nicht mehr ob es noch Rhythmen gibt, da ich das Geräusch wieder komplett ausblende und gar nicht mehr gross warnehme (obwohl es immer und jederzeit da ist).

Herzlichen Dank für Deine immer wieder mutmachenden Posts. Dadurch habe ich immer noch Hoffnung, dass ich das unter die Füße bekommen kann.
Das Schwierige ist wirklich, dass es täglich wechselt. Ein Tag ist praktisch normal und ich entspanne mich immer mehr über den Tag, gehe entspannt schlafen und wache morgens mit dem anderen Ton auf, der sofort Stress erzeugt. Über den Tag dann stresst es mich immer mehr. Abends gehe ich erschöpft schlafen und wache morgens wieder mit dem schwächeren Ton auf. Am Anfang bin ich dann noch misstrauisch, entspanne mich aber über den Tag immer mehr. Usw. usf.
.....
Es ist echt verrückt. Ich hoffe, dieser Rhythmus hört bald mal auf. Oder schwächt so weit ab, dass ich es vergesse.

Viele Grüße
 
Kein Angriff oder so... aber ich würd einfach den Thread hier vergessen und alles was irgendwie mit Tinnitus zu tun hat. Du meinst zwar zu glauben, dass es dir hilft darüber zu sprechen aber es lenkt dich unterbewusst nur zum Problem hin.

Das ist jetzt aber auch nur meine Herangehensweise... deswegen no offense, jeder ist anders. Ich für meinen Teil entfolge diesen Thread jetzt aber, weil mein Tinnitus immer stärker wird, wenn der Thread in meiner Liste erscheint.
 
Hallo zusammen,

lange nicht hier gewesen. Und das war gut so! Denn ich konnte meinen Tinnitus erfolgreich auf die hintere Reihe schieben, hatte jetzt mehrere Jahre keine Probleme. Allerdings ist es nunmehr wieder volles Rohr zurück. Stärker als zuvor. Ich habe dieses Mal wirklich Probleme, klar zu kommen. Es ist wohl auch die allgemeine mentale Verfassung, die nicht besonders gut ist.

@pualani
Wie geht es Dir? Ist bei Dir immer noch alles im grünen Bereich und Du kannst den Ton in den Hintergrund drängen?

Ich bin gerade sehr entmutigt und hoffe auf etwas Aufmunterung…
 
Damn... ich hab damals vergessen den Thread zu entfolgen und hab jetzt auch wieder Tinnitus. :grins:

Ich hoffe dir geht bald wieder besser. Der allgemeine mentale Zustand ist wirklich das A und O. Hoffe du kannst hier etwas tun, um wieder ruhiger zu werden und den Tinnitus "abzuschalten".
 
Genau in diesem Augenblick nehme ich meinen auch wieder wahr :tip: ;)

Ich hatte das mal vor ca. 6-7 Jahren relativ schlimm. Das ist dann wesentlich besser geworden, als ich angefangen habe, Magnesium hochdosiert zu nehmen. Das war damals der Rat meines Arztes, um auch dem Stress entgegen zu wirken und ich habe ihm einfach vertraut, obwohl ich zunächst skeptisch war.

Mittlerweile gibt es auch einige Studien, die eine vermehrte Magnesium-Ausscheidung unter Stress festgestellt haben und da das an vielen wichtigen Stoffwechselprozessen beteiligt ist, kann eine Kontrolle des Spiegels sicher nicht schaden. Tinnitus und Stress sind wie eine Katze, die sich in den Schwanz beißt.
 
Ich hatte das ca. 2 Jahre, mal schlimmer, mal besser, Abends am schlimmsten, so dass ich ohne Hintergrund kaum einschlafen konnte. Im Alltag war das hörbar nach Tagesform - irgendwie aber auch völlig zufällig. Mein Bruder hatte bzw. hat das auch, dauerhaft aber anscheinend „leiser“ bzw. nicht so intensiv und relativ erträglich.

Ich nehme an, HWS-Probleme hast Du auch schon ausgeschlossen?

EDIT: …und ich habe seit 20 Jahren eine chronische Pansinusitis, die das wahrscheinlich auch begünstigt hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Interessant das ich hier genau jetzt angesprochen werde nachdem ich zum ersten mal seit 8 Jahren einen Rückfall habe.
Diese letzten 8 Jahre waren wirklich super. Obwohl der Tinnitus immer da war, hatte ich diesen nur gehört wenn ich mich darauf achtete. Konnte ihn komplett ausblenden und vergessen (insgesamt habe ich ihn nun bereits seit 25 Jahren).

Dann war ich diesen August einer Lärmquelle ausgesetzt wo ich mir keine Gedanken gemacht habe. Normalerweise schaue ich das ich keinem zu grossen Lärm ausgesetzt bin und habe auch immer Ohrenstöpsel in den Ohren wenn ich z.B. mal z.b. in einem Club war.

Nach diesem Vorfall im August merkte ich dann, dass der Tinnitus teils wieder lauter war und schon war ich wieder in diesem Teufelskreis gefangen. Durch das ich mich wieder mehr darauf konzentrierte wurde es immer schlimmer und der Tinnitus wurde wieder als Bedrohung aufgenommen, was alles noch viel schlimmer machte. Er beschäftigte mich wieder massiv und nahm mir enorme die Lebensqualität.

Seit 2 Wochen bin ich jetzt wieder darüber hinweg, wenn auch noch nicht ganz, so wie früher ist es noch nicht, aber ich weiss jetzt das es wieder so kommen wird.
Ich habe mich darauf besinnt wie es beim letzten Rückfall war mit diesen guten und schlechten Tagen (welche ich jetzt auch immer noch habe, wobei die guten in der Überzahl sind).
Vergessen konnte ich den Tinnitus zu diesem Zeitpunkt als er mir wieder völlig egal war und ich mich gar nicht mehr geachtet habe ob er nun laut oder leise ist.
Ich bin jetzt ca bei 80% diesen wieder auszublenden. Heute wo ich diese Zeilen schreibe ist er eigentlich laut, aber ich kann ihn trotzdem relativ gut ausblenden, da ich ihn nicht mehr als Bedrohung wahrnehme (höre ihn aber trotzdem immer mal wieder den Tag hindurch, da ich halt noch nicht ganz drüber hinweg bin.

An diesen lauten Tagen ist er schon extrem laut und übertönt alles bei weitem. Keine Chance diesen mit meiner Dolby Anlage zu übertönen beim Filme gucken oder zocken. Auch beim Autofahren mit Musik höre ich diesen sehr penetrant.

Also Kopf hoch. Es wird auch bei dir wieder gut kommen. Wir dürfen ihn einfach nicht als Bedrohung wahrnehmen. Uns damit abfinden, dass es aktuell so ist wie es ist und mit der Gleichgültigkeit kommt dann die Phase in welcher unser Gehirn diesen überflüssigen Ton maskiert und herausfiltert.
 
Ich habe seit diesem Jahr einen chronischen Tinitus auf dem linken Ohr. Habe stressbedingt einen leichten Hörsturz erlitten, der nicht rechtzeitig diagnostiziert wurde. Mein Beileid allen Betroffenen....dieser Zustand ist schon echt eine Bitch. Und bei mir auch phasenweise sehr stark ausgeprägt (ruhige Momente, alleine zuhause) oder auch gar nicht wahrnehmbar (unterwegs).
 
@pualani
Wow, danke für Deinen Bericht. Ich hatte jetzt auch 4 Jahre, in denen ich keine Probleme hatte. Jetzt ist es dafür umso schwankender und verrückter. Ich habe rechts einen leisen neuen Ton, und aber vor allem dieses ganz ganz helle statische Rauschen, das sich ständig im Alltag durchsetzt und irgendwie reaktiv ist, also auf alles reagiert.

Dieses Mal ging es mit seelischen Problemen los, Schlaflosigkeit etc. Konnte ich aber über Monate verpacken, bis es jetzt bei den Ohren angekommen ist. Anfangs war auch alles noch leise, aber jetzt ist es wirklich laut und beängstigend geworden. Hat wohl auch was mit dem Kiefer zu tun, da habe ich jetzt wieder eine Aufbissschiene, die aber erstmal alles durcheinander bringt.
Kiefer schmerzt, knackt, Physio hat nichts gebracht. Ich muss mein System wieder runter bringen, das klappt gerade ehrlich gesagt nur mit Medikamenten. Bin dauerangespannt.
Aber Deine Berichte geben mir immer wieder Mut, dass man sich an alles gewöhnen kann, wenn die mentale Seite stabil und gesund ist.
Ich bin dazu auch noch Musiker (E-Gitarre). Musste jetzt schon einen Studio-Termin canceln, weil ich nie weiß, ob ich leistungsfähig und fit bin.

Und ich habe vier Kinder, bei denen ich gerne wieder mit voller Kraft und Motivation wäre. Derzeit versuche ich nur, zu funktionieren.

Viele Grüße
 
Ich hatte jetzt zwei wirklich gute Tage, alles fast normal. Dann gestern Abend eingeschlafen, nachts aufgewacht, und da war das Zischen wieder. Und das hat sich jetzt heute den ganzen Tag so fortgesetzt. Bis jetzt ist es sehr präsent auf dem rechten Ohr. Also wieder sowas wie ein Rhythmus. Wirklich merkwürdig.
 
Beim mir ist es jetzt praktisch wieder wie vor dem letzten Rückfall. Höre mein Tinnitus meistens nicht mehr bewusst.
Gute und schlechte Tage habe ich aber auch. Teils ändert dies sogar währen dem Tag. Versuche nicht mal darauf zu achten ob du einen guten oder schlechten Tag hast.
Sobald diese Wichtigkeit schwindet und zur Gleichgültigkeit wird, lernst du wieder besser ihn auszublenden.
 
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