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Wenn du Rechtssprechung den Angehörigen der Opfer überlässt ist das schlichtweg gesagt der Untergang des Rechtsstaates. Dann würde jede Bagatelle zu Chaos in Prozessen führen. Diese Aussagen ala "das hilft der Familie sicher", "wenn ihr betroffen wäret" oder ähnliches zeugt nur von blankem, dummen Populismus und keinerlei Verständniss dafür wie eine Gesellschaft die auf rechststaatlichen Prinzipien aufgebaut ist funktioniert. Auge um Auge haben wir nicht ohne Grund vor mehreren hundert Jahren abgeschafft und uns dafür entschieden das neutrale Personen Recht sprechen.
Ich habe nirgends gefordert die Rechtssprechung den Angehörigen zu überlassen, mir ging es um das Zitat von Candle, das die von „Flüchtlingen“ getöteten Mädchen der Preis unserer offenen Gesellschaft ist !
 
Was begreife ich nicht, das man laut einigen hier diese Toten halt hinnehmen muss, weil wir eine so tolle offene rechtsstaatliche Gesellschaft sind ?
Nein, ich begreife es nicht, erklär es mir bitte.
Exakt das.

Ich kann in einen Laden gehen, ein Messer kaufen und meinen Nachbarn abstechen.
Ich keine eine Plastiktüte holen, ihn meiner Mitbewohnerin über den Kopf ziehen und sie ersticken.
Ich kann mich jetzt ins Auto setzen und in eine Menschenmenge fahren.

Willst du absolute Sicherheit, dann verbiete Messer. Und Plastiktüten. Und Autos.

In einer offenen Gesellschaft haben wir aber das Recht, solche Gegenstände zu tragen. Missachten wir deren Gebrauch, werden wir bestraft.

So verhält es sich auch mit grundlegenden Menschenrechten, wie dem Recht auf Flucht, welches jedem Menschen zusteht qua Menschsein.

Nun kann man davon ausgehen, dass die überwiegende Mehrzahl an Menschen Messer, Autos, Plastiktüten und das Fluchtrecht für das Wahrnehmen, für das es geschaffen wurde.
Es wird aber immer jemanden geben, der Messer, Plastiktüten, Autos und das Fluchtrecht missbraucht und etwas Falsches damit anstellt.

Somit ist aber nicht der Gegenstand oder das Recht an sich Schuld, sondern die Person, die den Gegenstand oder das Recht missbraucht.

Du bzw. deine Familie haben doch auch von dem Fluchtrecht Gebrauch gemacht und seid nun rechtschaffene Bürger.
Dank der Offenheit unseres Gesellschaftssystems.
Verwehre dieses Recht niemandem, auch wenn einige wenige Arschlöcher oder Straftäter sind.
 
Und wo habe ich jetzt das genau geschrieben was du mir unterstellst :?

Es stimmt, wortwörtlich hast du es nicht geschrieben. Da habe ich dich mit einem anderen User verwechselt. Aber um mal in dumme Vorurteile zu verfallen: Aufgrund deiner Beiträge in diesen Threads, der von mir zitierten Aussage, das du Flüchtlinge immer schön in "" schreibst und meiner früheren Diskusionen/Diskusionsversuche mit dir würde ich mal einfach davon ausgehen das du damit keinerlei Probleme hättest. Jedenfalls in bestimmten Fällen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Exakt das.

Ich kann in einen Laden gehen, ein Messer kaufen und meinen Nachbarn abstechen.
Ich keine eine Plastiktüte holen, ihn meiner Mitbewohnerin über den Kopf ziehen und sie ersticken.
Ich kann mich jetzt ins Auto setzen und in eine Menschenmenge fahren.

Willst du absolute Sicherheit, dann verbiete Messer. Und Plastiktüten. Und Autos.

In einer offenen Gesellschaft haben wir aber das Recht, solche Gegenstände zu tragen. Missachten wir deren Gebrauch, werden wir bestraft.

So verhält es sich auch mit grundlegenden Menschenrechten, wie dem Recht auf Flucht, welches jedem Menschen zusteht qua Menschsein.

Nun kann man davon ausgehen, dass die überwiegende Mehrzahl an Menschen Messer, Autos, Plastiktüten und das Fluchtrecht für das Wahrnehmen, für das es geschaffen wurde.
Es wird aber immer jemanden geben, der Messer, Plastiktüten, Autos und das Fluchtrecht missbraucht und etwas Falsches damit anstellt.

Somit ist aber nicht der Gegenstand oder das Recht an sich Schuld, sondern die Person, die den Gegenstand oder das Recht missbraucht.

Du bzw. deine Familie haben doch auch von dem Fluchtrecht Gebrauch gemacht und seid nun rechtschaffene Bürger.
Dank der Offenheit unseres Gesellschaftssystems.
Verwehre dieses Recht niemandem, auch wenn einige wenige Arschlöcher oder Straftäter sind.
Nochmal für dich, weder ich noch meine Familie haben vom „Fluchtrecht“ gebrauch gemacht !

Dann hoffe und Wünsche ich mir sehr, das keiner von euch je den Preis für diese tolerante Gesellschaft zahlen muss.
 
Es stimmt, wortwörtlich hast du es nicht geschrieben. Da habe ich dich mit einem anderen User verwechselt. Aber um auch mal in dumme Vorurteile zu verfallen: Aufgrund deiner Beiträge in diesen Threads, der von mir zitierten Aussage, das du Flüchtlinge immer schön in "" schreibst und meiner früheren Diskusionen/Diskusionsversuche mit dir würde ich mal einfach davon ausgehen das du damit keinerlei Probleme hättest. Jedenfalls in bestimmten Fällen.

Wenn es um eines von meinen Kindern gehen würde, könnte ich, ganz ehrlich gesagt, für nichts Garantieren.
Und zum thema dumme Vorurteile, die habe ich hier im Thread auch, nämlich, das für etliche hier jeder Mord, der von einem „Flüchtling“ („“ deswegen, weil für mich nicht jeder Flüchtling ein Flüchtling ist) begangen wird, der eigentlich nicht mehr hier sein dürfte, halt einfach zu unserer offenen und toleranten Gesellschaft dazugehört, also sowas wie normal wäre, passiert halt.
 
Missachten wir deren Gebrauch, werden wir bestraft.

Bei Kapitalverbrechen trifft das noch zu, bei allem darunter nicht mehr zwangsläufig. Vorsätzliche Körperverletzung? Wenn der Rechtsstaat da überhaupt zu nem Urteil kommt, dann nach Monaten bis Jahren. Abschiebung oder Verurteilung nach kriminellen Aktivitäten von Flüchtlingen? Finden mehrheitlich nicht statt, oder - noch frustrierender - können nicht stattfinden. Verurteilung/Aufklärung von Betrug und (Wohnungs-)Diebstahl? Wenn überhaupt dürfen die Täter in Deutschland - anders als in anderen Ländern - ihre Beute oftmals sogar behalten. Solche Dinge liefern konstant schlechte Presse. Natürlich kann man da mit dem Preis einer offenen Gesellschaft argumentieren, dann darf man allerdings auch nicht überrascht sein, dass man diese Diskussion auf Dauer zwangsläufig verlieren wird.
 
Keine Frage das ist löblich. :dhoch:
Ich habe nur gemeint dass der Mordfall Susanna mehr ist als eine Zahl in einer Statistik.

Für mich ist Susanna eine Zahl in der Statistik. Weil ich keinen persönlichen Bezug zu diesem Menschen hatte. Wie zu den anderen ~150 Kindern, die letztes Jahr gewaltsam ermordet wurden. Das ist sehr tragisch und ich kann mir vorstellen, wie schlimm das für die Angehörigen von Susanna ist. Aber das ist es immer.

Dass Susanna von einem Flüchtling getötet wurde spielt dabei für mich eine untergeordnete Rolle. Dass der Staat im Vorfeld versagt hat, wird schon erwähnenswerter. Aber das tut er auch bei anderen Tätern, die eigentlich polizeilich bekannt waren.

Ich lasse es für meine Person einfach nicht zu, dass dieser Mord nun wieder instrumentalisiert wird. Ja, es war ein Flüchtling. Es hätte aber genauso jemand sein können, der ganz legal seit Jahrzenten hier lebt. Und das ändert nichts daran, dass wahrscheinlich 99,9% aller Flüchtlinge keine Mädchen töten.
 
Für mich ist Susanna eine Zahl in der Statistik. Weil ich keinen persönlichen Bezug zu diesem Menschen hatte. Wie zu den anderen ~150 Kindern, die letztes Jahr gewaltsam ermordet wurden. Das ist sehr tragisch und ich kann mir vorstellen, wie schlimm das für die Angehörigen von Susanna ist. Aber das ist es immer.

Dass Susanna von einem Flüchtling getötet wurde spielt dabei für mich eine untergeordnete Rolle. Dass der Staat im Vorfeld versagt hat, wird schon erwähnenswerter. Aber das tut er auch bei anderen Tätern, die eigentlich polizeilich bekannt waren.

Ich lasse es für meine Person einfach nicht zu, dass dieser Mord nun wieder instrumentalisiert wird. Ja, es war ein Flüchtling. Es hätte aber genauso jemand sein können, der ganz legal seit Jahrzenten hier lebt. Und das ändert nichts daran, dass wahrscheinlich 99,9% aller Flüchtlinge keine Mädchen töten.
Ich habe auch keinen Bezug zu ihr. Lediglich den Artikel im Spiegel gelesen. Das hat aber ausgereicht dass es eben plötzlich mehr als eine Zahl war. Da ist auf Behördenseite einiges schief gegangen. Vor allem hat mich betroffen gemacht, dass die Eltern mehrere Tage lang nicht wussten was aus ihrer Tochter geworden ist. Ich wäre an deren Stelle verrückt geworden.
Ich zitiere noch einmal den Artikel aus der Süddeutschen. Der Kriminologe hat das genau benannt und das war auch das Problem von Ali B. Er hatte keine Perspektive. Entweder Menschen wie er bekommen schnell Asyl und es wird ihnen geholfen sich zu integrieren oder sie bekommen keins und müssen schneller wieder zurück in die Heimat. Monate oder Jahrelang warten steigert nur die Aggression.
Ich bin übrigens Arbeitsgeber eines afghanischen Asylberechtigten, der seit 3 Jahren hier ist. Er ist fleissig, ehrgeizig, kann gut Deutsch und will im nächsten Jahr seine Familie nach Österreich bringen. Achja und Religion war nie ein Problem, er isst halt kein Schweinefleisch.

http://www.sueddeutsche.de/panorama...fluechtlinge-verraten-und-was-nicht-1.3671964
"Man darf das nicht kleinreden", sagt der Kriminologe, auch nicht damit, dass nur 1,3 Prozent der Straftaten von Flüchtlingen, Asylbewerbern und Geduldeten Taten gegen die sexuelle Selbstbestimmung sind, "erstens ist der Anteil damit fast doppelt so hoch wie in der Gesamtbevölkerung und zweitens ändert dies für die betroffenen Frauen nichts." Anlass zur Panik sieht Walburg allerdings auch nicht: "Insgesamt werden Frauen heute seltener Opfer eines sexuellen Übergriffs als noch vor 20 Jahren, die Vorstellung, dass Frauen sich heute nicht mehr auf die Straße trauen können, ist objektiv falsch."

Was aber tun, um die Taten zu verhindern? "Viele Geflüchtete sitzen über Monate, gar Jahre ohne klare Perspektive herum", sagt Walberg, "da steigen die Aggressionen." Besser seien schnelle und klare Entscheidungen - dass die einen wüssten, dass sie zurückmüssen und die anderen, dass sie sich auf ihre neue Heimat einlassen können.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Kriminologe hat das genau benannt und das war auch das Problem von Ali B. Er hatte keine Perspektive. Entweder Menschen wie er bekommen schnell Asyl und es wird ihnen geholfen sich zu integrieren oder sie bekommen keins und müssen schneller wieder zurück in die Heimat

Es war abgelehnter Asylanträger. Hat aber wieder gegen das Urteil geklagt. Da kommt eben der nächste Fall auf den Tisch. Der weiß genau, das er nach der Klage noch Monate im Land sein darf.
 
@Azrael1965

Aber das ändert doch nichts. Ich kann mir auch vorstellen, wie schlimm das für die Eltern gewesen sein muss. Ich bin selbst zweifacher Vater!

Das Problem kann man aber nicht an dieser Person Ali B. festmachen. Er ist nur einer von vielen (und so viele sind es ja auch nicht). Wenn es meine Tochter gewesen wäre, würde ich höchstpersönlich versuchen, den Typ kalt zu machen. Ich würde es aber nicht vom Staat verlangen. Ich bin bekennender Gegner der Todesstrafe.

Hier aus der Entfernung würde sich mein Zorn aber auch gegen die Behörden richten.
 
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