turbodisco
once in a while ...
Die Umfrage klingt komisch ... ist sie auch, aber trotzdem würde mich interessieren was der gemeine KTler dazu sagt.
Kurze Einleitung: Ich persönlich habe für mich festgestellt dass ich an einem gewissen Punkt nicht mehr mit meinem eigenen Stil zufrieden war. Mein Kleiderschrank war gefüllt mit diversen Styles und Kombinationen, von welchen ich im Alltag aber meist gar nicht gebrauch gemacht habe.
Nichts aufregendes im einzelnen, aber eben diverse Hosen, Hemden, Shirts, Pullis usw. ... Soweit so uninteressant. Das Problem war dabei, dass ich bei der großen Auswahl am Ende meist doch nur entnervt eine Jeans und ein weißes Oberteil angezogen habe. Sei es jetzt ein weißes Hemd oder eben ein standard J&J Shirt mit V-Neck. Warum also den Schrank mit so viel Mist vollstopfen wenn ich doch am Ende sowieso nur wieder "wie immer" aus dem Haus bin. Der Gedanke klang für mich logisch.
Das ganze ist jetzt ein paar Monate her und es hat sich seitdem tatsächlich ziemlich was verändert.
Auf der einen Seite bin ich dabei geblieben dass ich jetzt nur noch Jeans und weiße Shirts im Schrank habe. Ich fühle mich damit wohl und es sieht eigentlich auch immer top aus, weil es tatsächlich immer passt. Ob es jetzt ein Hemd oder ein T-shirt ist, man kann immer passend gekleidet sein und sogar mit einer Jacke/Sacko mal eben upgraden.
Auf der anderen Seite hat sich aber auch ein ganz neues Gefühl entwickelt was die eigene Aussenwirkung und die von anderen angeht. Dieses Gefühl mit seiner Kleidung seinen Charakter unterstreichen zu wollen oder damit irgendein Statement setzen zu müssen ist mir jetzt schon völlig fremd. Auch die Tatsache irgendein Logo oder eine Marke auf der Brust zu tragen finde ich mittlerweile irgendwie fast bisschen peinlich. Ich muss niemandem zeigen wie ironisch, politisch, gebildet, reich, humorvoll, nerdig oder sonstwas ich bin, weil ich irgendeinen Print auf meinen Shirt habe. Ich muss mir keine Gedanken über ein Outfit machen welches mein Gegenüber sowieso am nächsten Tag vergessen hat.
Für mich hat sich ein losgelöstes Gefühl vom allgemeinen Modediktat eingestellt und ich mache mir tatsächlich über all das keine Gedanken mehr. Dazu kommen allein schon Dinge die leichter werden wie die Frage was ich Morgen anziehe, oder die Zeit die für das Shoppen manchmal drauf geht... Ich meine ich war letzten Samstag los und in einer halben Stunde wieder aus der Stadt raus. Dabei hab ich vier Oberteile und drei Hosen mitgenommen.
Auf was will ich jetzt eigentlich damit hinaus? Einfache Frage: Könnt Ihr euch "downsizing" in der Form vorstellen?
Ist es für euch Ausdruck eurer Persönlichkeit wenn ihr ein bestimmtes Outfit auswählt? Sortiert Ihr regelmäßig aus oder stapeln sich bspw. die tollen Shirts aus dem Netz und werden am Ende eh nur noch zum Schlafen angezogen?
Ausgenommen hierbei ist natürlich im Einzelfall Arbeitskleidung (Krawatte, Blaumann, etc) ... ich hab in meinem Büro keine Kleiderordnung was das ganze natürlich einfacher macht.
Für mich persönlich ist es auf jeden Fall auf gewisse Weise mehr Lebensqualität und wieder ein bisschen Entschleunigung des Alltags.

... ich könnt’s aber eben nicht mit Überzeugung tragen. 
