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Ich bitte dich, das kannst du besser. Das ist der Kontext und nur in diesem ergibt meine Aussage Sinn:

ok, sorry, hab die sogenannte Schlumpf-Parallele da eben echt überlesen, mein Fehler.


Dass die Anstrengungen bei der einen Seite umso größer sind heißt aber eben nicht, dass sie die größere Bringschuld hat, sondern eben nur das: sie hat die größeren Anstrengungen.

Ok, das ist dann die Folge, wenn man sich so streng an die Definition klammert. Gemeint war das aber glaube ich ein bisschen anders (es war ja eh nicht nur von einer einzelnen Bringschuld die Rede). Also dass von der Realität von Partei A leider mehr gefordert wird (Zutat 1, 2, 3 und 4) als von Partei B (Zutat 1, 2, 3), damit das Endprodukt schmeckt.


Das sind nicht mehr als kleine Gesten, dass man sich eben auch für die andere Kultur interessiert und bereit ist, sich ein Stück weit zu öffnen und zu signalisieren: hey, du musst nicht den ganzen Weg auf mich zukommen, ich mache dir auch einige Schritte entgegen. So etwas kann ein echter Türöffner sein.
Aber man kann dazu auch strikt nicht bereit (!) sein und einen solchen Umgang mit seinen "Essenszubereitern" ablehnen.

Klar, da wo man Kontakt hat, hat man natürlich jeden freundlich und gleich zu behandeln und tut es hoffentlich auch, solange man kein Holzkopf ist. Diesen Extraschritt entgegen finde ich ja super von dir, aber das ist ja im Alltag schon nahezu Engagement und soo viele Leute sind schon froh, wenn sie dem Nachbarn nicht im Treppenhaus begegnen müssen. Klar, da können wir jetzt auch diskutieren wie viele Deutsche überhaupt nicht integriert sind. :D

Und ich hab z.B. auch einfach nicht an so vielen Kulturen besonderes Interesse, mich da zu vertiefen, etc., auch wenn ich mit den Leuten aus den zig Nationen gerne und lustig kicken gehe.

Abgesehen davon würden das bei schlechten Fremdsprachversuchen einige bestimmt sogar negativ aufnehmen, bzw. wäre mir selbst das einfach echt zu unangenehm, also im Sinne von cringy

Ja, mein Umgang mit Essenszubereitern ist nicht so. Hab aber auch keinen Stammladen mit xx-fachem persönlichen Besuch, wo sich eine privatere Atmosphäre gebildet hätte. Dann vielleicht. So kriegt jeder dasselbe Hallo, bitte, danke, tschüss. Und Essenszubereiter ist nichts Schlimmes und hat keine Arroganz.
 
wie hier mittlerweile fast alles relativiert werden muss :D

Finde zumindest das Beispiel mit Den Restaurants ziemlich weit her geholt. Wenn man die Sprache nicht kann, muss man da auch nicht jetzt irgendwelche arabischen Wörter lernen, weil man vllt einmal im Quartal bei Araber essen geht. Da bin ich eher bei dweezu, das hat für mich fast schon was anbiederndes :D variiert wahrscheinlich von Person zu Person, aber ich als Restaurantbesitzer bzw. Koch würde mich eher darüber freuen, ein Kompliment zum guten Essen zu bekommen, als das einer versucht auf schlechtem arabisch "Auf Wiedersehen" zu sagen. Vorausgesetzt er versteh mein Kompliment, aber ich war bisher noch in keine Restaurant, wo mich niemand verstanden hat.

Und wenn man wo öfter isst und mit der Zeit den Wirt oder die Bedienung gut kennt und sich gut versteht, kommt der Rest doch von automatisch. Da sagt man irgendwann ganz automatisch Grazie und Ciao. Das hat doch nix mit Schnappatmung oder Beißreflex zu tun. Wenn mich die Bedienung nicht versteht, geh ich aus dem Laden wieder raus. Da muss nun mal nicht ich die Basics einer Fremdsprache können. Die lern ich oder frisch ich auf wenn ich irgendwo Urlaub mache, um dort dann eben in genau diesen Situationen mein Essen zu bestellen.

aber irgendwie ein spannendes Thema :D
 
Ich arbeite zwar nicht in Frankreich, bin da aber fast wöchentlich aufgrund irgendwelcher Einkäufe, Fressgelagen oder sonstigen Besorgungen. Und mein Französisch ist relativ beschränkt, wurde aber deswegen noch nie angefeindet – im Gegenteil. Die Franzosen sind sehr freundlich. In Nähe der Grenze können gar viele besser Deutsch als so mancher Schweizer. :O_o:

Und hier wurde ich eigentlich auch noch nirgends aufgrund meines Dialekts angefeindet. :?
Bist du Saarländer? :gerri:
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Islam Aussagen sind sicher nur Tarnung für Entscheidungen, die dann jetzt schnell in im Hinterzimmer getroffen werden . Fahrverbote oder sowas :D
 
wieso sollte ich also ein drama um moslems machen, aber nicht um christen?
Das wird daran liegen, dass viele Anschläge halt im Namen des Islams verübt worden sind. Ist doch klar, dass da ne diffuse Angst vor "dem Moslem an sich" entsteht. Ich sag nicht, dass ich das gut finde, aber nachvollziehbar ist das für mich schon (und ja ich weiß, auch Christen verüben Anschläge, oder waren/sind für schlimme Dinge verantwortlich, aber Nizza, Paris, Berlin etc waren geballt, erst vor kurzem, verdammt schrecklich und für viele/alle sehr erschreckend).
Die meisten Deutschen können nicht den Unterschied zwischen Protestanten und Katholiken erklären, wie sollen die da die einzelnen Strömungen und Varianten des Islam unterscheiden?
 
Darum ging es mir halt auch genau Nullkommanull.
naja, du sprichst von fehlender Integrationsbereitschaft, wenn man nicht bereit ist, arabische "Basics" zu lernen.
Es mag ja löblich sein, wenn man sämtliche gängigen Redewendungen für alle möglichen Lokale auswendig kann, aber du unterstellst damit den Leuten, die keine Zeit, Lust, whatever haben oder einfach zu dämlich/vergesslich sind (wie ich), dass sie die Integration von Immigranten hemmen. Das is doch schlicht und einfach Blödsinn und in der Realität eh nicht umsetzbar. Das sind echt so Vergleiche, wo ich mich nicht wundere, dass die von dir genannte "In Deutschland spricht man Deutsch"-Fraktion zu solchen Deppenparteien wie der AFD wandert.
 
Ich arbeite zwar nicht in Frankreich, bin da aber fast wöchentlich aufgrund irgendwelcher Einkäufe, Fressgelagen oder sonstigen Besorgungen. Und mein Französisch ist relativ beschränkt, wurde aber deswegen noch nie angefeindet – im Gegenteil. Die Franzosen sind sehr freundlich. In Nähe der Grenze können gar viele besser Deutsch als so mancher Schweizer. :O_o:

Und hier wurde ich eigentlich auch noch nirgends aufgrund meines Dialekts angefeindet. :?

Bist du Saarländer? :gerri:

Elsass Lothringen ist für Frankreich ja auch das, was der Gazastreifen für Israel ist. :ugly:
 
naja, du sprichst von fehlender Integrationsbereitschaft, wenn man nicht bereit ist, arabische "Basics" zu lernen.
Das ist nicht das, was ich geschrieben habe und das ist schon gar nicht das, was ich damit gemeint habe.

Ich habe nicht geschrieben dass jede*r sich Arabische Basics draufschaffen soll um ihre oder seine Integrationsbereitschaft zu demonstrieren.
Ich habe geschrieben, und ich zitiere es hier nochmal wörtlich und hebe entscheidende Worte hervor: "Gerne beim syrischen Restaurant Falafel essen, aber nicht die Bereitschaft mitbringen vielleicht mal so was wie "Hallo" oder "Danke" auf Arabisch zu lernen."
Lies es wie: die Vorteile von Zuwanderung genießen und nicht bereit sein darüber hinaus irgendetwas "zurückzugeben" und wenn es nur Gesten sind.
So klarer?

Es mag ja löblich sein, wenn man sämtliche gängigen Redewendungen für alle möglichen Lokale auswendig kann, aber du unterstellst damit den Leuten, die keine Zeit, Lust, whatever haben oder einfach zu dämlich/vergesslich sind (wie ich), dass sie die Integration von Immigranten hemmen.
Die nach wie vor falsche Interpretation meines Beispieles mal außen vor gelassen: nicht die Integration von Immigranten wird gehemmt sondern der Integrationsprozess als solcher wird gehemmt.
 
Heute Morgen auf Welt-TV stand unten im Ticker "Flüchtling nach Mord zu lebenslanger Haft verurteilt"...

Aber gut, was will man vom Springer-Verlag auch erwarten...
 
Fand ich auch ganz interessant... Ich teile hier auch Frau Wagenknechts Einschätzungen..

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Ab Sommer in Bayern: Das härteste Polizeigesetz seit 1945
Die Polizei in Bayern darf bald Handgranaten tragen, V-Leute in Chats einschleusen und ohne Verdacht auf konkrete Straftaten ermitteln. Die Trennung zum Nachrichtendienst verwischt. Das Gesetz wird von der CSU in den nächsten Wochen praktisch ohne Gegenwehr und im Eilverfahren durch den Landtag gesteuert. Die Regierung sagt, sie werde damit „die Bürgerrechte stärken“.

https://netzpolitik.org/2018/ab-sommer-in-bayern-das-haerteste-polizeigesetz-seit-1945/


- mir fehlen die Worte -
 
Keine Ahnung ob man diese Doku auch außerhalb von Österreich ansehen kann, wegen Ländersperre aber wenn ja: Sehr empfehlenswert!

http://tvthek.orf.at/profile/DOKein...Was-der-Holocaust-mit-mir-zu-tun-hat/13970775

Warum sollte man sich 80 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg an die Gräueltaten der Nationalsozialisten erinnern und was haben die Geschehnisse von damals mit dem Leben der Menschen von heute zu tun? Drei Generationen nach den Schrecken des Holocaust macht sich Lisa Gadenstätter auf die Suche nach dem Warum und dem Wie von Erinnerungskultur und spricht mit Zeitzeugen.


Eine zweite, ganz sehenswerte Doku, die vor kurzem gebracht wurde:
http://tvthek.orf.at/profile/DOKein...Herr-Lehrer-Jugend-unterm-Hakenkreuz/13970786
Wer 1938 in die Schule ging, musste mit "Heil Hitler" grüßen. Sieben Jahre lang wurde in der sogenannten Ostmark die Jugend indoktriniert. Nicht nur in der Schule, vor allem in der einzigen zugelassenen Jugendorganisation - der "Hitlerjugend". Viele, die versuchten sich dem Gruppendruck zu entziehen, wurden gestraft. Einige Eltern, die sich weigerten ihre Kinder in die Hitlerjugend zu schicken, bezahlten das mit ihrem Leben.
 
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