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:ugly: wir sind ja auch in Deutschald :lol: Ich sag beim ja auch nicht amerikaner Thank u oder beim Italiener danke auf italienisch :O_o:
Naja... Wenn ich beim American Diner nen Ami als Bedienung hab, bestell ich eigentlich immer auf Englisch. Beim Italiener verabschied ich mich mit Ciao etc.
Sind einfach nette kleine Gesten, über die ich mich auch freuen würde, wenn ich in der Situation im Ausland wäre.
das ist auch mein MOtivator dahinter. Ich behandel andere Leute immer so wie ich selbst behandelt werden wollte.

Es ändert natürlich nur marginal etwas an der Integrationsqualität und ich würd niemals jemandem vorwerfen, auf Deutsch zu reden.
 
Das Leben, das von vielen Deutschen gelebt wird, ist auch ein Integrationshemmnis an sich.

Äh, wenn den Satz jemand so gebracht hätte nur mit "Migranten", "Muslimen", "Juden" oder sonst was anstelle von "Deutschen" würdest du ihn wohl zurecht schief angucken, oder?


Diejenigen, die zu uns kommen haben eine höhere "Bringschuld"? Ok, sie haben die "höhere", also haben wir auch eine? Wie sieht die denn konkret aus?

Ist vermutlich einfach schwerer freundlich zu sein, sich an die Gesetze zu halten (die sich möglicherweise sogar mit bisher eigenen Bräuchen beißen können), von Trotteln schlecht behandelt/ausgegrenzt zu werden UND die Sprache zu lernen als nur freundlich zu sein und sich an die Gesetze zu halten. Doof dass es so ist, aber wohl einfach schwerer.

Und ne, ich muss nicht jedem Essenszubereiter in seiner Landessprache danken können, um ihm ne schöne Integration zu ermöglichen.

Den Vorbehalt des Überspitzens setze ich vorsorglich auch mal lieber.
 
Das Kind an der weiter entfernten Schule anmelden, weil da der Ausländer*innenanteil niedriger und damit die Bildungschancen höher sind.

Ich stimme dir zwar oft überein und manchmal nicht aber geh mal in dich...würdest du dein Kind wirklich in einem "Problembezirk" auf die Schule schicken wenn du weißt, dass es auch "bessere" Schulen gibt? Ich glaube die Haltung, dass man für die eigenen Kinder nur das Beste will ist ganz normal. Ich würde meine Kinder falls nicht unbedingt nötig zum Beispiel auch nicht auf Gesamtschulen schicken, da ich im Freundeskreis leider ohne Ausnahme merke, dass scheinbar die vermittelten Sprachkenntnisse nicht auf dem Niveau von Gymnasien liegen.


DWO-Migrantenkinder-Laendervergleich-pd-jpg.jpg
 
in manchen Restaurants drucken sie die gängigsten Redewendungen ihrer Landessprache auf die Serviette.
Sollten viel mehr so machen, sonst wirds schwierig wenn man mit den Kollegen mal spontan irgendwas essen gehen will.
"Da vorne hat n neues indisches Restaurant aufgemacht, sollen wir das mal ausprobieren?" - "Ne sorry, kann noch nicht danke und tschüss auf indisch sagen." - "Ok, dann also wieder zum Schnitzelmann."
 
Nichtsdestotrotz ist die Bringschuld derjenigen, die zu uns kommen, ungleich höher als anders herum. Aber wie dem auch sei, wir kennen unsere Positionen gegenüber dem Islam und Integration, das müssen wir nicht wieder durchkauen.
Ich bin mit meiner Position in der Minderheit, was ich an sich auch ganz gut finde, denn die Alternative wäre ungleich schlimmer. Anders als z.B. die AFD Spacken leite ich aus meiner Meinung keinen Herrschaftanspruch ab und würde mich im Gegenteil sogar freuen, wenn das Zusammenleben irgendwann mal richtig gut funktioniert. Ich glaub zwar nicht dran, aber es wäre schön.
das problem aus meiner sicht ist mehr, dass sich die diskussion in deutschland an einer religion orientiert statt an den handelnden personen. es wird halt jemand verurteilt weil er die "falsche" religion hat. ob er ein arschloch ist spielt erstmal überhaupt keine rolle.
wie erfrischend wäre es, davon wegzukommen und sich einzig an die personen zu halten, die sich daneben benehmen und nicht an ganze religionsgemeinschaften.

ich selber kann mit religonen bspw. nichts anfangen. mir ist es dementsprechend einerlei ob jemand allah, jesus oder irgendeinen anderne gott anbetet. finde ich alles befremdlich. wieso sollte ich also ein drama um moslems machen, aber nicht um christen?
 
Naja... Wenn ich beim American Diner nen Ami als Bedienung hab, bestell ich eigentlich immer auf Englisch. Beim Italiener verabschied ich mich mit Ciao etc.
Sind einfach nette kleine Gesten, über die ich mich auch freuen würde, wenn ich in der Situation im Ausland wäre.
das ist auch mein MOtivator dahinter. Ich behandel andere Leute immer so wie ich selbst behandelt werden wollte.

Es ändert natürlich nur marginal etwas an der Integrationsqualität und ich würd niemals jemandem vorwerfen, auf Deutsch zu reden.

Letztens im Möbelgeschäft mit einem Verkäufer gesprochen, bei dem sich herausstellte, dass er gebürtige Amerikaner ist. Gespräche wurde dann entspannt auf Englisch weitergeführt. Ist jetzt nicht vergleichbar mit deinen Beispielen, fiel mir nur gerade ein, als ich dein Posting las. :)
 
Ich merke gerade an meiner Freundin, wie wichtig die Sprache für die Integration ist. Sie kommt aus Griechenland und ist in erster Linie wegen mir umgezogen. Sie spricht also kein oder kaum Deutsch. Sie will natürlich die Sprache lernen und tut es auch in kleinen Schritten, aber da sie Vollzeit arbeitet und nebenher ihren Master macht, hat sie einfach wenig Zeit dafür. Glücklicherweise ist Berlin in seiner Freizeit sehr offen für Ausländer und es gibt keine Barriere in Bars und auf Partys. Anders sieht es allerdings im alltäglichen Leben aus. Es wird eine unfassbare Feindschaft an den Tag gelegt, wenn jemand beispielsweise im Supermarkt kein Deutsch spricht. Hat mich gestern erst unglaublich aufgeregt als wir im Biomarkt waren, sie an der Fleischtheke nach 100g Bacon gefragt hat und es ein abweisendes Schulterzucken mit den Worten "Ich kann kein Englisch." als Antwort zurückgab. Und das zieht sich durch alle Bereiche im Leben. Ärzte, Ticketschalter, Geschäfte. Es ist ein großer Stressfaktor für sie, dass sie die Sprache kaum spricht und deswegen oft schlecht behandelt wird.

Das ist nur eine kleine Anekdote, aber es zeigt wie dumme Parolen wie "In Deutschland wird Deutsch gesprochen" die Integration hemmen. Es ist wichtig als Gesellschaft den Menschen trotz anderer Sitten und fehlenden Sprachkenntnissen respektvoll zu behandeln. Und wie soll diese Gesellschaft sich in die Richtung entwickeln, wenn selbst Regierungsparteien klipp und klar sagen, dass diese und jene Religion nicht zu Deutschland gehört. Wie soll sich ein Mensch fühlen, von dem nicht einmal mehr gefordert wird, sich anzupassen oder zumindest seine Kultur im Rahmen unserer Gesetze auszuüben, sondern der aufgrund seiner Herkunft abgelehnt wird, dem gesagt wird, er gehöre nicht zu Deutschland, während auf europäischer Ebene mindestens mit der Freizügigkeit innerhalb der EU gesagt wird, er würde das tun. Und selbst auf globaler Ebene wollen wir doch den Austausch mehr als jemals zuvor, wirtschaftlich und kulturell, und dann nimmt man die Möglichkeiten einer globalisierten Welt wahr und wird mit einer Betonmauer vor der Nase begrüßt.
 
Ich merke gerade an meiner Freundin, wie wichtig die Sprache für die Integration ist. Sie kommt aus Griechenland und ist in erster Linie wegen mir umgezogen. Sie spricht also kein oder kaum Deutsch. Sie will natürlich die Sprache lernen und tut es auch in kleinen Schritten, aber da sie Vollzeit arbeitet und nebenher ihren Master macht, hat sie einfach wenig Zeit dafür. Glücklicherweise ist Berlin in seiner Freizeit sehr offen für Ausländer und es gibt keine Barriere in Bars und auf Partys. Anders sieht es allerdings im alltäglichen Leben aus. Es wird eine unfassbare Feindschaft an den Tag gelegt, wenn jemand beispielsweise im Supermarkt kein Deutsch spricht. Hat mich gestern erst unglaublich aufgeregt als wir im Biomarkt waren, sie an der Fleischtheke nach 100g Bacon gefragt hat und es ein abweisendes Schulterzucken mit den Worten "Ich kann kein Englisch." als Antwort zurückgab. Und das zieht sich durch alle Bereiche im Leben. Ärzte, Ticketschalter, Geschäfte. Es ist ein großer Stressfaktor für sie, dass sie die Sprache kaum spricht und deswegen oft schlecht behandelt wird.

Das ist nur eine kleine Anekdote, aber es zeigt wie dumme Parolen wie "In Deutschland wird Deutsch gesprochen" die Integration hemmen. Es ist wichtig als Gesellschaft den Menschen trotz anderer Sitten und fehlenden Sprachkenntnissen respektvoll zu behandeln. Und wie soll diese Gesellschaft sich in die Richtung entwickeln, wenn selbst Regierungsparteien klipp und klar sagen, dass diese und jene Religion nicht zu Deutschland gehört. Wie soll sich ein Mensch fühlen, von dem nicht einmal mehr gefordert wird, sich anzupassen oder zumindest seine Kultur im Rahmen unserer Gesetze auszuüben, sondern der aufgrund seiner Herkunft abgelehnt wird, dem gesagt wird, er gehöre nicht zu Deutschland, während auf europäischer Ebene mindestens mit der Freizügigkeit innerhalb der EU gesagt wird, er würde das tun. Und selbst auf globaler Ebene wollen wir doch den Austausch mehr als jemals zuvor, wirtschaftlich und kulturell, und dann nimmt man die Möglichkeiten einer globalisierten Welt wahr und wird mit einer Betonmauer vor der Nase begrüßt.

Ich bin da ganz bei dir und leider ist Sprache da nur das geringste Problem... mittlerweile mache ich meinem Unmut gegenüber mangelndem Respekt lauthals Luft.

Hintergrund... Meine bessere Hälfte ist Japanerin. Ihr Deutsch ist gut (C1 sowie TestDaF + DSH bestanden und eine Bachelorarbeit auf Deutsch geschrieben). Trotzdem wird sie wegen kleinerer Grammatikfehler bzw. ihres asiatischen Aussehens oft so dumm angemacht, dass ich regelrecht ausrasten könnte. Und das geht mir besonders auf den Sack weil sie als Japanerin bzw. durch ihre Erziehung eben Respekt in Person ist und die DACH-Kultur sehr mag.

Beispiel: Wir sind in einer "tollen" Konditorei in Süd-Deutschland und freuen uns wieder was neues zu probieren. Meine Freundin besonders, weil es wieder ein Stück neuer Kultur ist durch das gebotene Gebäck. Aber die Bedienung tut so als würde sie nur mit großer Mühe verstehen, was meine interessierte Freundin zur Auswahl erfragt (man hat ihr angesehen, dass sie einfach nur ein Problem mit ihr hatte) . Einfach gehen wollte ich nicht und so hab ich dann eingegriffen und diese minderwertige Bedienung von Mensch zur Sau gemacht. Die Stimmung war danach zwar erstmal Scheiße, aber zumindest ist der alte Besitzer dadurch aus der Backstube gekommen und hat uns gute ländliche Gasfreundschaft gewährt. Inkl. einer riesigen kostenlosen Auswahl seiner Kuchen + Kaffee als Entschädigung.

Ich könne immer wieder kotzen. Hab noch ganz andere Stories. Das mag kein Deutsches Problem sein, aber aktuell ist wieder eine Zeit, da schäme ich mich sehr oft für manche Mitmenschen mit ihrem Fremdenhass und ihrer Ignoranz.

p.s. Auf die Frage des Besitzer an seine Mitarbeiterin, wo denn das Problem war (er konnte meine Freundin BESTENS verstehen) ist diese nur schulterzuckend nach hinten verschwunden. Miststück!
 
Ich merke gerade an meiner Freundin, wie wichtig die Sprache für die Integration ist. Sie kommt aus Griechenland und ist in erster Linie wegen mir umgezogen. Sie spricht also kein oder kaum Deutsch. Sie will natürlich die Sprache lernen und tut es auch in kleinen Schritten, aber da sie Vollzeit arbeitet und nebenher ihren Master macht, hat sie einfach wenig Zeit dafür. Glücklicherweise ist Berlin in seiner Freizeit sehr offen für Ausländer und es gibt keine Barriere in Bars und auf Partys. Anders sieht es allerdings im alltäglichen Leben aus. Es wird eine unfassbare Feindschaft an den Tag gelegt, wenn jemand beispielsweise im Supermarkt kein Deutsch spricht. Hat mich gestern erst unglaublich aufgeregt als wir im Biomarkt waren, sie an der Fleischtheke nach 100g Bacon gefragt hat und es ein abweisendes Schulterzucken mit den Worten "Ich kann kein Englisch." als Antwort zurückgab. Und das zieht sich durch alle Bereiche im Leben. Ärzte, Ticketschalter, Geschäfte. Es ist ein großer Stressfaktor für sie, dass sie die Sprache kaum spricht und deswegen oft schlecht behandelt wird.

Das ist nur eine kleine Anekdote, aber es zeigt wie dumme Parolen wie "In Deutschland wird Deutsch gesprochen" die Integration hemmen. Es ist wichtig als Gesellschaft den Menschen trotz anderer Sitten und fehlenden Sprachkenntnissen respektvoll zu behandeln. Und wie soll diese Gesellschaft sich in die Richtung entwickeln, wenn selbst Regierungsparteien klipp und klar sagen, dass diese und jene Religion nicht zu Deutschland gehört. Wie soll sich ein Mensch fühlen, von dem nicht einmal mehr gefordert wird, sich anzupassen oder zumindest seine Kultur im Rahmen unserer Gesetze auszuüben, sondern der aufgrund seiner Herkunft abgelehnt wird, dem gesagt wird, er gehöre nicht zu Deutschland, während auf europäischer Ebene mindestens mit der Freizügigkeit innerhalb der EU gesagt wird, er würde das tun. Und selbst auf globaler Ebene wollen wir doch den Austausch mehr als jemals zuvor, wirtschaftlich und kulturell, und dann nimmt man die Möglichkeiten einer globalisierten Welt wahr und wird mit einer Betonmauer vor der Nase begrüßt.

Dieser von dir identifizierte Widerspruch könnte natürlich damit zusammenhängen, dass die Frau von der Fleischtheke und globale Konzerne keine deckungsgleichen Interessen aufweisen. Gerade klassische Modernisierungsverlierer sehen in der Globalisierung eine große Bedrohung und keine Chance.
Davon abgesehen würde ich als mögliche Erklärung für die Reaktion der Dame im Biomarkt Unsicherheit und schlicht Hemmungen, welche aus fehlenden Sprachkenntnisse herrühren, nicht ausschließen.
 
Das ist nur eine kleine Anekdote, aber es zeigt wie dumme Parolen wie "In Deutschland wird Deutsch gesprochen" die Integration hemmen. Es ist wichtig als Gesellschaft den Menschen trotz anderer Sitten und fehlenden Sprachkenntnissen respektvoll zu behandeln. Und wie soll diese Gesellschaft sich in die Richtung entwickeln, wenn selbst Regierungsparteien klipp und klar sagen, dass diese und jene Religion nicht zu Deutschland gehört. Wie soll sich ein Mensch fühlen, von dem nicht einmal mehr gefordert wird, sich anzupassen oder zumindest seine Kultur im Rahmen unserer Gesetze auszuüben, sondern der aufgrund seiner Herkunft abgelehnt wird, dem gesagt wird, er gehöre nicht zu Deutschland, während auf europäischer Ebene mindestens mit der Freizügigkeit innerhalb der EU gesagt wird, er würde das tun. Und selbst auf globaler Ebene wollen wir doch den Austausch mehr als jemals zuvor, wirtschaftlich und kulturell, und dann nimmt man die Möglichkeiten einer globalisierten Welt wahr und wird mit einer Betonmauer vor der Nase begrüßt.
wobei das doch etwas ganz anderes ist wie das lernen von Fremdsprachen für einen Restaurantbesuch...
 
Ähnliche Erfahrungen mache ich auch hier in Norddeutschland, teilweise auch ohne die Person zu kennen. Aber auch andersrum, Kunden, die mit Mitarbeitern von bspw. Supermärkten wie mit Leibeigenen umgehen. Da misch ich mich genauso ein, wie wenn hier auf dem Behördenflur ein Deutscher seine Sprücheflut über "Schwarzhäute" und "Rotationseuropäer" nicht mehr ganz ... äh "im Griff" hat.

Leider aber Alltag und so ganz und gar nicht neu.
 
Ich hab häufig das Gefühl, dass diese aggressive Reakiont eher Trotz ist, weil sich die Leute "bloßgestellt" fühlen, weil sie selber kein Englisch sprechen. Muss aber sagen, dass das in HH in den meisten Fällen zum Glück kein Problem ist. Leider kommt es immer wieder vor, dass der Gesprächspartner etwas ungehalten reagiert, wenn nicht sofort ein fehlerfreies Deutsch heraussprudelt.
 
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