Und das mit dem N-Wort unter Schwarzen kann ich zwar in gewisser Weise nachvollziehen, für besonders unproblematisch halte ich das allerdings auch nicht. Wenn wir schon in einer Welt ohne Rassismus leben wollen, müsste jeder zu jedem das gleiche sagen dürfen.
@Lord EKKA Hatte mir das ja mal erklärt, noch einmal vielen Dank dafür! Aber so richtig geschnallt, habe ich das auch noch nicht. Ich gehe da aber wohl viel zu rational ran. Ich kann mich nicht dazu überwinden, es anders zu sehen als so:
Wenn nicht das Wort per se verwerflich ist, sondern allein die Frage, ob es ein Weißer, ein Schwarzer oder eben auch ein Asiate sagt, dann ist das, formell betrachtet, selbst Rassismus.
Ich rege mich dann darüber auf, dass jemand mit der "falschen" Hautfarbe das Wort benutzt hat. Ich weiß, dass das theoretisch auch stimmen muss, denn Sachverhalte, die identisch konstruiert werden, hier noch einmal zu unterscheiden, ist halt Quatsch.
Für mich gibt es da nur zwei Lösungen: Entweder sollte sich keiner mehr als Nigga bezeichnen, da dies in 99% der Fälle immer eine Referenz auf die Hautfarbe zu verstehen ist. D.h. auch Schwarze sollten damit aufhören sich zu Rassisten zu machen oder wir einigen uns darauf, dass diese Verwendung zwar rassistisch, aber doch ok ist und alle dürfen sich als Weißbrote und Nigga bezeichnen, wie der Tag eben lang ist. Deckt sich wunderbar mit unserer Logik, wo "alles" und "nichts" die gleichen Implikationen haben. Nur eine Gruppe davon auszuschließen, weil sie die falsche Hautfarbe haben, geht imo nicht.
Zur Not halte ich mich an Morgan Freemann: Der hat auch gesagt, man sollte diese Bezeichnungen einfach sein lassen: Die Feststellung, welche Hautfarbe jemand hat, hilft einem nicht weiter. Viel wichtiger wäre es, imo, dass man sich viel mehr mit der Kultur beschäftigt und das positivste daraus für sich persönlich mitnimmt. Damit man auch mal was neues lernt.