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Das ist eine passende Antwort.
 
ich finde solche Aussagen immer schwer nachzuvollziehen. Ohne, dass ich jetzt behaupten will, sie stimmen nicht.

Aber wie setzt sich eine solche Rechnung zusammen? Ist da Kindergeld mit drin? Was wird an sonstigen Lebenshaltungs abgezogen?

Da ich selber nicht im Thema bin, bin ich mir nicht sicher, ob die Wahrheit nicht irgendwo zwischen beiden Aussagen liegt?
 
Weil? Das interessiert mich jetzt.

Werde ich dir gerne ausführlicher erklären, sobald ich am Abend zuhause am Rechner bin, da längere Beiträge am Smartphone zu schreiben leider ziemlich beschissen ist. Vermutlich aber werde ich damit nur wiederholen was ohnehin in umfangreicheren Texten dazu bereits gesagt wurde.

wie ist dass denn in Österreich geregelt :)

Da ich lediglich am Smartphone bin, hier ein kurzer Überblick, da das Thema von unserer Rechts-Regierung auch beliebäugelt wird.

https://kurier.at/politik/ausland/d...ch-hartz-iv-oder-mindestsicherung/283.307.520
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Hauptproblem ist imo nicht so sehr Hartz4 an sich, sondern wie schnell man da reinrutschen kann. Wenn ich mich recht entsinne gabs letztens ne Studie, dass man nirgendwo in der EU so schnell verarmt wie in Deutschland, wenn man seinen Job verliert.
 
Als konservativer Wohlfahrtsstaat, der sich über die letzten Jahre (und Jahrzehnte) immer weiter dem liberalen Wohlfahrtsstaat (angelsächsisches Modell) angenähert hat, ist es kein Wunder und sogar gewollt, dass Menschen arm sind, um es mal ganz drastisch zu formulieren.
Denn wer nicht arbeitet, der ist es auch nicht wert, großartige Hilfe zu bekommen (außer das Existenzminimum) und darin besteht der Anreiz, schnell eine Arbeit zu finden.

Ganz anders dagegen der sozialdemokratische Wohlfahrtsstaat (skandinavisches Modell), bei dem man eine ganz andere Sozialpolitik verfolgt. Es gelten universale Leistungen und der Leitsatz "Gleichheit höchstens Standard statt Gleichheit der Minimalbedürfnisse".

Ich persönlich halte das skandinavische Modell für das beste.
In Deutschland wohl nur nicht praktikabel, obwohl der Sozialstaat beim Bürger eigentlich hoch angesehen ist.
Aber Hartz IV hat großen Anteil daran, dass Arme arm bleiben und Arme immer weiter stigmatisiert werden und mehr Leistungen kaum vermittelbar wären (Stichwort fauler Hartzler, soziale Hängematte etc.)

Nicht umsonst heißt es "Einmal Hartz IV – Immer Hartz IV".
 
Da muss ich kurz einhaken, wir sind ja ein Wohlfahrtsstaat (wie eigentlich jedes entwickelte Land).
Für sich persönlich hätten wohl alle gerne den sozialdemokratischen, für andere den liberalen.

Sorry, da muss ich picky sein. :D
Aber du triffst den Nagel ziemlich auf den Kopf.
 
Na ja, in ALG2 rutscht man dann auch nicht ganz so schnell wenn man schon gearbeitet hat.
Aber das ganze System ist eh für die Tonne und was Politiker meinen was zum Leben reichen muss und was der realität entspricht ist einfach kompletter Bullshit.


Mich wundert das nicht das Leute da drin stecken bleiben wenn dir Stück für Stück das ganze Alltagsleben genommen wird.

ich habs ja schonmal erwähnt ich bin mit dem scheiß groß geworden. Mein Vater trifft allerdings das Bild von dem faulen asozialen Alkoholiker von daher musst ich mit leben. Nachdem ich zuhause weg war hab ich das ja ne Zeitlang noch bezogen (halt Schule da gabs je nach schule immer was anderes bei einigen liefs über Schüler Bafög andere halt Hartz4, bei Schülerbafög musstest aber wegen Miete etc. eh zum Jobcenter weil das darüber lief. Kommt am Ende aber bei beiden dasselbe raus also müssten aktuell diese 410€ sein).

Du musst bei allem und IMMER abstriche machen. Ohne Kindergeld (sprich nen erwachsener dann alleine hat ja noch weniger) ist das einfach nur kompletter abfuck. Sagen wir einfach 400€ wenn du ne Kaution "geliehen" hast gehen 10% davon weg bist also bei 360€, Strom, Internet, Handy halt die normalen Monatlichen kosten bist schon bei 300€. Ich sag euch natürlich kann man damit überleben aber nicht mehr wirklich am leben Teilnehmen. Du wirst quasi mehr oder weniger dazu verdonnert nichts mehr zu machen was etwas kosten könnte. Alles was eigentlich normal ist muss man sich 2-3x überlegen. Gut ich verstehe nicht warum so wenig davon nicht wenigstens nen 400€ Job machen sind im Monat gute 100€ mehr die man dann extra in der Tasche hat. Damit kann man sich wenigstens dann mal nen paar Klamotten kaufen, was machen etc ohne kannst vergessen.

Ich glaub das hat mit nen Grund warum so viele da nicht mehr raus kommen. Sobald du dich dran gewöhnt hast und in dem Loch steckst ist Ende da buddeln sich die meisten nicht mehr raus. Was aber noch viel trauriger ist, ist wenn Leute die arbeiten noch weniger als das haben und deshalb Aufstocken müssen. Es kann doch nicht sein das es Jobs gibt in denen man so wenig verdient.

Ich bin nicht der Meinung das man Menschen die keinen Job haben alles in den Arsch schieben sollte aber man sollte wirklich mal richtig durchrechnen etc. auch was die Löhne angeht. Von renten will ich nicht einmal erst anfangen ist ja noch nen größerer haufen stinkender Kacke.

Bevor ich nochmal mit der scheiße da zu tun habe geh ich mich lieber gleich erhängen. Übringens ist der Satz mein voller ernst.
 
Wobei beim skandinavischen Modell abzuwarten bleibt, ob zumindest die Schweden das dauerhaft durchhalten, wenn sie nicht wie ihre norwegischen Nachbarn in Geld schwimmen.
 
Na ja, in ALG2 rutscht man dann auch nicht ganz so schnell wenn man schon gearbeitet hat.
Aber das ganze System ist eh für die Tonne und was Politiker meinen was zum Leben reichen muss und was der realität entspricht ist einfach kompletter Bullshit.


Mich wundert das nicht das Leute da drin stecken bleiben wenn dir Stück für Stück das ganze Alltagsleben genommen wird.

ich habs ja schonmal erwähnt ich bin mit dem scheiß groß geworden. Mein Vater trifft allerdings das Bild von dem faulen asozialen Alkoholiker von daher musst ich mit leben. Nachdem ich zuhause weg war hab ich das ja ne Zeitlang noch bezogen (halt Schule da gabs je nach schule immer was anderes bei einigen liefs über Schüler Bafög andere halt Hartz4, bei Schülerbafög musstest aber wegen Miete etc. eh zum Jobcenter weil das darüber lief. Kommt am Ende aber bei beiden dasselbe raus also müssten aktuell diese 410€ sein).

Du musst bei allem und IMMER abstriche machen. Ohne Kindergeld (sprich nen erwachsener dann alleine hat ja noch weniger) ist das einfach nur kompletter abfuck. Sagen wir einfach 400€ wenn du ne Kaution "geliehen" hast gehen 10% davon weg bist also bei 360€, Strom, Internet, Handy halt die normalen Monatlichen kosten bist schon bei 300€. Ich sag euch natürlich kann man damit überleben aber nicht mehr wirklich am leben Teilnehmen. Du wirst quasi mehr oder weniger dazu verdonnert nichts mehr zu machen was etwas kosten könnte. Alles was eigentlich normal ist muss man sich 2-3x überlegen. Gut ich verstehe nicht warum so wenig davon nicht wenigstens nen 400€ Job machen sind im Monat gute 100€ mehr die man dann extra in der Tasche hat. Damit kann man sich wenigstens dann mal nen paar Klamotten kaufen, was machen etc ohne kannst vergessen.

Ich glaub das hat mit nen Grund warum so viele da nicht mehr raus kommen. Sobald du dich dran gewöhnt hast und in dem Loch steckst ist Ende da buddeln sich die meisten nicht mehr raus. Was aber noch viel trauriger ist, ist wenn Leute die arbeiten noch weniger als das haben und deshalb Aufstocken müssen. Es kann doch nicht sein das es Jobs gibt in denen man so wenig verdient.

Ich bin nicht der Meinung das man Menschen die keinen Job haben alles in den Arsch schieben sollte aber man sollte wirklich mal richtig durchrechnen etc. auch was die Löhne angeht. Von renten will ich nicht einmal erst anfangen ist ja noch nen größerer haufen stinkender Kacke.

Bevor ich nochmal mit der scheiße da zu tun habe geh ich mich lieber gleich erhängen. Übringens ist der Satz mein voller ernst.
auf die gefahr hin, mich unbeliebt zu machen: aber genau dafür ist hartz4 ja auch da.

das heißt nicht, dass es nichts zu verbessern gibt aber erstmal soll H4 ja eine absicherung sein, damit man nicht verhungernd auf der straße sitzt und imo schafft es das auch.
 
auf die gefahr hin, mich unbeliebt zu machen: aber genau dafür ist hartz4 ja auch da.

das heißt nicht, dass es nichts zu verbessern gibt aber erstmal soll H4 ja eine absicherung sein, damit man nicht verhungernd auf der straße sitzt und imo schafft es das auch.

Sag das nochmal bis zu dem Zeitpunkt wo auch nur 1x unerwartete Kosten da sind.
Die sind komplett nicht abgedeckt. TV am Arsch? Keine ordentlichen Klamotten mehr für ne Bewerbung? Brauchst nen Klemptner, Schlüsseldienst oder sonst was das mal passieren kann? DU BIST GEFICKT!

Für erwachsene die arbeiten gehen können evtl schön und gut aber was kann das Kind dafür bzw die Kinder?
Ach komm ist ja scheißegal wenn die schon in der Schule das Stück scheiße sind die kein Geld für Klassenfahrt haben etc. (gut mittlerweile bekommen die Kinder wenigstes sowas bezahlt war aber auch mal anders).

Nebenbei gibt es auch Leute die können halt auch nicht arbeiten etc. Das ist einfach nen dampfender haufen scheiße und wenn man damit Leben muss obwohl man nichts dafür kann und Leute das was du grad gesagt hast mir an den Kopf hauen würden dann würd ich denen ins Gesicht ******, die in ne hartz4 Wohnung setzen und die mal 3-4 Monate damit leben lassen.

Das ist jetzt kein Witz das ist wirklich so aber ich musste mit ner Erstausstatung auskommen als ich meine erste Wohnung hatte da gehörte nicht einmal nen Herd dazu. Als Single stehen einem nur zwei Kochplatten zu. Den darfst dir dann schön von den paar kröten kaufen die man hat. Und meiner Meinung nach gehört zu Leben eben auch gesund leben zu können. Ohne Freunde die hier und da Küchengeräte hatten wäre ich komplett ausgetickt.

Auf dem Weg zur Schule mal mit dem Rad in nen Auto geknallt. versicherung hast keine weil das Geld halt nicht hast was denkst wie scheiße man sich fühlt wenn man sich von anderen Menschen Geld leihen muss weils anders einfach absolut nicht geht.

Man vergisst gerne mal wie viele Menschen die absolut nichts dafür können mit in diesem scheißhaus sitzen und genau deshalb ist so nen existenzminimum einfach nur nen Witz der jeden scheiße fressen lässt der das Pech hatte nen nutzlosen haufen scheiße als Vater zu haben, der erkrankt ist etc.

Versteh mich nicht falsch grad ich der damit leben musste verachtet mehr oder weniger jeden der einfach zu faul ist arbeiten zu gehen. Aber selbst dem Abschaum gönne ich die paar kröten mehr wenn jeder der da durch muss ohne was für zu können wenigstens ordentlich leben kann.

So wenig Kohle zu haben ist auch keine Motivation seine zukunft weiter zu gestalten sondern einfach nur ein unwürdiges Leben für jeden hier im Land. Was mich noch mehr anpisst sind Jobs wo man weniger hat als das. Das ist dann die abolute Spitze hier im Land, was das imo absolut nicht sein dürfte.

Vielen Dank für ihre Existenz... Sind halt da sind aber auch froh wenns sie nicht mehr gibt.
 
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