Wie gesagt ich glaube da ist einfach das Anspruchsdenken zu hoch was die Komplettierung eines Spiels angeht.
Dan hat ja früher immer schon wahnsinnig viel Zeit mit einem Spiel verbracht. Das kann ja schön sein das mal zu machen, aber wenn man in jedem Spiel immer jeden Stein umdreht und wirklich alles abklappert und macht und tut, dann wird das irgendwann auch mehr Arbeit als Spaß. So hätte ich auch keinen Bock aufs zocken, denn es soll ja keine Beschäfigungstherapie sein.
Stimme da auch dem Post von
@Mandos zu. Ich brauche das, das ich mich mit einem Spiel intensiver außerhalb des Spiels beschäftigen kann. Verbringe fast alles an meiner Freizeit, die ich nicht mit politischeren Themen auf YouTube verbringe, mit Videospielen, entweder direkt durchs Spielen oder indirekt in dem ich mich belese oder informiere.
Ein Spiel, dass eine einzelne in sich vollständige Story hat, wo dann mit deren Charakteren auch nichts mehr angestellt wird, langweilt mich in 99,9% aller Fälle, auch wenn sie qualitativ gut ist (die 0,01% lasse ich mal für Ausnahmespiele wie Last of Us stehen, obwohl das jetzt ja auch einen zweiten Teil kriegt und micht ganz dort rein fällt). Ich brauche das, das ich mich mit einem Spiel mehr beschäftigen kann, entweder wegen den Charakteren, oder tieferen Spiel-Mechaniken, oder wegen der Backstory.
Deswegen auch mein großes Interesse an Geschichte und Spielen mit historischem Kontext, egal ob zweiter oder erster Weltkrieg, Sengoku- oder Three Kingdoms-Ära oder was weiß ich noch, ich liebe es ein Spiel zu spielen, und durch den Spaß, den ich am Spiel habe mich über den echten historischen Kontext informieren zu können. Hab dadurch auch Unmengen an "nutzlosem" Wissen im Kopf, aber ich belese mich halt gerne über alles, was ich nur kann. Ich bin dann genau das nervige Arschloch das ungefragt Trivia zu irgendnem Thema, über das sich grade unterhalten wird, einwirft.
Genauso spiele ich daher aber auch so gerne die ganzen Japano-Waifugames (oder im Falle von Dynasty Warriors wohl eher Husbandogame), für die ich hier immer gerne belächelt werde.
Die ganzen Senran Kagura-Spiele oder auch Kantai Collection werden dieselben Charaktere auch in 3 oder 4 Jahren noch verwenden, es lohnt sich mehr für mich "invested" in die Charaktere zu werden, da sie nicht im nächsten Teil schon ausgetauscht werden oder aus Plotgründen sterben. Gleichzeitig erlaubt es diese Struktur, da es eben keine 100% ernste Stat-Spiele sind, wo sich die Spieler auf die besten Builds einen runterholen (no pun intended), erstaunlich interessante, ausführlich und vor allem zivilisierte Diskussionen über die Spiele, da vieles halt persönlicher Geschmack ist, welchen Charakter man da toll findet, und nicht empirisch belegbar.
Im Falle von Kantai Collection sogar mit vorgenanntem historischen Kontext verbindbar, da ich durch das Spiel mehr über 2.WK Schiffs-Kriegsführung weiß, als 90% der ganzen World of Warships-Spieler, was ja das vermeintlich erwachsenere und "realistischere" Spiel ist.
Das zieht sich bei mir aber auch durch fast alle Medien, gehe deshalb auch nur sehr, sehr selten ins Kino, weil mich eben die Struktur eines klassischen Kinofilms mit einer endgültig erzählten Story nicht so sehr anspricht.