Ziemlich armselig von dir, vor dem Hintergrund der in den letzten Tagen (und Wochen, Stichwort #metoo) öffentlich geschilderten Sexismus-Erfahrungen - vom Alltagssexismus über sexuelle Nötigung bis hin zu Vergewaltigungen - immer noch so zu tun, als ginge es den Opfern primär darum "ins Gerede zu kommen".
In erster Linie ist es für viele Frauen, die solche Erfahrungen machen mussten, eine Erleichterung über diese Erfahrungen berichten zu können, weil allmählich ein Klima entsteht, in dem dieses möglich ist, ohne dass eine Opfer-Täter-Umkehrung oder eine Opferstigmatisierung stattfindet.
Und dieses Klima entsteht, weil Frauen merken, dass sie nicht alleine mit ihren Erfahrungen sind, sondern es (leider) sehr viele Frauen gibt, die ähnliche Erfahrungen wie sie selbst gemacht haben (wieder Stichwort #metoo).
Und das führt mich zu deiner Frage...
Neben dem oben bereits ausgeführten sollten auch bei "uns" Männern die Alarmglocken klingeln und wir sollten kapieren, dass Sexismus noch lange nicht überwunden ist.
Und solange es Kerle gibt, die nicht wissen wann Flirten aufhört und grenzüberschreitende Aufdringlichkeit anfängt...
... oder gar jegliches Bewusstsein dafür vermissen lassen, dass es so eine Grenze überhaupt geben könnte, solange ist es wohl leider nötig, dass "diese ganzen sexual harrasment Sachen" so breit, ausführlich und öffentlich wie irgend möglich ausdiskutiert werden.
edit: Ach ja, das Wichtigste habe ich doch tatsächlich vergessen. In erster Linie sorgen die öffentliche Berichte dafür, dass Täter als das entlarvt werden was sie sind und dass diese nun die Konsequenzen ihrer Handlungen zu spüren bekommen, die sie teils schon vor Jahren oder gar Jahrzehnten hätten zu spüren bekommen sollen.
AMEN!


