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Also lief in der ersten Nacht die Demonstration völlig aus dem Ruder, mit Randale und Zerstörung, und die Nacht später ging die Polizei dann mit übertriebener Härte vor.
Wahrscheinlich, um weitere Randale zu verhindern.
Das ist so ein dämlicher Kreislauf, wie im Kindergarten: " er hat angefangen!" "Nein, der!"
 
Das Thema war eigentlich längst durch, bis auf die neue Info, dass die Polizei eine Sanitäterin nicht durchgelassen hat und blockiert hat, die der Frau helfen wollte.

Aber das interessiert nicht wirklich.

Die Frau hat Pfefferspray abbekommen. Hat sie überlebt?

In deinen Links steht es doch. Die haben da zum Teil 48h am Stück Schichten geschoben. Keine Regeneration, keine Erholung...nicht Mal ein Platz dafür gab es. Es gehen Bilder Rum wie Polizisten in einem Vorraum einer Bank am Boden liegen, wie Obdachlose.

Und du willst sich Jetzt hinstellen und mit den Finger auf eine Situation zeigen, wo Polizisten nicht mehr richtig"funktioniert" haben ? Diese Situation stellst du hier über alle anderen Vorfälle.

Na herzlichen Glückwunsch.
Und ja, ich habe gelesen das du die Randale verabscheust und willst das die bestraft werden. Aber ich glaube das schriebst du Alibi mäßig. Wenn es auch da Handy Videos geben würde, wie da Leute festgesetzt werden, wärst du wieder vorne mit dabei l, zu behaupten, wie unverhältnismäßig das alles ist.
 
Die Frau hat Pfefferspray abbekommen. Hat sie überlebt?
Wie zynisch ist das denn bitte? So viele beschweren sich über die Rücksichtslosigkeit, aber einer verletzten Frau soll nicht geholfen werden, ok.

In deinen Links steht es doch. Die haben da zum Teil 48h am Stück Schichten geschoben. Keine Regeneration, keine Erholung...nicht Mal ein Platz dafür gab es. Es gehen Bilder Rum wie Polizisten in einem Vorraum einer Bank am Boden liegen, wie Obdachlose.
Na umso mehr ein Grund, die Sanitäterin z.B. nicht zu blockieren. Kostet doch auch Kraft und Mühen (und gleichzeitig verstößt man noch gegen Gesetze, aber wen interessieren die hier schon noch).

Und du willst sich Jetzt hinstellen und mit den Finger auf eine Situation zeigen, wo Polizisten nicht mehr richtig"funktioniert" haben ? Diese Situation stellst du hier über alle anderen Vorfälle.
Natürlich, leben wir in einem Polizeistaat, in dem man keine Kritik äußern darf?
Ich hänge mich noch an ganz anderen Dingen auf. An den Randalierern, die marodierend durch die Straßen zogen. Dem Versagen der Polizei. Dem G20-Gipfel als Konstrukt an sich.
Das Thema war doch wiederholt durch, bis z.B. du es wieder auskramst, um mir wieder irgendwas vorzuhalten.
Z.B. folgendes:

Na herzlichen Glückwunsch.
Und ja, ich habe gelesen das du die Randale verabscheust und willst das die bestraft werden. Aber ich glaube das schriebst du Alibi mäßig. Wenn es auch da Handy Videos geben würde, wie da Leute festgesetzt werden, wärst du wieder vorne mit dabei l, zu behaupten, wie unverhältnismäßig das alles ist.
Dann erübrigt sich jede Diskussion und ich weiß ja, wie der Wind weht. Dann kann ich schreiben, was ich will, wenn du eh denkst, dass ich es anders meine.

Nochmal, auch für dich, ganz langsam und so einfach wie möglich: Ja, ich kritisiere den unverhältnismäßigen Einsatz der Polizei gegen friedliche Demos (wühle dich mal durch SZ, Spiegel, Zeit und andere Blätter, die können dir das ausführlicher bestätigen oder du liest den Post von rancid) und ich kritisiere die Randalierer und Brandschatzer.

Das Eine muss das Andere doch nicht ausschließen oder darf ich etwas nur kritisieren, wenn ich das Gegenteil kritiklos hinnehme?

Wenn es dich wirklich interessiert, dieser Kommentar spiegelt meine Meinung ganz gut wieder: http://www.sueddeutsche.de/politik/...berfordert-mit-dem-schutz-der-stadt-1.3579282
 
Ich habe mich ja auch mit @CandleWaltz wegen der Sache mit der Frau auf dem Einsatzfahrzeug gestritten und sehe das nach wie vor anders als er, im Grunde aber stehe ich dem Polizeieinsatz insgesamt auch sehr kritisch gegenüber. Soweit ich das aus der Ferne heraus beurteilen kann, ist gegen friedliche Demonstranten mit unverhältnismäßiger Härte vorgegangen worden, während gewalttätige Chaoten teilweise machen konnten, was sie wollten.

Ich finde es auch in dieser Diskussion schlicht unfair, @CandleWaltz Dinge vorzuwerfen, die er nie gesagt hat, a la er schreibe das nur alibimäßig. Zum einen glaube ich das bei ihm nicht, zum anderen sollten wir hier in dieser Diskussion die tatsächlichen Aussagen des Gegenübers bewerten und nichts anderes, sonst funktioniert das nicht.

Vielleicht sollte auch ich nochmal betonen, dass hier wirklich niemand die Gewaltakte gegen die Polizei oder Eigentum gutheißt, ich finde es daher schäbig, einigen Usern unterschwellig immer wieder genau das vorzuwerfen.
 
so.. ich war jetzt seit mittwoch hier in hamburg / st.pauli unterwegs und hab ne menge von den aktionen mitbekommen.. zu der welcome to hell-demo lohnt es sich nicht, noch irgendwas zu schreiben. die meinung is da wohl festgelegt. freitagnacht war eine vollkatastrophe. die hamburger linken und autonomen sind mittlerweile an dem punkt, wo sie bei solchen aktionen nicht mehr mitmachen. schanzenfest oder 1.mai wird aus der roten flora heraus immer deeskalierend begleitet und das funktioniert auch grösstenteils gut. wer zu den terminen randale machen will, wird von anwohnern und leuten aus der flora weggeschickt, angesprochen oder zu recht gewiesen.. die letzten jahre war das schanzenfest auch randale-frei. was am freitag abging, war völlig daneben und wurde von der roten flora entsprechend kommentiert (von blechschmidt, nicht von beuth).
der samstag war sehr friedlich und fröhlich. demonstranten hatten bei sitzblockaden polizisten aufgefordert die helme abzunhmen und die polizisten sind dem nachgekommen. war super...
gegen abend kamen immer mehr polizisten am grünen jäger (kleiner park kurz vor der schanze) an, da wurde die ganze woche über schon gefeiert. die leute saßen rum, tranken bier.. nix los. die polizei umringt den platz mit 5 wasserwerfern und 3 räumpanzern (nach eigener zählung). niemand hatte bock auf randale, niemand wollte sich mit der polizei anlegen. niemand... keiner..
die polizei schickt immer wieder gruppen rein und sorgt für unruhe. das ganze eskaliert und von einem moment zum anderen schiessen die wasserwerfer los. vom grünen jäger bis zur flora sind es ein paar hundert meter. und die polizei hat alles daran gesetzt die leute diesen weg hochzuprügeln. auch am schulterblatt (so heisst die strasse, an der die rote flora liegt) gab es viele, viele leute, die am strassenrand rumsaßen und getrunken haben. alle haben nur gefeiert. die polizei is mit sämtlichen gerät da rein und hat geräumt. und nicht auf die freundliche art. zwischenzeitlich standen "normale" feiernde mit maschinengewehr bewaffneten sek's gegenüber. und die haben dann den lauf mal ins gesicht gehalten. ganz zu schweigen von pressevertretern, denen so gedroht wurde. das komplette schulterblatt wurde mit allen polizeikräften geräumt. das is ne partymeile, mit vielen unpolitischen menschen. zu dem zeitpunkt bin ich wieder in meine ecke (andere seite der reeperbahn). das schulterblatt wurde wohl nochmal geräumt..
ich saß derweil in ner kneipe, die von 15-20 nazis angegriffen wurde. die kackbratzen haben die gelegenheit genutzt und läden angegriffen, weil ja alle an der flora waren. sich in ner kneipe einschliessen, weil nazis einem ans leder wollen is eher so ungeil.. aber das war nur das sahnehäubchen heute.
am freitag hat die polizei es nich hinbekommen, die schanze zu sichern. aus gründen, die sich alle nicht bestätigt haben (mollis auf dem dach, militarisierung in den häusern usw). am samstag sind sie in völlig friedliche gruppen (ich war dabei) reingestürmt und haben alles weggeknüppelt, was im weg war. verletzte, am boden liegende und auch leute von der presse. dann wurde alles mit wasserwerfern weggespült. an der stelle, wo ich war, gab es keine flaschenwürfe, steinwürfe oder ähnliches. es wurde trotzdem gestürmt. skurril wird es dann, wenn man über twitter die meldungen verfolgt und die hamburger polizei von krawallen berichtet, während man an genau dieser stelle sitzt und es ist nix los..
als randbemerkung: die anwohner der schanze verurteilen den freitag aufgrund der unsinnigen gewalt von krawall-kiddies und sind entsetzt über die gewalt der polizei von letzter nacht.
mir is völlig klar, dass meine geschreibsel hier von den entsprechenden leuten entsprechend gewertet wird. aber ich war hier 4 tage unterwegs und hab das meiste selbst mitbekommen. autos anzünden, läden plündern ist ein komplettes no-go. und da sowas in den letzten jahren hier auch nicht vorgekommen ist, geh ich stark davon aus, dass das leute von ausserhalb waren. gerade die drogerie budnikowski geniesst die unterstützung der st.paulianer. 2013 wurde von einigen idioten schonmal budni entglast und alle (inklusive der flora) haben alles getan, um den schaden zu ersetzen.
die nacht von freitag auf samstag war beschämend für alle, die demonstrieren wollten. die nacht von samstag auf sonntag war beschämend für die polizei. ich hab viele demos erlebt, auch die demo, aus der das gefahrengebiet hervorgegangen ist, aber das ding heute war ein riesen rudel adrenalingetränkter polizisten, die ihren frust ablassen wollten, bevor es zurück in die heimat geht.
persönlicher eindruck aus den letzten 4 tagen auf st.pauli. kann man anders sehen, aber evtl fliesst in die eigene meinung ja ein stück erfahrung von einem, der dabei war mit ein..
FCK
NZS
die haben mir heute echt noch gefehlt :motz:

edith schickt noch nach: demonstraten, die heute abreisen wollten, mussten sich filmen lassen. die polizei ging in die züge und hat verlangt, alle filmen zu können, bevor der zu abfährt.. in ner demokratie auch nich selbstverständlich..
Habe ich das jetzt so richtig verstanden:
- die linken Autonomen aus Hamburg sind die friedfertigsten Autonomen
- In der Schanze(?) und bei der roten Flora gibt es auch nur vernünftige, friedliche linke, die mit all dem Chaos nichts zu tun hatten
- Gewalt ging praktisch nur von der Polizei aus, immer grundlos
- Alle Schäden die von linken Autonomen ausgegangen sind, wurden nur von linken Autonomen aus dem Europäischem umland begangen
- Es ist eine Schande das Abreisende, linke Autonomen gefilmt werden, um dadurch einige der Gewalttäter vielleicht zu finden, indem man diese dann mit Aufnahmen der Randalierer vergleicht
- nicht zu Vergessen, die absolut Gewaltbereiten Nazis
 
Können wir uns nicht einfach darauf einigen das sich ARSCHLÖCHER falsch verhalten haben? Ohne Gesinnung, egal auf welcher Seite... Weil Arschlöcher gibts überall.

Alles rund um G20 war ein riesen Haufen Scheiße. Verstehe nicht, warum man die Gipfel nicht auf der Totenkopfinsel abhält. Oder halt da wo so Ausschreitungen nicht passieren können. Gibt doch genug Militärstützpunkte.
 
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Wie zynisch ist das denn bitte? So viele beschweren sich über die Rücksichtslosigkeit, aber einer verletzten Frau soll nicht geholfen werden, ok.

Na umso mehr ein Grund, die Sanitäterin z.B. nicht zu blockieren. Kostet doch auch Kraft und Mühen (und gleichzeitig verstößt man noch gegen Gesetze, aber wen interessieren die hier schon noch).

Natürlich, leben wir in einem Polizeistaat, in dem man keine Kritik äußern darf?
Ich hänge mich noch an ganz anderen Dingen auf. An den Randalierern, die marodierend durch die Straßen zogen. Dem Versagen der Polizei. Dem G20-Gipfel als Konstrukt an sich.
Das Thema war doch wiederholt durch, bis z.B. du es wieder auskramst, um mir wieder irgendwas vorzuhalten.
Z.B. folgendes:

Dann erübrigt sich jede Diskussion und ich weiß ja, wie der Wind weht. Dann kann ich schreiben, was ich will, wenn du eh denkst, dass ich es anders meine.

Nochmal, auch für dich, ganz langsam und so einfach wie möglich: Ja, ich kritisiere den unverhältnismäßigen Einsatz der Polizei gegen friedliche Demos (wühle dich mal durch SZ, Spiegel, Zeit und andere Blätter, die können dir das ausführlicher bestätigen oder du liest den Post von rancid) und ich kritisiere die Randalierer und Brandschatzer.

Das Eine muss das Andere doch nicht ausschließen oder darf ich etwas nur kritisieren, wenn ich das Gegenteil kritiklos hinnehme?

Wenn es dich wirklich interessiert, dieser Kommentar spiegelt meine Meinung ganz gut wieder: http://www.sueddeutsche.de/politik/...berfordert-mit-dem-schutz-der-stadt-1.3579282

Du kannst die Einsatz Leitung kritisieren oder die Politik, die dafür verantwortlich ist, aber nicht die, die da fast 2 Tage auf den Beinen sind und diese enorme Belastung ertragen müssen. Das ist keine Kritik, das ist eine absolute Schande und an hochnäsigkeit, Ignoranz und blauäugikeit nicht mehr zu überbieten. Eine Kritik sollte man äußern, ja, wenn man auch alle Umständen mit ein bezieht und diese ebenfalls in seine Kritik mit aufnimmt. Die Polizei muss immer reagieren, lassen sie jetzt Sanitäter zur Frau, die Pfefferspray abbekommen hat und riskieren so die Sicherheit der Sani's? Feuerwehr kam auch nicht direkt zu den brennende Autos auf der Straße durch. War das auch die Polizei schuld? Oder die, die den großen Einsatz erst ausgelöst haben ?

Wenn 15.000 Polizisten eingesetzt werden müssen, und das noch zu wenig sind, so das sie Doppel Schichten machen müssen, dann ist das klar, das es nicht reibungslos laufen kann. Dann trifft es auch friedliche Protestanten. Dann trifft es auch die, die keinen Stein geworfen haben, die nix angezündet haben. Zum einen, weil man selten einzeltäter festhalten kann, zum anderen, weil man nach 40h Dienst sicherlich nicht noch 50x nett bittet, den Platz zu räumen (das entscheiden auch nicht die Polizisten vor Ort ).

Fakt ist, wenn sich jeder ans Gesetz halten würde, wäre nix passiert. ;) Wenn der Linke Abschaum aber bewusst diese Eskalation erzwingt, dann ist imo. Am wenigsten die Polizei dafür schuld, das auch friedliche Demonstranten schaden abbekommen..
 
Du kannst die Einsatz Leitung kritisieren oder die Politik, die dafür verantwortlich ist, aber nicht die, die da fast 2 Tage auf den Beinen sind und diese enorme Belastung ertragen müssen. Das ist keine Kritik, das ist eine absolute Schande und an hochnäsigkeit, Ignoranz und blauäugikeit nicht mehr zu überbieten. Eine Kritik sollte man äußern, ja, wenn man auch alle Umständen mit ein bezieht und diese ebenfalls in seine Kritik mit aufnimmt. Die Polizei muss immer reagieren, lassen sie jetzt Sanitäter zur Frau, die Pfefferspray abbekommen hat und riskieren so die Sicherheit der Sani's? Feuerwehr kam auch nicht direkt zu den brennende Autos auf der Straße durch. War das auch die Polizei schuld? Oder die, die den großen Einsatz erst ausgelöst haben ?

Wenn 15.000 Polizisten eingesetzt werden müssen, und das noch zu wenig sind, so das sie Doppel Schichten machen müssen, dann ist das klar, das es nicht reibungslos laufen kann. Dann trifft es auch friedliche Protestanten. Dann trifft es auch die, die keinen Stein geworfen haben, die nix angezündet haben. Zum einen, weil man selten einzeltäter festhalten kann, zum anderen, weil man nach 40h Dienst sicherlich nicht noch 50x nett bittet, den Platz zu räumen (das entscheiden auch nicht die Polizisten vor Ort ).

Fakt ist, wenn sich jeder ans Gesetz halten würde, wäre nix passiert. ;) Wenn der Linke Abschaum aber bewusst diese Eskalation erzwingt, dann ist imo. Am wenigsten die Polizei dafür schuld, das auch friedliche Demonstranten schaden abbekommen..
Nein, ich kann auch jeden einzelnen Polizisten vor Ort kritisieren.
Ich verstehe immer noch nicht, wieso ich das nicht darf. Das ändert doch nichts daran, dass andere einen guten Job gemacht haben und andere eben nicht.
Natürlich hat die Einsatzleitung und die Planung komplett versagt und die Polizisten auf der Straße mussten diese dämlichen Entscheidungen durchsetzen.
Dennoch kann, darf und muss man auch das Verhalten einzelner Polizisten beurteilen und kritisieren dürfen.
Nicht umsonst existiert eine Kennzeichungspflicht für Polizisten, sodass jeder einzelne Polizist identifiziert werden kann.

Und am Ende ist es deren Job, sie wurden dafür ausgebildet und dafür sind solche Einsatztrupps nunmal da.

Was du als Fakt hinstellst, ist schlicht nicht richtig: http://www.zeit.de/politik/2017-07/polizeieinsatz-hamburg-demonstration-welcome-to-hell
 
Fakt ist, wenn sich jeder ans Gesetz halten würde, wäre nix passiert. ;)
Ergo, alle sollen sich an die Gesetze halten.
Am wenigsten die Polizei dafür schuld, das auch friedliche Demonstranten schaden abbekommen.
Ergänzung: alle, außer die Polizei.

Das ist eine interessante Logik.

edit: Ok, das wirkte jetzt gehässiger als es gemeint war. Was ich damit sagen will: man kann auch anerkennen, unter welchen stressigen Arbeitsbedingungen die Polizist*innen am Wochenende ihren Dienst verrichtet haben aber dennoch darauf bestehen, dass nicht jegliches Augenmaß verloren geht und die Gesetzestreue gleich mit über Bord geworfen wird. Gleiche Maßstäbe auf beiden Seiten.
 
....

Alles rund um G20 war ein riesen Haufen Scheiße. Verstehe nicht, warum man die Gipfel nicht auf der Totenkopfinsel abhält. Oder halt da wo so Ausschreitungen nicht passieren können. Gibt doch genug Militärstützpunkte.

Ich wäre für das Mururora Atoll als nächsten Austragungsort :grins: , ein abgelegenes Militärgelände oder auf einem Flugzeugträger der beteiligten Staaten, so würde im Endeffekt viel Geld und Leid gespart werden.
 
Am besten sollten hier einige ein Spendenkonto für die Frau einrichten, und mit dem gesammelten Geld nimmt man sich einen Staranwalt und geht gegen die 2(?) Polizisten mit aller Härte vor, welche diese arme, unschuldige und friedliche Demonstrantin grundlos mit Pfefferspray angegangen haben.
 
Sehr interessantes Interview des Soziologen und Protestforscher Simon Teune von der TU Berlin in der SZ.
Er spricht genau das an, was ich hier auch stets versucht habe mit meiner Kritik deutlich zu machen. Ich denke, auch @BitByter findet sich dort sehr gut mit seiner Position repräsentiert. Ich poste hier einen Ausschnitt des Interviews, weil ich weiß dass genügend User hier vermutlich notorische Link-Verweigerer sind, würde aber dennoch darum bitten, das komplette Interview zu lesen, sofern man dazu Stellung beziehen will.

"Die Strategie der Polizei ist kolossal gescheitert" (sueddeutsche.de)
[...]Die Ausschreitungen in Hamburg kann man ohne die Vorgeschichte nicht verstehen. Die Polizei hat von Anfang an Signale ausgesendet, dass Proteste in Hamburg keinen Raum haben. Sie hat die Übernachtungscamps nicht zugelassen. Sie hat eine Verbotszone eingerichtet, in der Protest nicht möglich sein sollte und am Donnerstag dann als Höhepunkt zerschlägt sie eine genehmigte Demonstration - aus nichtigen Gründen und in einer Form, die wahllos Menschen verletzt und gefährdet hat. Diese Vorgeschichte hat dazu geführt, dass die Leute, die die Polizei als Gegner sehen und ein Zeichen des Widerstands setzen wollen, angespitzt wurden.

SZ: Das rechtfertigt aber nicht die schweren Krawalle.

Ich sage nicht, dass die Polizei für die Handlungen der Randalierer verantwortlich ist. Das wäre ja blödsinnig. Aber die Polizei setzt in so einer komplizierten Situation Rahmenbedingungen, in denen sich das Protestgeschehen dynamisch entwickelt. Die Demonstration am Donnerstag durfte gar nicht loslaufen, sie wurde gestoppt und zerschlagen, obwohl die Einigung mit der Polizei erfolgt war. Große Teile haben die Vermummung wieder abgelegt. Und wenn die Polizei dann noch mit Wasserwerfern auf Leute spritzt, die auf einem Dach stehen, wenn sie eine Menschenmenge ohne Fluchtweg in die Zange nimmt und wahllos auf Demonstrierende und Unbeteiligte einschlägt, dann bringt das noch mehr Menschen gegen die Polizei auf.

[...]

SZ: Wie hätte denn eine erfolgversprechende Strategie der Polizei ausgesehen?

Man kann es vergleichen mit dem 1. Mai oder der Demonstration in Rostock zum G-8-Gipfel 2007. Da hat ein deeskalierendes Konzept dafür gesorgt, dass die Ausschreitungen im Vergleich gering blieben. Das Konzept heißt: die Demonstration zulassen, ihr Raum geben, kleinere Verstöße ignorieren. Vor allem muss das Grundrecht der Versammlungsfreiheit gewährleistet werden. Wenn man versammlungsfeindlich agiert, verhärtet das die Fronten.
 
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