Ich verstehe dich
@CandleWaltz aber gerade auch nicht ganz. Wo du mir sonst immer sehr weitsichtig erscheinst, schießt du dich hier komplett auf eine Seite ein, und das auf Grundlage von nur ein paar Bildern. Wir wissen halt echt nicht, was da passiert ist, und diese Sonder-Kfz wachsen nun mal auch nicht auf Bäumen, davon hat die Polizei nur ein paar Stück. Kann ja sein, dass das dringend im Einsatz gebraucht wurde, dass die Beamten schnell weiter mussten.
Und mal ganz ehrlich: Wer auf ein Polizeifahrzeug klettert ... ja, was soll man da machen? Den da runterstreicheln? Mit Keksen locken?
@CandleWaltz
Um das noch einmal klarzustellen, ich heiße das keineswegs gut. Ich tue mich nur nicht minder schwer damit zu sagen, dass ein drauf einreden irgendetwas bewirkt hätte. Bei einem Hochklettern und durch "Gewalt" jemanden runterzuzerren, sehe ich persönlich ein größeres Verletzungsrisiko. Wo ich die restlichen Bilder sehe, muss ich allerdings einräumen, dass da vermutlich keine Not in Verzug war und man durchaus hätte versuchen können das Ganze friedlich zu lösen. Ich weiß nur wirklich nicht, ob das und wenn ja, wie lange das versucht wurde.
Um mal anders an die Sache ranzugehen: Habt ihr schonmal Pfefferspray abbekommen? Wirklich cool ist das nicht.
Weder bin ich bei der Polizei, noch muss ich der Polizei deren Job erklären, aber sowas geht einfach nicht.
Würde sogar gerne wissen, ob das gesetzlich überhaupt rechtens ist, ohne Gefahr in Verzug zweifach Pfefferspray zu versprühen.
Aber um nochmal auf eine mögliche Alternative einzugehen: So wie es mir scheint, wollte die Demonstrantin das Fahrzeug blockieren (das Stehen und Ablegen des Rucksacks verdeutlichen das, denke ich). Dass man mit Worten da nicht recht weit kommt, sehe ich ein.
Aber wieso klettert man nicht einfach mal drauf und holt die Frau da runter? Da stehen doch mindestens 7, 8 Beamte rum.
Und so leichtfüßig, wie die Demonstrantin auf dem Gefährt geradezu tänzelt, erscheint mir das als eine recht realistische Alternative.
Aber bevor wir uns jetzt auf diese eine Szene versteifen: Ja, natürlich stehe ich auf der Seite der Demonstranten.
Nicht derer, die von sich aus Gewalt ausüben und randalieren, nein. Sondern auf deren Seite, die seit Tagen friedlich gegen G20 protestieren.
Und ja, natürlich sehe ich den Einsatz der Polizei in vielen Fällen als völlig überzogen und mache sie z.T. dafür verantwortlich, dass die Situation auch erst so eskalieren konnte.
Und ja, weder war ich war vor Ort, noch habe ich alles im Blick.
Aber die Berichterstattung, die Beobachtungen, Bilder und Videos vermitteln zumindest mir ein deutliches Bild.
Das kann und darf natürlich jeder anders sehen, ich würde mir nur wünschen, man würde nicht in völlige Panik verfallen und jeden einzelnen Demonstranten wegsperren wollen und die Polizeigewalt verteidigen, was hier ja auch schon zu lesen war.
In Hamburg geht es jetzt etwas drunter und drüber, ja, aber das ist für mich kein Grund, kriegsähnliche Zustände auszurufen.
In diesem Sinne: Lieber tanz ich als G20.