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LeL, was für eine Diskussion wieder...

Natürlich (!) kann man in Deutschland, Österreich und vergleichbaren Ländern mit einem "normalen" Job, der eine Ausbildung (Lehre) voraussetzt, in aller Regel wirklich sehr gut (!!) leben.

Wer das bestreitet ist komplett realitätsfremd und hat von der Welt wohl noch nicht viel gesehen...

Noch, ja aber es gibt Entwicklungen, die man durchaus kritisch betrachten kann und diese Errungenschaften unserer Sozialen Marktwirtschaft gefährden können. In Österreich befinden wir uns sowieso (noch) auf einer Insel der Seligen aber ein Deutschland, mit seinem Hartz IV oder der prekären Situation seiner Hauptschulen, steht da bereits ein Stück schlechter da, wenn es um die soziale Schere geht.

Wir brauchen den Blick aber nur nach Übersee werfen, auf das wohl nach eigener Definition westlichste und beste Land überhaupt. Ich weiß, USA Bashes sind vielen zuwider aber ich kann nicht anders, nachdem ich mir schon mehrmals ein umfangreiches Bild von den prekären Verhältnissen zeichnen durfte.

War in meinem Leben schon für einen insgesamt längeren Zeitraum in den USA und das großteils nicht bloß in den üblichen Touristen Gebieten, sondern mit dem Rucksack quer durch das Land (zB Pacific Crest Trail, falls das jemandem etwas sagt). War teilweise schon sehr erschreckend, was dort abgeht. Methheads überrennen Kleinstädte, leben in Trailerparks, stehlen alles und arbeiten nichts. Niedriger Bildungsstandard in der Durchschnittsbevölkerung, die Unterschicht (der White Trash, der bei uns in der dortigen Form kaum existiert) hat überhaupt Chance - Eltern Trash, Kinder Trash aber leider so richtig. Konsum auf Pump, zahlen Kredite, dass einem schlecht dabei wird. Einen Kilometer weiter vom Trailer Park findest dann die Closed Community mit Stacheldraht, eigener Security und Luxusvillen. Hab da die Erfüllung von nahezu jedem, einschlägigen Klischee erlebt. Die Menschen, die ich auf meiner Asia Rucksack Tour traf, erweckten den Eindruck "menschlicher" und näher an der sprichwörtlichen Eudaimonie zu sein, trotz ärmerer Verhältnisse.

Bin da echt froh in diesem Teil des Westens geboren worden zu sein und erfüllt mit einer deftigen Grundskepsis, im Bezug auf alle Maßnahmen, die uns auch nur einen Millimeter näher an US Verhältnisse bringen könnten.
 
Ist dieses "Minijob-Ding" jetzt der neue Aufhänger für die Massen nach der Ehe für Alle Debatte. Wow.
Zumindest wäre es ein guter Anstoß darüber zu diskutieren, was "gute" Arbeit eigentlich ausmacht und warum jeder Mensch von dem Leben können sollte, was er tut.

Wenn's jetzt speziell um Minijobber geht, die Tauber diffamiert hat, im Sinne von sie hätten eben was Ordentliches lernen sollen, haben mehr als die Hälfte aller Minijobber eine abgeschlossene Berufsausbildung.
Von daher ist es nicht nur dämlich, was Tauber getweetet hat, sondern schlicht falsch.

Ganz davon ab, dass es, umso länger man in einem oder mehreren Minijobs festhängt, schwieriger wird, eine Festanstellung zu bekommen. Teufelskreis eben.
Die Gründe dafür sind natürlich vielschichtig und nicht nur darauf zurückzuführen, dass man halt was Ordentliches hätte lernen sollen. Es betrifft auch Menschen, die erkrankt sind, Mütter nach einer Kinderpause oder weil es schlicht keine Betreuung für den Nachwuchs gibt etc.
 
bin mal gespannt was wieder so an Gesetzen durchgeboxt wird während sich der deutsche Michel die nächsten Tage über dämliche Aussagen von irgendwelchen unwichtigen Politikern echauffiert
 
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Sie haben wohl um 08:47 alle verfügbaren Polizeikräfte deutschlandweit angefordert. Trotzdem muss da in der Einsatzkoordination etwas massiv schiefgelaufen sein. Zig Autos brennen, Ikea in Altona brennt, die Einkaufsstraße und Bahnhof wurden verwüstet.
 
so sieht es dann aus wenn man alles tut außer zu deeskalieren, die polizei hat das ja geradezu bestellt. Nachdem motto: man sieht sich immer 2x im leben.

Wtwas hamburg sollen sie aber stehen lassen, bin ab montag in der stadt. :d
 
Ich hab das ganze nicht verfolgt, aber ich sehs als realtiv unrealistisch an bei sowas deeskalierend wirken zu können. Sind wir uns mal ehrlich, viele fahren da doch extra hin um sich aufzuführen wie der letzte Depp. Die wichtige MEssage der Demo ansich tritt doch eher in den Hintergrund.
 
Die vor Ort im Einsatz befindliche Polizei besteht aber nun mal auch nicht nur aus Pazifisten und Zartbesaiteten. Wenn ich schon wieder die Bilder sehe, wie einzelne Beamte mit Schlagstöcken auf am Boden sitzende eindreschen ... da schenken sich mal wieder beide Seiten nichts.
 
Naja, aber jetzt alles auf die Polizei abzuwälzen ist auch ein bisschen einfach.
Wenn Sie zu hart einschreiten werden sie kritisiert, wenn Sie zu wenig einschreiten werden sie genauso kritisiert.
Natürlich macht die Polizei auch nicht alles richtig, die Leute die aber nur dahinkommen um alles in Schutt und Asche zu legen wirste aber auch nicht mit ein paar guten Worten davon abbringen.
Und da es ja nicht alle sind, wird es eben schwer in der Masse die einzelnen gewaltbereiten von den vielen Demonstranten zu trennen.
 
Man kann nicht alles verhindern aber der erste mai in berlin zeigt ja auch deutlich dass man deeskalierend agieren kann, die polizei hat doch die demonstranten geradezu aufgefordert sich mit deren mitteln zu wehren.
 
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