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Nochmal zum Thema Trinkgeld: Habe hier nur Zahlen für Österreich aber in Deutschland wird es wohl ähnlich ausfallen.

Oberes Quartil (Spitzengastronomie)
Ohne Trinkgeld: 20800
Mit Trinkgeld: 38400

Median
Ohne: 19400
Mit: 30400

unteres Quatil
Ohne: 18200
Mit: 23700

(Brutto Jahresgehälter)

Da wird sich nicht wirklich an den Trinkgeldern bereichert. Das Trinkgeld machts erst möglich, dass der durchschnittliche Gastromitarbeiter ein durchschnittliches Gehalt erhält.

Wenn das Schreiben vom Pensionskonto kommt wirds hässlich.
 
Nur das hier der kleine Punkt vergessen wird, dass er eben nicht alle Kosten geltend machen kann (wie so allgemein im Volksmund der Eintrug ist), sondern er eben die private Nutzung auch noch versteuern muss. Ich habe genug Fälle von Mandanten (und bei mir persönlich ist es auch so), da ist es günstiger das Auto nicht auf die Firma zu nehmen und es privat anzuschaffen, da man im Extremfall sogar noch draufzahlt. Es ist nicht so, dass ich mir nen BMW für netto 60K kaufen kann und der mich am Ende dann nur nach Steuern 30K gekostet hat. Die Eigennutzung wird da Vorneweg im Normalfall schonmal mit einem zusätzlichen Umsatz von 7K gebucht und wenn ich dann noch Fahrten Wohnung Arbeit habe steigt der Betrag nochmal. Natürlich lohnt ein Auto dann, wenn ich wirklich viel beruflich fahre. Aber dann ist es ja nur mehr als Recht wenn ich es auch geltend machen kann.

Du verstehst mich einfach falsch.

Das Auto ist nur EIN Beispiel, wie man als Selbständiger Steuern vermeiden kann. Vor allem Steuern durch Gewinne, die sich sonst das Finanzamt krallen würde. Wenn ein Selbständiger keinen Bock hat, zu viel Gewinn versteuern zu müssen, dann hat er in aller Regel diverse Möglichkeiten dazu.

Ich glaube nicht, dass wir beide uns darüber unterhalten müssen, welche Möglichkeiten es da gibt. Ich habe solche Menschen als Kunden, wir haben unseren Steuerberater in eigener Kundschaft und ich kriege von vielen Kunden mit, wie sie Gelder verteilen.

Unser Steuersystem ist diesbezüglich eh oft genug in der Kritik (auch wegen seiner Komplexität) und den Begriff Steuerschlupflöcher hat auch nicht das KT erfunden.
 
Und ich denke eher dass du hier einfach begrifflich und von der Materie her nicht weißt worüber du genau sprichst. Das fängt schon damit an dass viele Steuerhinterziehung mit Steuerschlupflöchern verwechseln und Geld rauswerfen mit Steuern sparen.

Natürlich kannst du als Selbständiger dein Geld ausgeben um Steuern zu sparen. Dann kaufst du dir nen Schreibtisch der 5000 Euro teurer ist als notwendig. Hast du toll 2500 Euro steuern gespart wenn du im Spitzensteuersatz bist. Aber die anderen 2500 die übrig bleiben hast du mehr unnötig ausgegeben und weniger in der Tasche. Aber Hauptsache Steuern gespart. Bei der Argumentation wäre es auch sinnvoll den Laden mal nen Monat zu zu machen, dann sparst du auf die entgangenen 10000 Euro Gewinn ja auch 5K Steuern. Obs betriebswirtschaftlich sinnvoll ist? Scheiss egal Hauptsache Steuern gespart.

Ein guter (und gut beratener) Unternehmer wird aif den betriebswirtschaftlichen Nutzen einer Investition schauen, diese aber nicht rein aus Steuerzwecken machen.

Lieblingsthema bei Mandanten ist da das Auto. Thema Erstgespräch bei mir in der Kanzlei: Warum wollen sie den vom anderen Steuerberater wechseln? Mandant: Der Steuerberater meines Kumpels hat ihm gesagt er soll ein neues Auto kaufen weil es abgeschrieben ist und meiner mir nicht. Ja toll, recht hat der bisherige gehabt wenn der Mandant gerade so mit seinen Einnahmen über die Runden gekomme ist und das auto noch läuft. Wieso dann ein Darlehen oder leasing aufnehmen bei dem er nicht mehr weiß wie er die bezahlen soll? Aber Hauptsache 1000 Euro steuern gespart.
 
Hab alles geliked was Mandos geschrieben hat, weil er das viel schöner geschrieben hat als ich das jetzt könnte und absolut richtig ist.
Hab ja auch auf beiden Seiten damit zu tun, einmal für unseren eigenen Betrieb und natürlich auch bei der Auswertung der BWAs und JAs und Hilfestellung bei Investitionen für unsere Kunden.
Da ist auch in der Bevölkerung dann viel Unwissenheit dabei (ist ja auch keine Schande, komplexes Thema) was es dann heißt und bedeutet wenn man was abschreibt und von der Steuer absetzen kann etc.
 
Das Problem an sich ist imo auch gar nicht so sehr die Steuer. Gerade bei der Einkommenssteuer zahlen die oberen 10% auch 60% der gesamten staatlichen Einnahmen in dem Bereich. Das sollte man sich schon noch vor Augen halten. Das Problem sind eher die Zusatzabgaben wie Sozialabgaben und Pflichtversicherungen. Die sind eher ungerecht verteilt. Und vor allem ist das eine Ungerechtigkeit, die mit jeder zukünftigen Abgabenerhöhung in dem Bereich (was ja jetzt schon feststeht) weiter zunimmt, weil die kleinen und mittleren immer weiter belastet werden, während sich die hohen Einkommen auf den Beitragsbemessungsgrenzen ausruhen .
 
Zuletzt bearbeitet:
Hier ein paar Aussagen von Unionlern, die gegen die Ehe für alle sind:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/cdu-das-sagen-die-gegner-der-ehe-fuer-alle-a-1154672.html

Bäh, kommt mir bei diesen widerlichen Argumenten teiweise die Galle hoch :kotz:

Was ein rückwärtsgewandter Verein mit Stock im Arsch diese Partei doch ist...

Ich drück die Daumen, dass die Abstimmung ohne Fraktionszwang wirklich schon am Freitag kommt und sie positiv ausgeht. Damit auch die BRD in diesem Aspekt endlich im 21. Jahrhundert ankommt.
 
Versteh ehrlich gesagt nicht, warum dir da das Kotzen kommt. Das sind argumentierte Standpunkte, die man nicht teilen muss, aber die doch aus einem bestimmten Blickwinkel zumindest nachvollziehbar sind.
 
Nö, Diskriminierung ist für mich kein sinnvoll argumentierter Standpunkt, sorry. Nie, unter keinen Umständen.

Und vor allem nicht mit hanebüchenen Argumenten wie "Ehe ist kirchliche Institution" oder "Ehe umfasst den Wunsch nach leiblichen Kindern".
Oder gar mit unfassbar zynischen Aussagen in die Richtung "denen haben wir doch schon genug Zugeständnisse gegeben, mehr brauchen sie auch nicht" oder "ich kann keine Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften erkennen".
 
Versteh ehrlich gesagt nicht, warum dir da das Kotzen kommt. Das sind argumentierte Standpunkte, die man nicht teilen muss, aber die doch aus einem bestimmten Blickwinkel zumindest nachvollziehbar sind.

Klar, wenn man argumentiert, dass ein schwarzer Mann und eine weiße Frau nicht heiraten dürfen sollen, ist das auch ein argumentierter Standpunkt, der aus einem bestimmten Blickwinkel nachvollziehbar ist.

Man ist bloß ein Arschloch, wenn man das ernsthaft fordert und gesetzlich so verankert wissen will.
 
"Die Ehe ist von alters her eine selbstbestimmte, von der Kirche bestätigte Verbindung zwischen Mann und Frau. Unverzichtbare Voraussetzung für ihre Wirksamkeit war und ist der Wille zu leiblichen Kindern. Wenn die Politik zu einer 'Ehe' zwischen gleichgeschlechtlichen Menschen nun die Zustimmung geben will, löst sie sich völlig von dem tradierten kirchlichen Eheverständnis."

Also das ist doch sauber argumentiert... für die Ehe für alle.
 
Der Punkt, auf den die meisten hinauswollen, ist doch, dass der Staat die Ehe zwischen Mann und Frau nicht aus Jux und Dollerei oder als Liebesdienst fördert, sondern es als sinnvolles Instrument zur Familienförderung ansieht. Die meisten Kindern werden, soweit ich weiß, immer noch in Ehen geboren. Die Familie als Keimzelle des Staates funktioniert nach wie vor gut. Ich kann also nachvollziehen, dass man das Privileg Ehe für heterosexuelle Paare schützen möchte. Ich selbst sehe das nicht so streng, aber ich kann verstehen, wenn andere das so sehen. Homosexuelle Paare können nun mal keine Kinder bekommen. Warum sollten sie also das Recht auf diesen Status haben? Ist das wirklich schon Diskriminierung?
 
Der Punkt, auf den die meisten hinauswollen, ist doch, dass der Staat die Ehe zwischen Mann und Frau nicht aus Jux und Dollerei oder als Liebesdienst fördert, sondern es als sinnvolles Instrument zur Familienförderung ansieht. Die meisten Kindern werden, soweit ich weiß, immer noch in Ehen geboren. Die Familie als Keimzelle des Staates funktioniert nach wie vor gut. Ich kann also nachvollziehen, dass man das Privileg Ehe für heterosexuelle Paare schützen möchte. Ich selbst sehe das nicht so streng, aber ich kann verstehen, wenn andere das so sehen. Homosexuelle Paare können nun mal keine Kinder bekommen. Warum sollten sie also das Recht auf diesen Status haben? Ist das wirklich schon Diskriminierung?
Aber was schützt man denn, wenn man es anderen verwehrt? Es wird doch niemandem was weggenommen, einfach nur erweitert.

Das ist ja nichtmal ein Argument, weil es inhaltlich einfach nicht schlüssig ist und einen falschen Schluss zieht.
Und was du als "der Staat" bezeichnest, betrifft doch auch nur noch Teile der Union. Und die Kirche, aber die sollte in Sachen Politik auch nichts zu melden haben, zumindest was die Gesetzgebung betrifft.
 
Dann mach den Nachweis der Zeugungsfähigkeit zur Voraussetzung der Eheschließung, wenn es darum geht.

Was übrigens bedeutet, dass fruchtbare Lesben heiraten dürften, weil die durchaus mit Samenspenden Kinder bekommen können.
Dazu passend der Postillion: "Kritiker befürchten, dass die "Ehe für alle" die traditionelle Familie untergräbt und dadurch immer weniger Kinder zur Welt kommen. Folgt man dieser Logik, muss allerdings bald auch unfruchtbaren oder karriereorientierten Menschen die Heirat verboten werden. Frauen über 50 dürften dann generell keine Ehe mehr schließen und würden - falls sie bereits verheiratet sind - automatisch geschieden."

http://www.der-postillon.com/2017/06/ehe-fuer-alle.html
 
Aber was schützt man denn, wenn man es anderen verwehrt? Es wird doch niemandem was weggenommen, einfach nur erweitert.

Religiös-konservative Gefühle drohen da wieder einmal verletzt zu werden. Um mehr als die krampfhafte Wahrung eines alten Dogmas, welches in breiten Teilen der Bevölkerung eigentlich schon passé ist, gehts hier doch gar nicht mehr.
 
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