Auch der letzte comic belächler soll verstehen, warum da Dämonen im Traum sind oder wieso Martha einen Konflikt lösen konnte. Usw.
Ganz genau. Wenn sie schon etwas teasern, dann auch so, dass man es versteht, wenn man nicht die Comics gelesen hat. Das hat mich beispielsweise auch an der Thor-Höhlen-Szene in The Avengers 2 gestört. Die war ohne jeglichen Zusammenhang, sollte irgendwas aus Thor 3 andeuten, das zu dieser Zeit aber noch niemand (außer vielleicht drei Comic-Leser) begreifen konnte und wurde schlussendlich sogar noch beschnitten. Das Ergebnis war eine total überflüssige Szene. Einen ähnlichen Eindruck macht mir hier der "Traum" von Bruce. Da habe ich nichts verstanden. Sie müssen mir ja nicht alles vorkauen, ist ja immer noch ein "Teaser", der nur "teasen" soll, aber irgendein Zusammenhang sollte schon gegeben sein. Daher auch mein Vorschlag, zuerst ein paar Solofilme zu bringen, in denen man die hier gezeigte Szene hätte andeuten und erste Erklärungen liefern können. Einfach ein bisschen mehr Zeit lassen. Wie Thanos bei Marvel, den die meisten wahrscheinlich auch nicht kannten, der aber mit jedem Film etwas mehr Substanz erhält. Erst wird er nur angedeutet, dann wird er komplett gezeigt, erst daraufhin spricht er zum ersten Mal, später bekommt er sogar ein kleine, eigene Szene und man erkennt langsam die Zusammenhänge. DC macht es nun mit dem Holzhammer.
Und die Martha-Szene fand ich einfach schlecht geschrieben. Ihre Intention ist natürlich klar, aber es wirkte in diesem Moment einfach nicht nachvollziehbar. Hätten sie besser aufbauen können oder durch ein anderes Argument ersetzen sollen.
Ansonsten fand ich den Film übrigens nicht "schlecht". Handwerklich war er wieder hervorragend, die Schauspieler haben mir gefallen, der Score was super. Nur ist das Drehbuch holprig und lahm. Ich habe mich über weite Strecken wirklich gelangweilt. Fand die ersten zwei Stunden richtig zäh. Trostlose Stimmung, viel Gelaber und wirre Geschehnisse, kaum nennenswerte Action, Spannung nicht vorhanden. Da plätschert alles ohne Höhepunkte vor sich hin. Man of Steel, mit dem ich den Film nun einfach mal vergleiche, weil er logischerweise ja den selben Stil hat, macht da alles besser: mehr Action, coolere, erinnerungswürdige Momente, eine Prise Humor, ein guter, nachvollziehbarer Aufbau und Spannungsbogen und vor allem Superman, der auch Superman-Sachen macht und nicht nur labert.
@ Lasso-Szene: man sieht in einer Szene eindeutig wie sie das Lasso wirft. Habe ich extra drauf geachtet.
