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Ich glaub du verstehst gar nicht was ich gemeint habe - dass Polizisten für die Gesetze verantwortlich seien, kommt in meinem Posting zum Beispiel überhaupt nicht vor.

Grundsätzlich darf man doch gar nicht überrascht sein, dass jemand eine Waffe dabei hat. Und dabei haben ist ja auch was ganz anderes als jemanden aktiv damit zu bedrohen. Ganz im Gegenteil: Wenn einem am Boden fixierten Menschen in Louisiana eine Waffe aus der Tasche gezogen wird, hat derjenige sich dafür nicht mal zu rechtfertigen - ganz anders als hier.

Mal ganz davon ab, was man persönlich von Waffen hält, auf die Aussage "Du hast ja ne Waffe" kann man dort antworten "Klar, du nicht? Ich bin Patriot!" oder sowas. Aber so wahnwitzig das klingt, man darf nach amerikanischen Recht dem puren Mitführen einer Waffe doch keine Gefahr andichten. Die machen doch alles sicherer und hätte jeder eine, wäre der bis dahin völlig schutzlose Kindergarten... und so weiter und so fort...
du schreibst, dass "die (auch die cops)" sich mal entscheiden müssten. das ist aber keine entscheidung eines cops. der cop muss erstmal nur damit umgehen. natürlich ist ein toter mensch in dem falle wohl am ziel vorbei. aber aus meiner sicht kann eine waffe durchaus beides sein: grundrecht UND gefahr. letztlich gibt ein cop dem anderne cop eine info weiter: der verdächtige ist bewaffnet. egal ob grundrecht oder nicht, daraus entsteht eine potentiell gefährliche situtation für den polizisten und er muss diese info haben.

und das was du schreibst lese ich in etwa so: die dürfen alle ne waffe tragen, also sollen die cops sich mal entspannen, immerhin tun die ja nix verbotenes. und das ist imo quatsch. natürlich geht von einer waffe eine gefahr aus. auch wenn sie legal ist. und auch, wenn man selber cop ist. ob man denjenigen mit der waffe dann gleich erschießen muss steht auf einem anderen blatt. ich sag aber dazu: ich habe mir den fall nicht genauer angeguckt. auch kein video dazu gesehen.
 
So bitter es auch ist, hoffe ich irgendwie, dass denen das alles um die ohren fliegt und dann mal endlich Vernunft übrig bleibt. Tut mir Leid um alle Opfer. Schusswaffen sind echt die beste erfindung des Menschen...
 
Wenn irgendjemand irgendetwas um die Ohren fliegt, bleibt sicher nicht die Vernunft übrig. Die stirbt bei sowas zuerst. Deswegen sind solche "Wünsche" auch bzgl. der EU, der Banken, Griechenland etc. ziemlicher bullshit, sry.
 
Da die Vernunft eh schon lange verschollen ist, von aussen kein Einfluss möglich ist, bleibt nur die Hoffnung.
 
Gibt es Statistiken wie viele Polizisten in einem Jahr erschossen wurden und wie viele Zivilisten von Polizisten?
Das Verhältnis würde mich mal interessieren.

Wundern tut einen das alles irgendwie nicht, schaut man sich nur mal die kurzen Ausbildungszeiten an.

Mängel in der Ausbildung festgestellt

Ein Kritikpunkt: Es gibt keine einheitlichen Regelungen. Die Ausbildung für US-Polizisten unterscheidet sich von Bundesstaat zu Bundesstaat - und das zum Teil erheblich. Die Dauer der Kurse an den Polizeischulen variiert je nach Standort zwischen wenigen Wochen und mehr als einem halben Jahr. 19 Wochen waren der landesweite Durchschnitt im Jahr 2009.

Die Kurse an den Polizeischulen seien zu kurz, sagte der Kriminologe Victor McCraw dem "Wall Street Journal". Das könne dazu führen, dass Cops zu wenig Vertrauen in ihre eigenen Fertigkeiten erlangten. Und die Wahrscheinlichkeit, dass Polizisten exzessive Gewalt anwendeten, sei geringer, wenn sie mehr Vertrauen in sich besäßen.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/usa-kritik-an-ausbildung-von-polizisten-a-1027698.html
 
du schreibst, dass "die (auch die cops)" sich mal entscheiden müssten. das ist aber keine entscheidung eines cops. der cop muss erstmal nur damit umgehen. natürlich ist ein toter mensch in dem falle wohl am ziel vorbei. aber aus meiner sicht kann eine waffe durchaus beides sein: grundrecht UND gefahr. letztlich gibt ein cop dem anderne cop eine info weiter: der verdächtige ist bewaffnet. egal ob grundrecht oder nicht, daraus entsteht eine potentiell gefährliche situtation für den polizisten und er muss diese info haben.

und das was du schreibst lese ich in etwa so: die dürfen alle ne waffe tragen, also sollen die cops sich mal entspannen, immerhin tun die ja nix verbotenes. und das ist imo quatsch. natürlich geht von einer waffe eine gefahr aus. auch wenn sie legal ist. und auch, wenn man selber cop ist. ob man denjenigen mit der waffe dann gleich erschießen muss steht auf einem anderen blatt. ich sag aber dazu: ich habe mir den fall nicht genauer angeguckt. auch kein video dazu gesehen.


Ich verstehs immer noch nicht. Ich hab doch mehrfach gesagt, dass ich weggehe von der hiesigen und sogar meiner persönlichen Denke über Waffen. In Amerika ist das ein im 2. Zusatzartikel der Verfassung verankertes Grundrecht. Mit wenigen lokalen Ausnahmen. Ich verstehe die hysterische Reaktion überhaupt nicht, wenn jemand dieses Grundrecht ausübt. Er hat ja nicht mit der Waffe auf jemanden und schon gar nicht auf die Polizisten gezielt. Wenn man jemanden fixiert, abtastet und ne Waffe findet, dann sollte man als Polizist sie ihm sicherlich aus Selbstschutz wegnehmen. Aber das wars dann auch, weil jeder einfach eine haben könnte und zwar vollkommen legal.
 
Ich verstehs immer noch nicht. Ich hab doch mehrfach gesagt, dass ich weggehe von der hiesigen und sogar meiner persönlichen Denke über Waffen. In Amerika ist das ein im 2. Zusatzartikel der Verfassung verankertes Grundrecht. Mit wenigen lokalen Ausnahmen. Ich verstehe die hysterische Reaktion überhaupt nicht, wenn jemand dieses Grundrecht ausübt. Er hat ja nicht mit der Waffe auf jemanden und schon gar nicht auf die Polizisten gezielt. Wenn man jemanden fixiert, abtastet und ne Waffe findet, dann sollte man als Polizist sie ihm sicherlich aus Selbstschutz wegnehmen. Aber das wars dann auch, weil jeder einfach eine haben könnte und zwar vollkommen legal.

Punkt 1: So weit mir bekannt, war das Führen durch der Waffe durch den Getöteten nicht das legale Ausüben eines Grundrechts, sondern eine weitere Straftat, weil er als verurteilter Krimineller kein Recht hatte, eine Waffe zu führen. Sollte das stimmen, dann war das keine legale, sondern eine illegale Waffe.

Punkt 2: Es ist völlig egal, ob die Waffe illegal oder legal ist, wenn man sich gegen eine Festnahme wehrt und versucht diese Waffe im Kampf mit Polizisten zu greifen oder zu ziehen, dann muss man damit rechnen, zu Recht angeschossen zu werden.

Und bei Punkt 2 verstehe ich auch ganz ehrlich gesagt nicht, wie ein rational denkender Mensch mit funktionierenden Denkkapazitäten da irgendetwas anderes denken kann, als dass es a.) gerechtfertigt ist wenn die Polizei von der Waffe Gebrauch macht, wenn ein Verdächtiger im Rahmen der Festnahme versucht eine Waffe zu ziehen und dass b.) es wohl dabei nicht darauf ankommen kann, ob die Waffe in diesem Moment legal oder illegal mitgeführt wird.
 
Der Polizist ist für sein Leben und das seines Kollegen verantwortlich. Für mein Empfinden auch völlig korrekt gehandelt wenn er wirklich nach der Waffe gegriffen hat. Lieber auf Nummer sicher gehen bevor der Typ evtl. mich oder meinen Kollegen an- oder erschießt.
 
Jo, wer zuerst schießt hat gewonnen und bevor ich mich als Polizist in Gefahr begebe, drücke ich lieber zuerst ab.
So kommt es mir in vielen Fällen vor, als wenn man vorab nicht wüsste das man als Polizist viel mehr gefährdet ist als in vielen anderen Berufen. Verurteilt werden Sie in den meisten Fällen auch nicht, warum also die Strategie ändern.
 
Es ist schon ganz gut, dass diese Wildwest-"Kultur" bei uns nicht herrscht. Und bei einigen ist es auch gut, dass sie keine Waffen haben. Sonst würde man sie noch sofort zücken, wenn irgendeine Gefahr droht...

Laut Statistik sterben in den USA jährlich mehr als 30.000 (!!!) Menschen durch Schusswaffengebrauch. Mehr als 700 (hochgerechnet für 2. Halbjahr 2015) durch die Polizei. In Deutschland sind es 70 und 7 durch die Polizei. Das spricht Bände und jeder normal denkende Mensch erkennt das Problem dahinter.
 
Gibt es Statistiken wie viele Polizisten in einem Jahr erschossen wurden und wie viele Zivilisten von Polizisten?

hab selber auch mal gesucht.
https://www.washingtonpost.com/graphics/national/police-shootings/

2015 wurden 990 menschen durch die us-polizei getötet.
davon waren 258 schwarz und 172 hispanisch.

https://www.washingtonpost.com/graphics/national/police-shootings-2016/
2016 wurden bisher 505 durch die polizei getötet.
davon 122 schwarz und 79 hispanisch.

und um ein gefühl für die größenordnung zu bekommen:
die usa hat über 300 millionen bürger. (2016: estimate 323,625,762)

durch verbrechen getöte polizisten (unfälle ausgeschlossen)
2004: 57
2005: 55
2006: 48
2007: 58
2008: 41
2009: 48
2010: 56
2011: 72
2012: 49
2013: 27
2014: 96
2015: 41 (laut vorläufigem bericht)

polizisten im dienst angegriffen:
2009: 57,000
2010: 53,000
2011: 54,774
2012: 52,901
2013: 49,851
2014: 48,315
2015: zahlen werden im herbst veröffentlicht

quelle:
law enforcement officers killed and assaulted (LEOKA) bericht vom fbi
https://www.fbi.gov/about-us/cjis/ucr/leoka
 
Aha, also gilt: angeschossen ist das selbe wie aus wenigen Zentimetern Entfernung vier (!!) Kugeln in die Brust zu schießen?

Ich versteh nicht einmal, worauf du mit dieser Aussage hinaus willst. In einer Notwehrsituation mit Schusswaffen gilt doch in der Regel: Je näher desto besser, oder?

Je näher, desto größer die Trefferwahrscheinlichkeit und desto schneller und effektiver die Neutralisierung der Gefahr und desto weniger Gefahr für unbeteiligte Personen in der Nähe, von einem verirrten Projektil getroffen zu werden.

Aber vielleicht kannst du mir ja wirklich mal erklären, warum die Nähe zum Täter eine Rolle gespielt haben soll. Hätten die erst weglaufen sollen von ihm und sich dann umdrehen und schießen? Und ihm die Zeit geben, die Waffe zu ziehen und ihnen in den Rücken zu schießen?

Warum sollte jemand so etwas tun?

Selbst WENN er probiert hat, an seine Waffe zu kommen (was in der Situation mit zwei auf einem liegenden Polizisten schwer werden könnte), rechtfertigt das sicher nicht das Vorgehen.

Tja, das sehe ich anders und ein vernünftiges Rechtssystem sieht das ebenso.

Wie gesagt, zeig mir eine vernünftige Alternative? Ich hab schon in einem anderen Posting gesagt, eventuell hätten man seinen Kopf auch richtig hart mehrfach auf den Asphalt knallen können (vielleicht hätte er dann vom Versuch an die Waffe gekommen, Abstand nehmen müssen), aber abgesehen davon, fällt mir nicht viel ein.
 
er hatte die waffe ja nichtmal in der hand.. man hat sie ihm nach den schüssen aus der tasche gezogen. 2 polizisten knien auf ihm, ein arm von ihm eingeklemmt durch ein bein des polizisten. sollte er nach der waffe gegriffen haben, liegt es dann nicht näher den anderen arm auch zu fixieren? wenn man schon zu 2. auf ihm hockt?
 
@Osa-chan Sorry, aber deine Ansichten hier find ich einfach nur pervers, sorry.
Und nein, Polizisten sollten natürlich das Recht haben, sich ihrer Haut erwehren und das Gesetz durchzusetzen.
Wie du das aber bei den beiden neuesten Fällen so sehen kannst, ist mir tatsächlich schleierhaft.

Nur ganz kurz: Polizisten sollten Haltegriffe kennen, durch die sie eine Person auf dem Boden sicher fixieren, erst recht, wenn man zu zweit ist und der Festgenommene die Waffe nur in der Tasche hat. Also war keine akute Gefahr für Leib und Leben vorhanden. Person fixieren und es ihm unmöglich machen, die Waffe zu ergreifen.
Guter Freund von mir ist Kriminalkommissar. Der hat mir mal ein paar Griffe demonstriert. Da hast du keine Chance, im Gegenteil, durch Wehren machst du nur alles schlimmer :D


Vor ein paar Wochen war ja die Geiselnahme im Viernheimer Kino, da hab ich das VOrgehen des SEK, die Person zu erschießen, ja auch gutgehießen, da eine akute Gefahrensituation vorlag (Täter mit Waffe in der Hand). Da bringt Fragen und Deeskalieren nix, der ist halt selbst schuld.
Auch wenn das im Endeffekt nur Schreckschusswaffen waren, die kann man so schnell aus der Ferne nicht erkennen.
 
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