Das Jahr fing schon absolut genial an. Mit
Bloodborne kam ein relativ frischer Souls-Titel, der Einschränkungen in der Komplexität hinnehmen musste, dafür aber ein extrem spaßiges Kampfsystem aufwies und mit einer coolen, Lovecraft'schen Story und unverwechselbaren Art Design sich sofort zu meinen All-Time-Favorites katapultierte.
Kann man das dieses Jahr toppen? Na klar doch, wenig später kam schon
The Witcher 3. Das Spiel dürfte das erste Quadruple-A-Game überhaupt sein. Das muss man erst mal in seinen Kopf kriegen, das Spiel bietet an die 100h spannende, erwachsene, cineastische Inhalte und scheißt auf Tabus und das Bioware-How-To. Die fragliche Designentscheidungen Schätze mit hunderten Fragezeichen standardmäßig anzeigen zu lassen, ist der einzige Flaw, der das Game von seiner 110%-Wertung trennt.
Aus dem Nichts wird dann
Fallout 4 angekündigt und erscheint noch im selben Jahr. Es packte mich nicht sofort. Viel zu viele Füllinhalte und das Einrichten von Siedlungen war schon ziemlich scheiße. Ey, aber dann mit einem Haz-Suit durch das hochstrahlende Boston zu stapfen war schon wieder eine denkwürdige Szene. Dazu reihten sich dann noch viel mehr interessante Orte, die beste Fallout-Story bisher und ein funktionierendes, cleveres Fraktionssystem, das im Finale in einige Highlights mündet.
Mehr Rollenspiele! Endlich erschienen
Wasteland 2 und
Divinity: Original Sin in erweiterten Versionen für die Konsolen. Zwei absolute Core-RPGs für Fans alter Schule. Wasteland 2 ist für Nostalgiker der einzig wahre Fallout 2-Nachfolger und Divinity wartet mit einem extrem umfangreichen, experimentierfreudigen Kampfsystem auf. Für die coolen Jungs laufen dann in beiden Spielen sogar alle Kämpfe rundenbasiert ab. Wer sich nicht entscheiden kann: Wasteland 2 für Fallout-Fans, die eher auf inhaltliche Qualitäten stehen, und Divinity für den Fantasy-RPG'ler, der Spaß an komplexen Kampfsystemen hat.
Was ist mit japanischen Rollenspielen? Okay, da sah es jetzt nicht so geil aus, aber
Oreshika war für die Vita ein nettes JRPG mit viel kulturellem Background und Dungeoncrawler-Anleihen. Für echte Dungeoncrawler gab es dann immerhin das sehr klassische
Operation Abyss. Und
Tales of Zestiria wird auch den einen oder anderen Durst stillen. Im Falle des Verhungerns hat man immer noch
Musou-Titel 24-31, die dieses Jahr erschienen. Ach, fast hätte ich noch
Disgaea 5 vergessen. Ist wie der erste Teil, also immer noch ein schönes SRPG und jetzt sogar mit HD-Versionen der PlayStation-Sprites. Wooohoo.
Das reicht jetzt aber mit Rollenspielen. Fette, cineastische Action gab es dann bei
The Order: 1886. Gameplay gab es für einen 3rd-Person-Shooter erfrischend wenig, aber dat graphics. Und wenn man noch weniger Gameplay will und auf etwas Cineastik verzichten kann (es gibt leider keine cinephilen Balken), greift zu
Until Dawn. Ey, ich hatte mit einem Kumpel und unserer Freundin Moskowskaya so viel Spaß mit dem Game. Geile Jumpscares und einfach eine richtig, richtig lustige Teenieslasher-Story mit klasse Dialogen.
Richtig viel gab es auch für alte Xbox-Fanboys, die diese Generation zu PlayStation-Fanboys mutiert sind. (Ob blau oder grün, ich mag euch trotzdem nicht!) Sony haut jedes Spiel der letzten Jahre und Jahrzehnte noch einmal als Remastered-Edition raus. Die
Uncharted-Trilogie,
God of War 3,
Beyond,
Gravity Rush,
Journey,
Tearaway, usw. Der Rest kommt dann nächstes Jahr. Jetzt nichts Neues, aber für Fans und neue PlayStation-Jünger ein Muss.
Es gibt auch einen neuen König der Multiplayer-Games,
Rocket League. Kniet nieder. Ey, so viel Spaß mit dem Ding gehabt. Ich glaube, kein Spiel hat so viele KT'ler versammelt. Und die meisten PS4'ler sollten es dank Plus auch ohne weitere Kosten aus dem Store ziehen können. Tut es und seid beim nächsten Turnier dabei! Es ist so geil.
Gibt aber noch mehr gute Multiplayer-Games dieses Jahr. Allen voran natürlich
Destiny mit der neuen Erweiterung
The Taken King. Es wurde viel Content nachgereicht und es bockt im PVE und PVP. Glaubt nicht den Hatern! Es ist der Hammer und es hat das beste Gunplay of All-Time. Bungie sind die Götter of FPS und das als Konsolenentwickler. Fuck off, Masterrace.
Mit
Star Wars: Battlefront kam dann auch das Star Wars-igste Videospiel überhaupt. So much love. Game selbst ist jetzt nicht so richtig geil und es ist leider ein reiner Multiplayer-Titel, aber hey, einmal im AT-ST oder X-Wing sitzen oder sogar als Han Solo oder Boba Fett zocken. Schon geil. Und wenn du daran glaubst und ganz viel Glück hast, wirst du vielleicht flexx abgeballert.
Die Taktiker greifen aber dann doch lieber zu
Rainbow Six: Siege. Ist der einzige Taktik-Shooter auf dem Markt, also egal, dass er von Ubisoft ist. Alle feiern ihn ab, wird schon gut sein. Und ich greife bald auch zu.
Ey, selbst Racer-Fans kommen endlich auf ihre Kosten.
Project CARS ist mal eine echte Rennsport-Simulation und fängt das Racing Feeling trotz einiger Macken authentisch ein. Arcade-Racer greifen aber lieber zu
Driveclub und
The Crew, die mit unendlich vielen DLCs und Patches und Updates mittlerweile ganz cool sind. Bei beiden gibt es sogar jetzt Motorräder und Driveclub hat den besten Fotomodus überhaupt. Allein für den Fotomodus von Driveclub lohnt sich eine PS4. (Ach, und
Need for Speed mit fünf Garagenplätzen kam auch noch, wo wir dabei sind. Und ich glaube auch
irgendein Forza für die One. Cooooooool.)
Damit ich das abhaken kann. Es kamen dann noch Highlights (oder so) wie
Ori,
Halo 5,
Rise of the Tomb Raider, Mario Maker, Splatoon, blablabla und so. Mir fehlen (mittlerweile) die Konsolen dafür, aber hey, Tomb Raider 2 kriegen wir nächstes Jahr und Ori muss ich auf dem PC mal nachholen. Auf jeden Fall hatten die Grünen auch ein schönes Jahr.
Ey, richtig neidisch bin ich ja auf die WiiU'ler. Ich habe meine WiiU ja verkauft, weil die Konsole für mich Abfall ist, aber jetzt scheint
Xenoblade Chronicles X so ziemlich das beste JRPG überhaupt zu sein. Dat Art Design, dat Kampfsystem, dat Microsoftmanagement. I'm in love. Und ich werde es noch zocken!
Der Beitrag ist schon so lang und ich bin noch lange nicht fertig. Das Jahr ist YotG, Year of the Games.
Neben Until Dawn gab es noch mindestens zwei richtig geile interaktive Geschichten mit
Life Is Strange und
Tales From the Borderlands. Einmal so ein Coming-of-Age-Ding mit Zeitspielereien und so und einmal eine humorvolle Borderlands-Story, die so geil ist, das man sie auch zocken kann, wenn man die Hauptspiele dämlich findet.
Welches Genre fehlt noch? Jump'n'Runs?
Shovel Knight ist besser als Mario. #scnr Und
Tembo: The Bad-Ass Elephant ist auch ein Must-Have für Hüpffreunde.
Horror?
SOMA. Visual Novel?
Hatoful Boyfriend. Visual Novel mit Ballern?
Danganronpa: Another Episode. Westliches avantgardistisches Visual Novel?
Three Fourths Home. Point'n'Click Adventure?
Broken Age, Baphomet's Fluch, Book of Unwritten Tales 2. Brettspiel?
Armello. Walking Simulator:
The Vanishing of Ethan Carter und
Everbody's Gone to Rapture. 3D-Puzzler?
Talos Principle. 2D-Puzzler?
The Swapper. Platinum-Stylish Action-Bla?
Transformers: Devastation. Ach, ich kann nicht mehr, aber richtig geile Indie-Titel sind noch
OlliOlli2 und
Hotline Miami 2. Muss man zocken.
Ach, eine richtig geniale Coop-Erfahrung ist noch
Helldivers. Zu viert jagt man als Starship Troopers Aliens. Oder sie jagen eher euch. Und meistens töten euch eure eigenen Mitspieler. Einfach geil. Ähnlich lustig wird es bei
Magicka 2, aber für das Kampfsystem braucht man acht Arme und einen Doktortitel.
Na gut, ich höre jetzt auf, auch wenn noch so viele Titel fehlen, die das Jahr so geil gemacht haben und die ich noch gar nicht spielen konnte trotz 200h-Gamingwoche. Ich meine, selbst Ubisoft hat endlich wieder einen richtig guten
Assassin's Creed-Teil mit
Syndicate hinbekommen. Und wer noch mehr Karten abklappern will, bekam
Mad Max, Just Cause 3 und
Batman: Arkham Knight. Und ein riesengroßes Highlight habe ich noch gar nicht erwähnt. Jetzt kann man sogar bei
Metal Gear Solid V Missionen abklappern auf einer Open World. Geil.
#YotG