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Hatte gestern kurz mit nem Lehrer drüber gesprochen. Er meinte, das war zwar ein Leistungskurs Englisch, aber alle 15 Schüler waren wohl aus HartzIV-Familien. Insofern finde ich das ja eigentlich noch cooler, wenn dort fleißigen Menschen einen Perspektive/Erlebnis ermöglicht wurde, das für sie vermutlich nicht machbar gewesen wäre. Problematisch aber halt, wenn dort 2-3 Schüler dabei gewesen wären, deren Eltern Arbeit haben, es sich aber trotzdem nicht hätten leisten können.
 
Generell vielleicht nicht, aber das ist halt ein spezieller Fall. Die Konstellation Gymnasium - Englisch-Leistungskurs - Alle Teilnehmer Hartz IV - wird es sicherlich nicht so oft geben. Bei einem Mischverhältnis 1:1 hätte sich der Kurs bestimmt ein europäisches Reiseziel ausgewählt, damit alle mitkommen können. Das der Lehrer in diesem Fall auf's Ganze ging, finde ich absolut respektabel. Er hat den jungen Menschen Perspektiven geschaffen, die sich für den Staat eines Tages mal auszahlen könnten. Ich find's super! :dhoch:
 
Generell vielleicht nicht, aber das ist halt ein spezieller Fall. Die Konstellation Gymnasium - Englisch-Leistungskurs - Alle Teilnehmer Hartz IV - wird es sicherlich nicht so oft geben. Bei einem Mischverhältnis 1:1 hätte sich der Kurs bestimmt ein europäisches Reiseziel ausgewählt, damit alle mitkommen können. Das der Lehrer in diesem Fall auf's Ganze ging, finde ich absolut respektabel. Er hat den jungen Menschen Perspektiven geschaffen, die sich für den Staat eines Tages mal auszahlen könnten. Ich find's super! :dhoch:

Unsere Abschlussfahrt war nach London (wo übrigens auch Englisch gesprochen wird...), untergebracht waren wir in einer Jugendherberge.

Ich bin sehr sozial eingestellt, finde es auch schlimm, wie Hartz'ler grösstenteils ausgeschlossen und diskriminiert werden. Aber das war schon arg über's Ziel hinausgeschossen und auch recht unfair anderen Schülern gegenüber.
 
Warum ist das unfair? Mir geht's doch nicht schlechter, nur weil eine andere Gruppe etwas Außergewöhnliches machen darf. Das ist kein Standard und wird auch nie einer sein. Es ist quasi, und das ist die Ironie an der Geschichte, nur durch den HartzIV-Status und einer Lücke in den Verordnungen möglich gewesen. Unfair ist es, wenn wie in Hessen der Zuschuß durch das Job-Center auf 450 Euro gedeckelt ist. Wenn eine Klassenreise dann 600 Euro kostet, sind die 150 Euro auch unaufbringbar für die Familie.
 
Warum ist das unfair? Mir geht's doch nicht schlechter, nur weil eine andere Gruppe etwas Außergewöhnliches machen darf. Das ist kein Standard und wird auch nie einer sein. Es ist quasi, und das ist die Ironie an der Geschichte, nur durch den HartzIV-Status und einer Lücke in den Verordnungen möglich gewesen. Unfair ist es, wenn wie in Hessen der Zuschuß durch das Job-Center auf 450 Euro gedeckelt ist. Wenn eine Klassenreise dann 600 Euro kostet, sind die 150 Euro auch unaufbringbar für die Familie.

Klar gehts dir dann schlechter. Die 38.000€ kommen ja nicht aus nem schwarzen Loch, sondern werden vom Steuerzahler aufgebracht.
 
Deine Steuern zahlst du doch so oder so. Du zahlst deswegen doch nicht mehr oder weniger. Ausserdem ging's hier um etwaige Mitschüler, die vielleicht "nur" nach London fahren. Auch denen geht's dadurch nicht schlechter.
 
Also in meinem (österreichischen) Gymnasium gibt es schon seit vielen, vielen Jahren Klassenfahrten nach New York. Und zwar für die gesamte Klasse, nicht nur für eine kleine Gruppe.
 
Von den Familien der Schüler (also in der Regel: Eltern) und einkommensschwache Familien bekommen eine Unterstützung durch die Schule (und da öffentliche Schule, indirekt durch den Staat, also Steuerzahler).

Aber ich frage mich, wie die auf solche hohe Ausgaben kommen. Das wäre auch billiger gegangen.
 
Und bei meinem Gymnasium wars schon ein Kampf mit dem Rektor, dass wir für 3 Nächte unter der Schulwoche nach Berlin fahren konnten :lol:

Rom für die Lateinklassen, Paris für die Franzosen oder gar London, wie es jede Realschule und anderes Gymnasium im Landkreis anbietet? Vergiss es
 
Hab den Artikel jetzt nicht gelesen ab wir sind 2010 um etwa 1100€ nach NY. Also Flug und Unterkunft. 1/3 hat die FH übernommen, den Rest wir selbst respektive die Eltern.
 
Ganz genau. Eine Woche New York geht gut mit € 1500 pro Person. Und die haben € 2100 verbraucht pro Person.

Wobei die Kosten für Verpflegung und Nebenkosten gut (vielleicht sogar ein bisschen niedrig) angesetzt sind. Aber die veranschlagten Kosten für Flug und Unterkunft sind einfach nur außergewöhnlich hoch, gerade bei Unterkunft und Flug kann man durch gute Planung einen guten Preis herausholen, etwas das hier offenbar komplett verabsäumt wurde.
 
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