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VOTE Flüchtlingsheim vor der eigenen Tür?

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Was sagt ihr dazu, wenn es vor eure Haustüre gestellt werden würde

  • Kein Problem stell mir das Ding in Garten.

    Stimmen: 20 26,7%
  • Ich hätte da auch bedenken um mein Hab und Gut

    Stimmen: 25 33,3%
  • Sofort umziehen. Sowas möchte ich nicht vor meiner Türe.

    Stimmen: 15 20,0%
  • Mir egal

    Stimmen: 15 20,0%

  • Umfrageteilnehmer
    75

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Status
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Wir werden solange keine Lösung finden, wie uns soziale Berufe einen Scheiß wert sind. Seien es Erzieher*innen, Pfleger*innen, Sozialarbeiter*innen... you name it! In einer Gesellschaft, in der unverdrossen das unternehmerische Selbst beschworen wird, bekommt man eben keine Anerkennung, wenn man diese Berufe ergreift. Wie kann man sich selbst nur so unter Wert verkaufen? Wo sind denn da die Aufstiegschancen? Wie willst du dir jemals einen vernünftigen Urlaub leisten? Ein Auto? Ein Haus?
Die Entlohnung basiert eben nicht auf Leistung oder auf dem Nutzen für die Gesellschaft, der Markt bestimmt den Preis. Manager*innen, die Millionen für einen Sesselpupserjob kassieren, sind eben clever. Der Markt gibt das her. Also haben sie es sich verdient. Das wird doch überall und allerort vermittelt: schaut, was der Markt für euch breithält!
Dann ist es eben so, dass man an jeder verschissenen Uni WiWI und BWL studieren kann. Und das tuen die Lemminge ja auch fleißig. Wenn man soziale Arbeit studieren will muss man dafür eben nach Buxtehude oder Wasweißichwo. Und ist zudem ein Freak. Und wer will das schon sein? Überhaupt, soziale Arbeit studieren... was will man da groß lernen? Wie man die Oma von nebenan über die Straße geleitet?
Wie auch immer, ein Hoch auf unsere tolle Marktwirtschaft. Oh, Pardon, ich meine natürlich soziale Marktwirtschaft. Das sozial kommt übrigens daher, dass die Spielregeln des Marktes eben auch für soziale Felder gelten. Dann muss eben die Unterbringung von geflüchteten Menschen auch nach den Gesetzen des Marktes funktioneren.
Hey, wir haben hier den viel zu geringen Betrag XY, den wir für die Unterbringung von geflüchteten Menschen aufwenden können. Welcher Vollidiot hat Lust die Scheißarbeit für diesen Scheißbetrag zu übernehmen? Niemand? Ach, doch, da hinten meldet sich European Homecare. Alles klar, ihr habt den Job. Wie ihr mit diesen Budget noch mit Gewinn aus der Sache rausgehen wollt, ist jetzt nicht mehr mein Problem. Dann macht es halt, indem ihr überforderte Sozialarbeiter*innen für einen viel zu geringen Lohn anstellt. Und holt euch halt einen unterbezahlten Sicherheitsdienst ins Haus, dessen Mitarbeiter*innen ihre prekäre Situation an den geflüchteten Bewohner*innen auslassen, weil sie endlich mal Macht bekommen über Menschen, die sozial noch weiter unter ihnen selbst stehen.
I don't give a shit. So funktiert das Spiel des Lebens.

Man könnte sich mal überlegen, ob es da nicht auch einen anderen Weg gäbe.
Oder man lehnt sich zurück und sagt:

Vielleicht reicht das ja auch!

Ich muss erst mal durchatmen.

Das gilt aber nicht für soziale Berufe. Aber ich verstehe dich. Mich macht das Thema auch aggressiv und ich muss mich bei einigen Posts sehr zurückhalten. Das Leben ist nicht leicht als extremistischer Idealist.
 
Das gilt aber nicht für soziale Berufe. Aber ich verstehe dich. Mich macht das Thema auch aggressiv und ich muss mich bei einigen Posts sehr zurückhalten. Das Leben ist nicht leicht als extremistischer Idealist.

Kopf hoch, das vergeht. Is wie mit Verkehrsschildern, biste lange genung unterwegs, siehste die auch nich mehr..
 
In den 90er hatte ich ein Flüchtlingsheim vor der Tür und sehr viele der typischen Vorurteile wurden auch bestätigt. Ich kann daher absolut jeden verstehen, der gegen eine Flüchtlingsunterkunft in der eigenen Nachbarschaft bedenken hat.

Ich halte nach diesen Erfahrungen auch wirklich gar nichts von einer zentralen Unterbringung der Flüchtlinge. So etwas kann einfach nicht gut gehen. Die Flüchtlinge sollten möglichst getrennt voneinander (als Familien) untergebracht werden. Nicht 50 Flüchtlingsfamilien in einen Wohnblock, sondern 1 bis maximal 3 Familien pro Wohnblock. Nur so kann eine wirkliche Integration überhaupt funktionieren und mögliche Probleme auf ein Minimum beschränkt werden.
 
Wir werden solange keine Lösung finden, wie uns soziale Berufe einen Scheiß wert sind. Seien es Erzieher*innen, Pfleger*innen, Sozialarbeiter*innen... you name it! In einer Gesellschaft, in der unverdrossen das unternehmerische Selbst beschworen wird, bekommt man eben keine Anerkennung, wenn man diese Berufe ergreift. Wie kann man sich selbst nur so unter Wert verkaufen? Wo sind denn da die Aufstiegschancen? Wie willst du dir jemals einen vernünftigen Urlaub leisten? Ein Auto? Ein Haus?
Die Entlohnung basiert eben nicht auf Leistung oder auf dem Nutzen für die Gesellschaft, der Markt bestimmt den Preis. Manager*innen, die Millionen für einen Sesselpupserjob kassieren, sind eben clever. Der Markt gibt das her. Also haben sie es sich verdient. Das wird doch überall und allerort vermittelt: schaut, was der Markt für euch breithält!
Dann ist es eben so, dass man an jeder verschissenen Uni WiWI und BWL studieren kann. Und das tuen die Lemminge ja auch fleißig. Wenn man soziale Arbeit studieren will muss man dafür eben nach Buxtehude oder Wasweißichwo. Und ist zudem ein Freak. Und wer will das schon sein? Überhaupt, soziale Arbeit studieren... was will man da groß lernen? Wie man die Oma von nebenan über die Straße geleitet?
Wie auch immer, ein Hoch auf unsere tolle Marktwirtschaft. Oh, Pardon, ich meine natürlich soziale Marktwirtschaft. Das sozial kommt übrigens daher, dass die Spielregeln des Marktes eben auch für soziale Felder gelten. Dann muss eben die Unterbringung von geflüchteten Menschen auch nach den Gesetzen des Marktes funktioneren.
Hey, wir haben hier den viel zu geringen Betrag XY, den wir für die Unterbringung von geflüchteten Menschen aufwenden können. Welcher Vollidiot hat Lust die Scheißarbeit für diesen Scheißbetrag zu übernehmen? Niemand? Ach, doch, da hinten meldet sich European Homecare. Alles klar, ihr habt den Job. Wie ihr mit diesen Budget noch mit Gewinn aus der Sache rausgehen wollt, ist jetzt nicht mehr mein Problem. Dann macht es halt, indem ihr überforderte Sozialarbeiter*innen für einen viel zu geringen Lohn anstellt. Und holt euch halt einen unterbezahlten Sicherheitsdienst ins Haus, dessen Mitarbeiter*innen ihre prekäre Situation an den geflüchteten Bewohner*innen auslassen, weil sie endlich mal Macht bekommen über Menschen, die sozial noch weiter unter ihnen selbst stehen.
I don't give a shit. So funktiert das Spiel des Lebens.

Man könnte sich mal überlegen, ob es da nicht auch einen anderen Weg gäbe.
Oder man lehnt sich zurück und sagt:

Vielleicht reicht das ja auch!

Ich muss erst mal durchatmen.

Kann ich nur unterschreiben... ich arbeite nun schon seit 15 Jahren im sozialen Bereich und studiere gerade soziale Arbeit... davon abgesehen dass ich nach dem Studium nicht mehr verdiene als ich es jetzt schon könnte (und das ist verdammt wenig) muss ich auch ca 30.000€ Schulden machen um mir das Studium zu finanzieren... wie viele Leute haben mich schon für völlig wahnsinnig erklärt:
a) so was sinnloses zu studieren (was macht man da überhaupt?! Das braucht man doch gar nicht)
b) Schulden zu machen für das Studium (du hast doch bisher auch schon in dem Bereich gearbeitet... braucht man doch nicht)

Bei mir im Gebäute sitzten auch die BWL-Studenten... von denen wird man oft nur mitleidig angeschaut... schon hier zeichnet sich ab was in der Gesellschaft abgeht...
 
Kann ich nur unterschreiben... ich arbeite nun schon seit 15 Jahren im sozialen Bereich und studiere gerade soziale Arbeit... davon abgesehen dass ich nach dem Studium nicht mehr verdiene als ich es jetzt schon könnte (und das ist verdammt wenig) muss ich auch ca 30.000€ Schulden machen um mir das Studium zu finanzieren... wie viele Leute haben mich schon für völlig wahnsinnig erklärt:
a) so was sinnloses zu studieren (was macht man da überhaupt?! Das braucht man doch gar nicht)
b) Schulden zu machen für das Studium (du hast doch bisher auch schon in dem Bereich gearbeitet... braucht man doch nicht)

Bei mir im Gebäute sitzten auch die BWL-Studenten... von denen wird man oft nur mitleidig angeschaut... schon hier zeichnet sich ab was in der Gesellschaft abgeht...

Ich hab die Lösung: wir machen arm sein einfach hip, dass kann man sich mit Geld nicht kaufen.
 
Das:

... davon abgesehen dass ich nach dem Studium nicht mehr verdiene als ich es jetzt schon könnte (und das ist verdammt wenig) muss ich auch ca 30.000€ Schulden machen um mir das Studium zu finanzieren... wie viele Leute haben mich schon für völlig wahnsinnig erklärt:
a) so was sinnloses zu studieren (was macht man da überhaupt?! Das braucht man doch gar nicht)
b) Schulden zu machen für das Studium...


Das sind ziemlich große Opfer für die Interessenverwirklichung. Aus rein rationalen Gesichtspunkten ist es einfach nicht klug so einen Weg einzuschlagen. Aber muss ja jeder selber wissen.

edit: Ah, ich hab Dowies "Was denn" mit der falschen Betonung gelesen :D

Klug wäre es gewesen einen beruflichen Weg einzuschlagen, der mit den eigenen Interessen harmoniert, sich dabei aber nicht für die nächsten zwei Jahrzehnte wirtschaftlich zu ruinieren.
 
Meinst du nicht oder nicht nur?

Hoppala, "nicht nur" natürlich.

Das:

... davon abgesehen dass ich nach dem Studium nicht mehr verdiene als ich es jetzt schon könnte (und das ist verdammt wenig) muss ich auch ca 30.000€ Schulden machen um mir das Studium zu finanzieren... wie viele Leute haben mich schon für völlig wahnsinnig erklärt:
a) so was sinnloses zu studieren (was macht man da überhaupt?! Das braucht man doch gar nicht)
b) Schulden zu machen für das Studium...


Das sind ziemlich große Opfer für die Interessenverwirklichung. Aus rein rationalen Gesichtspunkten ist es einfach nicht klug so einen Weg einzuschlagen. Aber muss ja jeder selber wissen.

Du meinst finanziell, nicht rational.
 
Keine Geldsorgen zu haben ist für mich ein fundamentaler Bestandteil eines erfüllten Lebens. Von daher ein wichtiger Gesichtspunkt für eine rationale Betrachtungsweise.
 
Das hört sich irgendwie so an, als ob man in allen sozialen Berufen nichts verdienen kann. Im Vergleich mit einem ähnlich anspruchsvollen BWL/WiWi-Studium ist es sicher weniger, aber einen gewissen Lebensstandard kann man sicher erreichen.

Letztendlich sprechen wir hier doch nur von VW oder Mercedes, 150 oder 250 m², Urlaub 1 x oder 3 x im Jahr...


... und man macht das, was einem Spaß macht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das:

... davon abgesehen dass ich nach dem Studium nicht mehr verdiene als ich es jetzt schon könnte (und das ist verdammt wenig) muss ich auch ca 30.000€ Schulden machen um mir das Studium zu finanzieren... wie viele Leute haben mich schon für völlig wahnsinnig erklärt:
a) so was sinnloses zu studieren (was macht man da überhaupt?! Das braucht man doch gar nicht)
b) Schulden zu machen für das Studium...


Das sind ziemlich große Opfer für die Interessenverwirklichung. Aus rein rationalen Gesichtspunkten ist es einfach nicht klug so einen Weg einzuschlagen. Aber muss ja jeder selber wissen.

edit: Ah, ich hab Dowies "Was denn" mit der falschen Betonung gelesen :D

Klug wäre es gewesen einen beruflichen Weg einzuschlagen, der mit den eigenen Interessen harmoniert, sich dabei aber nicht für die nächsten zwei Jahrzehnte wirtschaftlich zu ruinieren.

Wenn der Bereich in das soziale fällt, dann ist das aber verdammt schwer.

Ja auch ich habe nach dem Studium einen ordentlichen Batzen Schulden. So what? Danach will ich möglichst schnell eine Fortbildung machen die weiteres Geld kosten wird.

Nicht falsch verstehen, natürlich will ich auch Geld haben, davon leben können und mir auch mal was leisten können ohne darüber nachdenken zu müssen. Ich mein ich bin hier immerhin in einem Videospieleforum, aber dennoch nehme ich beschissene Bezahlung, nicht immer optimale Bedingungen gerne in Kauf um weiterhin in meinen Beruf arbeiten zu können.


Da muss aber auch jeder sein persönliches Glück finden.
 
Verdammt, kommt doch einfach in die Schweiz. Meine Freundin arbeitet bei einer Privatklinik. Und dort sind die Mitarbeiter mit einem sozialen Hintergrund (keine Ahnung was es alles für Fachbegriffe gibt) sehr gut bezahlt. Hier ist der Beruf etwa so angesehen wie der eines Lehrers. Also gut bezahlte und sinnvolle Tätigkeit mit hoher Jobsicherheit.
Und lockere Arbeit ;)
 
Verdammt, kommt doch einfach in die Schweiz.

Nein Danke... da wollte ich eigentlich nach meiner Ausbildung hin. Die Schweiz hat da grad mächtig gesucht... Habs aber gelassen und auch lang bereut!
Nachdem ich aber ein halbes Jahr zwecks Freundin in der Schweiz unterwegs war hab ich nicht mehr bereut... Die Schweiz ist so offen fremdenfeindlich dass mir die Spucke wegblieb. Da ich nur deutsch sprach und das lokale gebrabbel nicht verstanden habe war ich schnell als Deutscher ausgemacht und wurde z.B. in Kneipen nicht bedient und im Supermarkt von der Kassiererin dumm angemacht.
Lt. meiner damaligen Freundin ist das normal... ich soll mir nix bei denken... ihr Chef ist z.B. deutscher und auch voll ok... trotzdem wird er in hintenrum nach über 10 Jahren immer noch als "der Deutsche" tituliert... und das nicht aus Spass...
 
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