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Bundesliga 2014/2015

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Soooo, am Samstag wieder mal im Stadion sein können. Ich war ja doch gespannt, wie die Stimmung nach dem Spiel in Gladbach und dem anschließenden Rauswurf der Boys sein würde. Würden die (anderen) Ultras fernbleiben, sich gegen den Verein stellen oder ihnen alles egal sein? Oder gibt es sogar eine große Choreo, bei der man auf einmal (ungewollt) mitmacht, die die armen Ultras bemitleidet?

Im Endeffekt war ich sehr überrascht. Wir sind erst eine Viertelstunde vor Spielbeginn in die Südkurve gekommen (Pech mit den Bahnen) und da war es "recht" leer. Die Ecke in der die Wilde Horde (größte Kölner Ultragruppierung) steht war eine gewisse Lücke bemerkbar. Was mich erfreut hat war, daß mehrere Einzelpersonen sich Plakate, Banner oder Schilder gebastelt hatten, die sich gegen Gewalt positionierten.

Die Atmosphäre des Spiels und Publikums war auch irgendwie ungewohnt. Dadurch, daß die Vortänzer einen nicht mit Dauerbeschallung nervten, versuchten einige in die Bresche zu springen, was mal mehr und mal weniger gut klappte. Aber nachdem die Mannschaft den Ausgleich schaffte und der Schiri es schaffte sich den Zorn des Stadions zuzuziehen war der Support schon ganz in Ordnung. Hier war es dann mal ein spielbezogener Support, was mir gut gefallen hat. Natürlich war es nicht dauerhaft in der Kurve so laut wie sonst, aber die Spitzenpegel wurden trotzdem erreicht (beim Ausgleich wohl wieder lautestes Stadion des Wochenendes?!).

Der Kicker schrieb:
So lief die Partie unter einer typisch englischen Atmosphäre ab. Aufwallend bei guten Aktionen, mitleidend bei misslungenen. Ganz nah am Spielverlauf - und sicherlich nicht schlechter als sonst.

Hier sollten die Ultras vielleicht auch sehen, daß sie nicht so wichtig sind wie sie meinen. Natürlich haben sie auch meinen Respekt für viele Aktionen und ihren Einsatz, aber sie sind nicht wichtiger als der Verein. Und wenn sie meinen sich wegen verletzter Eitelkeiten gegen den Verein stellen zu müssen, dann sollen sie lieber draußenbleiben und Normalos wie mir die Karte geben, damit ich ins Stadion kann, um den Verein zu unterstützen der mir am Herzen liegt!

Die Coloniacs hatten vorher auch eine gute Stellungnahme getätig.
Und der Effzeh-Blog weist auch darauf hin, daß sich von DFB-Seite etwas ändern muss (sehr empfehlenswert).

Ich hoffe auch, daß sich alle Seiten einigen können, aber der Verein darf auch nicht kuschen.

Zum Spiel: Blöder, schneller Rückstand, gefühlt "verdienter" Ausgleich, bessere Chancen auf der eigenen Seite, "krasse" Benachteiligung des Schiris, am Ende trauert man zwei Punkten hinterher. Ich muss mir mal die Zusammenfassung anschauen, im Stadion sieht man halt nicht so gut und ist natürlich auch anders emotionalisiert (war z.B. wohl kein Elfer gegen Ujah, hatte ich aber anders gesehen :D ).

Und der Spielbericht vom Effzeh-Blog: Gut ist nicht gut genug
 
Na klar ist es so und da geb ich dir auch recht. Nur besteht meiner Meinung nach bei Kollektivstrafen das Problem, dass die Mitglieder sich in ihren Handlungen noch bestätigt fühlen ("Wir sind der Verein", "Gegen den modernen Fußball" etc. etc.). Hätte nur der eine Typ ein lebenslanges Stadionverbot beim FC bekommen, wäre die Wirkung stärker. Weil man einen einzigen ausgrenzt und das dauerhaft. Das dürfte eher eine Schockwirkung haben. So ist die ganze Gruppe draußen - großartig, jetzt sind die nicht mehr im Stadion und treiben im Umfeld ihr Unwesen statt da halbwegs kontrolliert. Oder die fahren direkt bei FC Heimspielen je nach Spieltagsansetzung nach Dortmund und besorgen sich über die Desperados Karten und stehen auf der Süd. Da haste dann einen ganz tollen Haufen...

Ich bin jetzt auch kein glühender Verfechter von Kollektivstrafen und finde die persönlich mehr als heikel. Eben weil immer mal wieder ein armes Schwein davon betroffen ist dass nichts gemacht hat oder vielleicht gar nicht anwesend war. Allerdings hätte ein Stadionverbot nur für den einen Obermacker von den Boyz doch auch wieder eine Signalwirkung gleich welcher Art für diese Typen gehabt. Dann hätten sie halt für dessen "Freiheit" demonstriert oder ihn als Märtyrer hingestellt, rationale Beweggründe braucht man als Ultra nicht der sich scheinbar im Kampf gegen alles und jeden sieht.

Warum die Vereine Kollektivstrafen einsetzen mag ich nur vermuten: Um diesen Gruppen zu zeigen dass sie es ernst meinen und dass ein Fußballstadion kein Ort für persönliche Inszenierungen von einigen Wenigen auf Kosten der Sicherheit tausender Anderer ist. Jemand der sich den Boyz anschließt wird wohl idR wissen dass die keine Briefmarken sammeln und über die Geisteshaltung seiner "Kollegen" wird man sich wohl auch im Vorfeld ein Bild machen können. Da soll nachher keiner kommen "Aber eigentlich waren wir Boyz immer total friedlich und besonnen" oder vom bedauerlichen Einzelfall reden.

Das ist einfach nur ein Katz&Maus, ein Räuber&Gendarm-Spiel. Man will kreativer, cooler, härter sein als die andere Gruppierung. Das schakuelt sich halt hoch, ist aber der Preis den man bezahlen muss, wenn man Ultras im Stadion haben will. Die Ultrakultur funktioniert nur so. Ohne die Allesfahrer und positiv Bekloppten (die gibts ja auch und sind in der Mehrzahl) wäre die Fanszene imo etwas ärmer.

Und da sträubt es sich bei mir halt. Ich geb aber auch unumwunden zu dass ich eher in die Kategorie Fernsehsesselfan falle, der Begriff fiel hier neulich, ich greife ihn nochmal auf. Soll heißen ich gucke meinen Fußball auf der Couch bei Sky und bin vielleicht 1 bis maximal 2 mal im Jahr in einem Buli-Stadion und dann auf Tribüne oder Loge. Wenn man es mir negativ auslegen will bin ich also vielleicht das Feindbild schlechthin des sozialromantischen Ultras. Ich kann damit aber gut leben, weil ich in nunmehr 33 Lenzen nicht ein einziges Mal im, außerhalb oder sonstwo ums Stadion herum Probleme mit Polizei, anderen Fans oder sonstwem hatte. Einige Teile der Ultras mögen das langweilig nennen, ich bevorzuge meinen Fußball halt gewalt- und eskalationsfrei.

Ich lese gerne mal durch Fan-Foren der anderen Mannschaften und wenn es eines gibt, dann dass in fast allen sich abzeichnet dass ein großer Teil der Fans erhebliche Probleme mit den eigenen Ultras haben. IdR sind das ein paar halbstarke die selbstgerecht entschieden haben dass sie die wahren Fans sind und der restliche Block bitte schön brav die immer selben Lieder nachsingen muss die ein Capo da 90 Minuten lang ins Megafon brüllt (In Frankfurt ist es besonders schön. Da sind gleich mehrere Dick mit Megafon die von den 90 Minunten vielleicht grob geschätzt 10 Minuten sehen und den Rest der Zeit die Leute anbrüllen. Und erzählen dann nachher dass sie die geilsten Fans weit und breit sind). Zurecht verweisen da genug Fans darauf, dass es Stimmung & Gesänge schon vor den Ultras gegeben hat und auch ohne diese vorhanden wären.

Was wegfiele ohne die Ultras wären 90 Minuten Allez Allez Gegröle, eine Bande pubertierende Halbstarker die der größenwahnsinnigen Auffassung sind dass ihre Anwesenheit einem höherem Ziel diene (Erhaltung der Fankultur, Meinungsfreiheit, Kampf der Gerechten, beliebigen Slogan einfügen). Ich zweifel auch daran dass die Vereine ernsthaft ein Interesse daran haben die Ultras im Stadion haben zu wollen. Die vergiften die Atmosphäre im eigenen Block. Man toleriert sie um nicht im eigenen Stadion Tumulte zu haben, aber hinter vorgehaltener Hand dürfte wohl kein Verein erpicht darauf sein sich von diesen selbsternannten Fans Regeln im eigenen Haus diktieren zu lassen.

Insofern würde die Taktik der Vereine auch eher aufgehen wenn sie anfangen diese Gruppierungen mit Strafen zu belegen. Claueschen hat es ja wunderbar beschrieben. Den restlichen 98% im Stadion ist es ja nun herzlich egal ob da im Block eine Gruppe von Leuten steht, die den Stadionbesuch in erster Linie zur Profilierung nutzen wollen. Zur Not klatscht und jubelt man halt nur wenn tatsächlich etwas passiert. Finde ich erfrischend ehrlich, ist bei Amateurspielen schließlich auch nicht anders.
 
nee, sorry... wer ernsthaft der meinung ist, englische stimmung sei nicht schlechter als die in der bundesliga, hat imo irgendwas verpasst....

die ultras haben ein ganz ganz großes problem: sie schaffen sich selber ab. durch ihr verhalten (berechtigt oder nicht) und ihre uneinsichtigkeit, treiben sie den dfb, die dfl und alle vereine in eine situation, die angeblich niemand will: verbote von fangruppierungen, personalisierte tickets, sitzplätze, ohhh, aaahhhhh, uuuuhhhhhh stimmung in den stadien.

letztlich schadet dies aber auch dem deutschen fußball. im gegensatz zu england, spanien und italien herrscht in unserer liga noch durchwegs eine gute, meist positive stimmung mit lautstarken fangesängen. ein alleinstellungsmerkmal gegen die anderen ligen. wenn die dfl dagegen vorgeht, also auch gegen die ultras vorgeht (und wie gesagt: teilweise lassen die ultras der dfl ja auch keine wahl) wird diese stimmung auf kurz oder lang im eimer sein. damit unterscheidet die BuLi nichts mehr von der PL. und international gesehen hat die PL sicherlich ein besseres standing und möglicherweise in der spitze ein höheres niveau (zumindest können da mehr als ein verein meister werden).

man kann davon halten was man will (und ich will die ultras def. nicht aus dem stadion haben! grade in dortmund hat man anfang der 2000er gesehen, wie wichtig ultras sein können...), aber wenn man an ultra stelle wirklich glaubt, sich gegen vereine, dfb und dfl durchsetzen zu können, bengalos zu legalisieren oder seine meinung dadurch zu bekräftigen, in dem man auf den platz rennt, dann ist man einfach dumm.bengalos werden niemals in deutschen stadion legalisiert sein.

und hier kommen wir an die stelle, wo die vereine, die polizei und dfb/dfl gefragt sind.

fangen wir mit den vereinen an: wie kann es sein, dass ultras so viele knallkörper mit ins stadion bringen. dass ich sowas nie ganz verhindern kann ist klar, aber gefühlt werden das immer mehr. ich kenne als verien doch die gruppen, die ich strenger kontrollieren muss. und das ist sicherlich nicht die familie mit 2 kindern. wie kann es sein, dass ordner nicht ausreichend geschult sind, dass sie jemanden festhalten, damit er verprügelt werden kann (köln-sturm in gladbach, im tv zu sehen) oder dass jemand in seelenruhe zu sahin laufen kann und selbst vom platz geht, weil niemand NIEMAND reagiert... auch in dortmund sieht man immer wieder unfähige, schlecht gesshulte ordner. das ist teuer und fällt dem verien zu, muss aber passieren. da kann man nicht immer auf die ultras schimpfen, wenn die eigenen sicherheitskräfte versagen...

kommen wir zur polizei: auch die polizei muss besser geschult werden. es kann doch nicht sein, dass schalker und dortmunder auf dem weg zum westfalenstadion die gleiche route nehmen bzw sich irgendwo treffen.... wer das SO plant gehört geschlagen... vor 2 wochen (oder so) war ich beim zweitligaspiel union gegen vfl bochum. nach dem spiel (union hat gewonnen) durften meine freundin (bochum-fan) und ich nicht rechts am stadion vorbei, weil dort union-fans sind. auf die frage wo wir lang sollen, sagten die cops: "ka, mir egal"... also sind wir über die straße und dann doch da lang. die unionfans waren übrigens friedlich und wir haben nett mit denen gequatscht... das ist zum einen blöde (den eigenen fans gewalttätigkeit zu unterstellen. anscheinend kennt man die nicht gut genug) und zum anderen inkonsequent (auf der anderen straßenseite hat uns niemand aufgehalten)... oft genug habe ich auch dämliches, patziges verhalten der polizisten mitbekommen, denen das offenbar alles zu blöd war. so ne hundertschaft besteht halt nicht nur aus freiwilligen. dass sowas bei fans nicht gut ankommt ist doch auch klar. wer wird schon gerne blöd angemacht...

dfb/dfl sind gefragt, weil man den fans und ultras nicht vernünftig entgegen kommt. d.h. nicht, dass man bengalos legalisieren soll, aber man muss ihnen schon das gefühl geben ihnen zuzuhören... als damals jemand beim dfb den (eigenmächtigen) vorstoß machte, mit ultras über bengalos zu diskutieren waren alle begeistert. auch und grade bei den ultras. bios der dfb hergegangen ist und einfach nur sagte: hatte er keine befugnis zu, machen wir nicht, ende... dass die ultras sich dabei verarscht vorkommen ist doch klar. das war einfach sehr undiplomatisch und extrem ungeschickt vom dfb. selbst wenn das ergebnis das gleiche ist, kann man das anders, besser lösen...

so... irgendwo da oben hab ich den faden verloren. was ich nur sagen will: wir haben eine einzigartige, meist friedliche fußballkultur in deutschland mit größtenteils toller stimmung in den stadien. wir sollen aufpassen, dass wir diese nicht kaputt machen. und zwar alle: dfb/dfl, vereine, polizei, ultras, tv-fans...
 
Geb dir da wieder vollkommen recht. Das Problem ist nur, dass es die Ultras eben gibt und man ihnen diese ganzen Privilegien zugestanden hat. Dadurch wird die Sache so kompliziert. Einerseits fahren die zu jedem Spiel hin und sorgen dadurch für Umsatz, wo "unsereins" sein Geld lieber sparen würde bzw. für andere Dinge ausgibt. Nur ist die Kehrseite eben die Ultrakultur selber. Ich brauch auch kein Dauersingsang, allerdings sind sie oft die Einzigen, die noch singen, wenn das Publikum bereits satt ist. Und wer mal ein Geisterspiel gesehen hat weiß,wie grausam Fußball ohne Fans ist. Das will auch keiner sehen.

Ich war zum Glück auch schon zu Zeiten im Stadion, als Ultras einfach nur irgendeine Art Fanclub waren und keine Eliteeinheit der Fans. Es war schon cool, wenn einfach irgendeiner ein Lied angestimmt hat und es sich ggf. durchgesetzt hat. Die Atmosphäre war dadurch anders. Heute hingegen klappt das a) nicht mehr, weil man nicht gegen die Ultras ankommt oder man sich b) darauf verlässt, dass die Ultras das schon regeln. Aber oft genug war auch einfach tote Hose. Guck dir mal bei Youtube alte Bundesligaspiele an...

Die Fans, die Fankultur selber und die Vereine haben sich selber in eine Ecke manövriert aus der es schwer ist rauszukommen. Ultras verbieten - wird nichts bringen, wieso auch? Die meisten haben "Spaß an der Freud'" und am Verein. Verbote würden nur eine Solidarisierung mit den Gewalttätern und Idioten bewirken. Wenn dann müssten das die Fans selber in Angriff nehmen und etwas "Neues" starten. Nur ist es natürlich schwierig gegen die Attraktivität der Ultras anzukommen. Es ist natürlich cooler komplett in schwarz/ grau mit Sonnengrille und Kappe im Stadion zu stehen als mit Trikot, Schal und 'ner Bratwurst. Aber genau wie man keine Kutten mehr sieht, wird es auch irgendwann keine Ultras mehr geben, weil irgendwas Neues da ist. Was das sein wird, weiß ich natürlich nicht. Wichtig ist nur, dass man das Thema nicht mit dem Vorschlaghammer angeht. Wir haben es mit Menschen zu tun, die einen großen Einfluss haben auf andere Fans, Jugendliche, den Verein, die Attraktivität der Liga.
 
Es ist ja auch immer die Frage, wie sich die jeweilige Ultragruppe definiert. Ich hab mir mein kümmerliches Halbwissen darum ja hauptsächlich aus jahrelangem 11 Freunde Studium zusammengetragen.

Ich weiß auch, wie es früher im Kölner Stadion war. Da war auch wenig mit spielbezogenem Support, als daß man lieber auf seinen Lieblingsfeindbildern herumgekackt hat (Fanfare:"Scheiß, Schalke", "Scheiß Leverkusen", wenn die Bayern hinten lagen "Zieht den Bayern...", "Arbeitslos und eine Flasche Bier..."). Positiv wurde dann wieder der FC St.Pauli in jedem Spiel besungen und dann und wann gab es ein "Kämpfen, FC, Kämpfen" oder vielleicht noch ein "Effzee, Effzee, Effzee...". Das hätte ich mir auch oft anders gewünscht.

Die Ultras habe da schon schön Struktur reingebracht. Aber sie sprechen halt nicht für die ganze Kurve. Und ich bin der Überzeugung, daß manchmal da weniger schon mehr wäre.

Aber es ist auch nicht so, daß ohne die Ultras keiner mehr da ist. Ich meine die Wilde Horde hätte 800 Mitglieder. Dann schätze ich jetzt mal alle Ultras so einfach mal auf 2000 Mitglieder. Zu Auswärtsspielen kommen aber gerne mal 3000-6000 Kölner mit. Gegen Bremen war ich selber im Stadion und von der Stimmung im Block begeistert. Die Ultras sind bis kurz vor Schluß draußen von der Polizei festgehalten worden. Nachher war Genörgel, daß ohne kontrollierten Vorturner alles Mist gewesen wäre. Ich hatte noch anderthalb Tage Ohrensausen und war heiser.

Ich denke jeder Verein hat seine "Probleme" mit den Ultras. Und meistens wird ihre Arbeit auch nicht richtig geschätzt und das Fanleben häufig schwer gemacht von den Seiten der Vereine. Hier bin ich ja froh, daß sich der FC in den letzten Jahren auf die Fans (besonders den Ultras) zubewegt hat, um zu erfahren was sie bewegt. Und auch versucht ihnen ihre Standpunkte darzulegen. Und das schien ja auch Früchte zu tragen, denn die Fronten waren durchs alte Präsidium schon sehr verhärtet (man erinnere sich an den schwarzen Rauch gegen die Bayern beim Abstieg).

Ich finde es auch gut, wenn die Ultras auch für karitative Zwecke sammeln (was sie tun). Es sind keine tumben Schlägerhaufen und so sollte man sie auch nicht sehen oder behandeln! Aber manche Gruppierungen scheinen eher ein Hooligangen in ihrer DNA zu tragen, als ein Stimmungsgen.

Genausowenig bewerte ich die Qualität eines Spiels von der Stimmung. Wenn der FC verloren hat und ich heiser bin, denke ich mir nicht "Hauptsache wir haben auf den Rängen nicht verloren.". Und dennoch bin ich ihnen dankbar, daß sie sich für den Erhalt von Stehplätzen engagieren. Wer weiß, wie es jetzt schon in den Stadien aussähe wenn wir nur Sitzplätze hätten.

Irgendwo habe ich mich hier auch verrannt.

Fußball ist halt eine leidenschaftliche Sache, die wir uns alle nicht von ein paar Idioten kaputtmachen lassen sollten.
 
Geb dir da wieder vollkommen recht. Das Problem ist nur, dass es die Ultras eben gibt und man ihnen diese ganzen Privilegien zugestanden hat. Dadurch wird die Sache so kompliziert. Einerseits fahren die zu jedem Spiel hin und sorgen dadurch für Umsatz, wo "unsereins" sein Geld lieber sparen würde bzw. für andere Dinge ausgibt. Nur ist die Kehrseite eben die Ultrakultur selber. Ich brauch auch kein Dauersingsang, allerdings sind sie oft die Einzigen, die noch singen, wenn das Publikum bereits satt ist. Und wer mal ein Geisterspiel gesehen hat weiß,wie grausam Fußball ohne Fans ist. Das will auch keiner sehen.

Ich war zum Glück auch schon zu Zeiten im Stadion, als Ultras einfach nur irgendeine Art Fanclub waren und keine Eliteeinheit der Fans. Es war schon cool, wenn einfach irgendeiner ein Lied angestimmt hat und es sich ggf. durchgesetzt hat. Die Atmosphäre war dadurch anders. Heute hingegen klappt das a) nicht mehr, weil man nicht gegen die Ultras ankommt oder man sich b) darauf verlässt, dass die Ultras das schon regeln. Aber oft genug war auch einfach tote Hose. Guck dir mal bei Youtube alte Bundesligaspiele an...

Die Fans, die Fankultur selber und die Vereine haben sich selber in eine Ecke manövriert aus der es schwer ist rauszukommen. Ultras verbieten - wird nichts bringen, wieso auch? Die meisten haben "Spaß an der Freud'" und am Verein. Verbote würden nur eine Solidarisierung mit den Gewalttätern und Idioten bewirken. Wenn dann müssten das die Fans selber in Angriff nehmen und etwas "Neues" starten. Nur ist es natürlich schwierig gegen die Attraktivität der Ultras anzukommen. Es ist natürlich cooler komplett in schwarz/ grau mit Sonnengrille und Kappe im Stadion zu stehen als mit Trikot, Schal und 'ner Bratwurst. Aber genau wie man keine Kutten mehr sieht, wird es auch irgendwann keine Ultras mehr geben, weil irgendwas Neues da ist. Was das sein wird, weiß ich natürlich nicht. Wichtig ist nur, dass man das Thema nicht mit dem Vorschlaghammer angeht. Wir haben es mit Menschen zu tun, die einen großen Einfluss haben auf andere Fans, Jugendliche, den Verein, die Attraktivität der Liga.
aber grade dortmund ist doch ein paradebeispielt dafür, was die ultras schaffen können. ende der 90er anfang der 2000er war die stimmung bei uns eher mäßig. die spiele nicht/kaum ausverkauft. auf der süd immer ein platz frei. als sich the unity gegründet hat, hat sich das schon geändert. die stimmung war besser, es hat sich rumgesprochen, das stadion war voller und blieb es auch, in einer zeit des misserfolgs.

jetzt sind TU sicher nicht allein dafür verantwortlich, aber sie haben def. ihren anteil daran...
 
Außerdem sind die Ultras ja garnicht immer auswärts anzutreffen. Von den Boyz schien außer dem festgenommenen Vorsitzenden ja auch keiner dagewesen zu sein. :O_o:
 
Und mit den Desperados hat man direkt daneben das Paradebeispiel in der Kurve wie es im schlimmsten Fall auch laufen kann.

Korrekt. Ultra ist halt per se nichts gutes oder schlechtes ... es kommt drauf an was man daraus macht.
Haste ein gutes Beispiel gewählt. The Unity find ich halt größenteils vorbildlich, während ich nichts dagegen hätte wenn sich die Desperados sofort aus dem Stadion verabschieden würden.
 
Ist das fix oder wird das spekuliert?
Habe davon gehört, aber es gibt ja kaum Details zum Vertrag. Selbst wenn, wird sie sicher deutlich höher als der jetzige Kaufpreis, der ja wahrscheinlich um die 8 Mio. herum liegen wird.

edit: Ok, steht bei Chelsea auf dem Homepage.
 
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dann hoffe ich mal auf ein unendschieden! sonst weiss ich schon, wer am nächsten freitag gewinnt...:(
 
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