Und mittlerweile ist er wieder das einzig halbwegs Positive in der Region, auch wenn das keiner zugeben will. Wäre er gefallen, hätte der IS, Nusra Front oder beide jetzt ganz Syrien in der Hand. Die gemäßigte Opposition hatte von Anfang an keine Chance, selbst wenn man sie waffentechnisch unterstützt hätte. Das sind/waren Politiker und Intellektuelle, keine Kämpfer und rücksichtslose Mörder.
Dass wir selbst da ursprünglich nicht militärisch eingegriffen haben war die einzig richtige Entscheidung. Es ist einfach nicht unsere Aufgabe fremde Regierungen zu stürzen, selbst wenn es Regime sind. Sowas hat seit Ende des 2. Weltkriegs nicht ein einziges Mal funktioniert und hat es grundsätzlich immer nur schlimmer gemacht. Hätte man Saddam damals nicht angegriffen und seine Armee aufgelöst, würde er vermutlich heute noch Regimegegner foltern und ermorden. Aber das wären dann bis heute trotzdem nur ein Bruchteil der Toten, die es seit dem Irak-Krieg im Land gegeben hat. Und vielleicht wäre dann der gesamte Nahe Osten noch heute halbwesg stabil gewesen.
Jetzt, wo die Region eh für die nächsten Jahrzehnte verloren ist und ein Genozid durch eine kleine Terrorarmee stattfindet, sollte man sich dann doch militärisch beteiligen, und zwar nicht nur durch Waffenlieferungen, sondern auch durch Luftangriffe (wenn unsere Luftwaffe einsatzfähig wäre

). Ich musste ja schon damals lachen, als Steinmeier und von der Leyen groß die neue aktive deutsche Rolle in der europäischen und internationalen Sicherheits- und Außenpolitik beschworen haben. Übrig geblieben ist davon wie üblich nichts weiter als heiße Luft. Briten und Franzosen mögen in der Hinsicht manchmal übereifrig wirken, aber sie sind zumindest in der Lage, ihre Ankündigungen auch professionell durchzuziehen.