Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

MOVIE Der-zuletzt-gesehen-Thread! (12 Betrachter)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

IMG_20260530_182709.webp


Star Force Soldier [Blu-ray]
(Streaming: nein, digital erhältlich: nein)

Wir schreiben das Jahr 2036, Todd (frisch vom Stargate-Friseur gekommen: Kurt Russell) ist ein genetisch und durch eine spezielle Erziehung manipulierter Soldat, der dem Militär bereits viele Jahrzehnte lang großen Schlachten gewonnen hat. Doch nun hat er ausgedient, soll von der neusten Generation ans Supersoldaten ersetzt werden und wird (wortwörtlich) auf einem entfernten Müllplaneten entsorgt. Doch er überlebt, lernt die dort lebende Bevölkerung kennen und lieben und widersetzt sich seinen Schöpfern.

Ende-90er Sci-Fi Action von Resident Evil-Regie-Ikone Paul W.S. Anderson. Und durchaus einer seiner besseren Filme. Nicht seiner besten (Event Horizon, Death Race), aber der besseren, was bei ihm natürlich nicht sonderlich schwer ist. :D

Interessanterweise tatsächlich ein inoffizielles "Side-quel" von Blade Runner. Stammt nämlich vom selben Autor und der hat gesagt, dass Star Force Soldier im selben Universum spielt - hat bis auf wenige Name-drops und dem Spinner (fliegenden Auto) aus Blade Runner im Hintergrund aber sonst nichts damit gemein.

Wie gesagt, ganz solides Filmchen, in dem Kurz Russell so viel in die Kamera starrt und so wenig spricht wie in sonst keinem seiner Filme. Hab mal nachgeschaut, 104 Worte hat er gesagt. Was bei einer Durchschnittssatzlänge von 10 - 15 Wörtern kaum 10 Sätze ergibt - und das kommt auch hin. Starren und schweigen, das ist hier sein Motto. Entsprechend langweilig war dann auch die erste Filmhälfte, in der er seine "Menschlichkeit" entdeckt: hier starrt er in die Kamera, verliebt sich in Connie Nielsen (was er wiederum zeigt, indem er sie anstarrt) und kloppt grüne Weltraumschlangen platt - Robert F. Kennedy Jr. wäre stolz auf ihn. Die zweite Filmhälfte entspricht dann schon eher meinem 90s Sci-Fi Geschmack und ist im Grunde Rambo in Space, wo Todd mit Tarnfarbe im Gesicht, Messer und Minigun andere Söldner umholzt. Rettet für mich den Film, dessen Story und Schauspielleistung ansonsten auf einen Bierdeckel passt, und gibt auf der Paul W.S. Anderson-Skala

6/10 gesprochene Sätze


Dead Heat
[Blu-ray]
(Streaming: Plex)

In Dead Heat jagen zwei Cops eine Verbrechergruppe, nur um bei deren Obduktion festzustellen, dass diese schon ein mal tot waren, bevor sie von den beiden Polizisten während eines Überfalls erneut erschossen wurden.

Mehr möchte ich auch gar nicht sagen. Charmant-wilde Mischung aus Buddy-Cop-Action und Zombie-Film, mit gewohnt cheesiger 80er B-Movie Atmosphäre, coolen Cops, lässigen Sprüchen, einigen echt kreative Einfällen und ordentlicher Zombie-Effektarbeit. Wer nach der Szene in der Zombie-Metzgerei nicht mindestens zum Vegetarier wird, isst halt wirklich gerne Fleisch. :lol:

Es ist schon bemerkenswert, was für eigenwillige Fun-Filme die 80er hervorgebracht haben. Da hat sich anscheinend niemand um irgendwas geschert, sondern man hat einfach "gemacht". Dabei sind so viele interessante Filmperlen entstanden, die objektiv gesehen natürlich nicht mit "ernsthaft guten" Filmen mithalten können, aber im B-Movie Bereich, wo ich mich aktuell einfach unheimlich gerne aufhalte, einwandfrei bespaßen. So auch Dead Heat. Kurzweilig, überraschend, perfekt für den ver-gewitterten Samstag.

Solche Produktionen gibt es heute irgendwie nicht mehr. Klar, auf Netflix & Co haben die Verantwortlichen oft viel kreative Freiheit, aber trotzdem kommt dabei meist nur billiger Scheiß wie dieser TikTok Krieg der Welten, teurer Scheiß wie Rebel Moon oder halt ein entsprechend teurer, guter Film bei rum. Gut und günstig (wie es Edeka sagen würde), also typische B-Movies gibt es nur noch selten.

Übrigens Zucker wie stark die aktuellen Blu-ray Auswertungen solcher Filme teilweise aussehen. Hier auch, neues Master vom original 35mm Film, Ton neu abgemischt, super nachsynchronisiert - das macht so oft mehr her als diese schmierige CGI-Seifen-Optik neuer Netflix Produktionen. Ein Grund, neben des Bonusmaterials, weshalb ich mir auch immer noch liebend gerne Silberlinge kaufe.

7/10 Chickenwings


Hell comes to Frogtown
(aka The Hunter aka Sam Hell ist der Jäger) [Blu-ray]
(Streaming: Plex)

Hell comes to Frogtown hat definitiv einen Preis für die sympathisch-dümmste Story verdient, die ich seit langem gesehen habe: nach einem Atomkrieg liegt die Welt nicht nur in Schutt und Asche, sondern auch 57% der Männer sind dabei umgekommen und nur noch ein geringer Teil der überlebenden, männlichen Bevölkerung ist Zeugungsfähig. Um den Fortbestand der Menschheit zu sichern, hat die, nun hauptsächlich von Frauen geleitete, Regierung beschlossen, die wenigen, Spermien-reichen Männer zu finden und sie möglichst viele Frauen befruchten zu lassen. Sam Hell (Wrestler Roddy Piper) ist einer davon, womöglich sogar der fruchtbarste Mann auf dem Erdball. Also wird er gemeinsam mit Soldatin Centinella und Regierungs-Wissenschaftlerin Spangle - die natürlich auch ausgebildete Verführungs-Fachkraft ist, um die Männer vor der "Arbeit" anzuheizen - losgeschickt, um gebärfähige Frauen aus der naheliegenden Stadt Frogtown zu retten. Wo, natürlich, wie könnte es anders sein, durch die Strahlung mutierte, sprechende Riesenfrösche leben und sich anscheinend an menschlichen Frauen vergreifen.

Ja, das ist Hell comes to Frogtown und es ist glorreich. :lol: Was wie eine bescheuerte Pornoproduktion klingt, ist übrigens weit weniger freizügig als man vermuten könnte. Bis auf ein nacktes paar Brüste und aufreizende Militär-Tarnfarbenunterwäsche gibt es hier nichts zu sehen. Es ist vielmehr eine herrlich bescheuerte, sexy Action-Komödie vor Endzeitkulisse. Der Einstieg (bevor sie nach Frogtown kommen) hat mir auch mit Abstand am besten gefallen. Da wird unserem "geilen" Helden natürlich ein hoch-technischer Keuschheitsgürtel mit integrierter Sprengladung (für den Fall, dass er abhauen will) umgeschnallt und es werden dauern doppeldeutige Wortspiele wie "Ich hasse Stellungskriege!" rausgehauen, was für locker-leichte, leicht anrüchige Erheiterung sorgt. Macht Spaß.

Im zweiten Akt in Frogtown machen sie dann leider einen auf Mad Max, was für mich weniger funktioniert hat. Zu langweilig sind dafür Action und Setdesign. Auch die mutierten Menschen-Frösche sind lange nicht so unterhaltsam wie sie hätten sein können. Eigentlich verhalten sie sich meist wie stinknormale Menschen-Gangster, nur springen sie in ihren Gummikostümen hier und da mal was rum. Hier hätte ich lieber noch mehr von der Comedy-Schiene gesehen.

Alles in allem ein bescheuerter, spaßiger Genrefilm mit kultverdächtiger Story. :D

5/10 dreiköpfige Schlangen
 
Anhang anzeigen 188586

Star Force Soldier [Blu-ray]
(Streaming: nein, digital erhältlich: nein)

Wir schreiben das Jahr 2036, Todd (frisch vom Stargate-Friseur gekommen: Kurt Russell) ist ein genetisch und durch eine spezielle Erziehung manipulierter Soldat, der dem Militär bereits viele Jahrzehnte lang großen Schlachten gewonnen hat. Doch nun hat er ausgedient, soll von der neusten Generation ans Supersoldaten ersetzt werden und wird (wortwörtlich) auf einem entfernten Müllplaneten entsorgt. Doch er überlebt, lernt die dort lebende Bevölkerung kennen und lieben und widersetzt sich seinen Schöpfern.

Ende-90er Sci-Fi Action von Resident Evil-Regie-Ikone Paul W.S. Anderson. Und durchaus einer seiner besseren Filme. Nicht seiner besten (Event Horizon, Death Race), aber der besseren, was bei ihm natürlich nicht sonderlich schwer ist. :D

Interessanterweise tatsächlich ein inoffizielles "Side-quel" von Blade Runner. Stammt nämlich vom selben Autor und der hat gesagt, dass Star Force Soldier im selben Universum spielt - hat bis auf wenige Name-drops und dem Spinner (fliegenden Auto) aus Blade Runner im Hintergrund aber sonst nichts damit gemein.

Wie gesagt, ganz solides Filmchen, in dem Kurz Russell so viel in die Kamera starrt und so wenig spricht wie in sonst keinem seiner Filme. Hab mal nachgeschaut, 104 Worte hat er gesagt. Was bei einer Durchschnittssatzlänge von 10 - 15 Wörtern kaum 10 Sätze ergibt - und das kommt auch hin. Starren und schweigen, das ist hier sein Motto. Entsprechend langweilig war dann auch die erste Filmhälfte, in der er seine "Menschlichkeit" entdeckt: hier starrt er in die Kamera, verliebt sich in Connie Nielsen (was er wiederum zeigt, indem er sie anstarrt) und kloppt grüne Weltraumschlangen platt - Robert F. Kennedy Jr. wäre stolz auf ihn. Die zweite Filmhälfte entspricht dann schon eher meinem 90s Sci-Fi Geschmack und ist im Grunde Rambo in Space, wo Todd mit Tarnfarbe im Gesicht, Messer und Minigun andere Söldner umholzt. Rettet für mich den Film, dessen Story und Schauspielleistung ansonsten auf einen Bierdeckel passt, und gibt auf der Paul W.S. Anderson-Skala

6/10 gesprochene Sätze


Dead Heat
[Blu-ray]
(Streaming: Plex)

In Dead Heat jagen zwei Cops eine Verbrechergruppe, nur um bei deren Obduktion festzustellen, dass diese schon ein mal tot waren, bevor sie von den beiden Polizisten während eines Überfalls erneut erschossen wurden.

Mehr möchte ich auch gar nicht sagen. Charmant-wilde Mischung aus Buddy-Cop-Action und Zombie-Film, mit gewohnt cheesiger 80er B-Movie Atmosphäre, coolen Cops, lässigen Sprüchen, einigen echt kreative Einfällen und ordentlicher Zombie-Effektarbeit. Wer nach der Szene in der Zombie-Metzgerei nicht mindestens zum Vegetarier wird, isst halt wirklich gerne Fleisch. :lol:

Es ist schon bemerkenswert, was für eigenwillige Fun-Filme die 80er hervorgebracht haben. Da hat sich anscheinend niemand um irgendwas geschert, sondern man hat einfach "gemacht". Dabei sind so viele interessante Filmperlen entstanden, die objektiv gesehen natürlich nicht mit "ernsthaft guten" Filmen mithalten können, aber im B-Movie Bereich, wo ich mich aktuell einfach unheimlich gerne aufhalte, einwandfrei bespaßen. So auch Dead Heat. Kurzweilig, überraschend, perfekt für den ver-gewitterten Samstag.

Solche Produktionen gibt es heute irgendwie nicht mehr. Klar, auf Netflix & Co haben die Verantwortlichen oft viel kreative Freiheit, aber trotzdem kommt dabei meist nur billiger Scheiß wie dieser TikTok Krieg der Welten, teurer Scheiß wie Rebel Moon oder halt ein entsprechend teurer, guter Film bei rum. Gut und günstig (wie es Edeka sagen würde), also typische B-Movies gibt es nur noch selten.

Übrigens Zucker wie stark die aktuellen Blu-ray Auswertungen solcher Filme teilweise aussehen. Hier auch, neues Master vom original 35mm Film, Ton neu abgemischt, super nachsynchronisiert - das macht so oft mehr her als diese schmierige CGI-Seifen-Optik neuer Netflix Produktionen. Ein Grund, neben des Bonusmaterials, weshalb ich mir auch immer noch liebend gerne Silberlinge kaufe.

7/10 Chickenwings


Hell comes to Frogtown
(aka The Hunter aka Sam Hell ist der Jäger) [Blu-ray]
(Streaming: Plex)

Hell comes to Frogtown hat definitiv einen Preis für die sympathisch-dümmste Story verdient, die ich seit langem gesehen habe: nach einem Atomkrieg liegt die Welt nicht nur in Schutt und Asche, sondern auch 57% der Männer sind dabei umgekommen und nur noch ein geringer Teil der überlebenden, männlichen Bevölkerung ist Zeugungsfähig. Um den Fortbestand der Menschheit zu sichern, hat die, nun hauptsächlich von Frauen geleitete, Regierung beschlossen, die wenigen, Spermien-reichen Männer zu finden und sie möglichst viele Frauen befruchten zu lassen. Sam Hell (Wrestler Roddy Piper) ist einer davon, womöglich sogar der fruchtbarste Mann auf dem Erdball. Also wird er gemeinsam mit Soldatin Centinella und Regierungs-Wissenschaftlerin Spangle - die natürlich auch ausgebildete Verführungs-Fachkraft ist, um die Männer vor der "Arbeit" anzuheizen - losgeschickt, um gebärfähige Frauen aus der naheliegenden Stadt Frogtown zu retten. Wo, natürlich, wie könnte es anders sein, durch die Strahlung mutierte, sprechende Riesenfrösche leben und sich anscheinend an menschlichen Frauen vergreifen.

Ja, das ist Hell comes to Frogtown und es ist glorreich. :lol: Was wie eine bescheuerte Pornoproduktion klingt, ist übrigens weit weniger freizügig als man vermuten könnte. Bis auf ein nacktes paar Brüste und aufreizende Militär-Tarnfarbenunterwäsche gibt es hier nichts zu sehen. Es ist vielmehr eine herrlich bescheuerte, sexy Action-Komödie vor Endzeitkulisse. Der Einstieg (bevor sie nach Frogtown kommen) hat mir auch mit Abstand am besten gefallen. Da wird unserem "geilen" Helden natürlich ein hoch-technischer Keuschheitsgürtel mit integrierter Sprengladung (für den Fall, dass er abhauen will) umgeschnallt und es werden dauern doppeldeutige Wortspiele wie "Ich hasse Stellungskriege!" rausgehauen, was für locker-leichte, leicht anrüchige Erheiterung sorgt. Macht Spaß.

Im zweiten Akt in Frogtown machen sie dann leider einen auf Mad Max, was für mich weniger funktioniert hat. Zu langweilig sind dafür Action und Setdesign. Auch die mutierten Menschen-Frösche sind lange nicht so unterhaltsam wie sie hätten sein können. Eigentlich verhalten sie sich meist wie stinknormale Menschen-Gangster, nur springen sie in ihren Gummikostümen hier und da mal was rum. Hier hätte ich lieber noch mehr von der Comedy-Schiene gesehen.

Alles in allem ein bescheuerter, spaßiger Genrefilm mit kultverdächtiger Story. :D

5/10 dreiköpfige Schlangen
Ist der Star Force Soldier endlich uncut?
 
Zurück
Oben