New Horizon schrieb:
el_barto schrieb:
@New Horizon: Ich denke ja auch, dass Infos als "Leaks" kommen. Nur sind eben der Großteil aller Leaks nichts anderes als virales, gesteuertes Marketing. Echte geklaute Infos stellen nur die absolute Minderheit, da bin ich von überzeugt. Dank Internet, Social Networks etc. ist das halt eine unglaublich günstige PR-Methode.
Wie kommst du auf diese Schlussfolgerung? Natürlich gibt es virales Marketing im Internet, aber fast alle Leaks also solches zu bezeichnen, halte ich für eine ziemlich krasse Behauptung!
Außerdem "stiehlt" in der Regel ja niemand aktiv Informationen, sondern kommen entweder durch einen Fehler in der Informationskette oder von einem wissenden Mitarbeiter an die Öffentlichkeit.
1. Hast du dir schon mal angesehen,welchen Impact solche Leaks haben? Selbst die winzigsten Infos werden absolut unreflektiert aufgesaugt. Ein Unternehmen, dessen Zielgruppe netzaffin ist, wäre blöd, das nicht auszunutzen.
2. "Leaks" kosten so gut wie kein Geld. Man muss keine Marketingkampagne aufsetzen, kein großes Budget verwalten, einfach nix. Man erstellt irgendwo im Netz einen Account, der Infos droppt, die er aus sicherer Quelle bekommen hat. Die Infos müssen noch nicht mal toll aufbereitet sein, interessiert eh niemanden und mach die Authentizität größer. Und einen Tag später weiß so ziemlich jeder, der sich fürs Thema interessiert, bescheid.
3. Ganz nebenbei kann man so crowdbasierte Meinungsforschung betreiben. Jedes Unternehmen hat mehr als ein Auge und Ohr auf die Social Networks, Foren, Newsseiten etc. Wenn ein Infoschnipsel nicht gut ankommt, kann man versuchen, noch was dran zu drehen, ohne sich rechtfertigen zu müssen. In dem Fall wird der Leak einfach als fake dargestellt oder einfach nicht weiter kommentiert.
Das soll natürlich weder heißen, dass alle Fakes im Netz mal echt waren und nach negativem Echo umgebaut wurden. Ebensowenig, dass alle Leaks platziert sind.
Aber das Marketinginstrument ist einfach zu verlockend, um nicht eingesetzt zu werden, da es so gut wie keine Nachteile hat.
4. Ich habe gradeein sechsmonatiges Praktikum im Marketing eines internationalen Software-Konzerns hinter mir und hab eine gute Vorstellung, wie genau darauf geachtet wird, dass keine Infos zur falschen Zeit rauskommen. Man kann natürlich Whistleblower nicht komplett verhindern, aber grade die Leute, die brisante Infos haben, sind sehr loyal und werden durch Strafandrohung an der Kommunikation der Infos gehindert.