Und ist auch bei Sony und MS üblich.
Und im Vergleich zu Retail dürfte das sogar für die Entwickler/Publisher immer noch die lukrativere Variante sein.
Mag sein.
Ich kann mir die 30% allerdings nur für den Europäischen Raum vorstellen, weil Steam als Vertriebspartner für die Mehrwertsteuer/Sales Tax zuständig ist. Welche in Europa mit Ausnahme von der Schweiz (8%), Luxenburg (17%), Zypern (18%), Deutschland (19%) zwischen 20%-25% liegt.
Jedoch ist Europa da was Mehrwertsteuer/Sales Tax angeht auch absolute Ausnahme (!), wenn man sich andere große Absatzmärkte ansieht:
Kanada (5%), Japan (9%), Amerika, Australien, Süd-Korea (10%), Mexiko (16%), Russland (18%).
Süd Amerika (vernachlässige ich mal, weil sie gerademal 4% der Globalen Einnahmen ausmachen)
Quelle:
https://sevdesk.de/blog/umsatzsteuer-weltweit/
Wenn man Bedenkt, dass alleine in Nordamerika 25% der gesamten Videogame Einnahmen generiert werden, zum Vergleich Europa erst zusammen mit dem Mittleren Osten und Afrika einen Anteil von 24% der Globalen Einnahmen kommen, der Asiatische Markt (mit Abzug von China) für weitere 20% Umsatz sorgt und Süd Amerika für 4%. Halte ich die 30% die Steam bei den Entwicklern und letztendlich auch bei uns abkassiert für ne Frechheit. [Anmerkung: China mit ihren 25% Globalen Umsatz habe ich bewusst raus gerechnet, da dieser Markt für Steam sowie auch für den uns bekannten Konsolenmarkt irrelevant bzw. eine Besonderheit ist]
Quelle:
https://newzoo.com/insights/article...aches-99-6-billion-2016-mobile-generating-37/
Insgesamt kann man wohl davon ausgehen, dass Steam beim einstreichen ihrer 30% wohl weniger als 15% für die Mehrwertsteuer/Sales Tax ausgeben muss und der Großteil in die eigene Plattform bzw. Kasse fließt. Ich bezweifel sehr stark dass die Personalkosten, die Bereitstellung- und Instandhaltungskosten diese 15+% plus Einnahmen für diesen rein Digitalen Vertrieb Notwendig sind, bzw. Steam im ganzen als Plattform diese Mehreinnahmen wert ist.
Bei Sony und Micorsoft weiß man dass sie ca. 10% Herstellungs- und Lizenzkosten von Entwicklern verlangen, aber sie Stellen auch ein Exklusives und vor allem einzigartiges Ökosystem samt Hardware zur Verfügung. Stellen Entwicklerkits, Software und Service Beratungen für die Entwicklung auf dieser Plattform zur Verfügung. Dies alles gibt es auf Steam und seitens Steam nicht. Steam setzt sich da eher in ein fertig gemachtes Nest (der PC Markt) und stellt lediglich eine Betriebsplattform samt Community-Ökosystem bereit.
Steam ist ne schöne Plattform für Gamer, aber sie wäre mir als Entwickler keine 15% Bereitstellungs- und Lizenzgebühren bzw. Plattformgebühren wert. Als Entwickler kann ich mich im Konsolen Markt darauf verlassen, dass ich meine Lizenzgebühren über den Endkunden abwälzen kann, da sich dort im durchschnitt ein Spiel Neupreis im durchschnitt 10 Euro teurer verkaufen lässt als auf dem PC Markt. Als Entwickler und Publisher würde es mich das ankotzen, dass Steam sich einen so Großen Anteil des Gewinnes einsteckt obwohl ich alleine die Entwicklungs- und Werbekosten trage.
Kein Wunder, dass fast jeder Größere Publisher versucht seinen eigenen Onlineshop auf zu machen. Bzw.: Beschissene Ports bereitstellt (weil sich auf dem Konsolen Markt mehr Geld verdienen lässt).