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Vegetarier oder nicht, das ist hier die Frage!

Vegetarier oder was?

  • Ja, ich bin vegetarier!

    Stimmen: 13 5,4%
  • Ich bin sogar Veganer!

    Stimmen: 0 0,0%
  • Ich bin Situationsvegetarier, gewisse Fleischsorten esse ich nicht (zb weil Tier XY zu knuffig ist)

    Stimmen: 14 5,8%
  • Ich war mal vegetarier

    Stimmen: 4 1,7%
  • Ich glaub ich werde vegetarier

    Stimmen: 3 1,2%
  • Das käme für mich niemals in Frage, ich brauche Fleisch.

    Stimmen: 123 50,8%
  • Ich würde am liebsten nur Fleisch essen.

    Stimmen: 39 16,1%
  • Nein aber ich kann gut auf fleisch verzichten.

    Stimmen: 38 15,7%
  • Ich weiss nicht so genau.

    Stimmen: 1 0,4%
  • Etwas völlig anderes, ich bin was besonderes.

    Stimmen: 7 2,9%

  • Umfrageteilnehmer
    242

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Weasel1988 schrieb:
Allerdings müssten wir die Produktion anderer Nahrungsmittel stakr hochfahren, um den Fleischverzehr zu ersetzen. Auch das bringt wieder Abfallprodukte etc mit sich. Vielleicht keine Gülle, dafür wird der Energieverbauch für Treibhäuser rapide ansteigen, dazu die ganzen Düngemittel, wiederum das Wasser etc. Ich denke, mit der Wirtschaftlichkeit lässt sich nur bedingt argumentieren. Denn klar ist, dass der Mensch jeden Tag eine bestimmte Menge Nahrung zu sich nehmen muss, ob das nun Fleisch, Pflanzen oder was auch immer ist.

Ich bezweifle, dass wir da "stark" hochfahren müssen. Jetzt fehlt nur noch das Arbeitsplatzargument der Burgerketten und wir haben die Kurve wieder genommen ;)

Also wenn ich 10 Mal soviel Wasser benötige für 1 kg Fleisch, dann muß ich da überhaupt nix großartig hochfahren. Weniger Fleisch heißt mehr Entlastung und weniger Ressourcenverbrauch. Aber sowas von eindeutig.
Es werden genügend Kapazitäten frei für Anbau von Obst und Gemüse, wenn ich diese unsinnige Versorgung für all die Viecher wegrechne.

Das Einzige, das man verändern muß, ist das Wertegefüge in Sachen Nahrungsmittel. Wenn Fleisch günstiger ist oder wird als Obst oder Gemüse, dann stimmt was nicht. Ist halt aber eine Kopfsache.
 
Das Arbeitsplatzargument will ich gar nicht bringen, weil die Arbeitsplätze, die in der Fleischproduktion wegfallen würden, würden dafür in der Produktion alternativer Nahrungsmittel wiederkehren.

Ich kenne auch keine Zahlen und betrachte das Ganze aus meiner einfachen Sichtweise heraus. Und ich denke, man darf nicht verkennen, wie viele Resourcen auch im Bereich der alternativen Nahrungsmittel gebraucht würden, würde man diese hochfahren, um den Fleischverzehr zu ersetzen. Ich sehe das am Beispiel meiner Freundin, die in einem Blumenladen arbietet. Wenn ich sehe, wie viel Zeitaufwand/Wasser/Energie/Geld/Material ein paar jämmerliche Plfänzchen fressen, dann glaube ich, steht die Produktion pflanzlicher Nahrungsmittel der Fleischproduktion im Resourcenverbauch in nichts nach. Nahrung gibt es nunmal nicht umsonst ;)
 
Weasel1988 schrieb:
Allerdings müssten wir die Produktion anderer Nahrungsmittel stakr hochfahren, um den Fleischverzehr zu ersetzen. Auch das bringt wieder Abfallprodukte etc mit sich. Vielleicht keine Gülle, dafür wird der Energieverbauch für Treibhäuser rapide ansteigen, dazu die ganzen Düngemittel, wiederum das Wasser etc.

Mit dem was man einem Tier verfüttern muss, damit es ein Kilogramm Fleisch "abwirft" kriegst du zig Leute satt. Ein Großteil des weltweit angebauten Sojas wird an Mast-Tiere verfüttert.

Man kann so ca. davon ausgehen, dass, mit dem was für "unsere" Fleischerzeugung draufgeht, sämtliche hungernden Menschen auf diesem Planeten satt werden würden.

Lt. Peta muss man für ein kg Fleisch 16kg Getreide verfüttern. Auch wenn Peta sicher nicht die objektivste Quelle ist lässt es durchaus die Dimensionen erkennen, von welchen wir hier reden.

Fakt ist allerdings, dass man gar nichts hochfahren müsste oder sonstwas verschmutzen würde. Im Gegenteil; man könnte alles etwas drosseln.
 
@ weasel1988
Na also. Und wieder einen überzeugt ;)

@ Gerri
Plumper Versuch einer Provokation, aber wirklich :D
Für den hirnlos in sich hineinstopfenden Pöbel da draußen mag das zutreffen. Sind aber nicht alle ;)
 
Das Ding ist halt, das Tiere früher Zeug bekommen haben, das der Mensch nicht essen konnte.

Heute werden dafür hochwertige Nahrungsmittel genommen, die in armen Ländern großflächig und billig angebaut werden, um Fleisch zu erzeugen, dass sich ein Großteil der Menschen dort nicht leisten kann und (ver)hungern.

Gerri schrieb:
Das Wichtigste ist doch das wir Fleisch essen wollen. Was da hinten ansteht hat da imo kaum zu interessieren :D

Ich weiß wie es gemeint ist, nur lässt es wahrlich tiefer blicken als du denkst... ;)
 
BTW:

Ich gehe sowieso davon aus, dass wir in 20-25 Jahren die Situation haben, dass wir zwecks Protein, im großen Stil Insekten futtern werden. Mag jetzt noch unglaublich fern wirken, aber in 20 Jahren... Chitin MC Nuggets und einen Big Locust bei Mäcces... :deal:
 
Gerri schrieb:
Das Wichtigste ist doch das wir Fleisch essen wollen. Was da hinten ansteht hat da imo kaum zu interessieren :D

Die Frage ist, zu welchem Preis. Und damit meine ich tatsächlich auch Eurodollarscashyen und nicht einen ideellen Wert. Was dann noch dahinter steckt (Tierleiden, Antibiotika-verseuchtes, krankmachendes (Gammel-)Fleisch, Ausbeutung des Menschen, etc. ) ist dann eben noch mal die andere Sache.

In Amerika werden übrigens in den Schlachthäusern fast ausschließlich unterbezahlte illegale Migranten eingesetzt, weil diese wahlweise eh nicht die Landessprache sprechen und/oder nicht in der Lage sind, sich über die unwürdigen Zustände zu beschweren. Die Fluktuation der Arbeiter beträgt fast überall +/- 100%, lange macht das niemand mit...
 
http://www.vegan.at/warumvegan/umwelt/wieviel_fleisch.html

Sicher auch hier wieder keine zu 100% objektive Quelle ( ;) ) aber auch hier ist es wieder die Tendenz, die zählt.
Ist schon eine Hausnummer, bei der man ins Grübeln kommt, oder zumindest sollte.
 
Evin schrieb:
BTW:

Ich gehe sowieso davon aus, dass wir in 20-25 Jahren die Situation haben, dass wir zwecks Protein, im großen Stil Insekten futtern werden. Mag jetzt noch unglaublich fern wirken, aber in 20 Jahren... Chitin MC Nuggets und einen Big Locust bei Mäcces... :deal:

ich hatte eh vor mir mal Mehlwürmer etc. zu schwenken :)

Alexicious schrieb:
Gerri schrieb:
Das Wichtigste ist doch das wir Fleisch essen wollen. Was da hinten ansteht hat da imo kaum zu interessieren :D

Die Frage ist, zu welchem Preis. Und damit meine ich tatsächlich auch Eurodollarscashyen und nicht einen ideellen Wert. Was dann noch dahinter steckt (Tierleiden, Antibiotika-verseuchtes, krankmachendes (Gammel-)Fleisch, Ausbeutung des Menschen, etc. ) ist dann eben noch mal die andere Sache.

Die Frage ist halt ob Fleisch teurer oder billiger wird.
Setzt man in Zukunft mehr auf MAssentierhaltung wird es sicher nicht viel teurer. Setzt man mehr auf ökologischen Anbau wird es wohl extrem teuer. Mir macht es nix aus wenn es ein wenig teurer wird was denke ich wie aktuell mit einer Mischung aus beidem möglich ist.

Ich zahle auch jetzt schon gerne für ne gute Lammlachse zum schwenken 20+€/kg.
 
@ weasel1988
Na also. Und wieder einen überzeugt Wink

Trotzdem esse ich noch Fleisch, wenn auch nicht viel ;)


Das Wohlergehen unsere Nutztiere ist mir dennoch (fast) egal. Was mir aber wirklich Sorgen bereitet, ist die krasse Überfischung der Weltmeere. Wir sind drauf und dran, einen der schönsten und wundersamsten Lebensräume unserer Planeten leerzufressen. Und wenn ich dann Nationen wie Japan sehe, die fröhlich die Wale und Delphine abschlachten, wird mir ganz anders :motz:

Aber allgemein sehe ich positiv in die Zukunft, was unsere Umwelt betrifft. Vergleicht man Zahlen und Statistiken der letzten Jahrzehnte, wird man in fast allen Bereichen feststellen, dass die Lage sich dank verändertem Bewusstsein gebessert hat. Vor allem in den 50er, 60er, 70er Jahren gab es ja noch so gut wie Null Verständnis für Umweltschutz. Geschweige denn, was der zweite Weltkrieg in dem Bereich angerichtet hat.

Aber ich sehe wie gesagt positiv in die Zukunft, nur sehe ich die Überfischung der Meere noch auf der Kippe stehen. Entweder die Menschheit kriegt noch die Kurve, oder unsere Meere werden wirklich bald leer sein...
 
Fleisch muß wieder so teuer werden, das man es sich höchstens mal als Sonntagsbraten leisten kann. Unter der Woche kann man auf alternative Lebensmittel zurückgreifen und das hat überhaupt keine Einbußen der Lebensqualität zur Folge.
Da spreche ich aus eigener Erfahrung.

Weasel1988 schrieb:
Das Wohlergehen unsere Nutztiere ist mir dennoch (fast) egal. Was mir aber wirklich Sorgen bereitet, ist die krasse Überfischung der Weltmeere. Wir sind drauf und dran, einen der schönsten und wundersamsten Lebensräume unserer Planeten leerzufressen. Und wenn ich dann Nationen wie Japan sehe, die fröhlich die Wale und Delphine abschlachten, wird mir ganz anders :motz:

Sorry, dann muß ich Dir aber leider eine recht ausgeprägte Doppelmoral attestieren. Is so ;)
 
Weasel1988 schrieb:
Das Wohlergehen unsere Nutztiere ist mir dennoch (fast) egal. Was mir aber wirklich Sorgen bereitet, ist die krasse Überfischung der Weltmeere.

Ein Drittel der gefangenen Fische wird zu Fischmehl verarbeitet und, rate mal, an Tiere verfüttert. ;)

Und wenn ich dann Nationen wie Japan sehe, die fröhlich die Wale und Delphine abschlachten, wird mir ganz anders :motz:

Die sind da vergleichsweise Harmlos.

Da sterben sicher jährlich mehr Delfine als unerwünschter Beifang bei Thunfischen für Konservendosen, als die Japaner aus irgendwelchen "Forschungszwecken" abschlachten. Wobei das nichts relativieren soll. Es zeigt nur, wie perfide die Sache ist und der Teufel im Detail steckt.

Vor allem in den 50er, 60er, 70er Jahren gab es ja noch so gut wie Null Verständnis für Umweltschutz. Geschweige denn, was der zweite Weltkrieg in dem Bereich angerichtet hat.

Dafür hat sich seit den 50ern auch der Pro-Kopf-Verbrauch zB beim Fleisch vermutlich verdoppelt bis verdreifacht; inkl. schwerwiegender ökologischer Auswirkungen.
 
Dafür hat sich seit den 50ern auch der Pro-Kopf-Verbrauch zB beim Fleisch vermutlich verdoppelt bis verdreifacht; inkl. schwerwiegender ökologischer Auswirkungen.

Wohl wahr. Mein Vater (Jahrgang 51) erzählt mir immer, dass es während seiner Kindheit nur einmal die Woche Fleisch gab, meistens Sonntags. Wenn man das mit heute vergleicht...

Komischerweise sagt er auch immer, dass wir auf das Übermaß, in dem wir derzeit leben, irgendwann wieder verzichten müssen :traurig:

Trotzdem wird sich da so schnell wohl nichts ändern. Solange die Geschichte keine Arbeitsplätze kostet, der Mittelschicht das Geld aus der Tasche zieht oder nach übermäßigem Counterstrike-Konsum Amok läuft, wird sich kaum jemand für das Thema interessieren. Wie auch? AKW-Laufzeiten, Stuttgart 21, Finanzkrise, Afghanistan, Iran, Öl, die Liste der Probleme ist länger denn je...
 
Gerri schrieb:
Evin schrieb:
BTW:

Ich gehe sowieso davon aus, dass wir in 20-25 Jahren die Situation haben, dass wir zwecks Protein, im großen Stil Insekten futtern werden. Mag jetzt noch unglaublich fern wirken, aber in 20 Jahren... Chitin MC Nuggets und einen Big Locust bei Mäcces... :deal:

ich hatte eh vor mir mal Mehlwürmer etc. zu schwenken :)

Alexicious schrieb:
Gerri schrieb:
Das Wichtigste ist doch das wir Fleisch essen wollen. Was da hinten ansteht hat da imo kaum zu interessieren :D

Die Frage ist, zu welchem Preis. Und damit meine ich tatsächlich auch Eurodollarscashyen und nicht einen ideellen Wert. Was dann noch dahinter steckt (Tierleiden, Antibiotika-verseuchtes, krankmachendes (Gammel-)Fleisch, Ausbeutung des Menschen, etc. ) ist dann eben noch mal die andere Sache.

Die Frage ist halt ob Fleisch teurer oder billiger wird.
Setzt man in Zukunft mehr auf MAssentierhaltung wird es sicher nicht viel teurer. Setzt man mehr auf ökologischen Anbau wird es wohl extrem teuer. Mir macht es nix aus wenn es ein wenig teurer wird was denke ich wie aktuell mit einer Mischung aus beidem möglich ist.



Ich denke, es ist aktuell mit dieser Mischung möglich, weil es teilweise einfach keine echten Alternativen gibt, bzw. Verbraucher bewusst verarscht werden. Wenn ich lese, wieviele Leute sich tatsächlich damit rühmen, keine Eier aus Käfighaltung, sondern aus Bodenhaltung zu kaufen, bekomme ich das kalte Kotzen. Uiii! TOLL, echt. In Österreich ist Käfighaltung seit dem letzten Jahr komplett verboten, in Deutschland seit 2010, also kriegt man das hier soweit eh nicht mehr.

In der Bodenhaltung haben Hühner teils noch weniger Platz als in den Käfigen, der Boden ist verdreckt, die Tiere verrecken, trampeln sich tot, vom Stress ganz zu schweigen, denn die Tiere werden, um sie zur Produktion anzuregen, 24 Stunden am Stück in grellem, künstlichen Licht gehalten, gerade ausreichend gefüttert (viele verhungern dennoch), ein künstlicher Licht-Dunkelheitrhythmus erzeugt, der mit einer natürlichen Eierlege nichts zu tun hat. Genaueres kann man im Internet finden, wie das funktioniert.

Achja und natürlich:
Was man beim Eier-Kauf zusätzlich beachten sollte:

Das "Sexen" ...
Unabhängig von der Haltungsform ist der "produktionsübliche Umgang" mit den männlichen Küken. Da die männlichen Tiere weder Eier legen können, noch zuchtbedingt für die Mast geeignet sind, sind sie somit "unbrauchbar" und werden einfach entsorgt. Kurz nach dem Schlüpfen werden die jungen Tiere in Männchen und Weibchen unterteilt. Diesen Vorgang nennt man "Sexen". Die männlichen Küken werden sofort vernichtet: vergast, lebendig zerschnitten oder ganz einfach in Abfallbehälter entsorgt. Die Entsorgung per Abfallbehälter ist wohl die grausamste, da die jungen Küken dort langsam und qualvoll ersticken. Im Jahr 2007 wurden allein in Österreich 6,3 Millionen männliche Küken* auf diese Art und Weise getötet! Dazu kommen noch die männlichen oder weiblichen Küken, die nicht rechtzeitig aus ihren Schalen schlüpfen und deshalb entsorgt werden. Der Vorgang des Sexens und das damit verbundene Töten der vielen "unbrauchbaren" männlichen Küken wird unabhängig von der Haltungsform IMMER angewandt. Dabei gibt es keinen Unterschied, ob die Tiere in einer Käfig-, Boden-, Freiland- oder Biohaltung leben! Dieses äußerst fragwürdige Töten von jungen Küken kann also nur bei einer Ei-freien Ernährung vermieden werden.

*Quelle: Statistik Austria

[vid]http://www.youtube.com/watch?v=lGpJ7J8ReJ4[/vid]
 
Gut das die ganzen männlichen Küken nicht am Leben bleiben können leuchtet mir ja irgendwo ein aber die Art sie zu töten sollte zumindest humaner sein....
 
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