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Vegetarier oder nicht, das ist hier die Frage!

Vegetarier oder was?

  • Ja, ich bin vegetarier!

    Stimmen: 13 5,4%
  • Ich bin sogar Veganer!

    Stimmen: 0 0,0%
  • Ich bin Situationsvegetarier, gewisse Fleischsorten esse ich nicht (zb weil Tier XY zu knuffig ist)

    Stimmen: 14 5,8%
  • Ich war mal vegetarier

    Stimmen: 4 1,7%
  • Ich glaub ich werde vegetarier

    Stimmen: 3 1,2%
  • Das käme für mich niemals in Frage, ich brauche Fleisch.

    Stimmen: 123 50,8%
  • Ich würde am liebsten nur Fleisch essen.

    Stimmen: 39 16,1%
  • Nein aber ich kann gut auf fleisch verzichten.

    Stimmen: 38 15,7%
  • Ich weiss nicht so genau.

    Stimmen: 1 0,4%
  • Etwas völlig anderes, ich bin was besonderes.

    Stimmen: 7 2,9%

  • Umfrageteilnehmer
    242

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ich habs sicher schon vorher mal gesagt aber hey, wieso nicht nochmal. Soll jeder essen, wozu er Lust hat, solange mich das nicht betrifft ist es mir wirklich egal. Ich mag Fleisch, ich weiss, wo´s herkommt und unter welchen Umständen es zu mir auf den Teller kommt und ich kann damit gut leben, fertig, Ende.
 
Ich meine doch, das Glod seine Argumentation sehr plausibel und sachlich dargelegt hat. Ich kann da auch keine Provokation erkennen. Ich muss sagen, dass ich ihm auch durchaus zustimme.

Provokation gibt es aber auf beiden Seiten. Das beste wäre wohl, man akzeptiert, dass sein Gegenüber Fleisch isst/nicht isst. Mal davon ab wird man der Menschheit Fleisch essen wohl niemals austreiben. Ist wie mit dem Rauchen oder dem Alkohol. Der Mensch macht nunmal nicht immer das, was am besten wäre.
 
Oxblood schrieb:
Ich habs sicher schon vorher mal gesagt aber hey, wieso nicht nochmal. Soll jeder essen, wozu er Lust hat, solange mich das nicht betrifft ist es mir wirklich egal. Ich mag Fleisch, ich weiss, wo´s herkommt und unter welchen Umständen es zu mir auf den Teller kommt und ich kann damit gut leben, fertig, Ende.

Natürlich ist das auch eine Sichtweise. Ich schreibe jetzt aber nicht, wie ich die einordnen würde :)
 
Oxblood schrieb:
Ich habs sicher schon vorher mal gesagt aber hey, wieso nicht nochmal. Soll jeder essen, wozu er Lust hat, solange mich das nicht betrifft ist es mir wirklich egal. Ich mag Fleisch, ich weiss, wo´s herkommt und unter welchen Umständen es zu mir auf den Teller kommt und ich kann damit gut leben, fertig, Ende.

Seh ich auch so, mit der kleinen Korrektur :D
Im Moment hab ich das Geld nicht, um Bio-Fleisch zu kaufen, auch wenn ichs gerne machen würde, da mir die Massenzucht-Bedingungen nicht passen.
Aber als Student ist das Geld nicht da, ich will nicht auf mein Hähnchen/Pute/Hackfleisch verzichten --> ich muss im Moment damit leben, dass Tiere für mich leiden. Nehm ich aber für eine zufriedenstellende Nahrung in Kauf. Ich brauch nicht jeden Tag Fleisch, aber ohne geht nicht.
Solang kauf ich bei Lidl mein Fleisch. Da ists billig und ich hab wenigstens die Sicherheit, dass die Qualität der Ware super ist. (bestätigen etliche Testergebnisse, DLG, Ökotest und zuletzt Stiftung Warentest)

Später, wenn ich mal Geld verdien, wird aber nur noch Biofleisch gekauft. Sonst kack ich auf Bio, nur bei Fleisch (und Eiern) ists mir wichtig, nicht nur wegen der Aufzucht, sondern auch wegen der Qualität. Am besten wäre direkt vom Bauernhof, wo ich mich selbst von den Lebensbedingungen der Tiere überzeugen kann.
 
In dem Zusammenhang kann ich übrigens das Fleisch von Edeka empfehlen. Ich kenne einen Landwirt, der ca. 100 Rinder hat und ausschließlich an Edeka liefert. Er sagte mir, die Qualitätskontrollen bei Edeka seien dermaßen hoch, dass es nicht einfach ist, den Auftrag zu halten. Mehrmals im Jahr kommen unangekündigte Kontrolleure, die sich die Haltung der Tiere, das Futter etc anschauen. Und eine Vorgabe von denen ist, dass die Tiere eine gewisse Zeit pro Jahr auf der Weide gehalten werden sollen.

Soweit ich das beurteilen kann, werden die Tiere bei diesem Landwirt schon relativ "human" behandelt.
 
BAZONG schrieb:
Ich lebe aber "tierärmer" oder weniger "tierintensiv" als andere durch meinen weitestgehenden Fleischverzicht (neben anderen, beachtenswerten Dingen, die man tun kann) und das hat definitiv Auswirkungen auf die Anzahl der Tiere, die während meines Daseins auf diesem Planeten gequält werden

Das bildest du dir leider nur ein. Nochmal: Die Tiere werden so oder so getötet und wenn du nicht wirklich Abstand von der kompletten Zivilisation nimmst und dich irgendwo in eine Berghütte zurückziehst, um dort von Gras und Blättern zu leben, wird kein Tier weniger getötet, nur weil du kein Fleisch isst, oder auf das eine oder andere Produkt verzichtest. Du kannst dir gern einreden, dass es so ist. Aber dabei bleibt es dann auch.

Das zeigt mir wieder, dass Du Dich nur sehr oberflächlich mit dem Thema befasst. Evin hat einen interessanten Link gebracht, wo man sehen kann, wieviele Agrarflächen nur für die Ernährung all der Viecher und damit dem Unterhalt unseres masslosen Fleischkonsums "vergeudet" werden. Haste aber schnell vergessen und/oder ausgeblendet ;)

Habe ich weder vergessen, noch ausgeblendet. Nützt nur defacto nicht das geringste, wenn diese Flächen da sind. Gehen wir doch einfach mal davon aus, dass wir allesamt auf Produkte verzichten, die nur durch den Tod von Tieren gewonnen werden können und das wir weiterhin die abartigen Zustände in den Viehzuchtbetrieben beenden und die Tiere obendrein nicht mehr mit Mastfutter füttern. Was wäre die Folge?

1) Ein großer Teil der Fläche, die jetzt für das Futter der Tiere draufgeht, geht anschließend als Weidefläche für z.B. die Kühe, Schafe etc. drauf. Irgendwas müssen die immerhin auch fressen und wir wollen weiterhin unsere Molkereiprodukte. Weitere Flächen werden vielleicht nicht mehr zum Getreideanbau für die Ernährung der Tiere genutzt. Da wird dann aber einfach Gras gezüchtet, denn irgendwie müssen die ganzen Tiere auch über den Winter kommen. Somit haben wir schon mal einen großen Teil der Flächen wieder verbaut, ohne auch nur den geringsten Nutzen durch den Verzicht auf Fleisch und weitere tierischen Produkte zu haben.

2) Der wichtige Punkt, den du immer noch nicht verstanden hast: UNZÄHLIGE Produkte fehlen jetzt in GRAVIERENDEN Mengen und müssen auf pflanzlicher Basis gewonnen werden. Gehen wir jetzt einfach mal davon aus, dass alles ersetzt werden kann und die Frage der Herstellung auch schon geklärt ist, so dass die Fabriken bloß einen Schalter umlegen müssen, damit von Tier auf Pflanze geswitched wird.
So muss z.B. die GESAMTE Lederindustrie auf alternative Produkte umstellen. Kunstleder wird z.B. auch aus Pflanzenfasern hergestellt. Sprich, die ganzen Schuhe, Jacken, Taschen, Gürtel, Hosen, Mäntel, Geldbörsen etc. etc. etc. - ALLES wird künftig anders hergestellt. Und auch wenn nicht alle möglichen Stoffe, eine natürliche Grundlage benötigen, ist wohl schwer davon auszugehen, dass wir uns künftig alle großflächig mit Polyester & Co. einkleiden, zumal das bei vielen Gegenständen eher kontraproduktiv wäre. Also müssen schon allein für die Textilindustrie massiv Agrarflächen zur Verfügung gestellt werden, damit die an ihre Rohstoffe kommen. Und das ist nur EIN Industriezweig. Es gibt unzählige weitere, die ebenfalls auf die Produkte angewiesen sind.
Nehmen wir z.B. mal die Bäcker. Wo kriegen die z.B. dann künftig ihr Schmalz her? Oder die Gelatine? Richtig - Pflanzen. Und wo wächst das Zeug dann? Und die haben vermutlich einen noch höheren Bedarf an dem Krempel als die Textilindustrie.
Und dann folgen die ganzen anderen Hersteller, die dringend auf ihren Kram warten und nicht jeder von denen wird einen Garten haben, der groß genug ist, um den Bedarf der Fabrik zu stillen.
Was jetzt an Getreideflächen für die Tierzucht draufgeht, ist nix im Vergleich zu dem, was wir brauchen, wenn wir künftig keine Produkte mehr nutzen wollen, für die Tiere getötet werden müssen.

3) Auch ein ganz wichtiger Punkt: Die Schlachtbetriebe laufen rund um die Uhr. Täglich werden da zig tausende Tiere getötet und sofort komplett verarbeitet. Beim Anbau von Pflanzen gibt es da ein kleines Problem. Man kann Pflanzen nicht rund um die Uhr produzieren. Es gibt Jahreszeiten, wo bestimmte Dinge einfach nicht wachsen. Auch wieder blöd. Wenn dann noch Ernteausfälle wegen miesem Wetter dazu kommen, oder Schädlingsbefall etc....oh boy. Ergo müssen wir viele der Rohstoffe einlagern, damit die Industrie nicht irgendwann über Nacht zusammenbricht. Das bedeutet aber, dass wir NOCH MEHR Agrarfläche brauchen, denn irgendwo muss der Überschuss ja herkommen. Und ich schätze mal arg, dass wir irgendwo in den vorangegangenen Zeilen die Fläche, die wir durch den Verzicht auf Getreideanbau zwecks Tierzucht schon längst überschritten haben.

4) Hab ich schon erwähnt, dass durch den Wegfall des Fleisches ein quantitativer Ersatz rangeschafft werden muss, der - you guessed it - auf Pflanzen basiert, die wiederum zusätzlich zum aktuellen Kontingent angebaut werden müssen und ergo Fläche benötigen? Dürfte nicht ganz irrelevant sein, wenn zig Millionen Fleischesser plötzlich u.a. Soja als Eiweißersatz benötigen.

Du siehst, ich habe gar nix ignoriert. Es ist nur so, dass die Annahme "Wenn wir kein Getreide o.ä. für Tiere anbauen, dann haben wir genug Ackerland für pflanzliche Ersatzstoffe" eine ziemliche Milchmädchenrechnung ist.
Natürlich könnte man an einigen Sachen drehen. So könnten wir z.B. gleich komplett zum Veganismus schwenken. Wenn wir komplett auf Tiere verzichten, dann brauchen wir auch keine Weideflächen für die. Wäre wieder ein Gewinn. Wir müssten zwar bloß die kompletten Bestände keulen und somit ganze Spezies ausrotten und...ach scheiße, da würde ja die komplette Molkereiindustrie ausradiert werden. Keine Milch, keine Eier und keine Schafwolle mehr...was wir da an zusätzlichen Flächen brauchen, um die entsprechenden Sojaprodukte etc. zu gewinnen. Eieieiei...
 
Glod schrieb:
Das bildest du dir leider nur ein. Nochmal: Die Tiere werden so oder so getötet und wenn du nicht wirklich Abstand von der kompletten Zivilisation nimmst und dich irgendwo in eine Berghütte zurückziehst, um dort von Gras und Blättern zu leben, wird kein Tier weniger getötet, nur weil du kein Fleisch isst, oder auf das eine oder andere Produkt verzichtest. Du kannst dir gern einreden, dass es so ist. Aber dabei bleibt es dann auch.

Nein, das ist keine Einbildung. Ich persönlich lebe weniger "tierintensiv", wenn ich meinen Konsum an tierischen Gütern zurückschraube. An dieser Feststellung ist überhaupt nichts falsch :deal:
Und wenn man dieses Verhalten ausdehnt, das heißt, wenn es mehrere tun, dann hat das auch Auswirkungen. Das steht außer Zweifel. Ist quasi wie mit der Pelzproduktion (Nerz und Co.). Weniger Verbrauch gleich weniger Herstellung. Ganz schlicht und einfach. Wo kein Bedarf vorhanden, da muß er nicht gestillt werden :deal:

Habe ich weder vergessen, noch ausgeblendet. Nützt nur defacto nicht das geringste, wenn diese Flächen da sind. Gehen wir doch einfach mal davon aus, dass wir allesamt auf Produkte verzichten, die nur durch den Tod von Tieren gewonnen werden können und das wir weiterhin die abartigen Zustände in den Viehzuchtbetrieben beenden und die Tiere obendrein nicht mehr mit Mastfutter füttern. Was wäre die Folge?

Hab ich gesagt, dass ich auf alles tierische verzichten will ? Wo habe ich das getan ? Ich rede von Herunterfahren dieser Überproduktion und des massiven Verbrauchs. Warum wohl werfen wir soviel weg oder exportieren abgelaufenes Gammelfleisch in die Dritte Welt ? Weil wir zuwenig essen, was ?? :D

1) Ein großer Teil der Fläche, die jetzt für das Futter der Tiere draufgeht, geht anschließend als Weidefläche für z.B. die Kühe, Schafe etc. drauf. Irgendwas müssen die immerhin auch fressen und wir wollen weiterhin unsere Molkereiprodukte. Weitere Flächen werden vielleicht nicht mehr zum Getreideanbau für die Ernährung der Tiere genutzt. Da wird dann aber einfach Gras gezüchtet, denn irgendwie müssen die ganzen Tiere auch über den Winter kommen. Somit haben wir schon mal einen großen Teil der Flächen wieder verbaut, ohne auch nur den geringsten Nutzen durch den Verzicht auf Fleisch und weitere tierischen Produkte zu haben.

Weniger Fleichverbrauch = weniger Tiere = weniger Futter = mehr Flächen frei für anderen Anbau.

2) Der wichtige Punkt, den du immer noch nicht verstanden hast: UNZÄHLIGE Produkte fehlen jetzt in GRAVIERENDEN Mengen und müssen auf pflanzlicher Basis gewonnen werden. Gehen wir jetzt einfach mal davon aus, dass alles ersetzt werden kann und die Frage der Herstellung auch schon geklärt ist, so dass die Fabriken bloß einen Schalter umlegen müssen, damit von Tier auf Pflanze geswitched wird.
So muss z.B. die GESAMTE Lederindustrie auf alternative Produkte umstellen. Kunstleder wird z.B. auch aus Pflanzenfasern hergestellt. Sprich, die ganzen Schuhe, Jacken, Taschen, Gürtel, Hosen, Mäntel, Geldbörsen etc. etc. etc. - ALLES wird künftig anders hergestellt. Und auch wenn nicht alle möglichen Stoffe, eine natürliche Grundlage benötigen, ist wohl schwer davon auszugehen, dass wir uns künftig alle großflächig mit Polyester & Co. einkleiden, zumal das bei vielen Gegenständen eher kontraproduktiv wäre. Also müssen schon allein für die Textilindustrie massiv Agrarflächen zur Verfügung gestellt werden, damit die an ihre Rohstoffe kommen. Und das ist nur EIN Industriezweig. Es gibt unzählige weitere, die ebenfalls auf die Produkte angewiesen sind.
Nehmen wir z.B. mal die Bäcker. Wo kriegen die z.B. dann künftig ihr Schmalz her? Oder die Gelatine? Richtig - Pflanzen. Und wo wächst das Zeug dann? Und die haben vermutlich einen noch höheren Bedarf an dem Krempel als die Textilindustrie.
Und dann folgen die ganzen anderen Hersteller, die dringend auf ihren Kram warten und nicht jeder von denen wird einen Garten haben, der groß genug ist, um den Bedarf der Fabrik zu stillen.
Was jetzt an Getreideflächen für die Tierzucht draufgeht, ist nix im Vergleich zu dem, was wir brauchen, wenn wir künftig keine Produkte mehr nutzen wollen, für die Tiere getötet werden müssen.

Ach, Du gibst Deine Knochen zurück und bekommst Pfand dafür, wegen der Gelatineherstellung ? Wahnsinn ;)
Nochmal: Ich habe hier nirgends einen vollkommenen Verzicht auf jedes tierische Produkt gefordert. NIRGENDS !!!! :deal:
Ich schreibe das aber gerne noch 50 Mal hier rein ;)

3) Auch ein ganz wichtiger Punkt: Die Schlachtbetriebe laufen rund um die Uhr. Täglich werden da zig tausende Tiere getötet und sofort komplett verarbeitet. Beim Anbau von Pflanzen gibt es da ein kleines Problem. Man kann Pflanzen nicht rund um die Uhr produzieren. Es gibt Jahreszeiten, wo bestimmte Dinge einfach nicht wachsen. Auch wieder blöd. Wenn dann noch Ernteausfälle wegen miesem Wetter dazu kommen, oder Schädlingsbefall etc....oh boy. Ergo müssen wir viele der Rohstoffe einlagern, damit die Industrie nicht irgendwann über Nacht zusammenbricht. Das bedeutet aber, dass wir NOCH MEHR Agrarfläche brauchen, denn irgendwo muss der Überschuss ja herkommen. Und ich schätze mal arg, dass wir irgendwo in den vorangegangenen Zeilen die Fläche, die wir durch den Verzicht auf Getreideanbau zwecks Tierzucht schon längst überschritten haben.

Ach und was ist schlimm, wenn ich im Winter keine Kirschen zu essen bekomme oder nur im Einmachglas ??
Obst/Gemüse nur saisonbedingt zu konsumieren ist natürlich ein weiterer Eckpfeiler bewußter Ernährung. Stichwort Transportkosten und Umweltbelastung.

4) Hab ich schon erwähnt, dass durch den Wegfall des Fleisches ein quantitativer Ersatz rangeschafft werden muss, der - you guessed it - auf Pflanzen basiert, die wiederum zusätzlich zum aktuellen Kontingent angebaut werden müssen und ergo Fläche benötigen? Dürfte nicht ganz irrelevant sein, wenn zig Millionen Fleischesser plötzlich u.a. Soja als Eiweißersatz benötigen.

Hab ich schon erwähnt, dass ich NIRGENDS von völligem Verzicht aller tierischen Produkte geredet habe ?? Habe ich nicht. Also tu ich es erneut: Es geht mir nicht um einen völligen Verzicht ab einem bestimmten Punkt, es geht mir um ein Herunterfahren des immensen Fleischverbrauchs und damit einer Einflußnahme auf die Industrie, die eh schon an Überproduktion leidet, daher ist das Zeugs auch so billig geworden. Fleisch war früher deshalb so selten in der Küche, weil es ein teures Nahrungsmittel war. Heute ist Fleisch ein Billigprodukt im Discounter. Irgendwas stimmt hier nicht mehr, was die Relation angeht.
Soll ich es nachher nochmal schreiben ??? ;)

Du siehst, ich habe gar nix ignoriert. Es ist nur so, dass die Annahme "Wenn wir kein Getreide o.ä. für Tiere anbauen, dann haben wir genug Ackerland für pflanzliche Ersatzstoffe" eine ziemliche Milchmädchenrechnung ist.
Natürlich könnte man an einigen Sachen drehen. So könnten wir z.B. gleich komplett zum Veganismus schwenken. Wenn wir komplett auf Tiere verzichten, dann brauchen wir auch keine Weideflächen für die. Wäre wieder ein Gewinn. Wir müssten zwar bloß die kompletten Bestände keulen und somit ganze Spezies ausrotten und...ach scheiße, da würde ja die komplette Molkereiindustrie ausradiert werden. Keine Milch, keine Eier und keine Schafwolle mehr...was wir da an zusätzlichen Flächen brauchen, um die entsprechenden Sojaprodukte etc. zu gewinnen. Eieieiei...

Zu all dem Geblubber bleibt mir nur die Frage, wie man denn vor 50 Jahren nur leben konnte, als man Fleisch nur Sonntags aß ? :deal:
Und wie schaffen es nur andere Länder/Völker mit weit geringerem Pro-Kopf-Fleischkonsum, weiter zu existieren ?? Müßten die nicht alle augenblicklich tot umfallen ? Fragen über Fragen.

Und zum Abschluß nochmal: Ich bin nicht am Veganismus interessiert und fordere ihn nicht, geschweige denn verteidige ich ihn gar. Du mußt da irgendwas vollkommen mißverstehen ;)
 
Sorry Bazong, aber du hast gar nix von dem verstanden, was ich geschrieben habe. Für dich sind Fleisch und der Rest eines Tieres immer noch zwei verschiedene Paar Schuhe.

Nur zu deiner Frage, warum wir soviel Fleisch vergammeln lassen. Das ist nämlich die Antwort auf meine ganzen Ausführungen: Wir verbrauchen das Fleisch gar nicht, aber den REST der Tiere brauchen wir trotzdem. Der vergammelt nirgendwo. Ergo ändert Fleischverzicht nullkommanix am massenhaften Töten der Tiere, außer das die Gammelfleischberge noch höher werden. Weiß nicht, was daran so schwer zu verstehen ist.
 
BAZONG schrieb:
Ach und was ist schlimm, wenn ich im Winter keine Kirschen zu essen bekomme oder nur im Einmachglas ??

Es redet niemand von Obst...sondern von den Hunderten (wohl mehr Tausenden) Produkten in denen sich Teile vom Schwein befinden bzw. Teile vom Schwein zur Herstellung benötigt werden.

Wenn wir all diese Dinge so gut wie es geht durch Pflanzliche Alternativen ersetzten, bekommen wir eben neben den Platzproblemen auch zu den Problemen die eben mit Pflanzen verbunden sind...Jahreszeiten, Krankheiten, Wetter.
 
Also doch. Wir essen zuwenig Fleisch :D

Ernsthaft: Das würde dann implizieren, dass jedes Tier bis auf den letzten Knochen dringend benötigt und letztlich auch verarbeitet würde. Das glaube ich nicht und das wird auch mit Sicherheit nicht der Fall sein.
Auch denke ich, dass die dranhängenden Industrien ebenfalls kritisch zu betrachten sind. Wer sagt denn, dass ich für Produkt X oder Y unbedingt auf tierische Vorstufen zurückgreifen muß ?
Ein Vegetarier wird sicher nicht beim Fleischverzehr Halt machen. Jemand, dem die Massentierhaltung ein Dorn im Auge ist, mit Sicherheit ebenfalls nicht :deal:

Ich frage nochmal: Wieso können dann andere Gesellschaften mit weit weniger Pro Kopf-Fleischverbrauch auf gleichem (oder gar besserem) Niveau leben/existieren als wir hier in Deutschland ?
Haben z.B. Japaner dann Schuhe aus Fischhaut oder was ? Weil die weniger Fleisch verbrauchen, aber mehr Fisch ?
 
:fp:

Du kannst gerne glauben, was du willst, aber du änderst auch nichts daran, dass sogar Zigaretten und Munition tierische Teile enthalten.
Und was die nicht tierischen Vorstufen angeht...tja, siehe oben. Irgendwo muss das Zeug wachsen. Aber das verstehst du ja anscheinend auch nicht. Und natürlich rennen Japaner nicht mit Schuhen aus Fischhäuten rum. Dafür gibt es ja die Globalisierung. :roll:
 
Raszagal schrieb:
Es redet niemand von Obst...sondern von den Hunderten (wohl mehr Tausenden) Produkten in denen sich Teile vom Schwein befinden bzw. Teile vom Schwein zur Herstellung benötigt werden.

Wenn wir all diese Dinge so gut wie es geht durch Pflanzliche Alternativen ersetzten, bekommen wir eben neben den Platzproblemen auch zu den Problemen die eben mit Pflanzen verbunden sind...Jahreszeiten, Krankheiten, Wetter.

Das sind ebenfalls lediglich Vermutungen. Durch nichts belegbar. Du glaubst daran, ich an etwas anderes ;)

@ flexx
Ich halte Fleisch für zu billig angeboten. Kannst Du anders sehen. Gerne.
 
Glod schrieb:
Sorry Bazong, aber du hast gar nix von dem verstanden, was ich geschrieben habe. Für dich sind Fleisch und der Rest eines Tieres immer noch zwei verschiedene Paar Schuhe.

Nur zu deiner Frage, warum wir soviel Fleisch vergammeln lassen. Das ist nämlich die Antwort auf meine ganzen Ausführungen: Wir verbrauchen das Fleisch gar nicht, aber den REST der Tiere brauchen wir trotzdem. Der vergammelt nirgendwo. Ergo ändert Fleischverzicht nullkommanix am massenhaften Töten der Tiere, außer das die Gammelfleischberge noch höher werden. Weiß nicht, was daran so schwer zu verstehen ist.

Ich finde es köstlich mit wie viel Verve du versuchst eine Utopie zum Einsturz zu bringen. Die Utopie, unsere Gesellschaft könne von heute auf morgen fleischlos werden.
Du redest von "plötzlich" verändertem Bedarf, von Industrien, die "über Nacht" zusammenbrechen könnten, von "Ausrottung" ganzer Spezien im Handstreich.

Hinzu kommt, dass deine Argumentation auf der Behauptung fußt, jegliche Schlachtabfälle (ich wiederhole das Wort: Schlachtabfälle) würden unabdingbar in der aktuell produzierten Menge benötigt, so dass fast der Eindruck entsteht, man wäre als Vegetarier gar ein schlechterer Mensch, der nicht zur Generierung benötigter Rohstoffe bereit wäre. :lol:

Glod schrieb:
:fp:

Du kannst gerne glauben, was du willst, aber du änderst auch nichts daran, dass sogar Zigaretten und Munition tierische Teile enthalten.

SOGAR Zigaretten und Munition?!? Oha, da bin ich aber baff. Vielleicht sollte ich meinen Vegetarismus doch mal überdenken ... :roll:
 
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