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Vegetarier oder nicht, das ist hier die Frage!

Vegetarier oder was?

  • Ja, ich bin vegetarier!

    Stimmen: 13 5,4%
  • Ich bin sogar Veganer!

    Stimmen: 0 0,0%
  • Ich bin Situationsvegetarier, gewisse Fleischsorten esse ich nicht (zb weil Tier XY zu knuffig ist)

    Stimmen: 14 5,8%
  • Ich war mal vegetarier

    Stimmen: 4 1,7%
  • Ich glaub ich werde vegetarier

    Stimmen: 3 1,2%
  • Das käme für mich niemals in Frage, ich brauche Fleisch.

    Stimmen: 123 50,8%
  • Ich würde am liebsten nur Fleisch essen.

    Stimmen: 39 16,1%
  • Nein aber ich kann gut auf fleisch verzichten.

    Stimmen: 38 15,7%
  • Ich weiss nicht so genau.

    Stimmen: 1 0,4%
  • Etwas völlig anderes, ich bin was besonderes.

    Stimmen: 7 2,9%

  • Umfrageteilnehmer
    242

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

@ Alexicious
Ob man sich ganz aus Allem raushalten kann, ist fraglich. Ohne Schuld ist nahezu unmöglich.
Weißt Du denn genau, ob das PVC bei Deinen Figuren nicht mit Erdöl aus Nigeria oder Sibirien gemacht wurde ?
Oder das Leder Deiner Kleidung ? Wie ist das genau entstanden ? Ist es immer Recyclingpapier, aus dem Deine Bücher sind ?
"Dreck am Stecken" hat jeder irgendwie.
 
Alexicious schrieb:
In Österreich ist Käfighaltung seit dem letzten Jahr komplett verboten, in Deutschland seit 2010, also kriegt man das hier soweit eh nicht mehr.

Meines Wissens ist zumindest in Deutschland nur die Käfighaltung verboten, nicht aber der Handel mit Eiern aus Käfighaltung. Gibts zumindest im REWE bei mir um die Ecke noch stapelweise.

Auch in weiterverarbeiteten Produkten werden noch Massen an Eiern aus Käfighaltung verarbeitet.
 
BAZONG schrieb:
@ Alexicious
Ob man sich ganz aus Allem raushalten kann, ist fraglich. Ohne Schuld ist nahezu unmöglich.
Weißt Du denn genau, ob das PVC bei Deinen Figuren nicht mit Erdöl aus Nigeria oder Sibirien gemacht wurde ?
Oder das Leder Deiner Kleidung ? Wie ist das genau entstanden ? Ist es immer Recyclingpapier, aus dem Deine Bücher sind ?
"Dreck am Stecken" hat jeder irgendwie.

Bei meiner Kleidung achte ich tatsächlich verstärkt auf Herkunft und unter welchen Bedingungen sie produziert wurden. (Was natürlich nicht bedeutet, dass ich alte Sachen jetzt deswegen weghaue...) Meine Winterstiefel vom letzten Jahr sind noch gut, also trage ich sie diesen Winter wieder, sollten sie den nicht überleben (wovon ich allerdings nicht ausgehe), kommen nächstes Jahr auch in dem Bereich besser hergestellte (sprich, möglichst nicht in Südost fabriziert, faire Löhne/Arbeitsbedingungen, wenn's geht bio, usw...) es ist schwierig, "saubere Kleidung" zu finden.

Aber ja, ich stimme dir zu, dass es gerade bei Plastikzeug (Spielzeug, Spielekonsolen/Computer, Handys, etc.) nicht wirklich irgendwelche Alternativen gibt, selbst, wenn man wollte... :( (Siehe dazu auch das "Schwarzbuch Markenfirmen")
 
Glod schrieb:
BAZONG schrieb:
Naja, "die Natur" hat auch eingerichtet, dass Männer stärker sind als Frauen (Sexualtrieb anyone ?) und deshalb dürfen wir vergewaltigen, was das Zeug hält oder was ?

Ist bei so ziemlich allen Spezies der Fall.

Und das ist auch gut so. Man sieht ja was passiert wenn die Natur sich denkt, sie könne mal das Weibchen stärker machen.
Gottesanbeterin oder schwarze Wittwe.. die töten Ihren Partner nachm Sex.
Gibste den Weibern einmal die Macht du.. nene.
 
BAZONG schrieb:
Habe ich und es stimmt nicht ganz. Es gibt Tiere, die sich selbst befriedigen oder die selbst Männchen besteigen. Es ist also nicht nur ein Akt der Fortpflanzung.

Natürlich gibt es auch Tiere, die Sex zum Spaß haben. Das ist speziell bei den höher entwickelten Spezies der Fall (diverse Menschenaffen, Delfine etc.). Trotzdem dreht sich Sex im Tierreich in allererster Linie um Fortpflanzung. Nur wir haben es wieder mal geschafft, den ganzen Sinn mehr oder weniger zu pervertieren, indem wir den eigentlichen Zweck von Sex nach Möglichkeit verhindern wollen und uns stattdessen Colaflaschen in den Hintern schieben und das dann als Video ins Internet stellen.

Möglich. Da findest Du aber Tausend verschiedene Meinungen.

Die Meinungen mag es geben. Faktisch ist es aber so, dass wir am Anfang immer eine gute Idee haben. Aber dann gibt es immer Gruppen, die diese Idee nehmen und bis ins Extrem übersteigern. Wieder andere rasten dann total aus. Ein Beispiel sind hier die hier im Thread erwähnten Veganer. Diese werden dann wieder von den Rohköstlern getoppt etc. Wird wahrscheinlich nicht mehr lange dauern, bis es Gruppen gibt, die die Aufnahme jeglicher natürlicher Nahrung verweigern, weil da ja ein Grashalm dabei zu Schaden kommen könnte.
Und es ist scheißegal, ob du das auf Ernährung, Aussehen, Religion, Medizin etc. anwendest -alles, was ursprünglich mal eine gute Idee war, wurde früher oder später von jeder Menge Spinnern zum Exzess verzerrt. Besonders schlimm war das, wenn diese Spinner obendrein noch Macht hatten/haben (Beispiel Religion) Und gerade in unserer Zeit wird das immer schlimmer, weil die Informationsgeschwindigkeit so extrem hoch ist.

Aber da Du nicht auf der Strasse schläfst (??), kackst Du da ja auch hin. Mitten auf die Kreuzung. Oder etwa doch nicht ?? ;)
Du wirst doch so ein simples Gleichnis verstehen ;)
Läufst Du im Sommer draußen nackt herum ? Unsere Vorfahren taten das. Das ist doch "Natur".
Worauf ich hinaus will ? Dass wir Menschen nicht mehr "nur Natur" sind und das auch im täglichen Leben seine Verwendung findet, was ich gut finde.

Was meinst du mit "wir Menschen?" Diese Leute hier?

san_2.jpg


Die San zählen wohlgemerkt zum ältesten Volk der Welt und sind nach Ansicht von Wissenschaftlern womöglich der Wurzel des menschlichen Stammbaums zu zuordnen. Oder bedeutet "wir Menschen" für dich das hier:

1155860.jpg


Oder meinst du eine der vielen Zwischenstufen, die es auf unserem Planeten gibt? Wer genau ist "Wir Menschen"?
Was die Natur Sache angeht - Nackheit war über den größten Zeitraum der Existenz der menschlichen Rasse überhaupt kein Problem. Wer hat es zum Problem gemacht? Ein Haufen Spinner, der eine anfangs gute Idee mal wieder pervertieren musste. In dem Fall sprechen wir von der Religion. Nur der Mensch konnte die natürlichsten Sachen der Welt nehmen und als Sünde bzw. von Gott nicht gewollt deklarieren. Da man das nun über mehrere Jahrhunderte intensiv betrieben und in die Köpfe der Menschen gehämmert hat, sind wir jetzt soweit, dass hier

u_USA_SUPER_BOWL__Janet_Jackson_und_Justin_Timberlake.jpg


einen schweren Skandal auslöste, bei dem Zuschauer sich beschwerten und MTV fortan von der NFL Halbzeitshow ausgeschlossen wurde. Es wurden Klagen eingereicht und als weitere Folge werden seitdem wichtige Shows um wenige Sekunden verzögert ausgestrahlt, damit solche dramatischen Ereignisse den Menschen nicht mehr zugemutet werden müssen.
Hallo? Geht's noch?
Der Grund, warum wir nicht mehr nackt draußen rumlaufen, ist nicht der, dass wir uns als Mensch so toll weiterentwickelt haben. Der Grund ist der, dass uns so lange eingeredet wurde, dass das schmutzig und böse ist, bis wir es geglaubt haben.
Und was das Kacken angeht: Wir Menschen haben uns schon vor sehr langer Zeit darauf geeinigt, dass wir die stinkenden Haufen nicht unbedingt direkt vorm Haus haben wollen. Das ist keine Errungenschaft der Neuzeit. Will gar nicht wissen, wann einer das erste Mal zum Kacken aus dem Zeltlager ging. Das wir uns dazu jetzt aber in einer Kammer einschließen und um Gotteswillen bloß nicht dabei gesehen und gestört werden wollen, ist auch nur wieder ein Resultat geistiger Bearbeitung durch sogenannte Gutmenschen. Wir schämen uns unserer natürlichen Körperfunktionen und finden es abstoßend und eklig (ich nehme mich da nicht aus). Ganz großes Kino.

Fleisch war früher eventuell lebenswichtig, ob es das heute noch ist, vor allem in hochentwickelten Ländern wie dem Unseren, stelle ich halt in Frage. Kein Mensch braucht mehr diese Kalorienmenge wie zu vergangenen Tagen, als man noch körperlich schuften mußte oder mangels Wissen über Ackerbau und Zucht den Viechern nachstellte. Auch hier gibt es eine Evolution in der Versorgung des Körpers.

Wenn's nur nach der Kalorienmenge ginge, dann wundert man sich doch, dass die Evolution Tiere zugelassen hat, die statt zwei Steaks lieber mehrere Kilo an Heu, Gras etc. fressen. Es gibt beim Fleisch aber eben noch andere Aspekte wie eben das erwähnte Vitamin B12, welches unser Körper nicht selbst herstellen kann, aber auch dringend braucht. Und das kriegt man am einfachsten über Fleisch.

Und IMO ist unser Fleischkonsum deutlich zu hoch und geht zu Lasten der Umwelt. "Herz und Hirn" könnten über den Trieb siegen, so wie es in anderen Bereichen (Sexualtrieb, Selbsterhaltungstrieb usw.) auch bereits der Fall ist.

Da hast du vollkommen Recht. Wie ich bereis mehrfach sagte: Wir nehmen so gut wie alles und verzerren es ins Extreme. Da zählt natürlich auch der Fleischkonsum dazu.

Der Stärkere dominiert den Schwächeren. Das ist naturgegebenes Recht des Menschen, bis hin zur letzten Konsequenz ? Sehe ich pauschal nicht so.

Womit wir wieder bei den eingebildeten Rechten wären. Denkst du, ein Hai ist der Ansicht, dass er das Recht hat, eine Robbe zu fressen? Der macht das einfach, weil es nun mal so ist. Da ist nix mit Rechten und der Frage, wer der bessere Teil der Schöpfung ist. Ein Hai frisst eine Robbe, weil sie Teil seiner Nahrung ist. Punkt.
Wir hingegen stellen uns wieder hin und behaupten, dass wir die Krone der Schöpfung darstellen und dass Gott uns den Planeten untertan gemacht hat. Und dann faseln wir noch was vom Recht des Stärkeren blablabla...alles nur wieder heiße Luft aus unseren überzüchteten Hirnen.
Und der Hai (der Starke) dominiert die Robbe (der Schwache) auch nicht. Vielmehr leben beide Arten miteinander im Gleichgewicht. Der Hai wird nie zuviele Robben fressen und wenn er es doch tut bzw. die Robben anderweitig sterben (z.B. weil wir kleine Genies kommen und dringend Robbenfelle zwecks Cashmaximierung brauchen), dann sterben auch soundsoviele Haie, bis sich das Ganze wieder eingepegelt hat. Und im Grunde machen wir Menschen nichts anderes. Wir haben es nur wieder - und das schreibe ich jetzt bestimmt zum 10. Mal und mittlerweile sollte es wohl auch einleuchten - komplett ins Extreme gezogen. Und wer ist daran schuld? Genau...der hier (bzw. längst nicht alles davon sondern nur die Großhirnrinde, denn da sitzt unser Verstand):

Gehirn1.gif


PS: Wenn du sagst, dass es eine Lüge wäre, Fleischkonsum als gegeben zu bezeichnen, dann solltest du dich mal eine ganze Zeit lang so ernähren, wie es wirklich empfohlen wird. Und dann achte mal auf die Signale deines Körpers. Du wirst merken, dass du Appetit auf Fleisch verspürst. Und das ist ein sehr deutliches Indiz dafür, dass der Verzehr naturgegeben ist, denn der Körper schert sich einen Scheiß darum, was das Gehirn sagt. Der bestellt das, was fehlt und das Gehirn hat dann lediglich die Funktion, dir diese Bestellung verständlich zu machen.
Ist übrigens genau das Gleiche wie Appetit auf Süßes, Salziges etc. Glaub bitte nicht, dass dein Gehirn deinem Körper vorschreiben kann, was auf den Speiseplan kommt und was nicht. Es gibt nicht umsonst solchen Müll wie Tofuwurst, mit der das Geschmackserlebnis normaler Wurst simuliert werden soll.
 
Glod schrieb:
PS: Wenn du sagst, dass es eine Lüge wäre, Fleischkonsum als gegeben zu bezeichnen, dann solltest du dich mal eine ganze Zeit lang so ernähren, wie es wirklich empfohlen wird. Und dann achte mal auf die Signale deines Körpers. Du wirst merken, dass du Appetit auf Fleisch verspürst. Und das ist ein sehr deutliches Indiz dafür, dass der Verzehr naturgegeben ist, denn der Körper schert sich einen Scheiß darum, was das Gehirn sagt. Der bestellt das, was fehlt und das Gehirn hat dann lediglich die Funktion, dir diese Bestellung verständlich zu machen.
Ist übrigens genau das Gleiche wie Appetit auf Süßes, Salziges etc. Glaub bitte nicht, dass dein Gehirn deinem Körper vorschreiben kann, was auf den Speiseplan kommt und was nicht. Es gibt nicht umsonst solchen Müll wie Tofuwurst, mit der das Geschmackserlebnis normaler Wurst simuliert werden soll.

Selbstverständlich ist der Hang zu Fleischkonsum beim Menschen anerzogen und nicht "naturgegeben", geschweige denn lebensnotwendig. Bisher gibt es keinen eindeutigen Beweis, dass Fleischverzehr lebenswichtig für den Menschen ist.

In Indien leben knapp 25% Vegetarier aus ethischen Gründen. Die sind nicht weniger fit oder träge als andere Menschen auch.
Und die Lebensnotwendigkeit von Salzen/Mineralien mit Fleischkonsum gleichzustellen, halte ich für Humbug. Ohne Salz kann ich nicht leben, ohne Fleisch sehr wohl.


Zum Rest hat Nero bereits meine Ausführungen wiederholt bzw. präzisiert. Es ging mir beim Nacktheits-Beispiel nicht um "den Menschen", es ging mir darum, dass nicht jeder irgendwann in grauer Vorzeit einmal als "natürlich" geltender Zustand auf alle Ewigkeit übernommen und beibehalten werden muß bis zum St. Nimmerleinstag. Aber das weißt Du und deshalb wundere ich mich, warum Du hier so herumeierst.
 
BAZONG schrieb:
Selbstverständlich ist der Hang zu Fleischkonsum beim Menschen anerzogen und nicht "naturgegeben", geschweige denn lebensnotwendig. Bisher gibt es keinen eindeutigen Beweis, dass Fleischverzehr lebenswichtig für den Menschen ist.

Wie schon gesagt: Wenn dein Körper signalisiert, dass er Fleisch braucht, dann ist das eine Entscheidung, die nichts aber auch gar nichts mit dem Verstand zu tun hat. Das ist eine direkte Bedarfsmeldung und die bezieht sich auch nicht auf das Fleisch als solches sondern auf die Stoffe, die der Körper daraus gewinnt.
Was den Fitnessgrad von Vegetarieren angeht, es gibt auch z.B. sehr dicke Leute, die sich pudelwohl fühlen (die Mehrzahl). Das sagt noch nichts über ihren faktischen Gesundheitszustand aus. Und wie ich schon sagte, kann man diverse Dinge aus dem Fleisch auch auf anderem Weg ersetzen. Nur geht das eben lange nicht so gut und man muss dann genau wissen, was man zu machen hat, damit man eine vergleichbare Wirkung erzielt.

in grauer Vorzeit einmal als "natürlich" geltender Zustand auf alle Ewigkeit übernommen und beibehalten werden muß bis zum St. Nimmerleinstag.

Natürlich weiß ich das, aber das ist doch genau das, worüber ich schreibe. Irgendwas GILT als natürlicher Zustand. Irgendwas wird definiert. Aber das geschieht nicht durch ein Fortschreiten der Entwicklung des Menschen bzw. des Planeten sondern einzig und allein nur auf geistiger Ebene. Es ist eine Illusion von Tatsachen. Die längste Zeit der Menschheit war Nacktheit völlig normal. Dann GALT sie plötzlich als verpönt. Das ändert aber rein gar nichts am Zustand der Nackheit selber. Wir machen nur was anderes draus, indem wir immer wieder neu definieren. Einunderselbe Zustand kann über die Jahrhunderte immer wieder andere Definitionen erfahren. Die alten Griechen huldigten dem idealen Körper. Dann kam eine Phase, wo Dicksein schön war (Stichwort Rubensfrauen). Jetzt ist es wieder hässlich. Hat sich am Dicksein selbst irgendwas geändert? Waren wir früher auf schöne Weise dick? Nein.

Und genauso ist es mit dem Fleischessen. Die ganze Zeit völlig okay. Dann kommen plötzlich ein paar Spinner an und sagen, dass es böse ist, dieses und jenes Fleisch zu essen, weil Gott meint, dass es unkoscher wäre, oder weil die betreffenden Viecher auf einmal heilig sind.
Wieder einige Zeit später kommen plötzlich welche an und sprechen von den Rechten der Tiere und dass man sie nicht essen dürfte blablabla. Je nachdem wie die sich durchsetzen können, ist vielleicht in ein paar Jahren der Verzehr von Fleisch in der Gesellschaft verpönt.
Und dann? Dann dauert es vielleicht 20 Jahre, bis wieder einer auf den Trichter kommt und dann vergehen nochmal 10 Jahre, bis Mc Donalds wieder richtige Burger im Angebot hat.
Und hat sich im Verlauf der ganzen Zeit IRGENDETWAS am Aspekt des Fleischverzehrs geändert? Nein. Es ist immer noch das Gleiche wie vor 100.000 Jahren. Tier tot, Fleisch lecker. Wir haben es lediglich geschafft, die ganze Angelegenheit auf immer wieder andere Weise zu definieren und dabei haben wir keine faktischen Veränderungen des Zustands genutzt sondern nur ausgedachte Regeln und Gesetze.

Und das meine ich mit "Natur". Wir können uns gern Dinge ausdenken und versuchen, irgendwie danach zu leben. Aber wir ändern rein gar nichts an den eigentlichen Zuständen. Das sieht man schon allein daran, dass Raubtiere auch weiterhin jagen und fressen werden, egal was für angebliche Rechte wir ihren Nahrungsquellen attestieren. Oder wollen wir dann plötzlich Löwen & Co wegen krimineller Aktivitäten einsperren und zu Vegetariern umzüchten?
Die Natur besteht aus Fressen und gefressen werden. Da können wir uns Ideale stricken, wie wir wollen. Das einzig Sinnvolle, was wir tun können ist, vor unserer eigenen Türzu kehren. Und damit meine ich nicht, den Fleischverzehr komplett einzustellen. Damit meine ich, dass dafür gesorgt wird, dass die absolut abartigen Zustände in der Tierzucht abgeschafft werden. Aber das ist natürlich auch ein Problem, denn dem gegenüber steht ein weiteres Produkt unserer genialen Hirne: Wert/Geld. Auch nur imaginäre Scheiße ohne Bezug zur Realität (and again - in der letzten Zeit wieder extrem pervertiert) aber defacto der Antriebsmotor für all die anderen Luftschlösser, die wir uns in unserem Wahn gezimmert haben.

@ HiRes

Warum denn nicht. Interessanter als eine CV-Diskussion bei GT5 finde ich das allemal.
 
Glod schrieb:
Wie schon gesagt: Wenn dein Körper signalisiert, dass er Fleisch braucht, dann ist das eine Entscheidung, die nichts aber auch gar nichts mit dem Verstand zu tun hat.

Wenn der Fleischkonsum nicht anerzogen ist, wie erklärst du dir dann dass sich der Pro-Kopf-Verbrauch in den letzten 50 Jahren sicher verdoppelt bis verdreifacht hat?
Konsum an sich liegt sicherlich in unserer Natur und unterlag einem evolutionären Prozess. Aber 50 Jahre sind für die Evolution nichtmal der Bruchteil eines Augenzwinkerns. Wenn hier also eine signifikante Steigerung stattgefunden hat, dann kann es nur "Lifestyle", sprich anerzogen sein.


Und hat sich im Verlauf der ganzen Zeit IRGENDETWAS am Aspekt des Fleischverzehrs geändert? Nein.

Doch.
Verglichen mit früher™, wird es heutzutage einfach auf die Spitze getrieben.

Hier führe ich nur noch stichpunktmäßig bereits erwähnte Sachen an:
• eigene Züchtungen, die quasi nur noch einem Ziel dienen
• immer mehr unerwünschte Nebenprodukte (zB Hähne bei auf "Eiproduktion optimierten Rassen" )
• Reihe an folgenschweren Konsequenzen (BSE, Überfischung der Meere, Raubbau an der Natur, Hungersnöte, uswusf)
• massive Umweltbelastung
• Resistenzen gegenüber Medikamenten
• ...

Das sind für mich Punkte, die sehr wohl dem heutigen Fleischkonsum zuzuschreiben sind.

Früher™, als diese Industrie nicht so globalisiert war, gab's halt den Lokalen Bauern, der seine Viecher mit Heu gefüttert hat, welches er auf seinen Wiesen angebaut hat.

Heute werden quadratkilometer große Abschnitte im Regenwald abgebrannt, um Soja anzubauen, das in irgendwelchen Mastbetrieben mit zigtausend Tieren gemeinsam mit zu Fischmehl verarbeiteten Meeresgetier, welches mit Hightech-Trawlern aus dem Meer gezogen wird, verfüttert wird, während die örtliche Bevölkerung verhungert.

Edit: Den letzten Schachtelsatz bekomme ich nicht besser hin. :ugly:
 
flexx schrieb:
Evin schrieb:
Wenn der Fleischkonsum nicht anerzogen ist, wie erklärst du dir dann dass sich der Pro-Kopf-Verbrauch in den letzten 50 Jahren sicher verdoppelt bis verdreifacht hat?
Steigender Wohlstand?

Globalisierung, bessere zugänglichkeit, preisverbesserung durch effizientere massentierhaltung ich denke die liste kann man beliebig weiter führen und nirgendwo wird stehen "Weil mama und papa mir das so beigebracht haben" :ugly:
 
Ich hab grad Mühe deinen Beitrag zu deuten. :D
Meinst du das jetzt ironisch oder wolltest du meinen Punkt weiter ausführen? Die Aufzählungen von dir sind nämlich ziemlich passend, wie ich finde!
 
Evin schrieb:
Wenn der Fleischkonsum nicht anerzogen ist, wie erklärst du dir dann dass sich der Pro-Kopf-Verbrauch in den letzten 50 Jahren sicher verdoppelt bis verdreifacht hat?
Konsum an sich liegt sicherlich in unserer Natur und unterlag einem evolutionären Prozess. Aber 50 Jahre sind für die Evolution nichtmal der Bruchteil eines Augenzwinkerns. Wenn hier also eine signifikante Steigerung stattgefunden hat, dann kann es nur "Lifestyle", sprich anerzogen sein.

Die Antwort ist ganz einfach: Weil wir es können. Ein Hund könnte sich zum Beispiel auch rein vegetarisch ernähren. Trotzdem bevorzugt er Fleisch wenn er die Möglichkeit bekomm. Und wenn er öfter die Möglichkeit hat Fleisch zu bekommen nimmt er diese auch öfter wahr. Genau das selbe passiert bei uns.
 
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