Es gibt Tiere, die sich selbst befriedigen
Kannst du dazu ein Beispiel geben? Ich will das nicht anzweifeln, mich interessiert das jetzt einfach nur mal
Meine Meinung zu dem Thema:
Ich bin Fleischfresser und war es auch immer schon, habe mich aber bei der Umfrage dennoch für den Punkt entschieden, dass ich auf Fleisch verzichten könnte. Ich muss dazu sagen, dass bei der Bundeswehr sehr viel gegrillt wird und dieses Jahr hat es meine Einheit wirklich übertrieben. Nachdem ich über drei Monate so etwa jeden zweiten Tag Grillfleisch zu mir genommen habe, sind mir die Steaks und Würstchen richtig zuwider geworden. Ich habe meinen Fleischgenuss jetzt seit einiger Zeit stark reduziert, wobei das halt keine moralischen Beweggründe hat.
Von der moralischen Seite betrachtet, gibt es meiner Meinung nach zwei elemetare Sichtweisen. Die eine besagt, dass wir als Menschen uns zur Spitze der Evolution augeschwungen haben und somit die "stärkste" Rasse auf diesem Planeten sind. Das gibt uns das Recht, alle anderen Rassen zu unterjochen (Recht des Stärkeren). Der Wurm, der seinen Wirt von innen zerfrisst und ihn somit langsam dahinrafft, macht es auch aus einem Grund: Weil er es kann! Und das kann man auf alle Fleischfresser/Schädlinge etc im Tierreich hochdeklinieren. Was der Mensch all diesen Tieren vorraus hat, ist die Industrialisierung des Tötens, quasi der Einsatz des Holocaust für unser Fleisch.
Auf der anderen Seite kann man die Meinung vertreten, ob der Mensch nicht gerade dadurch, dass er sich zur Spitze der Evulotion augeschwungen hat, in der moralischen Verantwortung steht, alle Arten unter ihm zu schützen. Da wäre nur die Frage, würde sich die Ameise oder der Löwe zur Spitze aufschwingen, würde er ebenso die Arten unter sich schützen? (Ürbigens kann man auch als Fleischfresser diesen "Artenschutz" betreiben. Mann müsste nur die ganze Massenproduktion einstellen und neue Wege finden und den Fleischverzehr wahrscheinlich etwas einschränken).
Die Menschheit muss sich einfach entscheiden, welchen Weg sie gehen möchte. Und anscheinend hat sie sich klar entschieden. Der Nachteil an der Geschichte ist eben, dass wir die Tiere in der Massenfleischproduktion unnötig quälen und zu teils traurigen Bedingungen "leben" lassen. Ich sehe das System rein rational nicht gefährdet. Tiere wachsen nun mal nach, somit wird uns der "Rohstoff" nie ausgehen. Die Frage ist nur, ob wir damit leben können?
Ich selbst kann beiden Seiten etwas abgewinnen und habe daher auch keine klare Meinung zu dem Thema. Ich muss aber ehrlich gesagt auch zugeben, dass ich mit der Massenproduktion des Fleisches leben kann. Klar finde ich es nicht schön, wenn eine Millionen Hühner halb zerrupft zwischen toten und verletzten Tieren sowie Kot und Urin ihr Leben auf einer Fläche zu groß wie ihr Körper verbringen müssen. Natürlich haben mich die Bilder gerührt, die tausende Delphine in dieser japanischen Bucht in ihrem eigenen Blut schwimmend gezeigt haben. Aber seien wir mal erhlich. Auf der Erde gibt es min. eine Milliarde Menschen, die nicht besser leben und irgendwann genauso dahingeschlachtet werden.