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PS4/PC Uncharted 4: A Thief's End

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Ich find's ja lustig, dass Druckmann den Fokus von Häusereinstürzen, Explosionen, Granaten und Panzern auf persönliche, stillere Setpieces verschieben will, so im Stile von The Last of Us, aber alle trotzdem in erster Linie Kapitel 11 abfeiern, obwohl das schon die dritte oder vierte Konvoiactionpassage der Reihe ist. :ulgy:
War natürlich fett, aber für mich hatte Naughty Dog deutlich bessere Szenen in der Vergangenheit gehabt.
 
Vielleicht ist die Action eben das, was die meisten wollen. Unhängig davon, was für Prioritäten die Schreiber setzen. Und die Szene, ach was, das gesamte Kapitel ist absolut umwerfend gemacht. Wenn das also die gefeierte Szene sein soll, dann wohl zu Recht. Und wenn man nebenbei auch die ruhigen Passagen gekonnter inszeniert, ist das für das Spiel ja auch ein grosser Gewinn.
 
Also ich fand Kapitel 11 auch superb, aber mir persönlich hat Kapitel 4, Kapitel 14 (besonders direkt der Anfang) und der Epilog am meisten beedindruckt.
 
Ja, spreche halt nur von der Diskrepanz zwischen Schreiber und Spieler. Dass unabhängig von der Qualität der einzelnen Szenen, der Fokus des einen woanders liegt als der Fokus des anderen. Ist ja auch okay.
Mich haben bei Naughty Dog die Actionszenen nie wirklich begeistert. Dafür fehlt mir etwas die Individualität der Actionszenen. Es wird alles immer fetter, aber es fehlen originelle Ideen in diesen Szenen. Wenn ich da z.B. an die Konvoiszenen aus Indiana Jones denke, wo andauernd irgendwas Unerwartetes passiert, gepaart mit unterhaltsamen Sprüchen, gibt mir das deutlich mehr als immer wieder gepanzerte Fahrzeuge, die durch eine Stadt rasen, während alles in die Luft fliegt. Auch wenn Kapitel 11 da schon viel besser war als die Vorgänger.
Ich bin da auch eher Fan von anderen Naughty Dog-Szenen, dem Ende von The Last of Us, der ganzen Zoo-Szene, das Aufeinandertreffen von Elena und Chloe, die Auktion, das Setting im vorletzten U4-Abschnitt und so.
 
Die ruhigen Szene sind natürlich elementar für das Pacing, für sich gesehen aber wenig einprägsam. Wüsste keine Szene, die mir in Erinnerung geblieben wäre, den Epilog mal außen vor gelassen.
 
Ist aber eine Inszenierungssache. The Last of Us bietet mit den ruhigen Szenen die Höhepunkte. Wer erinnert sich da an das zigste gepanzerte Fahrzeug in der Stadt und wer an den Zoo? Aber gut, ich bin da eigen. Ich finde z.B. die Actionszenen aus den GTA-Spielen trotz der schwächeren Inszenierung dank der Originalität und den einzigartigen Situationen besser, z.B. die Rettung des Sohnes in V. Bei Naughty Dog gefallen mir die stillen Szenen extrem gut und ich bin froh, dass Druckmann weiter in die Richtung gehen will.
 
Uncharted baut mit den ruhigen Szenen den Spannungsbogen zu den Action-Explosionen auf. Dadurch wirken die Actionszenen noch besser und spektakulärer.

Leider hat Naughty Dog das bei der Spielumgebung nicht auch so gemacht. 15 Stunden nur spektakuläre Setpieces aneinandergereiht. Hat sich für meinen Geschmack sehr schnell abgenutzt. Da hätten auch ein paar durchschnittliche Landschaften reingehoört. Dann wären die sensationellen Ausblicke beeindruckender gewesen.
 
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