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TV TV total Bundestagswahl 2009 - 20:15 bei Pro7

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ja man muss nicht so tun, als ob es diese Leute nicht in der CDU geben würde. Wenn du gegen die SED komplett bist und keine Partei wählen willst, wo solche Leute drin sind, dann werd Nichtwähler und sei wenigstens konsequent. Nach der Wende haben alle Parteien die Leute mit offenen Händen empfangen und ihre Mitgliedszahlen ausgebaut. Mit SED Leuten.
 
Es geht nicht darum, dass es solche Leute in jeder Partei gibt. Spinner und Leute mit Dreck am Stecken gibts in jeder Partei. Es kommt aber drauf an, in welchen Positionen sie sitzen und welche Entscheidungsgewalt sie haben. Und bei der Linken sitzen sie immer noch an der Spitze. Unwählbare Spitzenpolitiker wie Schäuble gibts zwar auch in der CUD/CSU, aber bei der Linken ist es aufgrund ihrer Geschichte nochmal ne Nummer härter.
 
Iro schrieb:
zion. schrieb:
Als ob die Wähler der FDP nur Ansatzweise eine ähnliche Motivation wie
die der LINKEN hätten. Da muss ich nur die Entwicklung der letzten 2-3 Bundestagswahlen betrachten und stelle fest, dass das absoluter Quatsch ist.

Natürlich so wie die Linke von der schwachen SPD profitiert, genauso profitiert die FDP von der schwachen CDU, nur das es völlig zurecht die SPD viel stärker trifft.

Warum sonst sollen überhaupt Parteien wie FDP und Linke so einen Zulauf haben?


Die Sache ist doch die: Die FDP existiert seit der Gründung der BRD, die Linke seit 2007.
Wenn ich jetzt den Zulauf betrachte, von dem beide Parteien zweifelsfrei profitieren, dann steht
das für mich in keinem Verhältnis.
Die FDP sammelt seit Jahrzehnten konstant ihre Stimmen und hat nun wohl einen gewissen Zulauf bekommen - vielleicht auch durch ein ansprechendes Wahlprogramm und ihre Glaubwürdigkeit.
Bei der LINKEN kann ich weder das eine noch das andere feststellen. (Und beschäftigt habe ich mich damit durchaus, das sei erwähnt ;))

Vielleicht haben wir in beiden Lagern sogenannte "Protestwähler", aber zumindest ich leite allein aus dem unterschiedlich starken Stimmenanstieg ab, dass wir bei den Linken eine erheblich andere Art von Protest erleben. Stärker, politikverdrossener, kopfloser.
 
Die Linke, ehemalige PDS ist in den neuen Ländern eine Volkspartei, die sich über die Komunal- und Länderparlamente durch gute Arbeit hochgearbeitet hat. Da gibts wie in allen großen Parteien sehr gute Sachpolitiker, die seit vielen Jahren gute Arbeit leisten. Der Boom im Westen ist relativ neu, durch die Fusion mit der WASG und eben durch Leute wie Lafontaine.
 
Urgs schrieb:
Die Linke, ehemalige PDS ist in den neuen Ländern eine Volkspartei, die sich über die Komunal- und Länderparlamente durch gute Arbeit hochgearbeitet hat. Da gibts wie in allen großen Parteien sehr gute Sachpolitiker, die seit vielen Jahren gute Arbeit leisten. Der Boom im Westen ist relativ neu, durch die Fusion mit der WASG und eben durch Leute wie Lafontaine.

QFT.
 
Urgs schrieb:
Die Linke, ehemalige PDS ist in den neuen Ländern eine Volkspartei, die sich über die Komunal- und Länderparlamente durch gute Arbeit hochgearbeitet hat. Da gibts wie in allen großen Parteien sehr gute Sachpolitiker, die seit vielen Jahren gute Arbeit leisten. Der Boom im Westen ist relativ neu, durch die Fusion mit der WASG und eben durch Leute wie Lafontaine.

Eher durch kopflose Parolen - gerichtet an diejenigen, die nicht mal eine Stunde recherchieren, wie das Wahlprogramm von der LINKEN eigentlich aussieht, geschweige denn sich über deren Vergangenheit informieren.

Zurecht hatte sie keine Chance an der Regierung beteiligt zu werden.

Jetzt hören wir zwar wieder 4 Jahre wieder dummes polemisches Oppositionsgebrabbel - aber damit muss man wohl Leben und in 4 Jahren werden sie wieder nicht beteiligt, weil sie immer noch für den Großteil der deutschen Bevölkerung unwählbar sein werden.
 
robat schrieb:
Jetzt hören wir zwar wieder 4 Jahre wieder dummes polemisches Oppositionsgebrabbel - aber damit muss man wohl Leben und in 4 Jahren werden sie wieder nicht beteiligt, weil sie immer noch für den Großteil der deutschen Bevölkerung unwählbar sein werden.

Daran liegts mit Sicherheit nicht. In der Vergangenheit der Bundesrepublik hat wohl bisher jeder (kleine) Koalitionspartner, die großen Koalitionen ausgenommen, weniger Stimmprozentanteile gehabt als sie die LINKE bei dieser Wahl erreicht hat.
Im Moment ist die LINKE auf Bundesebene in die Opposition verdammt weil alle anderen Parteien eine Zusammenarbeit bislang ausgeschlossen haben.
Man kann aber keinesfalls den Umkehrschluss ziehen, dass jeder Wähler der nicht bei einer bestimmten Partei sein Kreuz gemacht hat diese Partei a) für unwählbar hält und b) eine Regierungsbeteiligung generell ablehnt.
 
Urgs schrieb:
Die Linke, ehemalige PDS ist in den neuen Ländern eine Volkspartei, die sich über die Komunal- und Länderparlamente durch gute Arbeit hochgearbeitet hat. Da gibts wie in allen großen Parteien sehr gute Sachpolitiker, die seit vielen Jahren gute Arbeit leisten. Der Boom im Westen ist relativ neu, durch die Fusion mit der WASG und eben durch Leute wie Lafontaine.

Wobei mich der Lafontainefaktor schon wundert. Immerhin war der damals bei der Wiedervereinigung die treibende Kraft zum Thema Umwechselkurs DDR Mark zu D Mark. Nach ihm wäre der Umrechnungskurs 2:1 direkt ab der ersten Mark von statten gegangen. Wundert mich, dass das im Osten scheinbar schon vergessen ist.
 
Nunja... da die große Koalition jetzt ja beendet ist und die SPD in der Opposition sitzt, könnte ich mir durchaus vorstellen, dass die Linke über die Jahre wieder an Bedeutung verliert.

Wenn die SPD sich neu aufstellt und sich wieder auf ihre sozialdemokratischen Wurzeln besinnt, dann könnten viele Linken-Wähler zur SPD zurückwandern.

Und ich bin absolut kein SPD-Wähler. Nur man sieht ja, wohin das führt, wenn die großen Volksparteien an Stimmen verlieren. So ein 5-Parteien-System gibt meist nur Chaos.

Ich bin der Meinung, dass wir in der BRD bisher immer sehr gut mit den zwei großen Volksparteien gefahren sind, die sich dann ggf. noch für eine eventuelle Regierung einen Koalitionspartner gesucht haben.


Und zum Thema "Die Linke", was hier ausgiebig diskutiert wurde: Es mag schon sein, dass es in mehreren Parteien Ex-SED'ler gibt. Aber in keiner anderen Partei wie in der Linken sind sie so aktiv. Da gibt es z.B. die "Kommunistische Plattform". Und welches Ziel die verfolgt, sagt ja wohl schon der Name. Und sowas gibt es halt nicht in anderen Parteien und deswegen wird diese Partei auch zurecht vom Verfassungsschutz beobachtet.

Ich beschäftige mich schon intensiv mit dem Thema und habe mir auch mal den Verfassungsschutzbericht zu "Die Linke" durchgelesen. Das sollte man durchaus mal gelesen haben ;).

Ein paar Auszüge:

Bei einem Abgleich des unveränderlichen Inhalts der freiheitlichen demokratischen
Grundordnung mit den Aktivitäten und inhaltlichen Aussagen von Repräsentanten
der Partei 'DIE LINKE.', wie sie in diesem Beitrag dargestellt wurden, ergeben sich
eine Vielzahl von Anhaltspunkten, die zumindest den Verdacht einer extremistischen
Bestrebung mit dem Ziel der Beseitigung der freiheitlichen demokratischen Grundordnung
begründen:

: Wenn die Partei fest auf dem Boden des Grundgesetzes steht, warum wird dann
immer wieder undifferenziert die „Systemfrage“ gestellt? Warum wird immer wieder
Bezug auf Lenin genommen? Wie ist dann eine positive Würdigung der DDR-Diktatur
möglich?

: Wenn die Partei die Wertprinzipien der freiheitlichen demokratischen Grundordnung
anerkennt, warum werden kommunistische Strömungen innerhalb der Partei
nicht nur zugelassen, sondern als Zusammenschluss verankert, mit Delegiertenmandaten
bedacht und sogar finanziell unterstützt? Wie ist auf Basis der Anerkennung
der Wertprinzipien des Grundgesetzes eine Zusammenarbeit mit der DKP
oder mit 'Autonomen' möglich?

: Wenn die Partei die universelle Geltung der Menschenrechte anerkennt, warum
werden Verletzungen gegen diese nicht in Kuba angeprangert? Wieso wird ein
Abgeordneter, der dies tut, von der Parteispitze gemaßregelt? Wie ist in diesem
Zusammenhang eine Solidarisierung mit der PKK oder FARC möglich?

Bevor diese Widersprüche und Fragen nicht geklärt sind, kann die Partei 'DIE LINKE.'
nicht schlicht als eine linke Partei innerhalb des demokratischen Verfassungsbogens
gesehen werden, da bei ihr weiterhin von einem rein instrumentellen Verhältnis zur
parlamentarischen Demokratie und zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung
ausgegangen werden muss. So lange dies der Fall ist, bleibt die Partei 'DIE LINKE.'
Beobachtungsobjekt eines Verfassungsschutzes, der seine Rolle als „Frühwarnsystem“
einer wehrhaften Demokratie ernst nimmt.

Quelle: *Verfassungsschutzbericht 2008*
 
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