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Tier-/Natur-/Umweltschutz-Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Das ist die gleiche Ausrede wie bei dem Thema "weniger Online Abhängigkeit"
Hab ich jetzt bestimt schon 3 mal bei der SZ gelesen das es nicht geht, na klar geht das ohne Amazon und Social Media man muss nur den faulen Hund überwinden ;)
 
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Warum Mythos? Wenn das tatsächlich durchgezogen wird dann kann es auch funktionieren...

Beispiel aus unserer "Sparte" hier: Microsoft mit der One. Die kommen mit kruden Always-On (usw.)um die Ecke und die Empörung ist groß genug dass sie das tatsächlich merken. Und schwubbs wird umgeschwenkt.

Oder ganz alltäglich: Firma bringt Produkt XY... das verkauft sich nicht, also wird was geändert. Artikel verschwindet oder wird nach der Käuferschaft angepasst.

Wenn nun mal tatsächlich eine große Menge Menschen bestimmte Produkte meidet, dann wird sich das sehr wohl auf den Markt auswirken.

Leider ist das eben nicht so einfach weil die meisten Menschen Kauf-Zombies sind... sie wissen gar nicht was sie kaufen, wollen es nicht wissen, oder es ist ihnen schlicht egal. Darauf kann fast jede Firma setzen...

Das Problem ist in diesem Fall ein strukturelles bzw. systemisches. Mit ethischem Konsum werden wir dieses nicht aufbrechen können, sondern bewegen uns nach wie vor innerhalb dessen Grenzen und spielen nach dessen Regeln, während es auf uns mit Nischenmärkten und Kampagnen reagiert. Theoretisch gibt es natürlich die Möglichkeit, dass sich innerhalb kurzer Zeit plötzlich ein großer Teil der Konsumenten nun gegen das Dasein des Standard Konsumentens entscheidet, dass es tatsächlich zu einem systemischen Umschwung kommen könnte aber das ist aufgrund verschiedenster Faktoren in der Praxis sehr unwahrscheinlich, um nicht zu sagen ausgeschlossen. Um nur einen zu nennen: Schon alleine die ungleiche Vermögensverteilung schiebt dem einen Dämpfer vor.

Kann man denn nicht vielleicht auf einen langsamen "Trickle-Down-Effekt" über mehrere Jahrzehnte hinweg hoffen? Ja, eventuell, das würde ich nicht einmal ausschließen, zumindest nicht mit mit einer ordentlichen Portion an Optimismus (der jedoch sofort wieder in Pessimismus umkippt, wenn ich an diverse, vielversprechende Bewegungen in der Vergangenheit denke und wie diese scheiterten bzw. gestoppt wurden) aber wenn es mit der aktuellen Entwicklung so weiter geht, haben wir diese Zeit schlicht nicht mehr. Dann werden wir früher von irgendeinem Ereignis heimgesucht, welches uns gewaltsam die Augen öffnet. Das klingt jetzt zynisch aber ich bin davon überzeugt, dass uns nur mehr eine "shit just got real" Situation "helfen" kann.

Deshalb erachte ich den Ethical/Conscious Consumerism als einen Kampf gegen Windmühlen. Nicht falsch verstehen, ich würde mich selbst zu diesem elitären Unterfangen zählen, als jemand der mittlerweile einen großen Teil seines Konsums durch 2nd Hand Ware abdeckt, sich vegetarisch bis vegan ernährt (hier auf Lokalität setzt), überwiegend nur mehr Fair Trade Klamotten kauft und mittlerweile sogar speziell auf die Wahl der Verkehrsmittel Rücksicht nimmt, soweit es mir möglich ist. Ich mache mir da aber keine Illusionen damit auch nur irgendwie zu einem strukturellen Wandel beitragen zu können. Das ist mehr ein Akt fürs eigene Ego, unter uns Privilegierten.
 
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@scuzzle : Das ist richtig. Auch dass viele was bewegen könnten wenn sie an einem Strang ziehen würden aber es gibt eben auch viele die das in radikalen Formen garnicht wollen.
 
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Amazon is halt auch so ne beschissene Seuche. Was muss ich mir jedes mal an den Kopf greifen wenn Leute da bestellen und der Scheiß nicht direkt am nächsten Tag da ist und sich dann lauthals echauffiert wird. Auch hier im Forum teilweise ganz schlimm wenn mal jemand nen Tag länger auf sein Paket warten muss. Als ginge es um Leben und Tod. Völlig bekloppt. :vogel:

Ja, total schlimm das man die beworbene Leistung erwartet. Wie kann man nur.

Wir können uns auch nicht zurück in die Steinzeit katapultieren, nur weil man sich dem Umweltschutz unterwerfen soll. Die Welt entwickelt sich fort und es werden immer wieder neue Dienstleistungen entwickelt, die einfach nur angenehm sind. Wichtig ist es, dass der natürliche Fluss des Fortschritts mit dem Umweltschutz einhergeht. Und genau so etwas passiert großflächig. Immer mehr Paketlieferanten liefern auf Bikes oder E-Autos aus. Die Dienstleistung entwickelt sich fort und gleichzeitig wird der Umweltfaktor berücksichtigt. Natürlich ist da noch viel Raum, aber das benötigt auch Zeit. Und der Stein rollt ja bereits. Es benötigt eben noch Jahrzehnte, bis sich das Verhältnis vollständig zum positiven entwickelt.

Sobald es "Laborfleisch" gibt, wird beispielsweise die schreckliche Fleischkultur vollständig verändert. Du wirst die Leute nun mal nicht vollständig vom Fleischkonsum abbringen, aber über solche Wege wird der schädliche Fußabdruck weiter reduziert. Benötigt eben noch 1-2 Jahrzehnte.
 
Ja, total schlimm das man die beworbene Leistung erwartet. Wie kann man nur.
Wenn man die Quantität zurück schrauben würde, würde es auch wieder mit der Qualität klappen. Die sind doch alle bereits völlig auf Anschlag, wie kann man da noch beworbene Leistung erwarten?

Wir können uns auch nicht zurück in die Steinzeit katapultieren, nur weil man sich dem Umweltschutz unterwerfen soll. Die Welt entwickelt sich fort und es werden immer wieder neue Dienstleistungen entwickelt, die einfach nur angenehm sind. Wichtig ist es, dass der natürliche Fluss des Fortschritts mit dem Umweltschutz einhergeht. Und genau so etwas passiert großflächig. Immer mehr Paketlieferanten liefern auf Bikes oder E-Autos aus. Die Dienstleistung entwickelt sich fort und gleichzeitig wird der Umweltfaktor berücksichtigt. Natürlich ist da noch viel Raum, aber das benötigt auch Zeit. Und der Stein rollt ja bereits. Es benötigt eben noch Jahrzehnte, bis sich das Verhältnis vollständig zum positiven entwickelt.

Sobald es "Laborfleisch" gibt, wird beispielsweise die schreckliche Fleischkultur vollständig verändert. Du wirst die Leute nun mal nicht vollständig vom Fleischkonsum abbringen, aber über solche Wege wird der schädliche Fußabdruck weiter reduziert. Benötigt eben noch 1-2 Jahrzehnte.
Na dann hoffen wir mal dass wir die benötigten Jahrzehnte noch haben sonst wird das mit der Steinzeit wohl ohnehin unausweichlich.
 
Es geht dabei nie um Leben und Tod sondern nur um möglichst wenig Aufwand zum möglichst noch geringeren Preis.
giphy.gif


Konsum is love, Konsum is life, das kann so ein Ossi wie du nicht verstehen. :gerri:
 
Nach drei Jahren sieht es wohl so aus als würde das Gesetz S-203 sich endlich in Kanada durchsetzen. :)
"Das Gesetz S-203 verbietet die Aufzucht von Delphinen und Walen in der Gefangenschaft und die Gesetzeslage wird dahingehend abgeändert, dass dies ab jetzt als kriminelle Tat gilt. Weiter bedeutet das in der Praxis, dass kanadische Freizeitparks, wie zum Beispiel das Marineland, ihren aktuellen Bestand an Delphinen und Walen behalten dürfen, aber sie sind nicht weiter befugt, Aufzucht zu betreiben und Tiere zu fangen. Das Ziel ist dabei, dass die Bestände in den Parks damit auf Sicht zurückgehen und in Zukunft völlig verschwinden.

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Deshalb erachte ich den Ethical/Conscious Consumerism als einen Kampf gegen Windmühlen. Nicht falsch verstehen, ich würde mich selbst zu diesem elitären Unterfangen zählen, als jemand der mittlerweile einen großen Teil seines Konsums durch 2nd Hand Ware abdeckt, sich vegetarisch bis vegan ernährt (hier auf Lokalität setzt), überwiegend nur mehr Fair Trade Klamotten kauft und mittlerweile sogar speziell auf die Wahl der Verkehrsmittel Rücksicht nimmt, soweit es mir möglich ist. Ich mache mir da aber keine Illusionen damit auch nur irgendwie zu einem strukturellen Wandel beitragen zu können. Das ist mehr ein Akt fürs eigene Ego, unter uns Privilegierten.

Wie gesagt... dass das wirklich was größeres bewirkt halte ich auch für unwahrscheinlich... eben weil nicht jeder mitmacht (mitmachen kann). Aber im kleineren Rahmen funktioniert das.

Wenn ich z.B. sehe was in den letzten Jahren Richtung Vegan passiert ist... als das plötzlich auch Mode unter den Hipstern wurde erschienen plötzlich diverse Produkte auf den Markt. Vegane Restaurants gibts mittlerweile sehr viele. Klar ist das in der Gesamtheit ein Tropfen auf den heißen Stein, aber immerhin ein Tropfen und nicht nix.

Ich mach das auch wie du... ich gucke wo ich was ändern kann und das wird dann auch geändert. Deswegen lebe ich nicht wie ein Waltschrat in ner Höhle. Auch das wird nicht die Welt retten... aber jetzt sind wir schon 2... und jeder der dazukommt ist einer mehr.

Was ich sagen will... auch wenn es recht aussichtslos ist etwas wirklich zu ändern, versuchen kann man es trotzdem. Wenn jeder sagt bringt nix und macht nix dann wird auch tatsächlich nie etwas passieren. Und ich kann meinen (imaginären) Kindern wenigstens sagen ich habs probiert.
 
Sehe ich auch so - man muss im kleinen anfangen. Das ist wie der Schneeball, der dann ins Rollen kommt und immer größer wird. Und man darf auch nicht unterschätzen, dass man in seiner "kleinen" Rolle auch Vorbildcharakter für andere hat und am meisten für seine Kinder (sofern man welche hat). Dieses "ich kann eh nichts ausrichten" ist der völlig falsche Ansatz - mit dem Argument bräuchte man auch nicht zur Wahl gehen.
 
Sehe ich auch so - man muss im kleinen anfangen. Das ist wie der Schneeball, der dann ins Rollen kommt und immer größer wird. Und man darf auch nicht unterschätzen, dass man in seiner "kleinen" Rolle auch Vorbildcharakter für andere hat und am meisten für seine Kinder (sofern man welche hat).

Das will ich auch gar nicht von der Hand weisen bzw. habe ich ja auch darauf hingewiesen aber das entkräft halt auch nicht meine anderen Punkte.


Dieses "ich kann eh nichts ausrichten" ist der völlig falsche Ansatz - mit dem Argument bräuchte man auch nicht zur Wahl gehen..

Der Vergleich hinkt. Bei dem einen weiß man sehr genau, dass es eine unmittelbare Wirkung hat (wenn auch nur sehr kleinteilig), für ein klar definiertes Ziel (hier stehen einem ja auch vordefinierte Optionen zu verfügung und zwar für jeden offen einsichtig dieselben; es handelt sich immerhin um eine Angelegenheit auf welche sich die Gesellschaft bereits geeinigt hat, wenn auch mit offenem Ausgang, bei der grundsätzlich jeder gleichberechtigt mitgenommen wird, mit klaren Spielregeln und alles was man tun muss, ist seinen Stein zur vorgegeben Zeit hinzufügen), während beim anderen vollkommen andere Umstände herrschen.

Ich will damit auch gar nicht sagen, dass man es nicht tun/versuchen sollte. Bin vollkommen dafür und tue es ja selbst mit einem mMn überdurchnschnittlichem Beitrag. Will aber darauf hinwiesen für wie naiv ich es halte, wenn immer mit mahnendem Finger auf den Einzelnen verwiesen und versucht wird "ihm" die ganze Verantwortung zu übertragen. Hat wohl etwas mit unserer Überhöhung des Individuums zu tun, welches wir fälschlicherweise auch noch als rationalen und freien Agenten betrachten. Am meisten ärgere ich mich aber darüber, wenn wieder eine Aussage aus der Wirtschaft kommt, welche in die Richtung von "ihr müsst nur euer Konsumverhalten ändern und wir werden uns danach ausrichten" geht. Da bekome ich dann Puls 170.
 
Bei ALLEN in der Öffentlichkeit geführten Diskussionen über Umweltschutz bekomme ich Bauchschmerzen da der dumme Bürger total verarscht wird.

Es gibt nur noch plakative Stammtischparolen anstatt der vernünftigen Auseinandersetzung mit den verschiedenen Thematiken. Und die Politik tut nichts. Nur auf dem kleinen Mann wird rumgetrampelt und dieser wird verurteilt.

- Wieso wird dieser Feinstaub-Mist immer noch propagiert obwohl mehrere angesehene Ingenieure / Ärzte mehrfach gesagt haben diese Diskussion ist, jedenfalls aus gesundheitlicher Sicht, Schwachsinn.
Wieso ist mein Diesel kaum mehr was wert obwohl ich mir den vom Ar... abgespart habe?

- Wieso werden E-Autos immer als umweltfreundlich hingestellt obwohl die Produktion von Batterien enorme Ressourcen frisst und der Strom erst zu 35% aus erneuerbaren Energien besteht?

- Wieso wurde die Förderung von Photovoltaik (EEG) massiv gekürzt?

- Wieso dauert es so lange Trassen zu bauen um den Strom aus Windkraft nach Süden zu bringen?

- Wieso dauert es so lange bis die Lebensmittelhersteller mal auf Plastik verzichten?

etc, etc...

Aber in Zeiten an denen die Leute noch ihren McDonals Müll in die Banketten ballern, Altreifen auf Feldwegen liegen etc....da muss man woanders anfangen.

Ich würde ja gerne bei Edeka meinen Apfelsaft / Milch etc. aus Glasflaschen kaufen. Aber nicht wenn der Kram 3x so teuer ist. Wieso wird das nicht flächendeckend eingeführt für einen anständigen Preis.

Konsum finde ich ok, schließlich verdienen da fast alle Geld dran. Ich im speziellen verdiene mein Geld weil Leute Dinge wegschmeißen ;-)
Nur brauche ich alle 1-2 Jahre ein neues Handy? Brauche ich Einweg-Geschirr? Brauche ich ein dickes Auto wenn ich alleine fahre?
 
Bei ALLEN in der Öffentlichkeit geführten Diskussionen über Umweltschutz bekomme ich Bauchschmerzen da der dumme Bürger total verarscht wird.

Es gibt nur noch plakative Stammtischparolen anstatt der vernünftigen Auseinandersetzung mit den verschiedenen Thematiken. Und die Politik tut nichts. Nur auf dem kleinen Mann wird rumgetrampelt und dieser wird verurteilt.

- Wieso wird dieser Feinstaub-Mist immer noch propagiert obwohl mehrere angesehene Ingenieure / Ärzte mehrfach gesagt haben diese Diskussion ist, jedenfalls aus gesundheitlicher Sicht, Schwachsinn.
Wieso ist mein Diesel kaum mehr was wert obwohl ich mir den vom Ar... abgespart habe?

- Wieso werden E-Autos immer als umweltfreundlich hingestellt obwohl die Produktion von Batterien enorme Ressourcen frisst und der Strom erst zu 35% aus erneuerbaren Energien besteht?

- Wieso wurde die Förderung von Photovoltaik (EEG) massiv gekürzt?

- Wieso dauert es so lange Trassen zu bauen um den Strom aus Windkraft nach Süden zu bringen?

- Wieso dauert es so lange bis die Lebensmittelhersteller mal auf Plastik verzichten?

etc, etc...

Aber in Zeiten an denen die Leute noch ihren McDonals Müll in die Banketten ballern, Altreifen auf Feldwegen liegen etc....da muss man woanders anfangen.

Ich würde ja gerne bei Edeka meinen Apfelsaft / Milch etc. aus Glasflaschen kaufen. Aber nicht wenn der Kram 3x so teuer ist. Wieso wird das nicht flächendeckend eingeführt für einen anständigen Preis.

Konsum finde ich ok, schließlich verdienen da fast alle Geld dran. Ich im speziellen verdiene mein Geld weil Leute Dinge wegschmeißen ;-)
Nur brauche ich alle 1-2 Jahre ein neues Handy? Brauche ich Einweg-Geschirr? Brauche ich ein dickes Auto wenn ich alleine fahre?

- Die meisten Ärzte behaupten immer noch, dass Feinstaub schädlich für die Gesundheit ist. Nur ~2% der Lungenärzte in Deutschland zweifeln das an.

- Elektroautos sind trotz der umweltschädlichen Herstellung von Autobatterien bereits nach einigen zehntausend Kilometern umweltfreundlicher als Autos mit Verbrennungsmotoren. Außerdem wird die Energie hier deutlich effizienter genutzt und der Anteil an regenerativen Energien steigt stetig. https://www.energie-experten.ch/de/...stellung-die-oekobilanz-von-elektroautos.html
Sie werden also als umweltfreundlicher hingestellt, weil sie es sind.

- Lobbyismus? Oder vielleicht auch einfach, weil sie bereits mehr als wirtschaftlich sind. Bereits heute sind die Stromgestehungskosten von Photovoltaikanlagen in Deutschland niedriger als die von Kohlekraftwerken. Das Gleiche gilt übrigens auch für Windanlagen.

Verarscht wird, wer sich nicht informiert.
 
- Ich weiss ja nicht wo die Zahlen herkommen. Nur zweifeln bei weitem nicht nur 2% der Lungenärzte dies an. Aus ärztlicher Sicht wird diese Feinstaub-Geschichte eher als "Hysterie" bezeichnet.

- Der verlinkte Bericht über E-Autos enthält so viele "wenn" und "aber" das dies wohl kaum einer klaren Aussage gleich kommt.
Womit ich konform gehe: Sollte der benötigte Strom aus regenerativen Energien stammen, dann wäre das E-Auto bestimmt Umweltfreundlich. Zumindest umweltfreundlicher.

Und das ist ja auch das was ich kritisiere: Wieso gibt es keine vernünftige, anwendbare Studie. Und wieso werden Diesel von jetzt auf gleich verbannt?

Das jahrelang auch Verbrauchszahlen manipuliert wurden wusste doch jeder. Wer ist denn bitte davon ausgegangen das die angegebenen Verbrauchszahlen stimmen? Und auf einmal wird da ein riesen Heckmeck von gemacht.

Sinnvoller wäre es m.M.n. mehr Geld in Forschung und Entwicklung zu pumpen, ein vernünftiges "Netz" aufzubauen und finanzielle Anreize zu schaffen auf E-Mobilität umzusteigen. Aber da kommt die Umwelthilfe um die Ecke und zack, fahren wir in z.B. HH mal lieber so viele Umwege das wir am Ende noch viel mehr "rausgeblasen" haben.

Auf der Arbeit suchen wir seit langem nach E-Transportern. Da gibt es nur nichts auf dem Markt. Renault hat was kleines, aber für uns zu klein. Glaube Citroen war das, die wollten ihr E-Auto nicht mal guten Gewissens zum ausprobieren bereitstellen.

Ach ja: Und wenn ich meinen Diesel jetzt verschrotte um auf E-Mobilität umzusteigen, obwohl dieser nicht annähernd am Nutzungsende angelangt ist, müsste man das in die Ökobilanz ja wohl auch einrechnen. Gerade erst ein Bericht gesehen von Schrottplätzen die aus allen Nähten platzen von noch echt gut gebrauchten Dieseln.

Jetzt bin ich aktuell grad am schauen nach einem Hybrid, da das m.M.n. die möglichst anwendbare alternative ist (zumindest im ländlichen Bereich) bis wir im Zeitalter von E-Mobilität angekommen sind.

Aber wie oben schon geschrieben: Medial wirksame Themen werden nur subjektiv betrachtet. Und auch E-Mobilität ist nur ein kleiner Teilbereich.

Wenn man sieht was alles weggeworfen wird, in was für einer Wegwerfgesellschaft wir leben, dann ist das schon echt krass.
Arbeite in dem Bereich und bei uns kommen so viele Dinge neu / OVP an, echt unfassbar.
 
- Es sind halt "nur" ~100 Lungenärzte in Deutschland, die das anzweifeln und diese Bewegung da unterstützen. Die meisten Ärzte, national wie international, sehen das anders. https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/feinstaub-grenzwerte-lungenaerzte-1.4305946

- Im verlinkten Bericht findest du mehrere Studien. Deine Annahmen sind aus der Luft gegriffen, während du im Bericht und den Studien Zahlen hast.

- Bei Autos mit Verbrennungsmotoren ist nicht die Herstellung das Problem, sondern die Nutzung. Würdest du deinen Wagen heute verschrotten und auf ein E-Auto umsteigen, wäre das positiver für die Umweltbilanz als auch nur einen weiteren Tag damit zu fahren.

Diese Themen werden wissenschaftlich betrachtet. Auch in den Massenmedien. Aber die meisten hören lieber auf Stammtischparolen.
 
- Ich weiss ja nicht wo die Zahlen herkommen. Nur zweifeln bei weitem nicht nur 2% der Lungenärzte dies an. Aus ärztlicher Sicht wird diese Feinstaub-Geschichte eher als "Hysterie" bezeichnet.

Als jemand der in der Feinstaub Hochburg Österreichs lebt kann ich dir sagen: Hysterie ist das sicher keine. Wenn ich mir anschau was sich in einer Woche in der Innenstadt bei gekippten Fenster auf meine Fensterbrett (innen) an schwarzen Ablagerungen ansammelt wird mir regelmäßig schlecht.

Und: Sobald man aus dem Kessel Graz mal raus ist merkt man sofort wie sich frische und wenig belastete Luft anfühlt. Das ist jedesmal ein Hochgenuss.
 
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