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Tier-/Natur-/Umweltschutz-Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Sind die anderen Tiere weniger Wert als Delfine? Dann kann man auch gleich gegen den Zoo an sich demonstrieren!

Natürlich... aber eins nach dem anderen.

Beim Delfinarium geht es auch um was anderes. Delfinarien sind zum Glück auf dem Rücklauf... nur Nürnberg sperrt sich dagegen und baut stattdessen noch aus. Die Delfin-Lagune in Nürnberg wurde mit horrenden Kosten und trotz Wiederstand sowohl von Tierschützern und auch von Menschen die gegen die Geldverschwendung waren durchgsetzt. Die Lagune entspricht nichtmal den eh schon sehr mangelhaften Anforderungen für die Delfinhaltung. Zusätzlich wurde durch die überschnelle Umsetzung auch bautechnisch alles versiebt. Das Teil ist jetzt schon marode und läuft aus. Durch das ausgetretete Salzwasser wurden große Teile des angrenzenden Naturschutzgebiet völlig versalzt und jetzt müssen wieder zig Millionen Euro investiert werden um den Schaden zu beheben.

Das ganze aber nur zusätzlich zu den eh abzulehnenden Delfinarium an sich. Die Tiere sind durch die schlechten Bedingungen ununterbrochen Stress ausgesetzt und werden 24/7 mit Beruhigungsmitteln und Psychopharmaka ruhig gestellt. Die Sterberate der Tiere ist sehr hoch. Die toll gepriesene Nachzucht funktioniert überhaupt nicht... stattdessen werden Wildtiere aus Japan gekauft die dort unter bestialischen Bedingungen gefangen werden. Usw. Usw.

Nochmal zu deiner Frage warum man nicht gegen den ganzen Zoo demonstriert... ja kann man machen... tut man auch. Aber der Aussicht auf irgendeinen Erfolg ist größer wenn man sich auf einzelne Teile konzentriert. Einfaches Beispiel: Du kannst gegen die allgemeine Ungerechtigkeit auf der Welt demonstrieren... oder gegen einen speziellen Fall bei dem man das Ziel direkt benennen kann. Was glaubst du findet mehr Anklang oder Aussicht auf Erfolg?
 
Die erste vom Menschen ausgerottete Walart: der Chinesische Flussdelfin
Zwanzig Millionen Jahre lebte der Chinesische Flussdelfin im Jangtze. In nur fünfzig Jahren hat der Mensch den kleinen Wal ausgerottet.



Schlechte Augen, dafür ein sehr gutes Gehör: der chinesische Flussdelfin hatte sich perfekt an das trübe Wasser des Jangtze-Flusses angepasst. Er hatte nur nicht mit dem Menschen gerechnet. Nun ist er der erste Wal, der seit Menschengedenken ausgestorben ist.
2006 brach ein Team internationaler Wissenschaftler zu einer sechswöchigen Expedition auf dem Jangtse auf, suchte mit Ferngläsern und akustischer Ortung. Aber fand keinen einzigen Chinesischen Flussdelfin mehr. Seitdem gilt er als „funktionell ausgestorben“. Der letzte bekannte „Weiße Delfin“ – so wurde er wegen seiner hellen Haut genannt – starb 2002 in Gefangenschaft. Einzelne Exemplare könnten theoretisch noch existieren, aber diese wenigen können das Überleben der Art nicht mehr sichern.

Der Niedergang der Bestände des chinesischen Flussdelfins begann mit dem „Großen Sprung nach vorn“. Mit dieser Kampagne wollte Mao Zedong seit Ende der fünfziger Jahre China gleichzeitig modernisieren und den Übergang zum Kommunismus beschleunigen. Damals schwammen noch 5000-6000 Flussdelfine im Jangtze.



Von etwa 5000 auf 13 Exemplare in 40 Jahren
Die Folgen der Modernisierung waren auch im Jangtse zu spüren: Der Verkehr auf dem Fluss nahm stetig zu, wodurch immer mehr Flussdelfine verstümmelt wurden oder direkt an den Folgen der Zusammenstöße starben. Und es wurde immer mehr Fisch gefangen – die Nahrungsgrundlage der kleinen Wale. Zusätzlich verendeten viele der Delfine qualvoll als Beifang in Fischernetzen. Zeitweise jagten die Chinesen den Flussdelfin sogar gezielt. Auch das Wasser verdreckte immer stärker. Als dann noch mehrere Schleusen, Dämme und zuletzt der gigantische Drei-Schluchten-Damm den Lebensraum des Flussdelfins immer weiter zerstückelten, war dem Flussdelfin nicht mehr zu helfen: Ende der neunziger Jahre ergab eine Zählung noch 13 Exemplare. Und seit 2006 gibt es nur noch unbestätigte Meldungen von Fischern, die den Flussdelfin gesehen haben wollen.

Damit ist der Chinesische Flussdelfin die erste in historischer Zeit vom Menschen ausgerottete Walart.

http://www.geo.de/GEO/natur/tierwel...walart-der-chinesische-flussdelfin-83240.html
 
Mal wieder was provokantes (und ja ich weiß dass die Aussage nicht gesichert ist... aber auch ohne Autor kann man darüber mal nachdenken):

Schlachthaus Ausschwitz.jpg
 
Nicht nur für die Tiere, sondern auch für die dort arbeitenden Menschen (im wahrsten Sinne des Wortes) scheiß Bedingungen:
Die schockierendste Enthüllung in diesem Bericht ist aber vor allem diese: Die Arbeiter müssen oft bei der Arbeit Windeln tragen, weil sie keine regelmäßigen Toilettenpausen bekommen. Andere entledigen sich direkt am Fließband in fester oder flüssiger Form.

https://munchies.vice.com/de/articles/arbeiter-in-der-us-gefluegelindustrie-muessen-windeln-tragen
 
Nun ist es amtlich:

Gericht billigt Kükenschreddern

Das sogenannte Kükenschreddern verstößt nicht gegen das Tierschutzgesetz. In dem Fall müssten "ethische Gesichtspunkte des Tierschutzes und menschliche Nutzungsinteressen" gegeneinander abgewogen werden (...). Eine an wirtschaftlichen Aspekten ausgerichtete Gestaltung dieser Verfahren sei für die Brütereien als Erzeuger der Küken unvermeidbar.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/kuekenschreddern-verbot-in-nrw-ist-a-1093243.html

"Das Tierschutzgesetz erlaube das Töten von Tieren, wenn dafür ein vernünftiger Grund vorliege, teilte der Senat mit. Die Aufzucht der ausgebrüteten männlichen Küken sei für die Brütereien mit einem unverhältnismäßig großen Aufwand verbunden, so die Urteilsbegründung. Eine Revision ließ das OVG nicht zu."

Die sollten das Tierschutzgesetzt in dem Rahmen gleich in TierNUTZgesetz umbenennen... mit Tierschutz hat das ja nichts mehr zu tun. Schon allein der Satz "Kükenschreddern verstößt nicht gegen das Tierschutzgesetz" sollte ja wohl jeden normalen Menschen ans Hirn greifen lassen...

Es lebe der bedingungslose Kapitalismus... ich könnte sowas von kotzen.

Sollte ich mal aus versehen ein Mädel schwängern kann ich nach der Begründung das Neugeborene also auch in den Mixer stecken... so ein Kind ist für mich wirtschaftlich nicht zumutbar.
 
ich bin ja im großen und ganzen jemand der die Meinung "wo gegessen wird, muss eben auch geschlachtet werden" vertritt. aber dieses kükenschreddern geht mir wirklich auf den sack. sollen sie meinetwegen irgendwelche klonklumpen züchten um ihre scheiß 99 Cent burger zu finanzieren, aber hört auf diese armen küken zu Schreddern.
 
ich bin ja im großen und ganzen jemand der die Meinung "wo gegessen wird, muss eben auch geschlachtet werden" vertritt. aber dieses kükenschreddern geht mir wirklich auf den sack. sollen sie meinetwegen irgendwelche klonklumpen züchten um ihre scheiß 99 Cent burger zu finanzieren, aber hört auf diese armen küken zu Schreddern.
Geht ja nicht um Fleisch sondern um Eier
 
Trotzdem ist Fleisch viel zu billig... drum muss billig produziert werden.

Fleisch müsste per Gesetz einfach mal locker das 5fache kosten... und die Einnahmen zu 100% in die Haltung und Produktion gesteckt werden.
Man müsste wieder zurück zu der Zeit in der Fleisch was besonderes war. Für den Sonntagsbraten und nur als Ausnahme unter der Woche. Das gleiche gilt für Milch und Eier... wenn man sich die aktuellen Preise für tierische Produkte anschaut kann man nur mit dem Kopf schütteln.
 
Das gleiche gilt für Milch und Eier... wenn man sich die aktuellen Preise für tierische Produkte anschaut kann man nur mit dem Kopf schütteln.

Trotzdem gibt es noch Kunden die meckern, dass die Eier zu teuer sind :fp:

Am besten ist aber eh man hält eigene Hühner und kann täglich frische Eier aus den Nestern holen :)

WP_20160528_18_17_56_Pro.jpg



19 Stück habe ich gerade eben geholt :D
 
Dumme Menschen die nicht weiter als bis zum Kühlschrank denken können.

Im Prinzip stimm ich deiner Meinung zu aber das lässt sich ja auch schön von oben herab sagen wenn man nur Fritten futtert.... Ich finde du redest da sehr radikal von oben herab.
Der Milchpreis hat ja va. Mit ganz anderen Dingen zu tun, z.b. Der durch Bauern gewollten Aufhebung der Milchquote, weil sie dachten im Osten wird jetzt Kasse gemacht. Schön reingefallen und wir haben nun eine massive Überproduktion. Mit den Bedingungen an sich hat das aber erstmal garnix zu tun das der Milchpreis so niedrig ist.
 
Ging ja jetzt auch nicht primär um den Milchpreis... da sehe ich das auch so dass die Bauern bzw. die Milchindustrie sich das Problem zum Teil selbst geschaffen hat.
Mir ging es um den 99cent Burger bzw. das Discounter-Fleisch das zu Spottpreisen rausgehauen wird. Und eben die Geiz-is-Geil Mentalität dass das ganze immer noch zu teuer ist. Es wird einfach von einer Mehrheit der Konsumenten nicht ansatzweise daran gedacht wo das Produkt Fleisch herkommt und was damit verbunden ist.

Und was hat das mit meinen Fritten zu tun?
Auf Milch und Eier verzichte ich eben aus jenen Grund komplett... und das steht normalerweise, trotz Fritten, auf meinen Speiseplan. Und ja natürlich von oben herab... aus meiner Perspektive ist das richtig so.
 
Also ich hör eigentlich nur das Fleisch zu billig ist. Das es zu teuer ist, hab ich von noch keinem gehört. Aber ich finde aktuell Fleisch zu teuer bzw seit 2-3 Jahren. Ne Lammlachse kostet bei uns 40-50€/kg..... Da vergeht einem echt alles.

Davon ab hab ich eher das Gefühl, du neidest den Leuten das Fleisch. Du sagst nur das das Fleisch teurer werden muss. Aber warum denn?
Die Bedingungen müssen besser werden aber dir ist es wichtiger das das Fleisch teurer werden muss...warum auch immer. Das das eine das andere bewirkt ist ja die eine Sache aber darum scheints dir garnicht zu gehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und was hat das mit meinen Fritten zu tun?
Auf Milch und Eier verzichte ich eben aus jenen Grund komplett... und das steht normalerweise, trotz Fritten, auf meinen Speiseplan. Und ja natürlich von oben herab... aus meiner Perspektive ist das richtig so.

Du isst eh schon nix außer den 3 Sachen und verzichtest dann auf 2 davon? Da würd ich mir eher mal um mich selbst Gedanken machen bzw schauen das ich halt Eier und Milch vom Bauernhof bekomme oder selbst was halte....
 
Davon ab hab ich eher das Gefühl, du neidest den Leuten das Fleisch.

Die Bedingungen müssen besser werden aber dir ist es wichtiger das das Fleisch teurer werden muss...warum auch immer.

Jep... bin voll neidisch auf Fleisch... :lachweg:Tyischer Schwachsinn... Vegetarier sind alle neidisch auf Fleischesser und wollen denen damit alles madig machen... :ugly:

Die Bedingungen der Fleischindustrie können nur besser werden wenn a) nicht mehr die Masse benötigt wird wie jetzt und b) Geld dafür da ist. Das ist das was ich oben gemeint habe. Im Moment ist es so dass Fleisch 24/7 in kompletter Auswahl verfügbar sein muss. Damit Samstag Abend die Fleischtheke noch voll genug ist wird danach eben auch viel weggeworfen. Diese Wegwurfmenge muss aber finanziert werden... teurer kann ichs nicht machen da sonst der Kunde ausrastet, also wird einfach billiger produziert. Und das ist nur ein Punkt der gesamten Geschichte...
 
Der einzige Punkt der wichtig ist, ist dich Mindeststandards bei der Tierhaltung einzuführen, alles andere regelt sich dann von alleine. Genau deshalb sind nicht alle Vegetarier neidisch sondern DU missgönnst es den Fleischessern da du negative Folgen für die Fleischesser forderst obwohl es völlig überflüssig ist.
 
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