Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

MULTI The Technomancer (Endzeit-RPG)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

20160625_131755.jpg


Installation läuft. Ist nur 7,5 GB schwer, das ganze Spiel. Ein 290 MB großer Day1 Patch liegt auch vor.
 
So, knapp zwei Stunden gespielt. Tutorial/Prolog und ein bisschen Sidequests im ersten Gebiet. Ersteindruck in allen Belangen: Altbacken. Anders kann ich es nicht beschrieben. Fühlt sich so an wie ein zehn Jahre altes Last-Gen Spiel, bisschen wie ein schlechteres Melee-Mass Effect. :D

Wobei ich gerade noch nicht sagen kann, ob das positiv oder negativ ist. Old school ist manchmal eben auch angenehm. Jedenfalls bewegt sich momentan noch alles auf ausgelatschten Pfaden. Grafik ist angestaubt, solides Design, holprige Animationen, alles etwas steif. Musik dudelt irgendwo vor sich hin.

Gameplay ist jetzt nicht verkehrt. Du kannst jederzeit zwischen drei Kampfhaltungen/Waffensets wechseln und jede davon separat und umfangreich leveln. Bringt Abwechslung mit sich und dürfte in den Kämpfen auch nicht uninteressant sein, da unterschiedliche Gegner auch unterschiedliche Taktiken verlangen (viele, schwache Gegner werden mit dem Rundumschlag des Stabs umgeholzt, einzelne, schwere Brocken eher gezielt mit Streitkolben und Schild). Darüber legt sich dann noch die titelgebende Technomancer-Fähigkeit, im Grunde nichts anderes als ein Blitz-Zauber. Bisschen wie die Macht bei Star Wars. Mit Blitzen schießen oder die Waffen unter Strom setzen. Dabei wird vorwiegend im Nahkampf gekämpft. Gibt zwar auch eine Schusswaffe, aber die reißt es jetzt nicht gerade raus.

Problem ist, dass es auch in den Kämpfen eher holprig zugeht. Ist eben kein Free-flow Batman, sondern eher ungenaues Herumstolpern und Button-Gehämmer. Jedenfalls bei mir. Vielleicht stelle ich mich auch nur zu doof an bzw. muss erst mal meinen Stil finden.

Ansonsten typisch Rollenspiel: Gibt natürlich einige Talentbäume, unterschiedliche Ausrüstung, reichlich zu Craften, die Ausrüstung lässt sich etwa noch separat an Werkbänken verbessern, gewohnten 08/15-Missionsaufbau ("Hey, gehst du mal da hin und machst was?") und ein Mass Effect'sches Dialogsystem, das bisher aber nahezu kaum vorhanden war. Hoffe, dass sich das noch etwas entfaltet. Companions sind ja auch am Start und verändern, ähnlich wie bei ME, anscheinend auch die Missionsverläufe und Beziehungen unter den Charakteren.

Story... joa, irgendwann in der Zukunft aufm Mars, kaum Wasser, alles Slums, fieses mutierte Viehzeug. Vielmehr gab es da jetzt noch nicht zu hören.

Macht jetzt erst mal keinen komplett verkehrten Eindruck. Ist aber wie gesagt auch extrem altbacken und ganz bestimmt kein rund gelutschter AAA-Titel. Bleibe zunächst noch vorsichtig optimistisch. Möchte da jetzt lieber nichts empfehlen, aber bisher ist es das, was ich erwartet habe: Eurotrash oder einer dieser miesen Tele5 Sci-Fi Filme in Videospielform. :D

Ein einsamer Screenshot:
screenshot-original3avapx.png
 
Zuletzt bearbeitet:
Hört sich für mich aber alles irgendwie nicht gut altbacken an so wie du schreibst. Gut altbacken war dann zb Wolfenstein. Schreib mal nach 10 Stunden wie es ist. Bei RPGs dauert es ja meistens bis sie sich entfalten.
 
Gut altbacken war dann zb Wolfenstein.
Wolfenstein war aber auch bewusst old school. Das haben sie da ja schon fast als Stilmittel eingesetzt. The Technomancer wirkt einfach nur ... alt. :D So als würde ich gerade ein Jahre altes Game nachholen. Was jedoch nicht gleich mies sein muss. Gibt schließlich genügend alte Games, die auch heute noch spielenswert sind. Finde es bisher auch nicht wirklich schlecht. Eher nicht zeitgemäß. Wobei "nicht zeitgemäß" für andere verständlicher Weise auch "schlecht" bedeuten kann.

Aber schon lustig wie sich Videospiele in den letzten Jahren entwickelt haben. Wäre das zu Beginn der letzten Konsolen-Gen erschienen, hätte ich wahrscheinlich endlos gefeiert. Heute, nach einer Mass Effect Trilogie oder gar einem The Witcher 3, ist das bestenfalls Mittelmaß.
 
@MiXeR: Findest du den Schwierigkeitsgrad eigentlich auch so unausgewogen? Der erste "Boss" z.B. war kein Problem, inzwischen sterbe ich aber regelmäßig bei einfachen Gegnerhorden. Hatte schon bei Bound by Flame dieses Problem und ständig das Gefühl, dass ich irgendwas falsch mache. Wirkt fast schon so, als sei ich unterlevelt, was aber nicht sein kann. Muss das Kampfsystem wohl noch weiter verinnerlichen.
 
@nai Gut das du den Schwierigkeitsgrad ansprichst. Das wollte ich nämlich auch gerade tun. Für mich der Grund, weshalb das Spiel nun sofort wieder abgestoßen wird.

Bin nun ca. vier Stunden dabei, laufe eigentlich nur im "Startgebiet" rum und weiß nicht wie oft ich schon das Zeitliche gesegnet habe. Meiner Meinung nach haben sie einfach den Schwierigkeitsgrad vermurkst. Es nervt nur noch. Angefangen habe ich auf dem dritten von vier, weil da was von "taktischem Anspruch" stand und ich dachte, dass ein bisschen Herausforderung ja nicht schaden kann. War dann ganz schnell bei Normal angekommen und mittlerweile sogar bei Einfach. Und trotzdem sterbe ich alle Nase lang. Liegt zum einen am Schaden: (Standard)Gegner stecken viel zu viel ein und selber liegst du nach vier Treffern auf dem Boden. An sich ist so eine Gewichtung ja gar nicht so schlimm, muss man sich eben etwas einspielen und in den Kämpfen Zeit lassen. Hier ist es aber teilweise unmöglich, etwas gegen die Gegner zu tun. Weil es keinen Konter gibt! Du kannst entweder blocken oder schlagen, aber nichts tun, um dem Gegner nach seinem Angriff direkt eins reinzuwürgen. Bei mir sieht das dann meistens so aus: Bis zu acht Feinde stehen im Kreis um mich herum und schlagen auf mich ein. So lange ich Blocken gedrückt halte, passiert mir nichts. Den Gegnern jedoch auch nicht. Versuche ich nun also einen Gegenangriff zu landen, bin ich meist innerhalb von Sekunden tot, weil der wütende Mob ohne Unterlass auf mich einprügelt. Am besten wird man dann noch von irgendwo außerhalb des Sichtfelds beschossen oder gar vergiftet.

Da fehlt ein verdammter Konter. Wie bei Batman. Feind schlägt, du drückst Konter und gibst ihm eine Schelle. Hier bleibt dir nichts anderes übrig als ewig lang hinter deinem Schild zu kauern oder ohne Unterbrechung Purzelbäume zu schlagen, damit zu nicht drauf gehst. Nur, dass du so nicht zum Angriff kommst und die Kämpfe nicht nur eine gefühlte Ewigkeit dauern, sondern schlichtweg nerven.

Für mich ein absolutes KO-Kriterium, da die Kämpfe nun mal den Großteil des aktiven Gameplays ausmachen. Bisher wurde ich jedenfalls immer nur von A nach B geschickt, wo ich eine Gruppe Leute verprügeln sollte. Wo wir beim nächsten Kritikpunkt wären: generischer geht es nicht. Die fünf, sechs Missionen, die ich gemacht habe, liefen alle gleich ab. An der, anfänglich gar nicht so üblen, Welt habe ich mich bereits jetzt satt gesehen. Lebloser kann man eine Stadt kaum inszenieren. Dagegen wirken Ubisofts Stadt-Kulissen nahezu real. Vom Dialog- und Entscheidungssystem habe ich auch immer noch nichts gesehen. Und die Story ist auch nur heiße Luft. Dachte eigentlich, dass es da etwas mysteriöser zugeht, vielleicht kommt das später auch noch, aber aktuell bin ich der Charakter-lose Offiziers-Laufbursche der örtlichen "Polizei". Langweilig.

Tut mir leid, auch dass ich manchen mit meinem ersten Eindruck vielleicht sogar etwas Hoffnung gemacht habe :D, aber das ist eine krumm gewachsene und schlimmelige Gurke. Vielleicht was für den absolut ausgehungerten RPG-Fan mit tiefer Eurotrash-Liebe im verregneten Sommerloch für einen 10er vom Grabbeltisch, aber nichts, das man sich zum Vollpreis kaufen sollte. Eigentlich sollte man es sich gar nicht kaufen...
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben