War gerade drin. Der war aber mal so richtig richtig scheiße....geil!
Ich vertrete ja nach wie vor die Ansicht, dass The Amazing Spiderman den ersten von Raimi in der Pfeife raucht. Und das gilt auch für den Vergleich TASM 2 vs. Spiderman 2. Zwar würde ich hier nicht von "In der Pfeife rauchen" sprechen, da Spiderman 2 nach wie vor ein sehr guter Film ist, aber TASM 2 ist hier auch in allen Belangen überlegen. Natürlich spürt man hier auch wieder den Fortschritt der Computertechnik. Bereits die Eingangssequenz toppt die Bahn-Szene locker. Und danach steigert sich der Film bei der Action fast kontinuierlich ohne dabei jemals überladen zu wirken. Aber für den Showdown mit Electro (Spoiler? Ach bitte...als wüsste hier nicht jeder, dass es einen Showdown gibt) braucht man schon die ganz fette Leinwand. Da sind ein paar wirklich epische Shots dabei, für die Raimi schlicht nicht die Möglichkeiten hatte
Die Action ist auch dahingehend exzellent, dass es nie verwirrend wird. Egal, wie sehr Spiderman wuselt und wirbelt - man sieht immer, was gerade abgeht.
Aber natürlich macht Action noch keinen guten Film. Allerdings stimmt bei TASM 2 eben auch der ganze Rest. Die Darsteller sind besser (abgesehen von J.K. Simmons aber der ist 'eh eine Bank für sich), die Dialoge sind besser. Die Beziehung zwischen Peter und Gwen ist erheblich besser herausgearbeitet worden, was nicht zuletzt daran liegt, dass beide intellektuell auf einer Höhe liegen, während Raimi's M.J - und bitte seien wir hier ehrlich, Jungs - eine oberflächliche Hohlbirne ist. Desweiteren erledigt Webb die Sache mit den mehreren Gegnern sehr elegant - eine Sache, an der Raimi's Dritter letztlich gescheitert ist. Diese Entscheidung wird sicher bei einigen nicht auf viel Gegenliebe stoßen, aber ich finde sie sehr gut und letztendlich auch logisch. Die Story selbst fährt wieder schwer auf eigenen Gleisen. Während Teil 1 eben das Problem hatte, erneut die Entstehung zu erzählen, fokussiert sich Teil 2 auf völlig andere Dinge als Spiderman 2. So können beide Reihen hervorragend nebeneinander existieren und sich eher ergänzen anstatt redundant zu wirken. Obendrein hat das Drehbuch bei TASM 2 wirklich Eier. Mehr sei an dieser Stelle nicht gesagt.
Hauptschwerpunkt: Andrew Garfield. McGuire-Fans werden das nicht gern hören, aber Garfield ist als Peter Parker sooooooo viel besser. Das gilt schon für die Szenen ohne Maske. Aber erst bei den Szenen als Spiderman trennt sich hier die Spreu vom Weizen, denn Garfield ist auch in der Lage, völlig ohne Gesichtsausdruck (sprich unter der Maske) zu schauspielern und wirklich etwas zu vermitteln.
Als Schwachpunkt würde ich in dem Film klar die Motivation von Electro sehen. Ich kenne seine Geschichte aus den Comics nicht, aber das was da hier geliefert wird, ist im Vergleich schon etwas dünn, wenngleich das natürlich auch auf leichten Hirnschaden zurückzuführen sein kann. Dafür machen seine Kräfte das wieder wett, die wirklich richtig klasse umgesetzt wurden.
Alles in allem ein klarer Volltreffer. Werd' jetzt gleich mal Teil 1 einlegen, um das Spidey-Feeling noch etwas nachwirken zu lassen.

9/10
PS: Beim Abspann sitzen bleiben. Da kommt noch eine kleine Teaser-Sequenz vom neuen X-Men-Film (oder aufstehen und gehen, wenn man sich da nicht spoilern lassen will...nicht dass es wirklich ein Spoiler wäre, aber manche regen sich ja schon auf, wenn man erzählt, dass Mystique da ein paar Leute aufmischt...

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