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Rechtspolitisches Vorgehen gegen neue DRM Maßnahmen - Eine gute Idee?

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ich finde es wirklich erstaunlich, dass ich bisher noch nie irgendwo ein Kommentar gelesen habe, der die einzig wirklich effektive und sinnvolle Lösung dieses Problems vorschlägt, nämlich eine rechtliche Lösung.

Die zuständigen Normerzeuger (in diesem Falle könnte sogar die EU durchaus mit ihren Kompetenzen im Konsumentenschutz tätig werden) sollten schlicht und einfach gesetzlich bestimmen, dass etwa von Konsumenten im Sinne der Konsumentenschutzgesetze gekaufte Immaterialgüter, also auch Software / erworbene Softwarelizenzen am Markt frei (wieder-)verkäuflich sein müssen, wozu dann auch gehören würde, dass der Hersteller bzw. das Unternehmen welches die Software / die Softwarelizenzen vertreibt, ein System zur Übertragung dieser Lizenzen kostenfrei zur Verfügung stellen muss.

Kurz gesagt: Sorgen wir dafür, dass derartige Gängelungen der Konsumenten schlicht und ergreifend illegal gemacht werden!

Warum sollte das nicht gehen? Die EU hat auch die Roaminggebühren innerhalb der EU auf ein erträgliches Maß gedeckelt, sodass etwa ein Deutscher der in Italien ein paar Anrufe tätigt, nicht mehr mit horrenden "Auslandsgebühren" belastet wird. Gerade wird in der EU diskutiert, ob vielleicht nicht sogar per rechtlicher Regelung die Roaminggebühren innerhalb der EU nicht komplett verboten werden.

Das Gleiche gilt im Übrigen auch bei Banküberweisungen. Früher haben die Banken hohe Gebühren verlangt, wenn man etwa Geld aus Österreich nach Deutschland überwiesen hat, inzwischen gilt dank EU-Regelungen: Die Banken dürfen bei einer Überweisung innhalb der EU (unter Verwendung von IBAN und BIC) nur noch so hohe Gebühren verlangen, wie sie auch bei einer Inlandsüberweisung verlangt werden. Und das sind meist 0 Euro. ;)

Elektrische und elektronische Altgeräte (etwa PCs, Drucker, Klimageräte) können von Konsumenten kostenfrei zum Recycling zurückgeben werden. Dank einer EU-Richtlinie. Der Vertreiber der Geräte muss sie also kostenlos zur Entsorgung zurücknehmen. Ohne die Richtlinie stünde es ihm frei, hohe Entsorgungsgebühren zu verlangen.

Diese Liste lässt sich noch sehr, sehr lang fortsetzen.


Warum also nicht gesetzlich festlegen, dass es für Konsumenten kostenfrei möglich sein muss, seine Software / Softwarelizenz auf eine andere Person zu übertragen?

Wenn ich also einen Code brauche um ein Spiel auf der XBOX ONE zu aktivieren, dann muss ich die Möglichkeit haben, das Spiel wieder zu deaktivieren und einen neuen gültigen Code generiert zu bekommen, den ich mit der Disk weitergebe. Technisch ist dies alles absolut problemlos umsetzbar.

Auch gegen den "24 Stunden Online Check" lässt sich entsprechend rechtlich vorgehen. Eine derartige Einschränkung der Nutzung von erworbener Software sollte schlicht und einfach verboten werden.

Ich sehe in einem "Boykott durch die Konsumenten" recht wenig Potential, hier einen Erfolg zu erreichen. Viel zu viel hängt hier von einem diffusen und kaum koordinierbaren Kaufverzicht einer enormen Masse an Menschen ab.
Wesentlich klarer und leichter zu beschreiten stellt sich hier der Weg einer rechtspolitischen Einflussnahme dar: Entsprechende Lobbyorganisationen, etwa für den Konsumentenschutz, sind bereits vorhanden. Sie müssen auf das Problem aufmerksam gemacht werden und es muss gezeigt werden, dass dies viele Menschen betrifft.

Durch entsprechende Organisation im Internet wäre es durchaus möglich, hier den Stein für entsprechende legistische Maßnahmen ins Rollen zu bringen.

Ich würde mal gerne eure Meinung dazu hören...
 
Zum Glück macht es mir Mircosoft es ziehmlich leicht die Xbox zu boykottieren...
Wenns ne geile High End Maschine gewesen wär und Halo Dublex Mega Krass mit nahezu fotorealistischer Grafik dafür erscheinen würde, hätte ich sicher in den sauren Apfel gebissen und die scheiße geschluckt. Aber die Xbone, nach all dem was ich darüber erfahren habe interessiert mich nicht mehr die Bohne...

Ich wünsche es Mircosoft mittlerweile regelrecht mit der Xbohne ein Milliarden Grab zu eröffnen, die sollen so richtig hart auf die Fre**e fallen...
 
Ich hoffe, dass sich die EU dem Thema Gebrauchthandel annimmt. Denn der Kunde wird hier schon sehr stark eingeschränkt. Auch das Thema des Zwangs-Online wird man sich in Brüssel wohl anschauen.

Ich bin auch gespannt, wie gross der Aufkleber auf der Verpackung ist, der explizit darauf hinweist, dass die Konsole ohne Internetanschluss nicht nutzbar ist.
 
Ich wäre da sofort dafür. Die einzige momentane Möglichkeit zur Besserung dieser Problematik wäre ein schlechter Abverkauf der Xbox One. Da wir ja aber alle die "Spieler generell" kennen, wird das niemals auch nur ansatzweise passieren.

Irgendwie habe ich auch so den Eindruck, als würde mit dem 24h-always on die Beweislast eines Verbrechens umgekehrt. Normalerweise gilt bei die Unschuldsvermutung: Man muss mir einen Diebstahl, auch einer Software, erst nachweisen um mir die Nutzung zu unterbinden. Hier ist es aber umgekehrt: Ich muss spätestens alle 24h nachweisen, dass ich kein Verbrecher bin! Hallo, gehts noch? Das finde ich eine Frechheit sondersgleichen!
(Das ist juristisch natürlich nicht korrekt, aber es fühlt sich nunmal so an...)

Gegen die Gebrauchtkaufeinschränkung und die dauernde Lizenzüberprüfung sollte eigentlich ein Gesetz erlassen werden wenn man den Verbraucher ein wenig schützen will. Zweiteres aber würden die Publisher leicht damit umgehen, dass irgendein total sinnloses und spielrelevantes Onlinefeature eingebaut wird so dass man ohne Internetverbindung nicht weiterspielen kann. Der Publisher wird sagen: Sorry, das ist eben wie bei einem Multiplayer, hier wird die Internetverbindung einfach zwingend gebraucht. Das wäre als total sinnlos.

Bei einer rechtlichen Regelung zum Verkauf von Gebrauchtspielen würde wohl etwas anderes passieren: Es werden dann wohl ganz allgemein Zeitlizenzen verkauft. Man kauft sich also nur noch die Nutzungserlaubnis für ein Jahr die auf eine bestimmte Person zugelassen ist. So läuft das ja momentan mit professioneller Software teilweise jetzt schon.

Mein Fazit also: Egal was man rechtlich unternimmt, es ist nur allzu einfach für die Publisher ihren Kunden weiter auf der Nase rumzutanzen.

Abschließender, aber trost- und hoffnungsloser Kommentar: Nur die Absatzzahlen entscheiden über die weitere Entwicklung des Videospielhobbies und das Resultat davon ist kein gutes.
 
Ich bin natürlich auch gegen DRM und so weiter, aber man sollte sich als Gamer eingestehen, dass wir als so etwas wie eine Community nicht unbedingt zu den ehrlichsten gehören. Es gibt doch kaum jemanden, der sich noch nie eine Raubkopie gezogen hat oder seine Konsole hat umbauen lassen. Da kann ich verstehen, dass Sicherungsmaßnahmen notwendig sind.

Übrigens denke ich nicht, dass Brüssel da sich sehr viel angucken muss. Das ist alles nichts Ungewöhnliche in der Softwarebranche und sicher schon keine Umkehr der Beweislast oder sowas. Bei allen Adobe Produkten muss man mittlerweile auch regelmäßig online sein um seine gültige Lizenz zu beweisen.
 
eape schrieb:
Ich bin natürlich auch gegen DRM und so weiter, aber man sollte sich als Gamer eingestehen, dass wir als so etwas wie eine Community nicht unbedingt zu den ehrlichsten gehören. Es gibt doch kaum jemanden, der sich noch nie eine Raubkopie gezogen hat oder seine Konsole hat umbauen lassen. Da kann ich verstehen, dass Sicherungsmaßnahmen notwendig sind.

Der Kopierschutz wird ohnehin fallen - der eigentliche Leidtragende ist einmal mehr der ehrliche Käufer.
 
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