darthELIAS
Drei Schüsse in der Gruft
Frühling in Paris gefällt mir sehr.
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Good God schrieb:Klingt vielversprechend und auch vielseitig, harte sowie auch ruhigere Lieder, genauso muss ein Rammstein-Album sein![]()
Phear schrieb:Ich glaub, Wiener Blut wird rocken![]()
(Die Redakteure von Metal Hammer UK können wohl Wien nicht richtig schreiben7. Weiner Blut – Translated as ‘Vienna Blood’, ‘Weiner Blut’ is the track that is said to be about Joseph Fritzel. We couldn’t tell you in what respects as we only got a C in GCSE German but we can tell you that it is the heaviest track on the record. Lindemann teases during a melancholy intro and you just know it’s going to blow. A sinister whisper of ‘willkommen’ and all hell breaks loose for the remainder of the track.
)Und bist du manchmal auch allein, so pflanze ich dir ein Schwesterlein


Ich tu dir weh:
Bei dir hab ich die Wahl der Qual
Stacheldraht im Harnkanal
Waidmanns Heil:
Ich bin in Hitze schon seit Tagen
…
Aus der Wehr lauert das Verderben
Die Kreatur muss Sterrbennnn!!!
Haifisch:
Wir halten Zusammen
Wir halten miteinander aus
Wir halten zueinander
Niemand hält uns auf
Wir halten euch die Treue
Wir halten daran fest
...
Und der Haifisch der hat Tränen und die laufen vom Gesicht
Und der Haifisch schwimmt im Wasser so die Tränen sieht man
nicht
Frühling in Paris:
Im Lichtkleid kam sie auf mich zu
Ich weiß es noch wie heut
Ich war so jung hab
mich geniert
Doch hab es nie bereut
Der Frühling blutet in Paris, in Pari~~s
Wiener Blut:
Komm mit mir, komm auf mein Schloss
Willkommen in der Dunkelheit
....
Und bist du manchmal auch allein so pflanz ich dir ein
Schwesterlein
Albumbewertung aus dem Sonntags Blick (Schweizer Zeitung)
Fazit: Hart, extrem, sexistisch, blutig, gruselig: "Liebe ist für alle da"
Provokant: 4 von 5 als Bewertung
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Hier noch das Interview:
SonntagsBlick Magazin: Es heisst, ihr hattet Zweifel, ob ihr euer neues Album jemals fertigkriegen würdet.
Christoph Schneider:
Wir sind das zuerst einfach zu locker angegangen. Wir wollten keinen
Druck. Also haben wir geprobt, Ideen gesammelt, dann mal wieder Urlaub
gemacht. Dabei ist die Energie verlorengegangen. Bis wir gemerkt haben,
dass wir nicht Ideen ohne Ende brauchen, sondern mal ein paar Songs
fertigmachen müssen. Man kann zwar rumprobieren, aber irgendwann fängt
das an zu nerven: Wenn man immer mit denselben Leuten in dieser Blase
steckt, aber dabei nichts zu Ende kriegt, weil wieder einer was anderes
will.
Dass Sound und Texte auf dem neuen Album schlichter, direkter wirken – war das eine Reaktion auf diese Schwierigkeiten?
Es war ohnehin unser Ziel, das Album etwas härter klingen zu lassen. Nicht
so orchestral und episch, wie das auf den letzten Platten war. Wieder
mehr auf den Punkt zu kommen.
Wie bei eurer knalligen Sex-Single «Pussy», wo es heisst: «Steck Bratwurst in dein Sauerkraut»?
So eine Seite haben wir auch, eine etwas lustige, banale. Es ist nicht für
alle Bandmitglieder einfach, plötzlich so ein Lied zu machen. Aber wenn
man das ins richtige Kleid steckt, kann es schon wieder cool sein. Und
dann den lustigen Porno-Videoclip dazu …
Ihr widmet euch aber auch ernsteren Themen. «Mehr» spiesst menschliche Gier auf. Und in
«Wiener Blut» wagt ihr euch an den perversen Inzestvater Josef Fritzl.
Klar, das ist natürlich eine Geschichte für uns. So was ist ja oft unser
Thema, auf allen Alben. Das ist für Till (Sänger und Texter; die Red.)
eine ganz leichte Übung, glaube ich.
Du sagst, ihr seid quasi «zuständig» für so etwas. Steckt ihr euch damit nicht in eine Schublade?
Man ist, was man ist. Das merkst du nach so vielen Jahren in einer Band.
Man kann sich nicht komplett neu erfinden. Die Band besteht ja immer
aus denselben Menschen, die eben etwas Bestimmtes gut können. Und wenn
es viele Leute gibt, die genau das gut finden – dann hat man irgendwo
eine Berechtigung, es auch zu machen.
Mit «Mein Teil» habt ihr auch schon mal den Fall eines kannibalischen Triebtäters
verwurstet. Was ist der Reiz an derlei Abartigkeiten?
Warum sind solche Dinge auf den Titelseiten der Zeitungen? Da geht es ja los.
Viele Menschen haben ein Interesse an Skandalstorys. Unsere Medien sind
ja meistens voll von schlechten, krassen Nachrichten. Und wir sind Teil
dieser Welt. Till singt viel über diese extremen Arten von Beziehungen.
Er macht das irgendwie gut: Man muss ein bisschen darüber schmunzeln,
aber eigentlich ist es auch total gruselig. Das hat eben immer zwei
Seiten bei uns.
Lange wurdet ihr als gefährliche Provokateure hingestellt. Seid ihr von der Öffentlichkeit manchmal zu ernst genommen worden?
Wir sind keine Witz-Band. Aber wenn man wie wir extreme Themen musikalisch
verarbeitet, bringt das einen gewissen unverhohlenen Witz mit sich. Es
ist gut, wenn man merkt, dass wir das nicht zu ernst nehmen. Es geht
uns nicht um eine persönliche Identifikation. Keiner ist am Ende so wie
das, was da gesungen wird.
Inwiefern ist eure Lust an der Provokation durch eure DDR-Herkunft beeinflusst?
Die rührt sicher aus der Zeit der 80er-Jahre, als wir in der DDR als
Underground-Musiker anfingen. Da war man gegen das System. Dieses
provokative Dagegensein hat uns gefallen. Etwas zu tun, was aneckt. Das
war unser Ding und das haben wir später mit Rammstein auf
Gesamtdeutschland zu übertragen versucht. Das ist uns ja auch gelungen
(lacht). Plötzlich galten wir als «rechte» Band. Für manche klangen wir
wohl zu deutsch.
Wie seid ihr damit umgegangen?
Die Band wurde schneller gross als wir. Wir mussten hinterherwachsen und
uns mit unserer Wirkung auseinandersetzen. Antworten finden auf die
Fragen, die man uns stellte. Dieses Sich-Erklären hat aber auch
genervt: als Musiker immer über Politik und Ideologie reden zu müssen.
Heute kennt Rammstein jeder und weiss: Die machen so ein bisschen was
Härteres, Extremeres, sind aber ganz nett. Das hat sich normalisiert.
Ein Erfolgsfaktor von Rammstein ist die energiegeladene, pyromanische
Bühnenshow, bei der sich euer Sänger selbst in Brand setzt. Ihr werdet
auch älter. Wird das nicht irgendwann schwierig?
Till verausgabt sich da wirklich total: Abend für Abend so eine Show zu
machen und auch noch zu singen! So wie wir das bisher machen, kann man
es wahrscheinlich nicht ewig durchziehen. Aber auf dem Barhocker
sitzend, mit der Klampfe in der Hand – so werden wir bestimmt nicht
enden.
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