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REVIEW No More Heroes

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Tjou, nachdem am Wochenende NfS Undercover und Tomb Raider Underworld leider gestorben sind, hab ich halb im Frust "No More Heroes" für Wii gekauft. Ich hab es damals ausgelassen, da die Meinungen zu dem Spiel so weit auseinandergingen und ich durch den Bau eh wenig spielen konnte. Das Spiel jetzt nachzuholen war allerdings eine gute Entscheidung:

Grafik:

Nun, schwer zu beurteilen. Die Texturen sind fast durchgehend grausam, das Kantenflimmern ist mitunter das Schlimmste, was ich je bestaunen durfte. Destroy City hat gefühlte 25 Einwohner und davon haben ca. 20 ein Auto. Die Gebäude sehen alle gleich trist aus und alles wirkt leblos... Aber: es hat Stil! Schwer zu beschreiben, aber obwohl es mies aussieht gefällt mir der minimalistische Grafikstil. Bleibt zu erwähnen, dass die Grafik stets flüssig belibt, selbst wenn man von 10 Gegnern umzingelt ist, die einem ans Leder wollen.

In der europäischen Version des Spiels spritzt kein Blut, dafür "zerfallen" die erlegten Gegner in schwarze Staubfontänen. Mich hat das Fehlen von Blut nicht gestört auch wenn einige das ziemlich anpissen dürfte...

Sound:

Schon besser! Die englischen Sprecher kommen gut rüber, die deutschen Untertitel wurden sehr gelungen eingefügt. Die Dialoge sind witzig bis zynisch, teilweise sogar richtig derb und anspruchsvoll. Die Geräuschkulisse geht auch in Ordnung. Nichts monumentales aber durchaus brauchbar.

Story:

Ja, gibt es. Schwer zu finden, noch schwerer zu definieren, aber irgendwie muss Travis Touchdown halt allerlei Leute umbringen um der ranghöchste Auftragskiller der Stadt zu werden. Die Story ist hahnebüchen und verworren, aber hey, das Spiel ist von Suda. Wer was Anderes erwartet hat... Gespeichert wird übrigens entweder in Tavis Motel-Zimmer oder vor Bosskämpfen... natürlich aufm Klo, wo sonst...? :grins:

Gameplay / Umfang:

Als Waffe hat Travis ein gebrauchtes Beam Kantana ergattert, was auch seine Hauptwaffe im Spiel ist. Man hat ein kleines Tutorial, in dem man alle Moves erklärt bekommt. Gesteuert wird per WiiMote und Nunchuk, wobei man mit dem Nunchuk Travis steuert und gegnerische Angriffe blocken kann, während man mit der WiiMote die Angriffe ausführt.

Ziel des Spieles ist es, der ranghöchste Auftragskiller der Stadt zu werden. Um zum nächsten Bosskampf zu gelangen, muss man der "Arbeitsagentur" von Destroy City zuerst ein kleines Startgeld überweisen. Um dies zu ergattern, muss man allerlei Aufträge erfüllen. Angefangen von "kille den Mafia-Boss der Pizzaladen-Kette" über Kokosnüsse sammeln und verkaufen oder Rasen mähen sind viele skurile Aufgaben verteilt. Oftmals gelangt man in Gebäude, in denen man 20 Gegnern gegenübersteht und nach ca. 2 Minuten ist der Laden "sauber". Klingt abgedreht und lapidar... ist es auch.

Das Kämpfen an sich geht erstaunlich gut von der Hand. Die Abfrage der WiiMote-Bewegungen erfolgt genau, wildes Button-Smashing führt letztlich selten zum Erfolg. Manche Gegner decken hoch, andere tief. Wenn man von bewaffneten Gegnern umzingelt ist hilft es oftmals, sich erstmal aus dem Pulk zu befreien. Die Bossgegner haben spezielle Schwachpunkte, die man herausfinden und attackieren muss.

Vom Umfang her bekommt man Durchschnittskost geboten. Ich denke, man kann das Spiel relativ leicht an zwei Tagen durch haben... Ob man dann noch Lust hat, die verschiedenen Missionen nochmals mit besseren Skills zu bestreiten, muss jeder selbst wissen.

Fazit:

No More Heroes ist eines der Spiele, die schwer zu bewerten sind. Mein ganzer Text liest sich mit Sicherheit sehr negativ, da das Spiel nichts herausragend gut macht. Die Grafik ist mau, der Sound geht in Ordnung, das Gameplay ragt auch nicht wirklich heraus. Trotzdem macht No More Heroes einfach gewaltig Spass. In einer Tiefgarage 25 mit Baseballschlägern bewaffneten Idioten eins auf die Mütze zu geben befriedigt ungemein. Das Spiel hat einen eigenen Charme und Witz, dem ich mich nicht entziehen konnte. Sicherlich ist es aber ein Spiel, welches man Abends mal für eine Stunde reinlegt und nicht für ein ganzes WE vor der Glotze zu verbringen.

Objektiv müsste man wohl eine 6.5/10 bis 7/10 vergeben, rein subjektiv tendiere ich zu 8.5/10. Es ist wie Fast Food: wenig nahrhaft, kaum sättigend aber einfach lecker!
 
Ich hab das Spiel genau 2 Mal angemacht und dann nie wieder. Es sah einfach so trostlos und steril aus. Einer meiner schlimmsten Fehlkäufe im letzten Jahr, weil ich dazu auch noch den mittlerweile nutzlosen Freeloader dazugekauft habe. :roll:
 
Ja, wie gesagt ist es schwer möglich, NMH "objektiv" zu bewerten. Entweder es man liebt es oder man hasst es. Es fehtl halt so ziemlich alles, was man von einem "modernen" Videospiel eigentlich erwartet. Mir hat es trotzdem Spass gemacht und heute Abend werde ich versuchen, einige Missionen nochmals auf Gold zu schaffen.
 
Ich hab ja Killer7 geliebt. Das war einfach geil, trotz kleinerer Mängel. Aber da bin ich einfach nicht mitgegangen. Naja, was solls. Vielleicht gefällt mir sein nächstes Game wieder besser. Aber bei der Grafik kann er sich definitiv mehr Mühe geben. Das war schon ne Frechheit und unnötig.
 
Rein technisch betrachtet ist das glaube ich das schlechteste Spiel, dass ich gespielt habe, selbst wenn ich PS2, Xbox, Cube und Wii alle mit einbeziehe. Da habe ich glaube ich 3.0/10 gegeben. Das Spiel an sich hat mir aber echt Spaß gemacht, trotz der miesen Optik, trotz dem miesen Motorrad usw.

Der Hauptcharakter ist cool, die Synchro grandios und irgendwie machts Spaß, die freakigen Bossgegner zu töten. Persönlich wars für mich am Ende auch ne 8/10. Killer7 finde ich allerdings immer noch besser.
 
Die Storysequenzen sind am Rande zur Genialität. Vor allem gegen Ende dreht Suda am Rad.

Die Stadt ist augenkrebserregend, aber trotzdem stilvoll. Das Motorradfahren fand ich hingegen spaßig, gerade wegen der ultrasimplen Steuerung und dem bescheuerten Driften.
Die Kämpfe fand ich sehr spaßig, obwohl sie eigentlich sehr repetiv sind. Lediglich die (erstklassigen) Bosse bringen Abwechslung rein.
 
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