Die Lernkurve ist eigentlich sehr niedrig. Im Grunde reicht es, wenn du dich nachts einmauerst, auch simple Erde scheint genug zu sein, daß nichts an dich rankommt. Aber ich glaube, das ist eher eins von diesen Spielen, bei dem man sich selber den Spielspaß macht. Beispiel ich:
Nicht ganz akkurat, aber im Grunde ging das so, ist die Map, die ich gestern abend generiert hab und die Tage sind natürlich Ingame-Tage
Tag 1:
Ich stehe völlig ungeschützt auf einer von vielen kleinen Inseln, habe nichts, kann nichts. Ich beginne, Bäume zu verprügeln und ihnen ihr Holz zu klauen, welches ich Ratzfatz zu einer praktischen Werkbank zusammenklopp. Auf der Werkbank, schraube ich mir einige krude Werkzeuge zusammen und grabe mich damit ins weiche Erdreich des nächsten Hügels, nur eine kleine Kuhle zunächst. Auf dem Weg zu mehr Holz bricht die Nacht herein, ich habe bisher keinerlei Kohle gefunden, kann also auch kein Feuer entzünden um die Monster fernzuhalten. Also zurück zur Kuhle, den Eingang zugeschüttet, nur ein kleines Sichtfensterchen bleibt frei.
Jetzt heisst es warten und den Geräuschen der Nacht lauschen. Da mir das lauschen nach kurzer Zeit langweilig wird und die Enge hier drin mich Ramme macht, klopp ich mir eine Schaufel an meiner mit hineingeschleppten Werkbank zusammen und grabe mein neues Haus um.
Nachdem ich mir einen relativ wohnlichen Raum gebuddelt habe, bemühe ich meine Spitzhacke und sammele Steine aus dem Untergrund mit denen ich erstmal mein Werkzeug aufwerte. Ein Blick aus dem Fenster sagt mir, die Nacht ist überstanden, von einer hopsenden Gestalt am Fenster abgesehen, war es relativ ruhig. Sicherheitshalber bastele ich mir noch schnell ein Schwert, grabe mich aus und beginne damit, meine Umgebung zu erkunden.
Tag 2
Wenn man mal von einer Riesenspinne absieht, ist die Gegend eigentlich ganz ruhig. Bisschen viel Wasser, aber ruhig. Nachdem ich einige Gesteinsvorkommen angebuddelt habe, stoße ich auch endlich auf Kohle, mit der ich mir zuallererst mal Fackeln herstelle, dazu brauche ich nichtmal eine Werkbank, was unter Tage ganz praktisch ist. Vier, fünf Stockwerke weiter im Schoß der Erde stoße ich dann auch auf meine erste Eisen-Ader, welche ich hurtigst ausschöpfe. Noch schnell ein paar Bäume gehackt, zwei Schweine (Fleisch) und eine Kuh (Leder) mit meinem Stein-Schwert ungekloppt und dann bricht auch schon wieder die Nacht herein, doch diesmal bin ich besser vorbereitet und bestücke mein Grundstück und meine kleine Höhle mit Fackeln, denn im Licht spawnen keine Monster (sonst können die sogar aus ner dunklen Ecke des eigenen Hauses heranwanken). Im gemütlichen Fackelschein mache ich mich daran, mehr und mehr Platz zu schaffen, klopfe mir Treppen in den Fels, zimmere mir eine praktische Kiste für meine ganzen Rohstoffe, Schmelze mein Erz, schmiede mir einen praktischen Helm, grille mein Fleisch und schneidere mir eine schicke Lederhose. Noch schnell ein, zwei Stahlspitzhacken gebastelt und schon beginne ich damit, Stollen in die Erde zu treiben, auf der Suche nach mehr Eisen und vielleicht sogar Gold. Doch auch im inneren der Erde erreichen seltsame Geräusche mein Ohr und hänge lieber noch eine Fackel auf.
Tag 7
Mein weit verzweigten Gänge ziehen sich wie ein Labyrinth unter der Insel durch den Boden, ich habe noch einige Kohlevorkommen sowie Eisen gefunden und bin auch Werkzeugtechnisch noch gut bestückt. Meine kleine Heimstatt ziert ein Turm mit Aussichtsplattform, die neue Metalltür hält die bösen Nachbarn fern und meine Wände sind geschmückt von seltsamen Gemälden. Sogar eine Art Met-Halle mit großem prasselnden Feuer habe ich mir tief unter der Erde eingerichtet. Steigt man die neue Steintreppe auf den Wehrgang hinauf, kann man, wenn man mag die neue Aussichtsplattform hinausklettern, von der aus man in der Nacht nicht nur die Kreaturen gut sehen kann sondern auch meine Fackelwege zu weiteren potentiell interessanten Gesteinsformationen. Am Horitzont sieht man gerade noch die kleine Steinkonstruktion meines Expetitionslagers, am Wasser gedeihen die von mir gepflanzten Bäume prächtig und sichern auch weiter meinen Holzbedarf, selbst Getreide findet man dort.