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MULTI L.A. Noire

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ich weiss ja nicht, was mich an Gewaltdarstellung noch erwartet, aber bisher habe ich nichts im Spiel gesehen, was zwangsläufig zu einer 18er-Einstunfung hätte führen müssen.
 
Also ich hab das Spiel noch nicht gespielt, aber die Gewalt in Spielen wird ja immer im Verhältnis zum restlichen Inhalt gesetzt. Ist sie begründet oder unbegründet, ist ihr Ausmaß nachvollziehbar und ist sie Selbstzweck oder Bestandteil von Story und Spielverlauf? Wichtig ist auch ob man als Spieler Gewalt aus der Ego-Perspektive sozusagen simulationsartig ausübt oder in der 3rd-Person-Ansicht in Form eines eigenständigen Charakters.
 
Eben.

Die Gewalt in L.A. Noire kann man sich bildlich wie in einer Folge CSI Miami vorstellen. Leiche liegt am Boden und wird inspiziert. Gewalt wird nur gegen den Täter angewandt, (bisher) ohne explizite Darstellung.

IMO werden bei CSI weitaus drastischere Bilder gezeigt.
 
Zimtzicke schrieb:
Gewalt wird nur gegen den Täter angewandt, (bisher) ohne explizite Darstellung.

Blutige Shootouts wo bei gezielten Kopschüssen der Baatz an der Wand kleben bleibt ist keine explizite Gewaltdarstellung?!? Was ist es denn dann?!? :shock:

Ich glaube, daß wir visualisierter Gewalt gegenüber einfach nur abgestumpft sind und ich bin davon überzeugt, daß das Spiel in der Form vor 6 - 7 jahren garantiert keine USK-Freigabe (oder allerhöchstens eine 18 er) erhalten hätte.
 
Gungrave schrieb:
Zimtzicke schrieb:
Gewalt wird nur gegen den Täter angewandt, (bisher) ohne explizite Darstellung.

Blutige Shootouts wo bei gezielten Kopschüssen der Baatz an der Wand kleben bleibt ist keine explizite Gewaltdarstellung?!? Was ist es denn dann?!? :shock:

Ich glaube, daß wir visualisierter Gewalt gegenüber einfach nur abgestumpft sind und ich bin davon überzeugt, daß das Spiel in der Form vor 6 - 7 jahren garantiert keine USK-Freigabe (oder allerhöchstens eine 18 er) erhalten hätte.

;)

Bin erst im Morddezernat und ich hatte noch keine schlimme Gewaltdarstellung. Vielleicht ändert sich das ja noch.
 
Die USK hat extreme Probleme damit, wenn es um sinnlose Gewalt geht , die vom Spieler aus geht, und das Spiel nur dafür gemacht ist.
Trifft auf L.A. Noire absolut nicht zu.

Das Spiel ist ausserdem so hochwertig produziert, das dann die USK auch gerne mal eine Auge zudrückt (siehe GTA4).
Einfach mal ein paar Interviews mit Marek Brunner von der USK lesen oder anhören.

http://www.gamersglobal.de/interview/interview-marek-brunner-usk
 
Hab gerade den letzten Fall vom Morddezernat gemacht. Das hatte mal was :popcorn:

Ist mir aber auch unverständlich das man danach zur Sitte bzw Feuergedöns kommt, imo ist das karrieretechnisch ein Rückschritt.

Mir ist zum Schluss hin der Partner aber irgendwie auf seine Art und Weise schon sympatisch geworden, ist halt einer von der alten Schule der schon genug gesehen hat um eine ordentliche Portion Menschenüberdrüssigkeit an den Tag zu legen.
 
Ich find ohnehin, dass das Spiel nach Mord rapide bergab geht. Die hätten das ganze Spiel auf einen großen Fall aufbauen soll wie Heavy Rain und um die Hälfte kürzen. Das wäre imo viel besser geworden damit.
 
Das Brand-Dezernat...

...ist ja eine Art Strafe wegen dem Ehebruch, kein Aufstieg.

Obwohl es bei der Sitte auch gute Fälle gab. :dhoch: Die gesamt 21 Fälle sind eine ideale Länge auf das Gesamtspiel gesehen.
 
Was ich total hirnrissig und selten bescheuert finde: Warum muss der Täter die Mordwaffen oder Mordwerkzeuge immer wie auf dem Präsentierteller in seiner Wohnung liegen lassen?
Warum kann ich 28 potentielle Beweisstücke sammeln aber letztendlich nur eines davon in einer Vernehmung benutzen? Alles nur, damit Spielzeit dabei heraus kommt. Wirklich wichtig ist das alles nicht.
Das Spiel ist nicht schlecht aber mich nervt es mittlerweile nur noch. Es ist gähnend langweilig und vorhersehbar.
 
Bart Wux schrieb:
Ich find ohnehin, dass das Spiel nach Mord rapide bergab geht. Die hätten das ganze Spiel auf einen großen Fall aufbauen soll wie Heavy Rain und um die Hälfte kürzen. Das wäre imo viel besser geworden damit.

Was? :shock: Ich finde nach dem Morddezernat wird es nochmal viel viel stärker. Die Fälle bei der Sitte waren für mich nochmal Welten über dem Homicide Dezernat.


tastepolice schrieb:
Ist mir aber auch unverständlich das man danach zur Sitte bzw Feuergedöns kommt, imo ist das karrieretechnisch ein Rückschritt.

Ach was. Das ist immer nur so subjektives empfinden weil Mord halt die schwerste Rechtgutsverletzung darstellt. Die Sitte arbeitet doch viel intensiver. Drogen, Prostitution, KiPo etc. Muss dann auch noch im Kontext der Zeit gesehen werden in dem das Spiel stattfindet.

Aber ja, Rusty ist cool. :D

Bin jetzt beim letzten Dezernat angekommen.
 
Bart Wux schrieb:
Ich find ohnehin, dass das Spiel nach Mord rapide bergab geht. Die hätten das ganze Spiel auf einen großen Fall aufbauen soll wie Heavy Rain und um die Hälfte kürzen. Das wäre imo viel besser geworden damit.

L.A. Noire would have been better served if, instead of taking place over the course of years, it focused on a single, larger case over a shorter length of time.

http://www.thunderboltgames.com/reviews/article/la-noire-review-for-ps3.html

:D
 
Ob ein Fall "ideal" gewesen wäre, weiss ich nicht. Aber ich habe ja nach meinen beiden ersten Abenden auch direkt gesagt, dass fünf, sechs längere Fälle besser gewesen wären. *


Das Spiel macht es mir nicht leicht, es zu bewerten. Für mich selbst. Die meisten Spiele sind da eindeutiger. Crysis 2 war langweilig. Portal 2 war genial. So einfach kann es sein. L.A. Noire kann ich immernoch nicht in seine passende Schublade stecken.

Ich hadere immernoch mit der Steuerung in "Action-Szenen", dabei fallen dann auch die mehr als holprigen Animationen beim Laufen auf. Auch wenn Action nicht im Vordergrund steht, so kommt sie in manchen Fällen vermehrt auf (The Fallen Idol z. B.). Die Verfolgungsjagd und Schiesserei passt dann auch so garnicht ins Gesamtbild, vor allem, weil die Sequenz wie absichtlich, aber ohne näheren Sinn, eingefügt wirkte. Aber egal...

Was mir stärker auffällt, ist das generelle Charakterdesign. Dass Phelps blass und farblos für einen Hauptcharakter wirkt, wurde schon mehrfach festgestellt. Einige hier loben dafür aber die anderen Charaktere. Und das fällt mir mitlerweile auch schwer.

* Man nehme June Ballard. Die verbitterte, alternde Film-Diva, die ihren Zenit längst überschritten hat und zu mehr als fragwürdigen Schritten greifen muss, um im "Geschäft" zu bleiben. Was hätte diese Frau als Charakter an Potential gehabt? Wäre der Fall nicht so kurz gewesen... Das vergewaltigte Mädchen, das traurige Opfer des Falls, wird fast garnicht beleuchtet. Ein langer Fall, der dafür das Leben und die Motive der Charaktere mehr in den Vordergrund bringt, hätte sich IMO aufgedrängt.

Die Mimiken verlieren im Laufe des Spiels auch einen guten Teil der anfänglichen Faszination, aber das ist klar, würde ich nicht negativ bewerten. Schlimmer ist da eher, dass ich (bin ja anscheinend auch nicht alleine damit) immernoch nicht die genaue Logik hinter den Befragungen und Verhören kapiert habe. Zwar ist es mir fast egal, da der Fall ja trotzdem weiter geht (ausser einem schlechteren Ranking ändert sich ja nicht viel), aber optimal ist das alles nicht. Das mache ich aber weniger an den Mimiken fest als an den Schlussfolgerungen, die das Spiel von mir "erwartet".

Das Schlimme (für mich) an L.A. Noire ist eher nicht, was es macht. Es ist das, was es nicht macht. Da klaffen Potential-Lücken so gross wie Häuser, die man sofort bemerkt. Einige entschuldigen das ja mit dem Episoden-Design, aber selbst eine durchschnittliche Folge von CSI Miami bekommt das spannender hin.

Das führt mich zu meinem einleitenden Satz. Irgendwie Spass macht es trotzdem und ich bin immernoch auf jeden neuen Fall neugierig. Es passt bisher halt nur nicht in meine Schubladen. :)
 
Bart Wux schrieb:
Bart Wux schrieb:
Ich find ohnehin, dass das Spiel nach Mord rapide bergab geht. Die hätten das ganze Spiel auf einen großen Fall aufbauen soll wie Heavy Rain und um die Hälfte kürzen. Das wäre imo viel besser geworden damit.

L.A. Noire would have been better served if, instead of taking place over the course of years, it focused on a single, larger case over a shorter length of time.

http://www.thunderboltgames.com/reviews/article/la-noire-review-for-ps3.html

:D

Gemach, Gemach, das Genre steckt ja quasi noch in den Kinderschuhen und ich denke, daß bei evtl Nachfolgern ordentlich am Spielprinzip gefeilt und immer weiter optimiert wird.

Mir macht das Spiel trotz seiner Schwächen (Ermittlungen laufen ja jedesmal total identisch ab) einen heidenspaß und deswegen kann ich auch leicht darüber hinwegsehen.:roll:
 
Also die Logik hinter den Befragungen habe ich auch noch nicht verstanden :I Es wirkt teilweise schon sehr abstrus dass ich nach jedem teils x-beliebigen Satz eine Bewerung abgeben muss ob gelogen oder die Wahrheit gesagt wurde. Dabei kann ich schon in meinem frühen Spielstadium in dem Fall der June Ballard einige Dinge aufführen die einfach keinen Sinn machen. Ich bezichtige die Verdächtige der Lüge als es um das Ausmaß des Verbrechens geht.
Sie sagt dass dieser Vorfall für die Polizei nicht weiter wichtig ist, dabei habe ich den Hinweis der zerissenen Unterhose des jungen Mädchens. Also wenn eine Vergewaltigung die Polizei nichts angeht dann weiß ich auch nichtmehr. Meine Antwort ist also vom Spiel als falsch erkannt, obwohl sie eindeutig berechtigt ist.

Ich weiß einfach nicht auf was Phelps bei seinen Befragungen aus ist, und das obwohl ich erst beim dritten Fall bin. Somit weiß ich auch nicht welche Handlung die Entwickler hier von mir erwarten, denn eine menschlich richtige Entscheidung muss es nicht unbeding sein, sondern die die vorgegeben ist. Das macht mich schon stutzig wenn ich nicht selber ermitteln kann sondern einfach per Try&Error versuchen soll die vorgegebenen Pfade zu finden. Beim Fall über die angesprochene June Ballard ist es tatsächlich so dass ich meine Verhandlungsentscheidungen würfeln könnte, das Ergebnis wäre das gleiche. Ich habe den Fall schon 3 Mal neu gestartet, und bei einer der Fragen wurde mir keine der Antwortmöglichkeiten (inkl. Beweis) als richtig anerkannt :ugly: :heul:

Mir geht es jetzt momentan wie Zimti: Ich weiß nicht ob das Spiel gut oder schlecht ist, es verschenkt verdammt viel Potential, die Technik ist begrenzt und die Verhöre folgen einer mir nicht bekannten Logik. Trotzdem will ich gerne weiterspielen da eben die Fälle interessant und die Dialoge interessant geschrieben sind.
 
Mit den Befragungen ist aber recht simpel. Entweder man glaubt es, oder nicht. Wenn man es nicht glaubt bezeifelt man es und wenn man es beweisen kann bezichtigt man ihn der Lüge. Wofür man aber vorher gut ermittelt haben muss und das passende Beweisstück oder die passende Aussage parat haben muss.
 
Kurz vor Schluss hat sich meine Befürchtung, es würde eintönig werden, nicht bestätigt. Ganz im Gegenteil, das Sitten-Dezernat fand ich toll, bei den Brand-Fällen steckt auch Substanz dahinter, fällt aber leicht ab.

Im Gegensatz zu einigen Spielern hier finde ich die Steuerung nahezu optimal. Die lässige Gangart von Cole, die tollen Animationen von seinen Händen und Sprüngen bei Verfolgungen und Untersuchungen, wie er die Waffe hält wenn man auf einen Verdächtigen zu geht (nach einer Verfolgungsjagd) oder wie realistisch man Treppen rauf- und runtergehen kann. Und all das in einem edlen Anzug. Die Verzögerung beim Losrennen ist zwar gewöhnungsbedürftig, aber so kommt imo die Plötzlichkeit gut rüber, wenn ein Verdächtiger losrennt und Cole erst registrieren muss das er abhaut. :dhoch: Selbes gilt bei den Fahrzeugen, fahren sich äußerst intuitiv, das Geschwindigkeitsgefühl kommt gut rüber und bei Auto-Szenen kommt keine Langeweile auf, ich ecke so gut wie nie an und man kann super um die Kurven schlittern.

Den Black Dhalia-Fall hätte ich aber auch etwas länger haben wollen. Die Idee dahinter ist toll, 2-3 mehr Fälle dazu hätte es geben können, über das gesamte Spiel gesehen fände ich das aber etwas nervig, wenn man z.B. ins Sitten-Dezernat kommt würden Hinweise zum Dhalia-Mörder fehl am Platz wirken.

Cole's Story ist etwas lahm, stimmt, aber wenn man sich alle Zeitungen anschaut und Flashbacks ansieht bekommt man zumindest ein kleines Bild von ihm. Das er Familie & Frau hat erwähnte er mal auf einer Fahrt zum Tatort, als er mit (Vorsicht Spoiler) Elsa fremdging dachte ich sofort daran: "Cole du bist doch vergeben, warum tust du das".

Verhöre finde ich richtig gut, wenn der Verdächtige was zu verbergen hat erkenne ich es immer, andersrum ebenso, nur die richtigen Beweise zu ziehen ist ziemlich undurchsichtig. Verdirbt mir aber nicht den Spielspass, es geht ja sowieso weiter. :popcorn:

LA Noire hat gute Karten mein GOTY zu werden, gibt ja auch kaum Konkurrenz dieses Jahr!
 
Zimtzicke schrieb:
In dem Genre vielleicht nicht.

Aber Anwärter für GotY gibt es jeeeeeeede Menge.

Ja das stimmt. :D Allerdings nur ganz wenige für meinen Geschmack. :deal: LA Noire versprüht bei mir eine ähnliche Fasziniation wie Alan Wake und in Ansätzen auch RDR. Das macht es automatisch zum aussichtsreichen Kandidaten.
 
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