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Kolumnen, Reportagen, Dokumentationen und Diskussionen zur Zivilgesellschaft / Soziales / Politik

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

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Gelöschte Mitglieder 688

Gast
Ich dachte mir heut morgen: Dem Forum fehle es eigentlich noch an einen passenden Thread in dem man sich allgemein über Symbolische/Strukturelle Gewalt und jegliche Form von Diskriminierung, Benachteiligung oder Ungerechtigkeit austauschen kann. Ich beobachte mit zunehmender Sorge, dass sich nicht nur in Deutschland sondern Weltweit zunehmend ausgrenzende, diskriminierende und intolerante Gesellschaftsformen durch unterschiedliche Akteure an Macht und Einfluss gewinnen. Sei es dass Europaweite aufkeimen Neu-Rechter und klassistisch-Neoliberaler Parteien wie die der AfD in Deutschland, der Trump in den USA, ein Jair Bolsonaro in Brasilien oder Rodrigo Duterte in den Philippinen (der Dealer einfach mal reihenweise ohne ein Gericht hinrichten lässt) ect.

Da in letzter Zeit der "Die große Sexismus-Debatte"-Thread (nicht selten auch von mir) dafür missbraucht wurde um über jene oben erwähnte Gefahr zu diskutieren und gewisse Themen einfach im Politik- und Boulevardpresse Thread untergehen - wird es wohl an der Zeit für einen separaten Thread in der man sich bezogen auf den Rassismus/Klassismus und andere Ungerechtigkeiten austauschen kann.


* Fokus des Thread sollte der Rassismus/Klassismus/Kapitalismus/Zivilgesellschaft werden.
* Auch wenn Themen bezogen auf den Sexismus oder zum Feminismus, Geschlechtergerechtigkeit und der Frauenemanzipation sicherlich auch gut hier reinpassen würden. Dafür bitte den "Die große Sexismus-Debatte"-Thread nutzen (da ich befürchte dass Themen hierzu, hier im Thread, im Männertreffuntergehen könnten.)
* Und für Themen zur Umwelt, Tiere, Klima bitte den Tier-/Natur-/Umweltschutz-Thread nutzen.




Dann fange ich mal mit dieser Reportage als Aufhänger an:
In Ungarn gibt es etwa 30.000 Obdachlose, 10.000 von ihnen leben in Budapest. Seit Oktober 2018 gibt es in Ungarn ein Gesetz, das den "gewöhnlichen" Aufenthalt im öffentlichen Raum verbietet. Das heißt, auf der Straße zu leben, steht seitdem unter Strafe.
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Passend dazu ein Artikel aus Dez. 2018:

Umstrittenes Arbeitszeitgesetz:
Proteste gegen "Sklavengesetz" in Ungarn gehen weiter - Der Tagesspiegel

In Ungarn kritisieren Opposition und Demonstranten das Arbeitszeitgesetz der rechtsnationalen Regierung als „Sklavengesetz“. Die Proteste halten an.

Tausende Menschen gehen seit Tagen in Budapest gegen die Politik der rechtsnationalistischen Regierung von Viktor Orbán auf die Straße. Ein neues Arbeitszeitgesetz, das das Parlament am vergangenen Mittwoch beschlossen hatte, hat die Proteste ausgelöst. Darin wird unter anderem die erlaubte Überstundenzahl pro Jahr von 250 auf 400 angehoben. Arbeitgeber haben drei Jahre Zeit, die Zuschläge auszuzahlen. Opposition und Demonstranten kritisieren die Regelung als „Sklavengesetz“.

Unter anderem wegen dieses Überstundengesetzes hatte Ungarns Außenminister Péter Szíjjártó bei einem Besuch bei Nordrhein-Westfalens Europaminister Stephan Holthoff-Pförtner Ungarns Wettbewerbsfähigkeit gepriesen. Das Interesse der Regierung an deutschen Unternehmen ist groß, sie sind die größten Investoren in Ungarn. Das Medienportal hvg.hu veröffentlichte am Dienstag Verträge aus einem Unternehmen, die auch die neue Regelung von 400 Überstunden beinhalten. Und das, obwohl das Gesetz noch nicht vom Präsidenten János Áder unterschrieben ist.
 
Ich packe hier auch mal Nachrichten zum Thema Rechtsextremismus rein:

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SEK-Munition aus Mittelfranken bei Rechtsextremen gefunden?

Bei der mutmaßlich rechtsextremen Gruppe "Nordkreuz" ist Munition gefunden worden, die offenbar für die Polizei in Mittelfranken bestimmt war. Das Landgericht Schwerin bestätigte dies. Bayerns Innenminister Herrmann sieht keine Verbindung.

Begonnen hat alles mit polizeilichen Durchsuchungen eines ehemaligen SEK-Beamten in Mecklenburg-Vorpommern in den Jahren 2017 und 2019. Dieser hatte die Chatgruppe "Nordkreuz" gegründet und hortete Munition und zahlreiche Waffen, darunter eine Maschinenpistole. Nach Recherchen des Bayerischen Rundfunks handelt es sich bei einem Teil der gefundenen Munition um Material, das zuvor an das Spezialeinsatzkommando (SEK) Nordbayern und das Polizeipräsidium Mittelfranken geliefert wurde.

Wie gelangte die Munition nach Mecklenburg-Vorpommern?
Ein Sprecher des Landgerichts Schwerin bestätigte die BR-Recherchen. Dem Sprecher zufolge wurden bei einer ersten Durchsuchung 90 Patronen der Sorte '223 Remington Sniperline' gefunden, die zuvor an die Spezialeinheiten Nordbayern geliefert worden sein sollen. Außerdem fanden die Ermittler 540 Patronen einer anderen Marke, die im Zusammenhang mit dem Polizeipräsidium Mittelfranken stehen. "Ein nicht näher bezifferter Teil davon soll an das Polizeipräsidium Mittelfranken geliefert worden sein", erklärte der Sprecher des Landgerichts Schwerin. Wie die Munition von Bayern nach Mecklenburg-Vorpommern gekommen sein könnte, sei noch nicht bekannt.
 
Alter, die Welt und ihre Broder's und Don Alphonso's

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Darf man hier auch Podcasts und dergleichen empfehlen? Jung und naiv dürfte ja den meisten auch wenig politisch Interessierten bekannt sein. Ich empfehle zum Beispiel diese Seite:

https://wohlstandfueralle.podigee.io/

Wenn in diesem Thread nicht auf andere Seiten als Wissensansammlung, Informationsgewinnung und auch Meinungsbildung verlinkt werden soll, sag' bitte Bescheid, dann editiere ich das.
 
Alter, die Welt und ihre Broder's und Don Alphonso's

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Dem sollte man unbedingt mal sein Internet wegnehmen bevor er sich noch mehr lächerlicher macht als er ohnehin schon ist.

Und wenn wir schon dabei sind: Don Alphonso bitte auch.
 
Hat ja verdammt lange auf sich warten lassen.

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am 2.mai bringt dlf die "lange nacht der anarchie"
https://www.deutschlandfunkkultur.de/programmvorschau.282.de.html?drbm:date=02.05.2020

Kein Gott, kein Staat, kein Vaterland
Eine Lange Nacht über Anarchismus
Von Rolf Cantzen
Regie: Philippe Brühl

Anarchisten sitzen zwischen allen politischen Stühlen: Sie glauben nicht daran, dass eine Gesellschaft der Freien und Gleichen entstehen kann, wenn die kapitalistische Industriegesellschaft mit ihrer Konkurrenzwirtschaft staatlich reguliert wird. Sie plädieren für Dezentralisierung und Föderalismus, für eine Versöhnung mit der Natur, für Solidarität ohne Zwang, für umfassende individuelle Freiheit, für Gewaltlosigkeit. Die repräsentative Demokratie ist ihnen nicht genug und der zentralistische Nationalstaat ein Greul. Den Bürgerlichen sind sie zu herrschaftskritisch. Den Staatssozialisten hingegen sind die Anarchisten zu staats- und hierarchiekritisch, zu individualistisch, zu liberal, zu sehr darauf bedacht, Vielfalt zuzulassen. Bekannte Anarchisten sind – neben den „Klassikern“ Bakunin und Kropotkin – Landauer, Tolstoi und Gandhi. Die Wege zum Ziel sind vielfältig. Nur darf die angestrebte herrschaftsfreie Gesellschaft nicht erzwungen werden. Anarchisten gründen basisdemokratische Gewerkschaften, Schulen ohne Druck und Zwang, dezentrale Widerstandsbewegungen. Sie versuchen, herrschaftsfrei zu kommunizieren. In der politischen Praxis haben sich ihre Ideen nicht durchsetzen können. In dieser Langen Nacht werden sie kritisch reflektiert und neu gedacht.
 
Zum Aktuellen Tatort „National feminin“ vom 26.4.:

Ein lohnenswerter längerer Twitter Thread zum Thema:
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Björn Höcke erklärt die Arbeit des "Flügels" für beendet - der "Geist" soll aber weiter leben:

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Hoffe der Verfassungsschutz lässt sich von diesem Kindergarten nicht verschaukeln und stellt bald die ganze Partei unter Beobachtung.
 
Ich präsentiere ihnen Rainer Meyer, langjähriger Mitarbeiter der Welt und rassistischer Abschaum.

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Die Anstalt mal wieder mit einer hervorragenden Folge.

https://www.zdf.de/comedy/die-anstalt/die-anstalt-vom-5-mai-2020-100.html

Dieses Mal zum Thema Krankenhaus-Finanzierung.

Es ist einfach zum Kotzen, wie u. a. die Bertelsmann-Stiftung (ab ca. Minute 32) hier ihre Finger im Spiel hat und das durch Lobbyismus die Fallpauschalen im Krankenhaus-System durchgedrückt wurde.

Wie wäre es, wenn man Krankenhausbehandlungen einfach mit "Kostendeckung" bezahlen würde??? Ist das schon Kommunismus? Wenn man dem Gesundheitssystem das Gewinnstreben untersagen möchte?! Gesundheit ist keine Ware, verfickt nochmal.
 
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