OKAY:
Kampagne gerade eben beendet. Bungie hat das geschafft, was ich mir seit Halo 2 / Halo 3 / Halo O.D.S.T von ihnen wünsche. Sie haben mich endlich wieder berührt... Gestern und heute erlebte ich zum ersten mal wieder das, was mich vor knapp 10 Jahren in seinen Bann zog. Halo Combat Evolved. Ich will mich kurz fassen doch wie? Was ist es genau, das Bungie's Suppe wieder die magische Ur-Würze verleiht. Ist es die Grafik, die mich, entgegen aller Erwartungen, doch endlich wieder geflasht hat? Ist es das unglaublich gute Sandbox Design was die genialsten Action Momenten immer und immer wieder in einer perfekten Endlosschleife auf den Schirm zaubert? Oder sind es einfach nur die Eliten? Ja, ja und ja. Und NEIN.
Es ist die Pistole, die wieder zoomt und beim ersten Durchladen sogar einen Rumble Effekt im Controller erzeugt. Es ist die Schlaganimation mit dem Gewehrkolben die jetzt endlich wieder ausnahmslos horizontal verläuft und richtig satt trifft. Es ist das Health System das endlich wieder die Heath Packs zurückbringt, die Eliten die mir wie früher das fürchten lehren und endlich wieder würdige Gegner in die Serie bringen. Es ist der Mut zum Re-Make und trotzdem ist es noch so viel mehr, denn ...
Bungie reicht mir quasi grinsend das Taschentuch zum Abschied an die wohl genialste Videospielreihe meines Zockerdaseins. Und sie sparen nicht mit Pathos, nein sie strotzen! Mit melancholischen Cut Scenes, stillen in-game Momenten zwischen großen Schlachten und dem echten Gefühl der Vergänglichkeit eines Helden.
Die Jungs zelebrieren den Abschied von ihrem Baby mit einem ultra würdigen Ende, so wie ich es mir schon für Halo 3 gewünscht hatte.
Für absolute Megafanboys von Halo CE, die mit allem was danach kam eher unzufrieden waren, ist Halo: Reach die wohl bittersüsseste Videospielerfahrung seit es die Forerunner gibt. Es ist nicht perfekt, aber vollkommener als bisher jeder Teil der Serie davor.
MIIE out.