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Frag die KTler

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Wird normalerweise eigentlich immer anerkannt. Wobei das kein wirklich offizieller Pauschbetrag ist, sondern eine Nichtaufgriffsgrenze. Aber wie gesagt, hab ich bei keiner Mandantensteuererklärung je gestrichen bekommen.
 
Hab ein bisschen eine Identitätskrise im Job.
Vielleicht finden sich hier ein paar Meinung oder Erfahrungen,
Wenn nicht ist es auch okay. Entscheiden muss ich am Ende eh selber.
Bin Einkäufer in einem großen Unternehmen.
Das mach ich noch nicht ewig. Eigentlich komm ich aus dem Vertrieb aber ich glaube ich bin gut in dem,
was ich mache.
Nun ist es so, dass ein neuer Einkaufsleiter gesucht wird und auf mehrfache Auffoderung von Kollegen auch innerhalb
der Abteilung hab ich mich intern beworben.
Das ist aber keine Bewerbung die sich gut anfühlt. Es wäre ein nächster Schritt.
Es wäre deutlich mehr Verantwortung, vermutlich auch spürbar mehr Kohle.
Ich bin schon ein Mensch, der sich im Job weiterentwickeln möchte.
Stillstand ist Rückstand. (aber nicht im Stile eines Workoholic)
Trotzdem wäre es ein Schritt, der alles ändert.
Ich müsste mich komplett neu aufstellen.
Jetzt hab ich meinen Bereich soweit im Griff, dass ich auch mal locker aus Hüfte schießen kann.
Als Einkaufsleiter müsste ich Feuer geben. Den Bereich neu aufstellen, einen strategischen Einkauf kreieren,
den es bislang nicht gibt.
Trau ich mir zu aber nur mit viel Fleiß denn ich hab noch nicht arg lang Erfahrung.
Will ich das ? Ich weiß es nicht. Ich befürchte jetzt gerade nicht.
Das Leben ist so schnell und eigentlich möchte ich es entschleunigen.
Ich möchte den Kopf frei haben für das wirklich wichtig ist: Meine Familie.
Und doch hab ich Angst es zu bereuen.
Was ich mich auch frage. Wie wäre der Umgang mit meinen Kollegen, mit denen ich jetzt traumhaft gut klarkomme.
Ich hab das einmal kurz gehabt, dass ich nach x Jahren in die Position des Vorgesetzten gerutscht bin und fand,
dass das schon schwierig ist. Die Leute bauen zwar auf mich und ich kann glaub ich auch sehr gut mit Menschen umgehen.
Ich hab DHBW Studenen, die ich betreut habe, die mich jetzt noch kontaktieren.
Aber wie ist das, wenn der Kollege dauerhaft der Vorgesetzte wird.
Es ist schwierig aber mein Baugefühl sagt mir jetzt gerade nein und zieh die Reissleine, bevor man dich ins Assesment Center schickt denn das sind auch Dinge, die ich sowas von hasse.
Vielleicht war jemand in einer ähnlichen Situation und kann mir was sagen.
 
Letztendlich kennst du dich da immer am besten aus. Aber wenn ich das mal nüchtern lese: Als Leiter biste der Chef vom Einkauf. Ergo schonmal Hauptverantwortung. Plus neuen Bereich aufbauen. Sagen wir so, Eierschaukeln ist das nicht. Andererseits kann die Arbeitskultur bei euch im Unternehmen ja so sein, dass das in geregelten Maßen zugeht. Ohne 10 Stunden-Tage. Wie istn das jetzt? Und was hast du vom ehemaligen Einkaufsleiter mitbekommen, wie stressig wars für den?

Prinzipiell geb ich dir recht. Wenn man mal was ne Weile macht, tut eine (kleine oder große, je nach Typ) doch gut, gerade wenn sie auf dem bisherigen Erfahrungsschatz aufbaut.
 
Dem jetztigen ist es zu viel geworden und er hat einen anderen Posten angenommen.
Wobei er nicht mehr Stunden hatte als ich. Trotzdem war es halt so.
Man kann ja nicht nur Stunden vergleichen sondern muss das auch mit der Verantwortung tun.
Das Unternehmen verheizt keine Leute. Da achtet man drauf.
Bei zu viel Überstunden schaltet sich der BR ein, was er bei mir auch schon getan hat.
Es ist so, dass ich in meinem Bereich noch viel zu regeln hab und ehrlich gesagt auch nicht wüsste,
wer meinen Bereich abdecken soll.
Der Markt ist schwierig gerade. Extrem schwierig. Material, welches bislang 9 Wochen Lieferzeit hatte, kostet jetzt das dreifach und hat eine Lieferzeit von einem Jahr und mehr.
Ich mach meinen Job auch gerne und seh da noch Potential zur Weiterentwicklung.
Aber der Step zum Leiter wäre trotzdem ein ganz anderes Gewicht.
Mäh. Schwierig.
 
Tu es nicht.
Ich stand genau vor dem selben Problem nur dass mein vorheriger Job langweilig war und gleichzeitig hab ich mit meiner Frau abgemacht dass wir mehr Zeit für uns haben wollen und weniger arbeiten…. Tja nun ist der Job besser aber ich hab weniger Freizeit (wobei ich objektiv noch viel habe) und das bereue ich schon.
 
Ja kann idas nachvollziehen und in die Richtung gehen meine Gedanken auch.
Ich glaube aber auch, dass ich gerade eine ziemliche Pussy bin und auch Angst vor großer Veränderung habe.
So mal in versuchter Selbstrefktion.
Aber ich hab auch Angst, dass die Beziehung zu den Kollegen flöten geht oder zumindest leidet denn das ist schon sehr nice. Kann mir keiner sagen, dass das alles so bleibt.
Das ist völlig unmöglich.
 
Genau den „Pussy Gedanken“ hatte ich auch :ugly: hab gedacht nach 14 Jahren muss was Neues her und ja der Job gefällt mir wesentlich besser. Aber ich hab weniger Freizeit und das wiegt für mich gerade ziemlich schwer…. Mal sehen wie es in 2-3 Jahren ist.
 
Eine Nacht später seh ich das noch gleich und das fühlt sich stimmig an.
Jetzt muss ich nur galant aus der Sache rauskommen denn auf sowas wie Assesmentcenter kann ich gerne verzichten, wenn ich es nicht machen will.
Ich werde vermutlich im Erstgespräch sagen, dass ich mich entgegen erster Überlegung gegen eine Bewerbung entschieden habe und hoffen dass das nicht blöd kommt. Aber lieber so als in etwas hineingezogen werden, was sich nicht richtig anfühlt.
 
Eine Beförderung auszuschlagen ist immer zweischneidig. Da besteht nun mal die Gefahr, daß man auf dem jetzigen Posten festzementiert wird und sich in dem Unternehmen nicht mehr weiterbewegen kann. Kann natürlich gewollt sein, kann einem aber auch auf die Füsse fallen.
 
Wenn ich das richtig verstanden habe, ist er Einkäufer und hat sich auf den Job des Einkaufsleiters beworben. Ist (wäre) natürlich eine Beförderung! Wenn man dann den Job doch ausschlägt oder die Bewerbung zurückzieht, würde ich das als Chef für ein Zeichen halten, daß er seine Position gefunden hat und ihn bei zukünftigen Veränderungen nicht weiter beachten. Ist natürlich nur eine Außenansicht von mir.
 
Gut, in den Chef kann keiner reinschauen aber ich denke wenn man so etwas anständig und nachvollziehbar mit W/L Balance argumentiert dann ist es imo nachvollziehbar und schließt auch zukünftige Bewerbungen auf den Job nicht aus.
 
Also grundsätzlich sei mal zu erwähnen, dass ich mit anderen internen Bewerbern und vielen externen Bewerbungen konkurriere.
Das ist nicht die Nummer, Herr Snowman ist der Auserwählte.
Ich würde in diesem Gespräch klar deutlich machen, dass mein Weg nicht zu Ende ist,
ich aber zuerst mal gerne in den strategischen Einkauf wechseln möchte.
Ich bin ja derzeit auf dem Papier operativer Einkäufer allerdings regel ich auch alle strategischen Entscheidungen vollumfänglich.
Ziel des Einkaufsleiters ist, einen strategischen Einkauf aufzubauen.
Vielleicht bin ich zu arg Pussy aber ich glaube tatsächlich dass mir da derzeit auch etwas die Eier fehlen.
Evtl. hab ich das „Glück“, dass mir das erspart bleibt und man mir absagt, in dem man das gleich tut.
Wenn der Gesprächsaufbau halt anders verläuft, muss ich halt die Hosen runterlassen.
Und verbrannt ……vielleicht aber angenommen in 2-3 Jahren gibt es die Sitauation noch mal, ich bin bereit für diesen Schritt, dann werden ich das auch entsprechend kund tun und kommunizieren, warum das jetzt eine andere Situation ist und ich hab beste Hoffnung, dass das so Gehör finden wird.
Und wenn nicht, dann ist es eben so.
Was bleibt ist ein Job der mir Spaß macht, viel Anerkennung in einem spannenden Markt bei einem sehr hohen Umsatzvolumen. Es ist nicht so, dass ich jetzt Bleistifte bestelle.
Ich verdiene okay und soviel, dass es uns als Famiie wirklich gut geht also hab ich wenig zu verlieren,
selbt wenn ich da jetzt gerade einen Fehler mache.
Ich ärgere mich über mich etwas über mich selbst aber wenn dein Gefühl nein sagt und viele Kollegen ja, entsteht ein Konflikt und ich hab mich augenscheinlich nicht auf mein Gefühl verlassen, was schade ist aber so ist es nunmal.
 
Zuletzt bearbeitet:
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Aber ich hab auch Angst, dass die Beziehung zu den Kollegen flöten geht oder zumindest leidet denn das ist schon sehr nice. Kann mir keiner sagen, dass das alles so bleibt.
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Die Beziehung zu deinen Kolleginnen und Kollegen wird sich als Vorgesetzter fundamental ändern. Eine solcher Stellenwechsel bringt immer auch einen Rollenwechsel mit sich, darüber muss man sich klar sein und als Vorgesetzter muss man auch mal unangenehme Entscheidungen treffen.
Klar wollen deine Kolleginnen und Kollegen, dass du den Job übernimmst, wahrscheinlich versichern sie dir auch jegliche Unterstützung. Das ist ein einfacher Fall von Eigennutz, Schutz und Furcht vor Veränderung. Wenn du den Job machst, dann kennen sie die Person schon, wissen was auf sie zu kommt, brauchen sich nicht neu positionieren, bzw. einen neuen Chef von sich überzeugen, so entsteht Sicherheit in der Veränderung.
Ich spreche da aus Erfahrung.

Dein Bauchgefühl hat dir schon deutliche Signale gesendet, ich denke du solltest da drauf hören. Für mich kommt es so rüber, als hätten dich andere Leute in die Bewerbung "reingequatscht".
 
Die Beziehung zu deinen Kolleginnen und Kollegen wird sich als Vorgesetzter fundamental ändern. Eine solcher Stellenwechsel bringt immer auch einen Rollenwechsel mit sich, darüber muss man sich klar sein und als Vorgesetzter muss man auch mal unangenehme Entscheidungen treffen.
Klar wollen deine Kolleginnen und Kollegen, dass du den Job übernimmst, wahrscheinlich versichern sie dir auch jegliche Unterstützung. Das ist ein einfacher Fall von Eigennutz, Schutz und Furcht vor Veränderung. Wenn du den Job machst, dann kennen sie die Person schon, wissen was auf sie zu kommt, brauchen sich nicht neu positionieren, bzw. einen neuen Chef von sich überzeugen, so entsteht Sicherheit in der Veränderung.
Ich spreche da aus Erfahrung.

Dein Bauchgefühl hat dir schon deutliche Signale gesendet, ich denke du solltest da drauf hören. Für mich kommt es so rüber, als hätten dich andere Leute in die Bewerbung "reingequatscht".

Ja so werde ich es auch machen.
War schon eine Mischung aus eigener Entscheidung und Zureden.
Ich bin von ehemaligen Kollegen via LinkedIn angeschrieben worden mit der Aufforderung mich zu bewerben.
Intern auch nicht ein paar Leute.
Aber zu wenig eigene Meinung und zu viele andere.
Aber Du hast total recht.
Ich hatte da ja schon mal und es hat sich für mich nicht so prall angefühlt von jetzt auf gleich als Vorgesetzter zu agieren.

Danke Dir für Deine Meinung.
 
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