Formel 1 Saison 2019 -Rennen 04 (26.-28.April): Aserbaidschan/Baku-

Dieses Thema im Forum "Sport" wurde erstellt von m1ke82, 14. März 2019.

  1. wil

    wil Emotion, pleasure and challenge

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    Ich habe schon verstanden, was deren Taktik ist... aber abgesehen davon, dass ich zweifle, ob sie auf das richtige Pferde setzen (super, nach drei Rennen und unzähligen Fehlern hat Vet einen Punkt Vorsprung auf Lec, der bereits mehrfach eingebremst werden musste und auch noch technisches Pech hatte...), ist Stallorder ab Rennen eins halt sicher nicht im Sinne des Sports. Andere Teams tun das auch nicht (so früh) und unterstehen denselben Wettbewerbsregeln wie Ferrari...

    Wurden durch fehlende Stallorder schon WM Titel verloren? Sicher, z.B. besonders deutlich 2007 zu Ungunsten von McLaren. Dennoch zolle ich den Teams, welche ihren Fahrern wenigstens zu Beginn der Saison die Möglichkeit einräumen, sich für die WM gegenüber ihrem Teamkollegen besser zu positionieren, deutlich mehr Respekt als jenen - eigentlich ist das ja nur Ferrari - welche den Wasserträger schon vor der Saison bestimmen. Man versteht die Gründe, aber imo ist es deshalb nicht weniger unsportlich, gerade weil es die anderen eben nicht (zumindest nicht von Beginn an) tun... nicht unzulässig, aber unsportlich und unsympathisch... als Zuschauer zahlt man ein kleines Vermögen, um sich alle paar Jahre mal ein Rennen anschauen zu können und dann winken sich da fürstlich entlöhnte Fahrer in sündhaft teuren Kisten ab Rennen eins gegenseitig vorbei, weil es am grünen Tisch so ausgemacht wurde? Das ist doch einfach stumpfer Unsinn und sollte imo auch nicht schön geredet werden.

    Verschlimmert wird das ganze noch durch den Umstand, dass es in der Regel genau ein oder zwei Teams mit siegfähigen Autos gibt. Toll, wenn man von diesen paar potentiellen Spannungsbringern noch die hälfte künstlich ausbremst... man stelle sich mal vor, Red Bull und Mercedes hätte in der vergangenen Dekade dasselbe ab Rennen eins gemacht... wir wären wohl alle schon auf dem Weg zu Turn eins eingeschlafen., d.h. noch früher als sonst.

    Grundsätzlich nervt mich einfach, dass viele Teams - und das trifft jetzt in anderen Bereichen als Stallorder nicht nur Ferrari - nicht das nötige Interesse an einem guten Sportformat zu haben scheinen, das die Hand, die sie füttert (die Zuschauer) gut unterhält.
     
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  2. Zimtzicke

    Zimtzicke

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    Grundsätzlich sehe ich das wie du. :)

    Ich kann nur die Philosophie von Ferrari verstehen. Ferrari versteht nur nicht, dass diese Philosophie nicht (mehr) aufgeht. Schumacher war damals ein Fahrer, der daraus Kapital schlagen konnte und so auch WM-Titel geholt hat. Vettel ist das nicht. Die "geschenkten" Punkte können nichtmals die eigene Fehlerquote kompensieren.

    In dem von mir geposteten Artikel wurde die Situation mit der von Senna/Prost bei McLaren verglichen. Das sehe ich noch nicht so, da weder Vettel noch Leclerc das Format der Altmeister haben. Die Idee dahinter, dass sich Teamkollegen gegenseitig zu Höchstleistungen anstacheln sehe ich eher bei Mercedes. Lewis weiss, dass er sich neben Bottas keine Fehler leisten kann.

    Man muss aber auch festhalten, dass Lewis einfach immer da ist und liefert. Nach dem Qualifying hätte ich keinen grösseren Betrag auf Lewis gesetzt, da Bottas wieder sehr stark war. Im Rennen war es dann aber fast erschreckend, wie Lewis das Rennen kontrollieren konnte. Ich glaube nicht, dass der gestern gross pushen musste.
     
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  3. kellewap

    kellewap

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    Ich fand das auch nicht gut, was Ferrari da gestern gemacht hat. Aber wenn man sich erinnert: "Let Michael pass for the championship!". War auch damals schon total daneben.
    Allerdings muss man sagen, dass Ferrari letztes Jahr hart angegangen wurde, weil sie Vettel nicht rechtzeitig bevorzugt haben und, u.a. dadurch, den Titel verloren haben. Letztes hatte man mit Räikkönen zwar einen relativ konstanten Fahrer, aber konstant zu langsam. Das wollen sie dieses Jahr gleich von Anfang "besser" machen. Leclerc ist schnell und hat das Zeug für einen zukünftigen WM, das hätte man bei Ferrari nicht so schnell erwartet. Jetzt haben sie das Dilemma, Vettel gerade neben der Spur, aber Nr.1-Fahrer, Leclerc voll da, aber Nr.2-Fahrer. Bei Ferrari ist der Druck aus der Firmenzentrale und durch die italienische Presse deutlich ein Anderer, als bei anderen Teams.
    Für den Sport, die F1-Fans und den Nr. 1-Fahrer ist Team-Order aber ein Armutszeugnis aus meiner Sicht. Wer WM werden will, soll gefälligst jeden Fahrer aus eigener Kraft schlagen können.
     
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  4. snowman

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    Wenn sie es wenigstens cool machen würden.
    An ein

    „Fernando ist faster than you“

    reicht es leider nicht mehr ran :grins:
     
  5. Zimtzicke

    Zimtzicke

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    Da kommen wahrscheinlich noch zwei Faktoren hinzu.

    Für die Teams ist die Konstrukteurs-Wertung viel wichtiger als die Fahrer-Wertung. Die Konstrukteurs-Wertung bringt das Geld (und für den Hersteller das Prestige).

    Und bei Vettel muss man zumindest nach 2017 und 2018 festhalten, dass er im Zweikampf nicht wirklich gut ist und schon so einige uncoole Manöver hingelegt hat, die auch Punkte gekostet haben. Wahrscheinlich ist Ferrari der Meinung, dass ein Zweikampf zwischen Vettel und Fahrer XYZ keine gute Idee ist, wenn man ihn auch so vorbeibringen kann... :grins:
     
  6. SB Harald

    SB Harald

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    Wie lange läuft denn noch Vettels Vertrag bei Ferrari? Ich will mich schon mal mental ein wenig auf ein Ferrari-Team Leclerc und Mick Schumacher einstellen können.:cool:
     
  7. XettMan

    XettMan Captain Slow

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    Und was soll Schumacher bei Ferrari?
    Die noch langsamer machen?
     
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  8. Dow Jones

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    Das Problem ist einfach, dass Ferrari VET bevorzugt, obwohl er nicht schneller ist. Das ist für jedes Team ein Problem. Hätte Leclerc das Rennen in Bahrain noch gewonnen, wäre die Situation noch schlimmer.

    Ferrari scheint diese Situationen besonders schlecht zu managen. VET ist, was seine Leistung angeht, auf jeden Fall angezählt. Mal sehen, ob Leclerc ihn noch zu Fall bringt. Vielleicht fährt er, Vettel, nächstes Jahr schon wieder mit Kimi bei Alfa Romeo.
     
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  9. Zimtzicke

    Zimtzicke

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    Angezählt ist aber höflich formuliert. :D

    Die letzten 5 Jahre lassen die Strahlkraft von vier Titeln für mich verblassen. Obwohl er Kimi eigentlich immer im Griff hatte. Das ist aber vielleicht auch wie bei Frauen. Da sucht sich die "normale" Frau auch eine dicke und/oder hässliche Freundin aus, wenn sie auf eine Party geht. Daneben kann man nur gewinnen... :D
     
  10. Fuchs

    Fuchs

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    Ich hab letzte Saison Vettel die Daumen gedrückt, aber das was diese Saison abgeht ist schon ein Armutszeugnis.
     
  11. Dow Jones

    Dow Jones ASCEND TO ULTRA

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    Naja, dass Kimi die dicke Frau ist, neben der jeder gut aussieht, so weit würde ich da nicht gehen. Auch, wenn der 40 Jährige Kimi sicherlich nicht mit dem zu vergleichen ist, der er 2003 - 2007 mit der schnellte Fahrer überhaupt war. Er sagt ja selbst, für ihn ist das inzwischen mehr ein Hobby. Da fehlen die letzten paar Prozent halt doch. Davon ab, dass er bei Alfa die Nr. 1 ist und das auch sieht. Zum Beispiel in China war er ja auch on Fire, bis seine Reifen kurz vor dem Ende Temperaturprobleme hatten. Der Giovinazzi, der in der GP2 ja auch alles in Grund und Boden gefahren hat und gerne mit Leclerc verglichen wird, kommt ja von der Pace auch nicht mit.


    Aber noch mal zu Vettel: wenn ich bei Ferrari schon die erklärte Nr. 1 bin. Sich das Team quasi auf dich ausrichtet, das Auto nach deinen Vorlieben baut und dich bzgl. der Strategie auch in nahezu jedem Rennen bevorteilt, dann muss da einfach mehr bei rausspringen. Das weiß er auch. Das ist natürlich höflich formuliert, aber viel kritischer ist es (noch) nicht. Nur wird er aktuell nur schlimmer, und nicht besser. Wenn Lewis so weiter fährt, holt Vettel den Punkterückstand auch nicht mehr auf.
     
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  12. Bart Wux

    Bart Wux

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    Und die Plätze 2 und 3 in der Meisterschaft. Ein Paradebeispiel, warum man solche Späße heute nicht mehr macht. Merc konnte sich das 2016 leisten, weil die beiden den Titel eh unter sich ausmachen konnten.
     
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  13. snowman

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    Nach wieviel Jahren haben sie Fernando vom Hof gejagt obwohl er stets alles aus dem roten Kübel geholt hat ?

    Und hätten die Hobby und -Freizeit-Strategen Fernando nicht unmittelbar hinter Kubica auf die Strecke geschickt, hätten sie einen Titel mehr.
     
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  14. fireball

    fireball

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    Der VET ist einfach ziemlich am Limit, bisweilen ist der Druck zu groß. Dass er mit sowas grundsätzlich klar kommt hat er in der Vergangenheit schon mehrfach bewiesen, aber mit dem Gespann Mercedes-Lewis hat er einen Gegner, der fast unschlagbar erscheint. Der Hamilton ist der wahrscheinlich beste Fahrer seit Ayrton Senna und das Auto ist meistens auch Benchmark. Sollte man vielleicht nicht ganz vergessen.

    Leclerc muss einfach schneller fahren als Vettel. Dann steigt schnell sein Stellenwert und er kann seine Statusambitionen anders untermauern. Gestern als es zählte und VET vorbei gelassen wurde, da konnte er nicht mithalten...zuvor ist er dem VET ja auch nicht davon gefahren. Als Team hast da erstmal nichts verkehrt gemacht, ehe die beiden sich noch von der Strecke holen.
     
  15. m1ke82

    m1ke82

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    GP von Aserbaidschan (Baku) 26-28.März 2019

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