Überraschung: Final Fantasy XIII-2 ist ein großartiges Abenteuer, das zu erleben sich absolut lohnt. Okay, ich habe konstante Mordfantasien, was den Moogle angeht, und die Musik zu mögen überlasse ich anderen, aber sonst ist das hier im Großen und Ganzen ein willkommener Rückzug auf bekanntes Terrain. Obwohl, das wird dem intelligenten Aufbau der Spielwelt über verschiedene Orte und Zeitzonen hinweg nicht ganz gerecht. 13-2 schafft einen eigenen vierdimensionalen Mikrokosmos voller Wunder und Überraschungen, in dem ihr euch gerne immer wieder auf spannende Abwege verleiten lassen werdet. Gut so, denn das seltsame Pacing der unterhatsamen, aber nicht immer ganz durchdachten und wohl nie zu 100 Prozent durchschaubaren Hauptquest erfordert solche Seitentrips. Habt ihr dafür nicht die Geduld oder Zeit, werdet ihr zum Schluss vor eine Mauer laufen, was nie nett ist.
Fast egal möchte ich sagen, denn eigentlich ist das eines der Attribute, die 13-2 zum besten Final Fantasy seit sehr langer Zeit machen. Level-Grinding gehörte halt irgendwie immer dazu und so ist Final Fantasy 13-2 eine gelungene Verquickung der ja durchaus vorhandenen Tugenden seines direkten Vorgängers und der Werte, die die Serie früher groß machten. Eine schöne Spielwelt, harte Bossfights und ein ganz eigener Kleidungsgeschmack. Ach ja, Chocobos gibt es auch. Ein echtes Final Fantasy eben. Im besten Sinne.