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Fahrradhelme, notwendig?

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ich war ja letztens in Kopenhagen und fand das richtig beeindruckend. Uns wurde erzählt, dass quasi jeder ein Fahrrad hat und es regelmäßig benutzt. Wenn man eine Strecke mit dem Rad fahren kann, dann tut man es auch, und dank der riesigen Radwege (und Radschnellstraßen) kann man es meistens. Ist dadurch auch ein richtig schönes Stadtbild, weil selbst zur Rush Hour der Verkehr übersichtlich ist und es parken überall Fahrräder aber nicht überall Autos.

Aber das kann man hier alleine aus dem Grund vergessen, weil Deutschland ein leidenschaftliches Autoland ist. Hier "braucht" der Großteil einfach ein Auto, auch wenn er keins braucht.
 
Hallo Miteinander!

Zwei meiner liebsten Hobbys zusammen...

Klar, auch ich könnte mit strategischem Spürsinn den ein oder anderen automobilen Weg durch öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad ersetzen.
Generell ist das wohl auch von der persönlich geographischen Lage und weiteren entscheidenden Faktoren abhängig, die unmöglich pauschalisiert werden können - außerdem stört mich bei öffentlichen Verkehrsmitteln das Wort "öffentlich".

Ich fahre gern Rad, obwohl das mehr "hochschieben-runterfahren" ist - aber immerhin. Und auch als Autoliebhaber muss ich zugeben, dass es beidseitig mitunter recht merkwürdige Verkehrsteilnehmer gibt.

Die Helmfrage sollte meiner Meinung nach Jeder für sich selbst beantworten. Bei uns in der Gruppe sind auch einige die ohne Helm fahren. Wenn ich mit unseren Kindern feldwegisch unterwegs bin, verzichte ich auch. Die Kinder tragen ihre trotzdem gern und wenn sie hier mal Oben ohne über das Grundstück fahren sehen wir ebenfalls keine Probleme.

Foto-0001.jpg



Wenn es mal richtig "dolle" zur Sache geht fühle ich mich mit Helm einfach sicherer und fahre stets mit. Der FSK18-Helm fehlt auf dem Bild. Dieser darf durch sein hartes Marienkäfer-Design erst nach 22:00Uhr gezeigt werden ( außerdem war ich zu faul nochmal in die Garage zu gehen :fp: ) .
 
Ich war ja letztens in Kopenhagen und fand das richtig beeindruckend. Uns wurde erzählt, dass quasi jeder ein Fahrrad hat und es regelmäßig benutzt. Wenn man eine Strecke mit dem Rad fahren kann, dann tut man es auch, und dank der riesigen Radwege (und Radschnellstraßen) kann man es meistens. Ist dadurch auch ein richtig schönes Stadtbild, weil selbst zur Rush Hour der Verkehr übersichtlich ist und es parken überall Fahrräder aber nicht überall Autos.

Aber das kann man hier alleine aus dem Grund vergessen, weil Deutschland ein leidenschaftliches Autoland ist. Hier "braucht" der Großteil einfach ein Auto, auch wenn er keins braucht.

Ich möchte dir nichtmals widersprechen, aber auch in DE gibt es in den Städten die Tendenz, auf das Auto zu verzichten und stattdessen z.B. auf ÖNV umzusteigen. Viele Jugendliche machen erst garkeinen Führerschein mehr, das Auto verliert an Bedeutung für eine ganze Generation.

Was man aber auch nicht vergessen darf ist, dass DE vielleicht teils auch anders gestrickt ist. Hier hast du die grossen Städte die "umzingelt" von ländlichen Gebieten sind. Der ÖNV ist ausserhalb der Städte schlecht ausgebaut, wird noch schlechter. Für die Menschen wird das Auto leider in Zukunft noch wichtiger. Ich z.B. könnte meine lausigen 20km bis zur Arbeit nicht mit dem Bus zurücklegen, mit dem Zug erst recht nicht. Mit dem Rad aber auch nicht. Mir bleibt nur das Auto und somit bin ich einer von vielen, die jeden Tag in die Stadt fahren...
 
Darum geht es aber. Die öffentlichen Verkehrsmittel und Radwege so auszubauen, dass das Auto nicht mehr essentiell wird. Wobei auch jetzt viele Wege unnötig mit dem Wagen zurückgelegt werden. Und das Auto ist auch für die heutige Generation ein starkes Statussymbol. Nimmt der PKW-Verkehr denn wirklich ab in den Städten?
 
20km sind sicherlich schon Pro-level, aber keinesfalls unmöglich. Ich fahre jeden Donnerstag und Freitag durch die ganze Stadt zur Schule. Das sind 20km hin- und 20km zurück. Die Male, wo ich aus wetterbedingten Gründen darauf verzichte, kann ich an einer Hand abzählen. Natürlich möchte das kaum jemand täglich machen, aber wenn man sich dafür ein Pedelec anschafft, können selbst 20km zum Vergnügen werden.

Aber so weit sind wir ja noch längst nicht. Es geht erstmal darum, in den Großstädten die nötige Infrastruktur zu schaffen. In Berlin geht demnächst die Unterschriftensammlung für einen Volksentscheid an den Start. Das kann ein wichtiges Signal werden, wenn alles richtig läuft.
 
Es geht alles... meine Frau läuft sogar 20km. :D

Aber rund 300 Meter Höhenunterschied würden morgens noch gehen (da geht's bergab), aber Abends...? No way. Davon abgesehen würde das sicher lustig aussehen, wenn ich das mit meinem Anzug machen würde. :ugly: Und nein, ich mach mir hier in der Firma keine eigene Garderobe oder hole die Klamotten im Rucksack mit. :ugly:

@eape

Artikel dazu aus 2014

Die Tendenz in 2015 war weiter sinkend. Bei immer höherer Beschäftigung, die sich auf die Städte konzentriert, kann es natürlich sein, dass der Verkehr insgesamt nicht signifikant abnimmt. Noch nicht.
 
Da zieht dich doch dein Pedelec hoch. Gerade nach nem Bürotag dürfte sowas doch genial sein. Und klar sollte die Firma für sowas die Struktur bieten, also Umkleideräume und ne Dusche. Sie profitiert doch ungemein davon, wenn Mitarbeiter sich mehr bewegen.

Natürlich wird man nicht jeden auf's Fahrrad zwingen können. Das soll auch gar nicht Sinn der Sache sein. Jedoch hat man sich in den Städten an die Blechlawinen so gewöhnt, dass man sie gar nicht mehr als das wahrnimmt, was sie sind. Nämlich eine Ursache für den Mangel an Lebensqualität. Moderne Städte zeigen, dass es anders geht und auch gehen muss. Man kann nicht unendlich neue Straßen schaffen, um das Verkehrsaufkommen zu bewältigen. Man kann aber Menschen dazu bringen, sich sinnvoll fortzubewegen. Und ja, es gibt bereits einen Trend. Weil viele Menschen von sich aus schon entdeckt haben, dass ein Fahrrad in der Stadt ein effizientes Fahrzeug ist. Berlin zeigt aber auch, dass es mitunter fatal ist, wenn man solche Trends quasi sich selbst überlässt. Wir müssen unsere Regierung leider zu mehr Engagement zwingen.
 
Da zieht dich doch dein Pedelec hoch. Gerade nach nem Bürotag dürfte sowas doch genial sein. Und klar sollte die Firma für sowas die Struktur bieten, also Umkleideräume und ne Dusche. Sie profitiert doch ungemein davon, wenn Mitarbeiter sich mehr bewegen.

:skep:

Ich bin jeden Tag zwischen 10 und 11 Stunden ausser Haus, eher 11 Stunden. Davon fahre ich rund 40 Minuten mit dem Auto. Kannst du dir vorstellen, wie lange ich mit einem Rad bräuchte? Dann bin ich zu Hause, wenn beide Kinder im Bett liegen und ich sehe sie garnicht mehr. Mich würde der Gedanke nach 11 Stunden auch nicht wirklich anmachen, dann noch bei Wind und Wetter, bei 0° und bei 35° nach der Arbeit noch mit dem Rad zu fahren... :ugly:

Mag sein, dass deine Arbeitszeiten anders sind, du hast afair mittags früher frei als ich. Im Verkauf geht das aber nicht. Davon abgesehen haben wir eine Umkleide und eine Dusche, aber da geht a) noch mehr Zeit verloren und b) kann ich da nicht meinen halben Kleiderschrank, angefangen von feinen Schuhen über Gürtel, Anzug und Krawatte unterbringen.

Ich begrüsse den Trend in Städten weg vom Auto (alleine, damit ich leichter einen Parkplatz finde... :D ), aber die Lebensrealität sieht halt oft anders aus, gerade beim Zug vom ländlichen Wohnraum rein in die Städte. Da sollte man sich nichts vormachen. Da wäre es eher von Bedeutung, den ÖNV weiter zu stärken.
 
Wir reden hier auch in erster Linie um Probleme und Konzepte innerhalb von Großstädten. Du selbst hast deine persönliche Situation in's Spiel gebracht und alles was ich mache, ist dir andere Perspektiven aufzuzeigen. Woraufhin du halt mit den inneren Zwängen deines Alltags konterst. Können wir gerne noch länger spielen. Nur, wie schon gesagt, wenn's nicht geht, gehts halt nicht. Es geht nicht darum, alle umzusatteln.

Letzlich muss jeder individuell für sich sehen, wie er das regelt. Ich finde nur es nur tragisch, dass Leute in deiner beruflichen Situationen, im Grunde kaum noch Zeit für Bewegung und Sport haben. Ich bin ein Freund davon, Bewegung in den Alltag zu integrieren. Also mehr Laufen statt fahren, Fahrradfahren, Treppensteigen usw usw. Weil das langfristig effizienter ist, als sich einmal am Wochenende auszupowern und eventuell dadurch auch zu überlasten. Insofern sehe ich da deinen Arbeitgeber durchaus auch in der Pflicht, dich darin zu fördern, wenn du das auch wirklich möchtest.

Ich fahre die 20km (quer durch die Innenstadt) in 1:10 Minuten. Ich fahr nicht besonders schnell und ich muss natürlich auch ständig an Ampeln halten. In deinem Umfeld und mit einem Pedelec und angenommen es würde ein effizienter Schnell-Radweg vorhanden sein, könntest du das in 45-60 Minuten schaffen. Das ist sicherlich mehr Zeit, bei der dir dein Arbeitgeber mit der Arbeitszeit entgegenkommen könnte. Schliesslich hat er ja auch etwas davon, wenn du dich mehr bewegst. Wobei das in deiner speziellen Situation vielleicht auch kontraproduktiv wäre, wenn ein Autoverkäufer mit nem Pedelec zur Arbeit kommt! :ugly:

Klar, etwas mehr Zeit wird es dich wohl immer noch kosten. Nach meiner Erfahrung ist das aber keine verlorene Zeit. Die Zeit auf dem Rad, also in der du dich bewegst und deinen Gedanken und Gefühlen nachhängen kannst, die ist imo eine gewonnene Zeit. Man steigt meist happy vom Rad ab und hat innerlich auch diverse Alltagsdinge bereits abgehakt. Das ist eine Art mentaler Verarbeitungsprozess, der durch körperliche Bewegung begünstigt wird. Imo ist das eine gut investierte Zeit.

Unterm Strich muss man die ganze Sache auch nicht immer Schwarz/Weiß sehen und auf ein Entweder/Oder herunterbrechen. Es wäre ja beispielsweise schon ein Erfolg, wenn du 30% deiner jährlichen Fahrzeiten auf diese Weise erledigen würdest.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Das ist das dümmste, was ich seit langem gehört habe, echt. Wie alt seid ihr denn? Es ist doch nicht cool ohne Helm zu fahren.
Cool nicht, aber es fällt unter die Kategorie Freiheit und freie entscheidungen.
Wenn es um Sicherheit geht, Helm tragen.
Aber wenn du meinst das es dumm ist ohne zu fahren, kann ich ja auch noch einen Schritt weiter gehen und behaupten das es intelligent wäre einfach kein rad mehr zu fahren, um so keine Unfälle zu verursachen, du solltest auch nur auto fahren, wenn du Einkaufen fährst, oder zur arbeit, also nciht mehr in die disco, oder um Freunde und verwandte zu besuchen.
Du solltest auch nciht mehr ins Freibad gehen, weil du ertrinken kannst und geh bitte nicht mehr so oft in eine Burger Bude, weil du sonst an zu hohem Cholesterien sterben könntest :D
 
Cool nicht, aber es fällt unter die Kategorie Freiheit und freie entscheidungen.
Wenn es um Sicherheit geht, Helm tragen.
Aber wenn du meinst das es dumm ist ohne zu fahren, kann ich ja auch noch einen Schritt weiter gehen und behaupten das es intelligent wäre einfach kein rad mehr zu fahren, um so keine Unfälle zu verursachen, du solltest auch nur auto fahren, wenn du Einkaufen fährst, oder zur arbeit, also nciht mehr in die disco, oder um Freunde und verwandte zu besuchen.
Du solltest auch nciht mehr ins Freibad gehen, weil du ertrinken kannst und geh bitte nicht mehr so oft in eine Burger Bude, weil du sonst an zu hohem Cholesterien sterben könntest :D
100 % agree !:dhoch:
 
In Schweden und anderen entspannten Ländern kann man sich sowas vorstellen. In Berlin wirst du grundlos ausgehupt und dann totgefahren mit der Begründung "Selbst schuld". :ulgy:
 
Brauchst auch keine Zulassung bei E-Bikes bis 25km/h.
Würde das Ding bis 45km/h fahren, würdest du aber wahrscheinlich auch eine Zulassung bekommen. Aber in Berlin wäre das eh nur Stress, glaube ich. Eigentlich schade. Gibt bestimmt genug Menschen, die auf so ein Verkehrsmittel umsteigen würden, aber dafür müssten wir halt auch die Infrastruktur haben und Autos sind einfach das größte Hobby der Deutschen und da wird man niemals Kompromisse eingehen.
 
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