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Fahrradhelme, notwendig?

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Pfeife! :D
Das hat man der Abfahrt nicht unbedingt angesehen. Ich war selbst extrem überrascht, als ich später den Tacho überprüfte. Sie war aber ziemlich sicher ausgeformt, so ein Doppelhügel.

Ich hab dann später, auf dem Zeltplatz in Prora eine 10 oder 11jährige getroffen, die mir auch ganz stolz erzählte, dass sie heute einen Berg mit 50 runtergedonnert ist! :gerri:

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Das war sie. Sieht harmlos aus, von oben. :D
Ich bin 1x kopfüber geflogen, das geht recht schnell, meine radposition ist auch eine andere als bei dir, muss ich aufpassen.
 
Ich schätze, da hättest du nicht viel gegen machen können. Hinten, am Bildende geht es glaub ich extrem steil, aber kurz, bergab und läuft dann aber sehr lang aus. Da muss ich die 50 raufgekriegt haben. Wie auf ner Skisprungschanze. Aber optisch hat man das so nicht unbedingt wahrgenommen, also da kam keine Panik auf, auch nicht bei dem Mädel. Das passierte einfach und dann wars vorbei. Wenn mir das einer vorher gesagt hätte, wäre ich vermutlich auch anders rangegangen. Das könnte man der Ecke ankreiden, es war kein Gefälle-Warnschild aufgestellt, was ja sonst immer vorhanden ist. 15% waren das bestimmt. Oder ich hab das Schild einfach nicht gesehen. Oben standen noch noch ein paar Jugendliche Tourer, die mir nen 15er Schlüssel geliehen hatten. Ich war ganz froh darüber, denn meine Pedale hatte Geräusche gemacht und ich konnte die damit nachziehen. Dann noch schnell ein Foto und ab ging die Fahrt! :grins:
 
Ich hatte gestern ein Erlebnis, das dafür spricht, einen Helm zu tragen. (Mache ich trotzdem weiterhin nicht.)

Paar Freunde und ich sind gestern mit den Rädern zu einem See gefahren. Dafür mussten wir durch eine Kleinstadt (Strausberg). Die Straße war breit, gerade und kaum befahren. Obwohl ich eigentlich immer recht vorsichtig bin, wenn es darum geht auf der Straße zu fahren, habe ich den größeren Rad- und Fußgängerweg links von der Straße nicht gesehen. Also keiner von uns hat ihn wahrgenommen (er war auch nicht als Radweg ausgeschildert) und letztendlich war er auch sehr ramponiert. Aber gut, ich empfand die Straße eh als sehr ungefährlich, weil die paar Autos, die an uns vorbei wollten den Platz hatten. Dann kommt jedenfalls wieder mal ein Wagen und anstatt ordnungsgemäß zu überholen, bremst er auf meiner Höhe ab, fährt dichter ran und schiebt mit seinem Seitenspiegel meinen Lenker nach vorne, so dass ich rechts gegen die hohe Bordsteinkante fahre. Zum Glück waren wir langsam unterwegs, so dass ich noch anhalten konnte und nicht gestürzt bin.

Unfassbar asoziale, aggressive und gefährliche Aktion gegen Radfahrer. Bin ganz vorne gefahren und meine Freunde haben sich zum Glück das Nummernschild gemerkt und ich habe halt vier Zeugen. Überlege jetzt das zur Anzeige zu bringen, aber weiß nicht, ob es sich lohnt, weil ich nicht auf die Schnauze geflogen bin.
 
Ich würde den anzeigen. Schon aus Prinzip - das macht er ja sicher nicht nur bei dir. Und wenn ansonsten jemand auf dich losgeht und versucht, dich körperlich zu verletzen, aber dich versehentlich verfehlt, würdest du ja sicher auch über Konsequenzen nachdenken. Würde den Spinner auf jeden Fall nicht einfach so davonkommen lassen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Auf jeden Fall anzeigen.
Selbst wenn ihr ne Strafe zahlen müsste, da ihr den Radweg nicht benutzt habt, muss der Autofahrer deutlich mehr zahlen. Und zivilrechtliche Schritte könnt ihr euch dann ja auch noch vorbehalten. @Bart Wux ist als Richter/Anwalt/Jurist der Profi.
 
Ja, denke eigentlich auch, dass ich es machen sollte. Zahlen müssten wir eh nichts. Der Radweg war definitiv nicht ausgeschildert. Habe auf dem Rückweg extra darauf geachtet. War aber trotzdem definitiv ein Radweg, weil dort auch die Haltelinie bei Ampeln für beide Richtungen eingezeichnet war. War aber sehr schwach erkenntlich.
 
Hab nur den Startpost gelesen... au weia. :nein:

Die Schwester einer Freundin von mir ist durch einen Radunfall gestorben. Im Dorf auf Schotter ausgerutscht, auf den Kopf gefallen. Schädeldecke gebrochen, Hirn offenliegend. Mein Schwiegervater hatte das Mädel noch im Arm und versuchte zu reanimieren. Ohne Erfolg.

Die Ärzte im Krankenhaus haben uns damals gesagt (nicht den Eltern), dass es mit Helm höchstwahrscheinlich ganz anders ausgegangen wäre.

Ich verstehe auch nicht, warum man Kindern, vor allem den eigenen, kein Vorbild sein soll. Unser Kleiner zieht seit dem ersten Versuch auf dem Rad einen Helm an und macht das heute auch ganz automatisch.
 
@Mingo Der Unterschied ist schon, dass die ersten beiden, von dir aufgezählten Punkte, eine gesetzliche Grundlage haben. Das Kind darf eben faktisch kein Bier in einer Gaststätte trinken. Auch nicht, wenn der Vater das in Ordnung findet. Die Nutzung eines Helmes bei kleinen Kindern obliegt hingegen einzig der Einschätzung der Eltern.
 
@Mingo Der Unterschied ist schon, dass die ersten beiden, von dir aufgezählten Punkte, eine gesetzliche Grundlage haben. Das Kind darf eben faktisch kein Bier in einer Gaststätte trinken. Auch nicht, wenn der Vater das in Ordnung findet. Die Nutzung eines Helmes bei kleinen Kindern obliegt hingegen einzig der Einschätzung der Eltern.
Was aber auch traurig ist, denn ohne Helm lebt mein Kind wesentlich gefährlicher als von einem Schluck Bier. Aber es gibt so einige Dinge, welche - warum auch immer - noch keiner gesetzlichen Grundlage unterliegen. Helmpflicht für Kinder, Rauchverbot beim Autofahren, usw.
 
@*runaway* Es ging aber um die Vorbildfunktion gegenüber seinem Kind.
Ich wollte nur aufzeigen, dass man auch in anderen Situationen nicht immer das macht, was das Kind tun sollte.
Dann nimm noch als Beispiel dazu: das Kind ins Bett schicken während die Eltern sich noch für zwei Stunden vor den Fernseher lümmeln.
 
@*runaway* Es ging aber um die Vorbildfunktion gegenüber seinem Kind.
Ich wollte nur aufzeigen, dass man auch in anderen Situationen nicht immer das macht, was das Kind tun sollte.
Dann nimm noch als Beispiel dazu: das Kind ins Bett schicken während die Eltern sich noch für zwei Stunden vor den Fernseher lümmeln.


Dennoch ist der entscheidende Faktor hier die Einschätzung der Eltern. Wenn der Vater sich in der Kneipe in Anwesenheit seines Kindes acht Bier reinschüttet, ist eine Vorbildfunktion sicherlich nicht gegeben. Wenn der Vater aber mal ein Bier trinkt, während das Kind daneben sitzt, ist sicherlich nicht von einem schlechten Vorbild auszugehen, weil der Umgang mit Alkohol generell wohl sogar eher als vorbildlich einzuordnen ist. Rauchen ist natürlich nicht unbedingt etwas, das man als vorbildlich sehen kann. Dennoch steht es dem Kind frei, selbst ebenfalls zu rauchen, wenn es ihm gesetzlich gestattet ist. Da hat der Vater dann eben die Konsequenz aus seinem Verhalten - unter Umständen zumindest. Bei der Nutzung eines Helms sehe ich das aber noch einmal anders: Der schützt eben nicht das Kind mehr als einen Erwachsenen. Bei einem unglücklichen Sturz auf den Kopf profitiert der Vater genauso von einem Helm wie der Sohn, wenngleich die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Fünfjähriger mit dem Fahrrad auf die Nase legt, ungleich größer sein dürfte als die bei einem erwachsenen Menschen.
 
Ach komm... Erwachsene sind sicher nicht immer 100%ige Vorbilder, und ein Glas Bier oder eine Zigarette mögen dafür sicher Beispiele sein. Aber wie willst du deinem Kind die Gefahr im Strassenverkehr beibringen, und dich dann selbst nicht dran halten. Mein Sohn wäre mit 5 Jahren clever genug um mich zu fragen, warum ich denn meinen Kopf nicht schützen will, wenn es doch gefährlich ist.

Meine "Erfahrung" zeigt mir auch, dass ich noch nie überfahren wurde, wenn ich bei rot über die Strasse gegangen bin...

Es gibt hunderte Beispiele, wo es durchaus Sinn macht, unseren Kindern das auch vorzuleben, was wir ihnen beibringen wollen. Sie als, jetzt wollte ich gerade "doof" schreiben, hinzustellen und zu sagen "du machst das jetzt weil ich es sage" ist schon ziemlich bescheiden.
 
Aber wie willst du deinem Kind die Gefahr im Strassenverkehr beibringen, und dich dann selbst nicht dran halten.

So wie @Urgs, der selbst darauf hingewiesen hat, dass seine Kinder noch nie hinterfragt hätten, warum sie einen Fahrradhelm tragen müssen.
Also scheint es offensichtlich möglich zu sein. Dass er (implizit) dennoch immer noch dem Vorwurf ausgesetzt ist, seine Erziehung sei zweifelhaft, finde ich schon sehr unschön.
 
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