Magierdämmerung Bd. 1 - Für die Krone von Bernd Perplies
Klappentext:
London 1897. Während einer Zaubervorstellung erleidet der Bühnenmagier Brazenwood einen Zusammenbruch und wird kurz darauf von schattenhaften Gestalten gejagt und tödlich verletzt. Der junge Reporter Jonathan Kentham findet den sterbenden Brazenwood, und dieser übergibt ihm ein magisches Kleinod. Schon bald muss Jonathan feststellen, dass sich die Welt verändert hat. Eine Gruppe von Magiern hat in den Ruinen des untergegangenen Atlantis ein uraltes Siegel geöffnet, um ein neues Zeitalter der Magie einzuläuten ...
Auch wenn der Einband den Eindruck macht, ist Magierdämmerung kein Steampunk. Es ist vielmehr eine parallele Realität, in der die Magie existent ist. Der Roman ist gut geschrieben, interessante Story, sympathische Charaktere, keine Längen, keine zwanghaft altertümliche Sprache, keine Facepalm-Momente
Bemängeln kann man, daß die Figuren und Schauplätze doch ziemlich stereotyp sind. Nicht wirklich schlimm, aber ein wenig einfallslos. Man erkennt sie in vielen Romanen wieder, die in der gleichen Zeit und dem gleichen Ort spielen. Man kommt sich ein wenig wie in einem BBC-Fernsehfilm vor: nicht schlecht, aber auch nicht grandios, nichts Eigenständiges. Zudem kann man ein paar zu deutliche Anleihen bei Büchern von Verne, Conan Doyle, Stoker (keine Angst, (noch) keine Vampire) oder James Harriot erkennen. Es hält sich Alles noch im Rahmen, aber man muß den Stil mögen
Erwähnen sollte man auch, daß es nur der erste Roman von bisher Dreien ist, über die die Gesamtgeschichte verteilt ist. Dementsprechend passiert auf den 440 Seiten nicht allzu viel. Wie schon erwähnt, gibt es trotzdem keine Längen oder Füllmaterial. Allerdings kräftige Cliffhänger am Ende. Genauer gesagt, das Buch ist nur der Auftakt zur Geschichte, abgeschlossen ist überhaupt nichts. Zum Glück sind zwei Folgebände schon erschienen, den zweiten habe ich schon bestellt.
Bisher 8.0/10

. Aber so kann ich wenigstens meine Aufgeschlossenheit demonstrieren

