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BOOK Eure neuesten Bücher!

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Alexicious schrieb:
http://media.buch.de/img-adb/28989584-00-00/einsteins_versprechen.jpg

Wird mit "Der Schatten des Windes" von Zafon verglichen. Muss noch reinlesen, erscheint im Oktober!

Ja gut, das Cover ist ja schon mal fast eine Kopie zu "Der Schatten des Windes".


Heute kurz beim Bücherhändler gewesen:

roman_eines_schicksallosen.jpg
 
kennt jemand dieses Buch? Lesenswert? Die Kritiken bei Amazon sind ganz gut

[ama]http://www.amazon.de/dp/3570304108/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1313608688&sr=8-1[/ama]

das lag bei uns zum mitnehmen rum und ich hab es vorsichtshalber mal eingepackt, da hochwertig gebunden ^^
 
nofix schrieb:
kennt jemand dieses Buch? Lesenswert? Die Kritiken bei Amazon sind ganz gut

[ama]http://www.amazon.de/dp/3570304108/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1313608688&sr=8-1[/ama]

das lag bei uns zum mitnehmen rum und ich hab es vorsichtshalber mal eingepackt, da hochwertig gebunden ^^

Habe einen Großteil der Serie gelesen, die neuesten leider noch nicht.
Sehr tolle Bücher, spielt in der napoleonischen Zeit, alles ist wie in der Geschichte, nur gibt es noch Drachen. Liest sich sehr toll und ist ein guter Zeitvertreib.
 
Cloudi du Sack! :p
Ich bin gerade auf den letzten 100 Seiten von "Jeder stirbt für sich allein" und es ist ein wirklich großartiger Roman. Unfassbar, dass Fallada den in vier Wochen kurz vor seinem Tod und bei körperlich schlechter Verfassung geschrieben hat. So viel Liebe in der Charakterzeichnung und trotz der traurigen Nazi-Thematik noch so viel Humor und Spannung, das es einem die Freudentränen in die Augen treibt. So leicht und doch so wahrhaftig kann deutsche Literatur sein. Falladas nahezu fotgrafischer Erzählstil ist ohnehin großes Kino, da verwundert es nicht, dass sich der Roman wie ein spannender Film liest. Kann ich wärmstens weiterempfehlen, auch als interessante Berlin-Lektüre. Und wer immer noch gewisse Berühungsängste hat, weil das ist ja alte Literatur, dem sei gesagt, Fallada hat nicht nur liebend gerne über die einfachen Leute geschrieben, sondern auch so, dass eben genau jene ihn auch lesen können. Dabei hat er nen wunderbaren Schreibstil entwickelt, mit dem wirklich jeder klarkommt!

Und danach fang ich dann dein 1979 an, damit du die negative Bewertung wegnimmst! :deal::klopf:
 
So, nun bin ich durch mit dem Roman! Abschliessend bleibt mir noch zu erwähnen, dass die letzten ca. 150-200 Seiten ein Abstieg durch die Hölle der Ungerechtigkeiten und diabolischen Gemeinheiten der Gestapo/NS-Willkür bereithalten. Dennoch sehr lesenswert!
 
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denunziert.
jeder tut mit. jeder denkt nach. jeder meldet.

1942 denunziert die Hilfsarbeiterin Rosa Schwarz ihren jüdischen Ehemann wegen früherer vermeintlich antinazistischer Aktivitäten, zeigt ihre beiden ältesten Kinder bei der Gestapo an und bringt die fünf jüngeren in ein Heim der Israelitischen Kultusgemeinde. Michael Schwarz wird nach Auschwitz deportiert und ermordet. Alle sieben Kinder kommen nach Theresienstadt, überleben schwer gezeichnet die Zeit im KZ und kehren nach der Befreiung durch die Rote Armee nach Wien zurück. Ein besonders dramatischer Fall, aber nur einer von vielen: Im Dritten Reich stand Denunziation auf der Tagesordnung, und das nicht allein durch Gestapo-Spitzel und NS-Blockwarte. Freiwillig zeigten Privatpersonen Nachbarn, Bekannte, im schlimmsten Fall sogar Familienmitglieder – vor allem in den Monaten von "Anschluss" bis Novemberpogrom 1938 – wegen deren Jüdischseins, später wegen der von den Nationalsozialisten eingeführten Strafbestände "Heimtücke", "Hören von Fremdsendern", "Rassenschande" und Ähnlichem an. Den Behörden wurde so die Legitimation für Bestrafung, Verfolgung und oft auch Ermordung der denunzierten Personen in die Hände gespielt. Der Politikwissenschafterin Nina Scholz und dem Historiker und Psychotherapeuten Herbert Dohmen bieten die sorgfältig aufgearbeiteten Zuschriften der Bevölkerung an Gauleiter Josef Bürckel, die NS-Gerichts- und die Nachkriegsakte des Volksgerichtshofes Wien Grundlage für eine Studie, die tiefe Einblicke in die Macht der kleinen Leute zulässt. Neben der Frage, welche Funktion die – durchaus nicht uneingeschränkt gutgeheißene, dem Ideal vom "aufrechten deutschen Charakter" widersprechende – Denunziation für das Regime erfüllte, in welchem Ausmaß die "freiwilligen Helfer" zur Kräfteeinsparung und Stabilisierung der NS-Herrschaft beigetragen haben, untersuchen Scholz und Dohmen auch die "andere", die individuelle Seite: die Bedeutung der Denunziation für die Denunzianten, die Motive, aus denen heraus Menschen andere, allzu oft nahe stehende Menschen verrieten. Repräsentative und außergewöhnliche Fällen wie jener von Rosa Schwarz und ihren sieben Kindern werfen ein Licht auf das soziale, politische und kulturelle Gefüge der Gesellschaft und legen die Fähigkeit des Menschen zur Unmenschlichkeit bloß.


grad bekommen und n paar seiten quergelesen. ich werd keine gute laune haben, so lange ich das buch lese.. :( das is ganz schön bitter.
 
Das ist der Grund, warum ich mir sowas nicht mehr antue. Für Fallada gilt das Gleiche. Man kann nur eine begrenzte Anzahl solcher Bücher lesen, ohne dauerhaft in schlechte Laune zu verfallen und die Anzahl ist bei mir erreicht. Da gibt es bessere Arten sich den Tag zu versauen :I
 
naja.. da is bei mir auch ne gute portion recherche dabei. wir planen fürs nächste jahr ein projekt gegen rechts, das auf diese thematik abzielt. im prinzip hat sich da ja wenig geändert, was denunziation angeht. ob es nun einzelne leute sind oder die medien im grossen maßstab. ich wühl mich da grad durch einige bücher durch, die das thema haben, abgerundet durch literatur über hamburg im 3.reich... da kommt einem permanent die galle hoch. aber ich will das projekt so fundiert wie möglich haben..
 
Erstmal Respekt für dieses Projekt, finde ich gut :dhoch:


rancid schrieb:
naja.. da is bei mir auch ne gute portion recherche dabei. wir planen fürs nächste jahr ein projekt gegen rechts, das auf diese thematik abzielt. im prinzip hat sich da ja wenig geändert, was denunziation angeht. ob es nun einzelne leute sind oder die medien im grossen maßstab. ich wühl mich da grad durch einige bücher durch, die das thema haben, abgerundet durch literatur über hamburg im 3.reich... da kommt einem permanent die galle hoch. aber ich will das projekt so fundiert wie möglich haben..
Könntest du dazu paar Titel nennen? Würde mich echt interessieren.
 
Finde ich auch gut :dhoch:

Aber für mich wäre es nichts, ich würde mir nachhaltig schlechte Laune, Magengeschwüre und vermutlichen einen mittelschweren Hass auf die Menschheit einfangen. Und damit wäre dann doch keinem gedient. Viel Erfolg für dein Projekt :)
 
Ich lese immer noch "Heldenklingen" von Joe Abercrombie und bin ca bei 3/4 des Buches angekommen.
Es ist sicher keine Weltliteratur, aber der Schreibstil, die Handlung und die Charaktere sind zu 100% mein Ding und daher kriegt das Buch (und auch alle anderen Romane von Abercrombie) von mir eine 10/10.
Wie da eine Schlacht in einem (leichten Fantasy)-Mittelalter beschrieben wird, von Perspektive zu Perspektive gesprungen wird, wie vollkommen auf schwarz-weiß-Malerei verzichtet wird und wie kernig die Sprache mitunter ist, es ist für mich einfach ein Fest :dhoch:
Man kann das Buch nur mit Gewalt weglegen und das liegt nicht nur daran, dass es ungefähr so groß und schwer ist wie eine von Master Dans Kurz-Hanteln :ugly:
 
danke fürs motivieren :)

aktuell lese ich "hamburg im 3. reich" von josef schmid (sehr umfangreich und sehr informativ) und "der hamburger feuersturm 1943" von andreas fischer. aber das eher, um mir ein bild von den lebensverhältnissen unter diesen extrembedingungen zu machen. dann liegt hier noch " der junge mit den blutigen schuhen", was ebenfalls eher um den alltag geht. aber das is genau der punkt, der mich interessiert. das alltagsleben und wie der faschismus sich dort breit gemacht hat.
zum thema denunziation gibt es nur wenig literatur, das buch da oben is eigentlich genau das, was einem immer zu der thematik empfohlen wird.
 
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