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REVIEW Dungeon Maker

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Oxblood

Banish the Skywords
Da ich mich ja kurz zuvor an den 55%, die die allseits respektierte Gamestar dem spiel gab gestört habe, hier nun mein knappes (und erstes) Review zu diesem kleinen, nicht besonders bedeutendem Spiel, welches es für attraktive 13 Pfund ihrer Majestät bei Amazon.uk zu haben gibt.

Überblick:

Ihr kennt das. Man ist typische zwölf Jahre alt, die Schule ist vorbei und man braucht einen Job. Was tun? Vielleicht beim örtlichen Schreiner in die Lehre? Nah, der hat schon zuviele Lehrlinge, der Waffenladen braucht auch keine Verstärkung und aus dem heimischen Dorf weg möchte man dann doch noch nicht. Immerhin ist man zwölf.
Wohl dem, der wie der Protagonist von Dungeon Maker (das auch unter dem Namen "Master of the Monster Dungeon" bekannt ist) beim grübeln über eine handelsübliche sprechende Schaufel fällt, die einen kurzum zum namensgebenden Dungeon Maker macht. Ob es euch nun passt oder nicht, das kümmert die übereifrige Schaufel nicht wirklich.
Was ein Dungeon Maker macht? Er buddelt sich durchs Erdreich um in der Örtlichen Höhle ein schickes Heim für Monster zu errichten. Sicher, warum sollte man Monstern bitte absichtlich gemütliche Schlafplätze und Kneipen zur Verfügung stellen?
Ganz einfach: Betrunkene und schlafende Monster überlassen einem gerne ihren mitgebrachten Plunder, wenn man ihnen die Grütze aus dem Schädel prügelt.

Technik

Was die Technik angeht, so halte ich mich kurz, denn sie ist nicht besonders erwähnenswert bei einem DS-Spiel denke ich. Dennoch: Die Grafik ist bis auf die Monster selbst ziemlich schlicht, der Dorfscreen ein statisches Bild mit Cursor. Die Musik kommt über das normale Gedudel nicht wirklich hinaus und das Interface könnte etwas liebevoller designed sein. Technisch sicherlich keine Meisterleistung.


Spielsystem

Und hierum geht´s ja im Endeffekt. Wie oben schon angedeutet, besteht die Aufgabe darin, möglichst viele Monster in den eigenen Dungeon zu locken um zum einen an ihren Kram zu gelangen und zum anderen die Ländereien sicherer. Monster im weichen Nest eures Dungeons fressen keine Bauern in der Landschaft.
Dazu hebt man mit der Schaufel in einem in ein Raster unterteilem Areal Gänge und Nischen aus, die man mit im Dorf gekauften Räumen füllt, welche wiederum bestimmte Monster anlocken. Selbige verkloppt man anschließend in einer Dragonquest-mäßigen Ansicht (Rundenkampf aus der Egoperspektive also, normale Attacke, offensive und defensive Zauber, Items, das übliche) um sich ihr Equipment und ihre Einzelteile zu greifen.
Equipment, das ist klar, verbessert die eigenen Werte wie gewohnt.
So, wie levelt man denn in so einem Spiel fragt jetzt sicher jeder (oder auch keiner). Mit den Einzelteilen. Man verkocht alles, was man so findet (bzw. die weibliche Protagonistin tut das) um sich z.B. eine schöne Schleimsuppe mit Spinat zu gönnen, welche dann Lebensenergie und Kondition permanent verbessert. Abgesehen vom "Wachsen durch Essen" verbessert sich der kleine Protagonist nämlich nicht, also muss man nebenher immer darauf achten, auch ein paar Tiergegner umzuhauen um genug Zutaten zusammen zu bekommen für das tägliche Abendessen.
Hat man genug Monster angesiedelt, bequemt sich auch der aktuelle Boss in den Dungeon. Sobald man ihn dann besiegt hat, öffnet sich der Weg zum nächsten, tieferen Stockwerk in das sich dann stärkere Monster locken lassen mit neuen Räumen, neuem Equip, Nahrung usw. Zwischendurch geben einem die Dorfbewohner immer mal wieder Aufgaben, die mit neuem Krempel, Zaubern oder Geld belohnt werden.
Erwähnenswert ist noch der Haufen Schleim, den man nach dem 1. Stockwerk adoptiert. Der kleine Kerl ist ein gar seltener Mimik-Schleim und kann besiegte Gegner immitieren, um sich ihre Fähigkeiten anzueignen. So kann er beispielsweise mit Krähenfüßen, einem Hobgoblinkopf und Kriegshund-Armen herumlaufen und so verschiedenstes Equipt anlegen und die Spezialangriffe der Gegner selbst benutzen. Leider sieht man ihn in seiner vermutlich Brechreizerregenden Formwandlerei. Ein Jammer.

Zusammenfassung des Spielsystems:
Buddeln, Räume platzieren, Monster verkloppen, ihre Einzelteile verkochen, stärker werden, den Boss besiegen, weitere Dungeonetage aufmachen.


Fazit

Eine gewisse Eintönigkeit und etwas schwächliche Technik kann man dem Spiel nicht absprechen. Dennoch empfand ich es (grade zu dem Preis) als nettes kleines Spiel, das etwas anders ist. Ich kann nicht ausschließen, daß im Spielverlauf noch mehr Features wie Mr. Schleim hinzukommen, da ich selbst erst im 2. Level bin, aber es ist ja auch nur ein kurzer Überlick.
 
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