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GEN7 Dragon Age: Origins

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Gerade bin ich bei der ersten großen Schlacht angekommen. Oh man, die Zwischensequenz ist der Burner - ich liebe sie. Ihr werdet sie auch lieben, da bin ich mir sicher - Her der Ringe lässt grüßen...
 
Ne, ne, war eher was ich hören wollte. :grins:

Irgendwie kann ichs noch gar nicht so ganz fassen, dass das Spiel die kommende Woche erscheint. Hab momentan so den Spiele Overkill, dass mich das jetzt doch etwas überfährt. Ich freu mich drauf!
 
Klingt hervorragend, auch wenn es natürlich ärgerlich ist, dass man ein Spiel, welches bereits am PC alles andere als ein Vorzeigeprodukt ist, auf der 360 nicht in ebenwürdiger Qualität hinbekommt...

Wie sieht es in den Kämpfen mit dem taktischen Tiefgang aus? Hat BioWare das Spielgefühl der PC Version halbwegs übertragen können oder sind die vielfach mit Lorbeeren überschütteten, taktischen Kämpfe, auf der Konsole, zur Hack'n Slay Orgie verkommen?
 
Das mit den Kämpfen kann ich noch nicht sagen, da ich noch nicht so weit bin und die Kämpfe am Anfang recht simpel sind. Ich denke, man kann es gut mit Mass Effect auf der Xbox vergleichen, da man auch die Fertigkeiten mit einem ähnlichen Kreismenü nutzen kann.
 
Ja ok, das mit dem Kreismenü ist ja schon bekannt und hat mir an Mass Effect eigentlich ganz gut gefallen, aber Mass Effect hat sich trotz allem, zu sehr auf Action getrimmt angefühlt und daher ordentlich an Komplexität eingebüßt. Zumindest hab ich in Mass Effect zu keiner Zeit derart gestrauchelt, wie es bei manchen Kämpfen in Baldurs Gate, Neverwinter Nights oder auch Knights of the Old Republic getan habe. Da war die Shooter Komponente einfach zu stark.
Bei Dragon Age, stehen halt nun die Bedenken an, dass der Hack'n Slay Part, der Taktik übersteht und das Gameplay so in Sachen Komplexität ausgehebelt wird.

Bitte dich daher darum, sobald du zu den ersten Kämpfen kommst, die dir aus der PC Version als fordernd in Erinnerung geblieben sind, ein kurzes Fazit darüber zu ziehen. :)
 
Ich poste das auch mal hier rein, aus der neue Gamepro:

grafik
+ sehr stimmungsvoll
- matschige texturen
- klobige objekte
- leichtes dauerruckeln (PS3)

sound
+ epischer soundtrack
+ tolle englische sprachausgabe
+ gute deutsche sprachausgabe
+ stimmiges schwertgeklirre

bedienung
+ automatisches speichern
+ zugängliche charakterverwaltung
+ komfortables ringmenü
- lange ladezeiten

gamesdesigne
+ entscheidungsfreiheit
+ motivierende quests
+ abwechlungsreiche levels
- welt nich frei begehbar

story
+ riesige welt
+ sehr atmosphärisch
+ keine klitsch fantasy
- aufgesetzte bluteffekte

umfang
+ große levels
+ viele neben quessts
+ 30 - 40 stunden spielzeit
- zu wenig waffen/ gegenstände

kai: tolle geschichte und liebenswerte charaktere
henry: technisch ein trauerspiel, aber unglaublich fesselnd erzählt
markus: wo ist die iso-perspektive der pc version?
thomas: gelungene kotor fortsetzung, obwohl es gar kein kotor ist.


:headbang:
 
Der Wertungskasten klingt ja sehr gut und offenbar hat man wirklich nur an der bescheidenen Technik zu bemängeln.

kai: tolle geschichte und liebenswerte charaktere
henry: technisch ein trauerspiel, aber unglaublich fesselnd erzählt
thomas: gelungene kotor fortsetzung, obwohl es gar kein kotor ist.

:headbang:
 
Am PC, macht es technisch offenbar auch keine wirklich bessere Figur, wenn man sich den 4Players Test ansieht, der sich, im ersten Teil, mit der PC-Version beschäftigt.
 
Das Review ist allgemein sehr zu empfehlen. Man kann da richtig mit Jörg mitfühlen, wie da ein kleiner Rollenspiele Junkie in einem hochkommt.

Jörg schrieb:
Egal ob Charakterentwicklung, Party-Management, Reiseroute, Story oder Politik: Alles ist offen. Viel offener als etwa in Mass Effect oder irgendeinem anderen aktuellen Rollenspiel. Also gibt es Fragen über Fragen. Und es ist immer ein sehr gutes Zeichen, wenn man ähnlich wie in Fallout 3 selbst nach dreißig oder vierzig Stunden über die nächsten Schritte nachdenkt, wenn man die Pausetaste drückt, sich seufzend zurücklehnt und darüber grübelt, welche Konsequenzen die eigenen Aktionen nach sich ziehen könnten. Denn alles hat in Dragon Age seinen Preis. Und das macht es so wertvoll. Ich fühle mich wie ein Junkie auf Fantasy, den Kopf voller Gespenster aus einem nostalgischen Früher: Die Qual der Wahl der Gefährten, die köstlichen Zickereien innerhalb der Party, die schrägen Charaktere. Wer vor einem Jahrzehnt mit BioWares D&D-Epos seine langen Tage und angenehmen Nächte verbrachte, wird hier alte Helden wie Minsc, Khalid & Co in modernem Gewand spuken sehen. Kann man also den Geist der Baldur's Gate-Reihe beschwören? Oh ja. Die Kanadier haben Wort gehalten.

Jörg schrieb:
Nein, das Spiel müsste sich schon enorm steigern, um diese Motivationsbremsen zu lockern.
Kann BioWare auf lange Sicht die Kurve kriegen? Vielleicht ist Dragon Age ja ein Spätzünder? Auch Tolkien hat bekanntlich ein paar hundert Seiten Anlauf gebraucht, bevor der Lektürefunke übersprang. Aber dann brannte es lichterloh bis Mordor...

Ja, auch Dragon Age beschleunigt langsam. Und wenn es Fahrt aufgenommen hat, dann brennt es auch in Ferelden: Nach drei Stunden fallen schwache Texturen vielleicht noch auf, nach sechs Stunden hat man sich daran gewöhnt, spätestens nach zwölf Stunden entdeckt man erfreut die markanten Unterschiede zu Tolkiens Fantasy, nach zwanzig Stunden will man alles aufsaugen, was BioWare hier auftischt und wenn man nach 45 Stunden in die Statistiken schaut, dann atmet man richtig auf: Hey, ich habe erst 36% der Quests gemeistert und 54% Prozent der Spielwelt gesehen? Wahnsinn! Das ist ja ein richtiger langer Schinken! Oh ja, dieses Spiel kann 80 bis 100 Stunden unterhalten, wenn man sich auch um alle Nebenaufgaben kümmert.

Jörg schrieb:
Der Rücken knarzt. Die Familie flucht. Die Texturen sind vergessen. Und dieses Abenteuer saugt weiter so gnadenlos an meiner Lebenszeit, dass mich der goldene Herbst da draußen nicht interessiert. Nur das virtuelle Ferelden zieht mich magisch an, lässt mich immer wieder nachladen, klicken, kämpfen, reden, rauben, retten, rächen, schlichten, sammeln, versprechen, brechen, grübeln. Ich versinke für Tage blass und brütend in wirren Gedanken: Töte ich das Schwein, das mich umbringen sollte? Soll ich das Schwert aus rotem Stahl oder den Zwergenstreithammer benutzen? Ist Sten wirklich ein Massenmörder? Freut sich Morrigan über ein Diadem? Die Geschicklichkeit oder besser die Klugheit aufwerten? Was bringt mir der Hund wohl diesmal zurück, wenn ich ihn suchen lasse? Lieber brachiale Zweihandwaffen trainieren oder den betäubenden Schildeinsatz? Als nächstes nach Redcliffe, in den Brecilianwald, in das Frostgebirge, zum Calenhadsee oder wieder in die Hauptstadt zurück? Ist die Urne mit der heiligen Asche nur eine Legende? Gibt es Drachen? Kann ich die dunkle Brut aufhalten? Wie spät ist es überhaupt?

Und sie setzen hinsichtlich der Partyinteraktion sogar noch eins drauf, denn nicht nur die hervorragenden deutschen (!) Dialoge, die fast durch die Bank mit emotionalen Sprechern glänzen, gehören zu den Highlights des Spiels: Es gibt eine Szene (hier im Video), in der ein von einem Dämon besessener Junge vor den Gefährten spricht, die schauspielerisch hervorragend inszeniert wird - da passen Mimik und vor allem die Stimmlage zu jeder Textzeile; das ist ein großer Moment. Wenn die skrupellose Hexe Morrigan auf die gutmütige Magierin Wynne trifft, dann rappelt es auch im kleinen moralischen Karton - Egoismus gegen Aufopferung, Darwinismus gegen Nächstenliebe. In seiner Ansprache ist dieses Dragon Age wesentlich vielfältiger als seine Ahnen. Es geht je nach Herkunft und Charakter des Gesprächspartners mal pathetisch, naiv, arrogant oder derb zur Sache: "Muss ich dir auch sagen, dass du dir nach dem Scheißen den Arsch abwischen musst?" Es gibt Angeber und Aufschneider, Träumer und Tyrannen. Ist das also doch der große Wurf des Rollenspielgenres?

Jörg schrieb:
Hinzu kommen ja die dynamischen Beziehung zwischen den Gefährten und dem Helden, die man im Lager pflegen kann. Das ist ein enormer Motivationsfaktor, der mich für Stunden beschäftigt hat, weil es hier um Rollenspiel im besten Sinne geht. Man kann Rast machen und sich auf einem Zeltplatz mit Feuerstelle frei zwischen seinen Gefährten, Besuchern und Händlern bewegen. Hier liegt quasi der Ruhepol, um abseits der Kämpfe abzuschalten und zu kommunizieren. Da jeder Charakter eine ausgearbeitete Hintergrundgeschichte hat, lohnt sich der Lagerfeuertalk.

Je nachdem, wie ich mich in Gesprächen verhalte und was ich in der Spielwelt tue, gewinne oder verliere ich ihre Sympathie - symbolisiert in einer Leiste, auf der nach jeder relevanten Aktion numerisch abgerechnet wird: Ich helfe einem kleinen Schmied, die Tochter zu suchen, obwohl ich als Grauer Wächter eigentlich Wichtigeres zu tun habe? Zehn Punkte Abzug beim zielstrebigen Sten und der misanthropischen Morrigan, fünf Punkte dazu bei der sorgenvollen Wynne! Ich lasse einen ketzerischen Blutmagier am Leben, obwohl er einen Mordversuch gestartet hat? Zehn Punkte Abzug beim exorzierenden Templer Alistair! Sehr amüsant sind die automatischen oder situationsabhängigen Gespräche, die für Leben in der Gruppe sorgen. Die Anzahl und Qualität dieser kleinen Verbalschlachten ist ausgezeichnet: Es kann passieren, dass sich Morrigan über die aufgesetzte Männlichkeit Alistairs lustig macht. Es kann passieren, dass der schweigsame Zweimeterriese Sten plötzlich mit einem Hund redet und sich zu einem Stöckchenwurf hinreißen lässt. Man schmunzelt, lacht und wundert sich.

Jörg schrieb:
Und das Beste ist: BioWare stülpt keine Gut-Böse-Moral wie noch in Star Wars: Knights of the Old Republic über die eigenen Aktionen. Wer dort Unschuldige getötet oder gegen den Kodex der Jedi verstoßen hatte, bekam noch einen Punktabzug auf einer Leiste. Hier kann selbst ein Mord, je nachdem wie man seine Rolle interpretiert, eine gute Tat sein.

Ein Beispiel:
Man findet mit der Hilfe eines Priesters einen verschollen geglaubten Tempel, in dem sich ein mächtiges Heilmittel befindet, das man für einen dahin siechenden Fürsten braucht. Der Priester will den Ort daraufhin zu einer Pilgerstätte ausbauen. Hört sich toll an, oder?

Das erste Problem: Wenn die dunkle Brut das Heilmittel in die Finger kriegt, könnte das fatale Folgen für das ganze Reich haben. Das zweite Problem: Der Priester will sich nicht überreden lassen, den Ort zu verlassen. Die mögliche Lösung: Man bringt den Priester und damit den einzigen Zeugen um. Damit bewahrt man den Ort vor der Invasion der dunklen Brut und man könnte die Urne sogar vernichten.
Gesagt, getan und eine Zwischensequenz unterstreicht die Gnadenlosigkeit dieser Situation: Mein Messer kracht nach kurzem Flug mit Schmackes in den Hinterkopf des Priesters, der wie ein nasser Sack zu Boden fällt, der quasi feige von hinten ermordet wurde. Natürlich werden sich vor allem die Gutmenschen innerhalb der eigenen Gruppe aufregen. Es kann sogar zum offenen Kampf kommen, wenn man die gläubige Wynne dabei hat. Aber so kann man Dragon Age spielen.

Natürlich kann man den Tempel auch ganz anders betreten, mit religiösem Respekt und man kann sogar halbnackt durch das schützende Feuer schreiten, um die Gunst der Götter zu gewinnen - wer das tut, wird sogar vom Wächter es Ortes gesalbt. Moral ist hier relativ, zumal es in der Story um das Schicksal der Welt geht. BioWare nennt sein System der Entscheidungen flapsig "Choice 2.0" und betonte, dass man seine Rolle ganz individuell ausleben soll. Und das ist herrlich. Es gibt also keine Fantasy-Correctness in diesem Abenteuer, es geht hart und brutal zur Sache - im Kampf und in den Konsequenzen.

Verdammt, nun bin ich wirklich gehyped. :traurig:
 
Und ich auch schon wieder! Liest sich viel zu gut um wahr zu sein. Hab momentan auch überhaupt nicht aufm Radar ein Spiel jetzt wieder 2 Monate non stop zu spielen.
 
Bin ich der einzige den das Game bisher überhaupt net interessiert und schon gar nicht flasht. Was ich bisher davon gesehen habe sah spielerisch und grafisch äusserst dürftig aus.
 
Uns dürstet es nach guter Rollenspielkost im klassischen Sinne. Dafür ist die Grafik vollkommen okay und nicht immer besteht der Anreiz an einem Spiel nur aufgrund der Technik. Ich möchte Emotionen, schwierige Entschiedungen, Gefährten die mir ans Herz wachsen, Tragik und und und.

Das wird Dragon Age alles bieten und auf meinem Rechen bestimm ganz gut aussehen für ein Rollenspiel!
 
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