Vielleicht habe ich zu wenig Nebenmissionen gemacht, aber am Ende hatte ich noch nicht alle Augemtierungen freigeschaltet. Wirklich benötigt habe ich sie aber auch nicht.
Das finde ich auch schade. Wie schon gesagt, ich finde das Spiel insgesamt eh zu einfach. Bin jetzt kurz vorm Ende und mich sieht schlichtweg niemand mehr. Bin unsichtbar und lautlos. Kann durch Wände schauen und im Notfall wird das Betäubungsgewehr ausgepackt. Das sind insgesamt vielleicht drei, vier Augs und eine Waffe, die ich benötige, um hier gemütlich durchgehen zu können.
Durch die Tarnung kann einfach alles umgangen werden. Kameras, Laser, Geschütztürme, Wachen. Einschalten, durchlaufen. Ich spiele zwar nur auf Normal, aber auch da sollte das Spiel schon so designt sein, dass ich die vorhandenen Möglichkeiten auch nutzen muss, um weiter zu kommen. Wie wäre es beispielsweise mit Wärmebildkameras, die mich trotz Tarnung sehen? Oder entsprechend angepasste Gegner? Die Roboter waren ja auch so 'ne Lachnummer. Treten zwar erst im Endgame auf, weshalb ich dachte, dass es jetzt doch noch schwer werden könnte, sind aber genau so leicht zu täuschen/umzuprogrammieren wie 'ne Kamera.
Ohne Augs hat mir das spiel irgendwie mehr Spaß gemacht, weil man da kreativ und clever vorgehen musste. Mittlerweile aktiviere ich einfach meine "Cheats" und fertig. Die erste Bankmission war beispielsweise spitze, weil man da noch wenige Augs hatte und sich selber einen Weg suchen musste. Jetzt gehe ich da mit Tarnung und Multitools im Gepäck einfach durch.
Die Semi-Open World finde ich übrigens hervorragend. Einfach, weil sie zum gemütlichen Erkunden einlädt. Es ist kein klassisches Level, in dem du gezielt und womöglich unter Druck durch musst, sondern eine frei begehbare Spielwiese, in der aber dennoch regelmäßig Missionen und Sperrgebiete eingestreut werden, die Interesse wecken. Dazwischen dann ein paar ausgegliederte Hauptmissionen an anderen Schauplätzen. Hat mir so sehr gefallen und darf gerne wiederkommen.
Das Trilogie-Problem der Story besteht leider wirklich. Da fehlt der Climax im Spannungsbogen. Fühlt sich so an als befinde man sich auf selbigen noch am Anfang. Ist eine gute Story, aber eine, die sich konstant auf einem Spannungsniveau bewegt. Da fehlen die Ausschläge, weshalb sie sich irgendwie unspektakulär anfühlt.
Ansonsten bin ich aber sehr zufrieden. Ein wirklich tolles Spiel. Den Nachfolger dann gerne etwas "schwerer". Die Story dürfte sich ja von alleine verbessern, wenn es auf das übergeordnete Ende zugeht. Ansonsten kann gerne alles so bleiben. Alleine wegen seiner Kreativität und den vielen Möglichkeiten eins der besten Spielerlebnisse der letzten Zeit. Da sehe ich dann auch gerne über die etwas altbackene Präsentation oder kleinere Gameplaymacken hinweg. Hat richtig Spaß gemacht.
Gleich gebe ich mir noch das Finale und werde danach wahrscheinlich ein NG+ starten.
Zuletzt bearbeitet:
Außerdem ist Adam ein cooler Typ, ich möchte gerne mehr Abenteuer mit ihm erleben.